ich war ja schon immer ein Internet-begeisterter Mensch. Ich habe schon viel Gutes, viel Quatsch und auch schon weniger schöne Dinge mitgemacht. Das Internet ist eines meiner liebsten Hobbys geworden. Früher waren die technischen Möglichkeiten noch beschränkt, heute schreiten sie in atemberaubender Geschwindigkeit fort. Vom Mond wird bald getwittert, die Geolocation von Atlantis ist nur noch eine Frage der Zeit und bald habe ich mit meinen Identi.ca-Mitlesern Ashton Kutcher mit seinem kleinen Account auf Twitter überholt. Als wir hier auf F!XMBR anfingen war die Situation noch überschaubar, ein paar Blogs gab es damals schon, andere Dinge waren eher Randnotiz – auch wenn Robert wöchentlich The next big Thing ausrief.
Köhntopps Google im Fadenkreuz der Politik bzw. Kappes Google-Bashing: Zur politischen Ökonomie einer Suchmaschine beleuchten einerseits die tatsächlichen Risiken und Nebenwirkungen des Suchmaschinen-Riesen, respektive wie die Politik darauf reagiert, zum anderen das geradezu zum Kult avancierte Google-Bashing. Insbesondere seitens letzterem erliegt man behände der Gefahr einem ähnlichen Kult zu erliegen, wie die Mär vom evil empire aka Microsoft. Auch bei jenem verwischte zunehmend Realität mit Hörensagen und heraus kam das omnipotent schlechte System ohne aber überhaupt noch die tatsächlichen Problematik erahnen zu können. Mutiert die Kritik über die Zeit zum reinen Bashing quasi zu einer Art Netzfolklore, so wird man auch bei Google bald nicht mehr Realität und Hörensagen voneinander unterscheiden können. Man verliert mit der Zeit den Blick für das Wesentliche, eignet sich einen Tunnelblick an und ist somit vielfältigen Gefahren anderer Natur überhaupt nicht mehr gewahr.
Nutzen wir doch einfach Bing. Bing ist Microsofts Antwort auf Googles Suchmaschine. Erfolgreich sicherlich, qualitativ vergleichbar bis dato kaum. Aber das tangiert auch recht wenig, Microsoft konzentrierte sich diesmal, ähnlich wie bei Windows 7, primär auf Oberflächlichkeiten und konnte ob dieser Augenwischerei einiges an Boden wett machen. Bei Bing beispielsweise ist die Marke Microsoft in den Hintergrund gerückt und die Rechnung scheint aufzugehen.
Aber dies nur nebenbei. Vielmehr interessiert die Empfehlung Asa Dotzlers1 Bing anstelle von Google zu nutzen, ob Eric Schmidts befremdlicher Aussage in puncto Datenschutz. Schmidts Vorstellung von Datenschutz ist recht simpel: lass einfach die Finger von Dingen, die eine Datenerhebung mit sich bringen.
If you have something that you don’t want anyone to know, maybe you shouldn’t be doing it in the first place.
Ein neues Killerfeature fürs Handy? Schon beeindruckend. Man schieße ein Foto und den Rest macht Googles Infrastruktur. Das Handy lässt sich sogar fast als Scanner nutzen…
Das könnte echt mal wieder ein Hit von Google werden…
Laut Google ab sofort fürs Android erhältlich, in freier Wildbahn bisher aber noch nicht gesehen…
Wer seine Addons im Firefox regelmäßig pflegt und bisher die Erweiterung CustomizeGoogle eingesetzt hat, dem ist mit Sicherheit aufgefallen, dass dieses Addon seit über einem Jahr nicht mehr aktualisiert wurde und mehrere Dinge dementsprechend nicht mehr funktionieren. Auch die Mailingliste ist eher eine Webleiche, als dass dort diskutiert werden würde. Aus diesem Grund wurde OptimizeGoogle geschaffen. Mit OptimizeGoogle kann man nicht nur Google in vielen Dingen an seine eigenen Bedürfnisse anpassen – der Focus liegt ebenso auf das Entfernen von Werbung und der Tracking-Tools von Google. Wer CustomizeGoogle geschätzt hat, wird OptimizeGoogle lieben. (via Camp Firefox)
Nachdem so ziemlich jede Postille im Netz nicht mit den Lobpreisungen geizte und weniger den erwarteten Sermon vergoß – Googles corporate motto Don’t be evil ist ein wahres Wunder an Nachhaltigkeit – möchte ich hier zumindest noch einiges anfügen.
Googles Betriebssystem basiert auf dem Linux-Kernel hatte bisher mehr den Geschmack von sie nahmen den Kernel und wirkten ansonsten eine Menge Google-Magie, tatsächlich jedoch werkelt darunter ein reguläres GNU/Linux, es ist quasi eine Google Distro. Der Browser dominiert, vielen schon als Google Chrome bzw. Chromium ein Begriff, und ist zugleich integraler Bestandteil des Systems — der Browser bildet somit die alleinige Schnittstelle zwischen User und Netz und ist auch die einzige lokale Applikation, die von diesem aktiv bedient wird.
Am Donnerstag hat Google sein Chromium OS, liebevoll auch Chrome OS genannt, als Opensource veröffentlich. Die Netzgemeinde ist bei solchen Geschichten immer sehr schnell, und so gibt es in der Piratenbucht nun ein VMware-Image zum Download. Gestartet werden kann es nicht nur mit VMware, auch mit VirtualBox. Wer selber basteln möchte, kann hier die Nightly Builds im Source herunterladen. Sehen wir hier die Zukunft? Kann durchaus sein – alles läuft über das Internet – der Anwender selbst hat zu Hause nur noch ein Web-OS und den Rechner, der Rest wird bei Google gespeichert. Erschreckend und faszinierend zugleich. Bis es soweit ist, werden aber noch ein paar Jährchen ins Land gehen – vielleicht auch ein paar mehr. Auch bei diesen Screenshots gilt: Klick aufs Bild für höhere Auflösung.
Google gab heute erst einmal den Quellcode frei zu ihrem auf dem Linux-Kernel basierenden Betriebssystem. 1Bis dieses letztendlich erscheint wird noch eine Weile ins Land gehen, die FOSS-Community, sowie Firmen und andere sind aufgerufen sich aktiv an der Entwicklung zu beteiligen. Gemäß Google ist dies noch die Rohform, das endgültige Konzept wird gemeinsam mit der Community entwickelt. Primäres Ziel: Geschwindigkeit, höchstmögliche Parallelität, aber auch die Sicherheit solch nicht zu kurz kommen, d.h. das System verifiziert nach jedem Start seine Integrität.
Kurzum wir schauen eine Betriebssystemskizze. Googles Kurs indess dürfte jedoch klar sein: eine dominante Suchmaschine, wolkige Applikationen, ein eigener Browser, ein Betriebssystem für Smartphones, eine eigene Programmiersprache entwickelt u.a. von UNIX-Urgestein Ken Thompson und nun ein eigenes Betriebssystem, welches die Verquickung mit dem Netz zementiert. Grund zur Besorgnis? Maybe, auch Microsoft begann mal recht klein, erreichte jedoch nie diese Dominanz.
We will see …
mehr Infos bzw. Videos diesbezüglich findet man dort [↩]
Google Großbritannien mit einer kleinen, aber feinen, Kurzgeschichte über 14 Jahre Google. Schon irgendwie witzig, dass man diese Zeit vom Anfang bis heute begleitet hat – sonst dauert eine solche Erfolgsgeschichte, bei aller berechtigten Kritik, doch etwas länger…