Schlagwort ‘.get privacy‘

Begehrlichkeiten

 

Anno 2006 schrieb ich «wir haben etwas zu Verbergen», eine Replik auf diverse ausufernde Forderungen der Politik seit Mitte der 90er Jahre. Viel geschah dazwischen, u.a. 9/11, aber der ausschlaggebende Moment für die Begehrlichkeiten der Politik war weder 9/11 noch eine neue politische Agenda, sondern schlicht und ergreifend die Verfügbarkeit diverser Technologien.

Nennen wir die Zeit vor dem «Start» des Internets als «Massenphänomen» profan das «analoge Zeitalter» — es ist schlicht eine Hausnummer und adäquat für eine gedachte Zäsur, die dem Aufzeigen diverser Merkmale dient. Die Zeit danach, also ca. 1995, ist folglich das «digitale Zeitalter». In dieser sogenannten analogen Zeit war es mit erheblichem Aufwand verbunden Daten auszuspähen und auch die Menschen in jener Zeit nutzten nicht die zahlreichen Kommunikationswege der heutigen Zeit. Heute hingegen, im digitalen Zeitalter, sehen wir uns einem stetigen Datenstrom gegenüber gestellt. Überall, zu jeder Zeit fließen Daten, digital aufbereitet, meist im «Klartext», d.h. für nahezu jeden mit ein wenig Knowhow abgreifbar. Was in irgendeiner Form online geschieht ist somit auch irgendwo gespeichert, diese Daten sind angreifbar, aber auch schlicht abgreifbar und eben diese Möglichkeiten weckten enorme Begehrlichkeiten in der Politik. Hinzu kommen GPS-Daten, die ungefähre Positionierung via WLan, wenn GPS keine Option ist, etc. pp.

Seit frühesten Zeit gab es in der Politik die Machtmenschen, die «Beschützer», aber auch die Bürokraten — ein unheiliges Triumvirat. Jene, die nach Macht streben, straucheln oftmals, die Bürokraten hingegen sind die pflichterfüllten Steigbügelhalter, aber die «Beschützer», dass sind jene, die an ihre Sache glauben und wer glaubt, der ist gefährlich. Zusammen ist diese Dreifaltigkeit nahezu unschlagbar, denn in der Öffentlichkeit kommen oftmals nur die Beschützer zu Wort, die Machtmenschen ziehen die Fäden im Hintergrund und der Bürokrat ist das Bindeglied zwischen diesen beiden Gruppen.

Selbst wenn, wie in den letzten Jahren wiederholt festzustellen, der Beschützer verbal «Amok läuft», Nonsense in Reinkultur postuliert, usw., so hat dieser Wahnsinn doch Methode. Fortwährend wiederholt man gewisse Schlüsselwörter, die beim gemeinen Volk eine bestimmte Reaktion triggert, dazu gesellt sich Neusprech, welches die Politik zum moving target geraten läßt, nie wirklich greifbar, immer nebulös.

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der «digitale Bürgerrechtler» oder die unendliche Geschichte vom Scheitern

Ich bin es leid wieder und wieder Dinge zu erklären, die längst offenkundig sein sollten. Ich bin es auch leid, wieder und wieder gegen Menschen anzukämpfen, die ob ihres offensichtlichen gelebten Fun-Faktors Dinge, die sich nicht im Ansatz verstehen bzw. verstehen möchten, lobpreisen und damit einem nicht abzusehenden Kolateralschaden willfährig den Weg bereiten. Diese unbedarften Zeitgenossen, bezeichnen jene Kritiker als «analoge Menschen», «Schrebergärtner» usw. Da wird von «Gartenzwergfotografiererei» fabuliert, garniert wird dies mit Cassandra-Rufen bezüglich der Netzneutralität, gleichsam tangiert die Realität vor Ort, dieses sogenannte Reallife, nicht im geringsten. Die Vorratsdatenspeicherung wird als abstrakte Größe im «Netz» gehandhabt, ohne daß viele das Ausmaß dieser überhaupt begreifen, wie sonst wäre die Lobhudelei zu Gunsten Streetviews zu verstehen, von der virtuellen Ignoranz gegenüber der kommenden Volkszählung ganz zu schweigen?

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der F!XMBR lallus Jabber-Server

Ein neues Jahr bringt nicht nur erfreuliche Dinge, sondern auch mitunter eine oft notwendige Flurbereinigung — bei uns in Form von ein wenig Redundanz. Vor einigen Jahren setzen wir im Rahmen unseres Projekts .get privacy auch einen Jabber-Server auf, um die Leute nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten zu überzeugen. Gesagt getan erfreute sich unser kleiner beschaulicher Jabber-Server täglich 20–30 Stammuser und ca. 100–150 registrierter Teilnehmer. Im Zuge des Wechsels — wir ließen .get privacy sein und gliederten die dortige Thematik in F!XMBR ein — gab es einige Migrationsprobleme auf dem neuen Server. Lange Rede, kurzer Sinn: danach waren verständlicherweise nur noch zwei bis drei User anwesend, wenn überhaupt, der Server per se also überflüssig.

Gestern sprach Chris mich darauf nochmals an — Jahresende und so … tabula rasa — und tja was soll ich sagen? Liebgewonnen ja, aber inzwischen unnötig wie das fünfte Rad am Wagen. Insofern good bye Lallus :-) Und den letzten verbliebenen Stammuser verweise ich gerne auf den CCC Jabber-Server — da befindet man sich auf jeden Fall in guten Händen …

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25C3: Der Hackerparagraph 202c StGB

Es wird Zeit, dass wir mal über die Dinge sprechen, die wir seit dem Inkrafttreten des Hackerparagraphen nicht mehr machen können. Und die Dinge, bei denen wir uns nicht sicher sind, ob wir sie machen können, und daher lieber sein lassen.

25C3

Was geht, was geht nicht — Grauzone, politische Unschärfe — Taktik oder Inkompetenz? So präsentiert sich der gemeinhin als Hackerparagraph benannte § 202c StGB.
U.a. wohnt diesem Talk Felix von Leitner (aka fefe) bei, der in vielen Bereichen recht polarisierend wirkt, jedoch ein Meister seines Fachs ist.

Upload: F!XMBR, Quelle: 25C3

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25C3: Neusprech im Überwachungsstaat

Politiker wollen ihre Überwachungspläne schmackhaft machen. Neben der inhaltlichen Verharmlosung von Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung, Videoüberwachung usw. nutzen sie sprachliche Mittel, um ihre Maßnahmen durchzusetzen. Negativ besetzte Wörter werden durch positive ersetzt und rhetorische Muster werden verwendet, um negative Aspekte auszublenden. Der Vortrag beleuchtet Merkmale der Politikersprache, die in Anlehnung an George Orwell als Neusprech bezeichnet werden kann.

25C3

Den Vortrag hält Martin Haase, Professor für romanische Sprachwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Upload: F!XMBR, Quelle: 25C3

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die Vorratsdatenspeicherung

Hallo F!XMBR-Team,
zum Jahreswechsel wird die verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung auch für den Bereich Internet verpflichtend. Die Protokollierung der elektronischen Kommunikation aller Bürger ist meiner Auffaussung nach, die das BVerG hoffentlich bald bestätigt, verfassungswidrig, weil sie sehr stark in das Fernmeldegeheimnis eingreift und somit die Privatsphäre jedes Einzelnen einschränkt.

Ich würde mich freuen, wenn Sie ein Zeichen des Protestes gegen den
zunehmenden Überwachungswahn setzten, indem Sie z.B. das Schäuble-eselsohr in Ihre Seite einbauen oder Anfang Januar eine Trauer-Verhüllung vor Ihre Seite schalten.

Eine Anleitung hierzu sowie detaillierte Informationen zur Vorratsdatenspeicherung finden Sie auf der Webseite des AK Vorrat:

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Einen guten Rutsch und freundliche Grüße

Dies erreichte uns gerade via Mail und auch wenn wir von Herzen dem guten Rutsch und den freundlichen Grüßen ebenso entgegnen, dem aus unserer Sicht billigen Aktionismus werden wir nicht folgen. Die Gründe legten wir schon vor Jahren da, die Aktion von unserer Seite hingegen war immer mit Inhalt gefüllt — ebenso seit beinahe einem Jahrzehnt. Das Medium mag sich verändern, der Inhalt jedoch nicht.

Inhalt und tatsächliche Aktion sind eben Programm, nicht Dinge oberflächlicher Natur. Gerne hingegen verweisen wir immer wieder auf tatsächliche Aktionen, wie z.B. Demos, Hilfen usw., auch ergänzende Inhalte von anderen kommen nie zu kurz.

Addendum:

Auf Wunsch des Senders anonymisiert.

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get-privacy.de wird nun endgültig abgeschaltet

.get privacy

Unser Jabber/Xmpp-Server von get-privacy.de wird in wenigen Minuten — wie bereits angekündigt — abgeschaltet. Wir hatten uns nach den Gesprächen mit unseren Usern dafür entschieden, den Server zu behalten — nach einem DB-Crash jedoch war alles verloren. Kann man uns für den Kopf abreißen — nur ist die Schlange derer lang, die uns einen Kopf kürzer machen wollen. Also bitte hinten anstellen. In den nächsten Tagen werden wir die URL für den neuen Jabber/Xmpp-Server bekannt geben1 — habt also ein wenig Geduld. Und dann kann die Kommunikation über das Xmpp-Protokoll weiter gehen. Entschuldigt das Chaos — chaotische Gedankenspiele und schlussendlich ein DB-Crash tragen dafür die Verantwortung. Also alles wie von F!XMBR gewohnt — nichts Genaues weiß man nicht, alles beim Alten und nachts ist es kälter als draußen… 😀

  1. Wer nicht warten kann, möge sich bitte per Mail melden. []


.get privacy Jabberserver abgeraucht

Wie mir gerade der große Servergott mitgeteilt hat, ist selbstverständlich die Telekom daran schuld, dass just in dem Moment, in dem Oliver auf get-privacy.de am Basteln war, die Leitung auf einmal gekappt wurde, was zu einem Riss im Zeitkontinuum geführt hat. Dies hatte nicht nur den Rücktritt Kurt Becks als SPD-Vorsitzender zur Folge — auch die DB des Jabberservers wurde dabei von im Irak gefundenen Massenvernichtungswaffen zerstört. Wie schon in Afghanistan, hat die deutsche Bundesregierung danach mit ihrem Friedenseinsatz nachhaltig dafür gesorgt, dass der Jabberserver wieder neu aufgesetzt werden konnte. Change — so war schon immer unser Motto. Der eine oder andere Amerikaner hat dies von uns abgeschaut. Und so bleibt alles beim Alten — allerdings nicht so alt, wie Franz Müntefering. Ihr müsst Euch auch nur neu registrieren. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten, möchten allerdings anmerken, dass der Jabberserver uns durch eine schwierige Zeit geführt hat. Er hat Oliver und mich verstanden — und mit dem F!XMBR-Programm Grundlage für unsere zukünftige publizistische Arbeit gelegt. Wir haben großen Respekt vor seiner Leistung, vor allem schulden wir ihm großen Dank.

Der .get privacy Jabber-Server
Psi und get-privacy.de
Psi und die SSL-Verschlüsselung
Jabber — die sichere Alternative

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.get privacy’s Übergang in eine andere Welt #2

. get privacy

Nun ging alles ganz schnell. Nachdem heute Seltsames auf .get privacy geschehen ist — Umlaute auf einmal defekt, zig Pingbacks wurden rausgeschickt, weder Oliver noch ich haben am Server gespielt — haben wir uns kurzerhand entschlossen, .get privacy noch heute vom Server zu nehmen. Die Domain get-privacy.info wird bereits auf F!XMBR geleitet. Der Jabber-Server wird bleiben — unsere User wollen es so. Folgende Artikel haben wir noch auf F!XMBR eingestellt:

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.get privacy’s Übergang in eine andere Welt

.get privacy

.get privacy ist tot — und bleibt es auch. Wir haben hier unsere kleine .get privacy-Insel, die reicht aus. Andere haben sich spezialisiert — es ist also kein großer Verlust. Nun liegt .get privacy ja schon länger brach — und ich hasse solche Webleichen. Ich muss sicherheitstechnisch immer noch genauso darauf achten, wie auf F!XMBR — das gute Stück ist mittlerweile eher Ballast als sonstwas. Heißt: .get privacy wird in den nächsten 1, 2 Wochen kpl. eingestellt. Ich werde noch die Inhalte bei Google löschen lassen, die besten Artikel (Sidebar) auf F!XMBR einpflegen — und dann heißt es R.I.P. .get privacy. 😉

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.get privacy Jabber Server

Tja der Server der von uns zu Verfügung gestellt wird und doch auch von einigen genutzt wird, ist in letzter Zeit ein wenig wurmstichig. Sprich er semmelt ab und zu weg und das bis jetzt auch noch nicht aus nachvollziehbaren Gründen. Reset bzw. Neustart halfen da bisher, jedenfalls temporär. Wahrscheinlich hat dies etwas mit ein paar eingespielten Updates zu tun und dem Umstand das ich Ejabberd ob fehlender Funktionen selbst baute. Da mir Momentan Lust und vor allem auch teils Zeit dafür fehlt und ich auch wohl zukünftig nicht im Jabber anzutreffen bin, bin ich zumindest auf Rückmeldungen von Nutzern angewiesen. Entweder mittels profaner Mail oder auch Kontaktformular, der Prozeß ist schnell beendet und neugestartet, das sollte also nicht das Problem sein. Zu gegebener Zeit werde ich dann auch mal Ejabberd neubauen bzw. womöglich auch das System sauber neue aufsetzen. Wobei mir natürlich der simple Neubau des Servers weitaus genehmer ist 😉

Also bei Problemen bitte melden …

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