Günter Grass war noch nie ein Mann demütiger Worte. Aktuell reist Grass wieder durchs Land, um sein neues Buch «Günter Grass auf Tour für Willy Brandt» vorzustellen. Dabei machte er auch Halt im Willy-Brandt-Haus — um mit SPD-Chef Sigmar Gabriel über sein neues Buch zu sprechen, natürlich ging es «nebenbei» auch um die aktuelle SPD-Politik. Beim Spiegel ist Befremdliches zu lesen. Kapitalismuskritik nennt es das Handelsblatt, in anderen Medien wird darüber berichtet, dass Grass der SPD die Leviten liest. Entschuldigend-defensiv argumentiert Gabriel, dass Wissenschaft und Wirtschaft der Politik die Mär vom «freien Markt» eingeredet haben. Grass soll mit den Worten «diesen ganzen Blödsinn» und «Ihr habt es Euch einreden lassen» dazwischen gefahren sein. Ich erinnere mich noch gut an das Jahr 2004: Die SPD hatte voller Stolz die Agenda 2010 erfunden, Peter Hartz war ein gefeierter Mann. Doch was tat das undankbare Volk? Es ging unter dem geschichtsträchtigen Namen «Montagsdemonstration» auf die Straße, um gegen den Raubbau an unserem Sozialstaat zu demonstrieren. Die Demonstrationen bekamen immer mehr Zulauf, Menschen solidarisierten sich, selbst die Medien kamen an dem Thema nicht mehr vorbei. Doch dann kamen Günter Grass und andere Prominente.
Schlagwort ‘Gerhard Schröder‘
Großer Erfolg – das Projekt 18 in greifbarer Nähe
Sehr geehrter Herr Gabriel,
sehr geehrte Frau Nahles,
sehr geehrter Herr Steinmeier,
2001 beschloss die FDP unter Guido Westerwelle und Jürgen W. Möllemann das Projekt 18. Die Bürgerinnen und Bürger waren sehr amüsiert über dieses Vorhaben – niemand glaubte ernsthaft daran, dass die Klientelpartei die avisierten 18% bei der Bundestagswahl 2002 erreichen würde. Das Projekt 18 scheiterte wie erwartet auf ganzer Linie – seitdem hat die Partei der Ärzte, Anwälte und Lobbyisten das Problem, politisch ernstgenommen zu werden; Stichwort: Spaßpartei. Nach der Bundestagswahl 2002 wurde das Projekt 18 dann neu aufgelegt. Frohen Mutes, nicht wie Guido Westerwelle und Jürgen W. Möllemann zu versagen, verkündete der Bundeskanzler freudestrahlend die Agenda 2010. Sekundiert wurde er dabei auch von Ihnen, lieber Herr Gabriel, liebe Frau Nahles, lieber Herr Steinmeier.
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From Russia with Love
… oder: Der König von Deutschland. Gerade am Telefon drüber gesprochen. Größenwahn gepaart mit unermesslicher Arroganz. Heute einfach nur zum Lachen…
Zitat am Telefon: Der Kerl würd sich auch gut auf Kaviardosen machen.
the quest: auf der Suche nach den lupenreinen Demokraten
Sarkozy und Bush tun es, warum auch nicht unser Kanzler a.D. Schröder, der schon immer ein Gespür für lupenreine Demokraten besaß? Sicher ist es gerade von Merkel & Co mehr als geheuchelt der Eröffnungsfeier in Peking fernzubleiben, zeigt man sich denn sonst dem chinesischen Mammon nicht abgeneigt. Aber unter uns freiheitsliebenden Menschen, die wir uns beinahe persönlich begrüßen können, ist das ganze nur ein untragbares Bild.
«China erhofft sich durch die Spiele internationale Anerkennung für seine erreichten Modernisierungserfolge», schreibt der Ex-Kanzler. «Wir sollten dem Land Respekt zollen.»
Zollen wir also den Chinesen Respekt für ihre grandiosen Taten. Denn schließlich ist China überall. Und die Modernisierung dieses Landes angestoßen von unserem vergüdelten Altkanzler könnte doch so zum leuchtenden Beispiel für Länder wie China gereichen: politisch korrekt und doch voll daneben
Chris vs. Gerhard

Karikatur wie immer, der unvergleichliche Bulo, der gerade inmitten des Redaktionsschlusses zum neuen Clap-Magazin steckt, und trotz des Stresses die Zeit gefunden hat, zu zeichnen. Danke.





