Schlagwort ‘Gefährder‘

Sind schwule Gewerkschaftler potentielle Gefährder?

Diese Frage muß man sich wohl stellen auch wenn sie auf den ersten Blick arg polemisch und weit hergeholt ausschaut. Vor einiger Zeit schon gingen Gerüchte um, das derartige Daten potentieller Gefährder1 an die USA weitergeleitet würden, aber bisher wurde dies immer vehement verneint. Im Rahmen dieses Datenaustausches sollen also nebst DNA-Daten, Fingerabdrücken, auch sexuelle Präferenzen, sowie die Gewerkschaftszugehörigkeit übermittelt werden. Wobei man sich gerade bei den sexuellen Präferenzen fragen muß, wie kommt man an diese Daten? Nun alles andere ist wohl in Zeiten von Telekom & Co kein Problem, denn diese hatten ja schon bekanntermaßen keine Hemmungen geheimdienstliche Praktiken anzuwenden. Kaum zu glauben was da vor sich geht, im dritten Reich wurden Homosexuelle auf gerichtliche Anordnung hin kastriert und tausende in Konzentrationslagern umgebracht. Interessanterweise hatte die verschärfte Nazigesetzgebung diesbezüglich auch in der BRD noch bis 1969 ihre Gültigkeit!2 Das gerade hier in Deutschland also solch eine Vorgehensweise nur im Ansatz begünstigt wird, zeigt nur in aller Deutlichkeit die antidemokratische Fratze dieser großen Koalition aus CDU und SPD.

via golem

  1. wie schnell man zum Gefährder mutiert sieht man am Beispiel eines Berliner Soziologen []
  2. erst 1994 wurde mit Abschaffung von §175 Homosexualität zwischen Männern tatsächlich straffrei []

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Ausreichender Datenschutz, jedoch zuviele Gefährder

Das Schäubles am vergangenen Montag anberaumter Gipfel im Rahmen von Telekomgate in der Branche nur auf wenig Gegenliebe stieß, darüber berichtete ich schon. Genauer gesagt hält die Branche dies für einen krassen Einzelfall und ob der einzigartigen Größe der deutschen Telekom mag das wahl so stimmen, aber den Datenschutz verletzt man schneller als nur mittels geheimdienstlicher Tätigkeiten. Aber seis drum, selbst Schäuble hält die Gesetze für ausreichend und sieht auch keine Veranlassung, daß sich die Branche in einer Selbstverpflichtung übt. Ich bin dafür, schnell zu handeln. Aber erst muss man prüfen und nachdenken, bevor man redet und entscheidet. Derart besonnen reagierend kennt man ihn, als Vertreter der neoliberalen Elite, natürlich nur in Zusammenhang mit der Industrie.

Wenn es aber darum geht das Volk zu kriminalisieren, noch bevor überhaupt Fakten vorliegen, spielt er gerne den Vorreiter und schickt nur allzu gerne sein Personal ins Feld. Z.B. in Form seines Paladins Jörg Ziercke, seines Zeichens SPD-Mitglied und Chef des BKA. Wie schmal übrigens der Grat zwischen SPD und CDU ist zeigt sich hier wieder einmal äußerst deutlich, wenn nicht schon anhand des BND-Chefs Ernst Uhrlau, ebenfalls SPD. Natürlich wünsche ich mir eine Regelung, um Wohnungen betreten zu können., ein oft gehörter Tenor in dieser Republik, wenn es darum geht den Mob in seine Schranken zu verweisen, während man zugleich irgendwelche Eliten, hier in Form der Wirtschaft, mit Samthandschuhen anfaßt.

Das der Zweck des Staates in Wahrheit die Freiheit ist betonte just erst wieder Jürgen Papier auf einer Tagung. Die Grundrechte sind dazu bestimmt, die Freiheitssphäre des Einzelnen vor Eingriffen der öffentlichen Gewalt zu sichern; sie sind Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat. Und ich glaube mehr braucht man dem ganzen überhaupt nicht hinzuzufügen. Das ausgerechnet der Präsident des Bundesverfassungsgerichts quasi fortwährend Partei für die Grundrechte ergreifen muß, entbehrt schon nicht einer gewissen Ironie in dieser freiheitlichen, demokratischen Republik und deren gewählten Vertretern.

Weitere Infos:

Bild: F!XMBR, Quellen: Wikipedia/Ravenhorst

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Anonymität, Blogger und andere Gefährder

Ich liebe diese Artikel der Sueddeutschen, wo sonst als bei dieser könnte man sonst diese leicht durchschaubaren wannabe-Tiraden gen Blogger und Anonymität lesen und natürlich gen Busenfreund Wikipedia? Konstruktive Kritik? Weit gefehlt … in Sind Blogger gefährlich? darf man sich wieder einmal davon überzeugen, vom ausichtslosen Kampf ehemaliger Meinungsgiganten, die auszogen dem gemeinen Web-Publizisten das Handwerk zu legen. I know, das ganze ist jetzt natürlich nur ein Bericht von einem tatsächlichen Geschehnis, die Überschrift … ach lassen wir das, ich Hansel urteile hier doch über professionelle Publizisten. Wie kann ich nur, wir sind unwürdig … mea cupla, mea maxima culpa. Aber halt vielleicht ist das ganze auch eine verzweifelte Art von viraler Kampagne, damit möglichst viele Blogs den Online-Auftritt der SZ verlinken? Könnte was dran sein, aber wie will man dem entgegenwirken? Schweigen und dem welken Blätterwald weiterhin das Meinungsmonopol überlassen?

Weitere Infos:

Wikipedia als Zielscheibe von Web-2.0-Gegnern
Blog-Autoren sind so idiotisch, dass die «Süddeutsche» sie als Quelle benutzt
Der Süddeutschen wird das Internet zuviel
Der Blogger-Schreck

etc. pp

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