Das Spiele-Jahr 2008 war eine einzige Enttäuschung. Technisch unausgereifte Spiele, DRM-verseucht wurden sie auf dem Markt geschmissen um so das Geld den Leuten aus der Tasche zu ziehen. Wer sich darüber echauffiert, dass Filesharing der Spiele-Industrie schadet, der sollte sich erstmal an die eigene Nase fassen. Need for Speed zum Beispiel fand seine Fortsetzung – und wie schon die beiden Vorgänger war es ein ein grottenschlechtes Spiel. Die Serie hat sich mittlerweile selbst überlebt. Die letzte spielbare Version war Most Wanted – bezeichnend, dass diese mittlerweile schon Staub angesetzt hat. Oder nehmen wir den angekündigten Hit Spore – es ließ sich nur 3-mal installieren, der Kopierschutz hat dem Spiel mehr geschadet, als genutzt. Die Gamer haben es sich zweimal überlegt, ob sie dieses Spiel wirklich kaufen. Spielerische Mängel führten zu einem Nichtkauf. Oder nehmen wir den Totalausfall GTA 4. Ich sage nur ATI — Zwangsregistrierungen gleich auf zwei Servern, wenn man online spielen möchten. Es hatte 2008 den Anschein, als würde die Spiele-Industrie gegen die eigenen Kunden kämpfen. Nicht der Kunde war König, sondern das eigene Wirken. Arrogante Überheblichkeit, die nicht zu toppen war. Spiele müssen geschützt werden, so das einhellige Credo. Dumm nur, wenn die Spiele dann auch vor den eigenen Kunden geschützt werden. Über technische Unzulänglichkeiten legen wir zusätzlich den Mantel des Schweigens. Einen ganz anderen Weg geht dabei World of Goo – mein persönliches Spiel des Jahres. Ohne Kopierschutz, ohne DRM, für wenig Geld liefern die Entwickler von 2D Boy den Spiele-Hit des Jahres aus.





