Schlagwort ‘Frieden‘

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten

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Bild: stuttgart21.blog.de

Morgen feiert Deutschland die Wiedervereinigung. Uns allen sind die Bilder von vor 21 Jahren sicher noch sehr präsent. Friedliche Demonstranten stürzten im Osten unseres Landes das Regime, die DDR war Geschichte, die Deutschen lagen sich in dem Armen und feierten glücklich, im Westen wie im Osten, im Norden wie im Süden. Es gehört wohl zur Ironie der Geschichte, dass derzeit, obwohl Union und die rechtsreaktionäre Springer-Presse alles dafür tun, um gegenzusteuern, mehr über Stuttgart 21 diskutiert wird, als über unsere Wiedervereinigung. Während sich gestern die CDU selbst gefeiert hat, gingen in Stuttgart nach Veranstalterangaben rund 100.000 Menschen auf die Straße um gegen Stuttgart 21, die Landesregierung in Baden-Württemberg und auch die Politik allgemein zu demonstrieren. Die Bilder des friedlichen Protestes beherrschten die Schlagzeilen, nicht aber die Selbstbeweihräucherung der CDU. Und das ist auch gut so. Nicht die CDU hat das Regime der ehemaligen DDR gestürzt, es waren die Menschen.

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Afghanistan: Die nächsten Toten sind da

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Das ging ja verdammt schnell. Und ja, da hilft so langsam nur noch der blanke Zynismus. Der scheinbar immer frisch gegelte, nein, nicht BILD-Chefredakteur Kai Diekmann, sondern unser aller Verteidigungsminister Karl Theodor von und zu Guttenberg spricht mittlerweile umgangssprachlich von Krieg. Lächerlich kann man das schon nennen, trotz des ernsten Themas. Heute gab es also vier weitere tote Soldaten. Vier weitere Namen, die man den Bundestagsabgeordneten auf die Stirn tätowieren sollte. Es kann dafür nur eine Lösung geben: Deutschland hat keinen Krieg zu führen, nicht nur aus seiner geschichtlichen Verantwortung heraus, die deutsche Bevölkerung lehnt den Krieg auch mehrheitlich ab. Der Deutsche Bundestag handelt gegen den erklärten Willen des Volkes. Ich wiederhole mich: Jeder tote deutsche Soldat trägt die Unterschrift des Bundestages auf seiner Stirn. Deutschland muss sofort mit dem Rückzug aus Afghanistan beginnen.

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Deutschland und der Krieg: Die nächsten Toten kommen bestimmt

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Agenda 2013 | einspruch.org

Deutschland huldigt seinen Soldaten, so könnte man zumindest meinen, wenn man heute die etablierten Medien liest. Es scheint so, als würde ganz Deutschland um drei tote Soldaten trauern. Während tote Zivilisten in Afghanistan, auch verschuldet durch deutsche Soldaten, bei Medien und Politikern in der Regel ein Achselzucken hervorrufen, scheint seit der Bundestagswahl eine neue PR-Agentur für das Verteidigungsministerium tätig zu sein. Man sucht das Heil ab sofort in der Offensive und kann sich auf die Unterstützung der lüsternen Presse freuen. Kriege bedeuten Blut und Tote — und dementsprechend Schlagzeilen. So perfide, so wahr.

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Die Heuchelei und das Versagen der Medien am Beispiel Afghanistan

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Wenn man heute die Zeitungen aufschlägt, traut man kaum seinen Augen. Die ZEIT fragt, was in der Kundus-Affäre vertuscht wurde und benutzt das Wort Kriegsverbrecher in einem Artikel über Oberst Klein. Die SZ hat in den letzten Tagen ein ganzes Feuerwerk an Artikeln veröffentlicht. Sie spricht vom Betrug an der Öffentlichkeit, kritisiert Kriegsminister zu Guttenberg  — selbst der sehr geschätzte Heribert Prantl spielt mit. Da muss man schon fragen, wie viel Heuchelei ein Land und eine Demokratie von Seiten der Medien ertragen kann. Deutschland befindet sich im Krieg – seit Jahren und nicht erst seit der Bundestagswahl oder dem Bombardement der Tanklastzüge. Deutsche Soldaten sterben und töten seit Jahren am Hindukusch Taliban und Zivilisten – während die Medien die Mär von der Ausbildung der heimischen Polizei verbreitet haben.

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Informationspanne – der Rücktritt Jungs

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Der deutsche Krieg am Hindukusch hat nun sein erstes prominentes Opfer gefunden: Franz-Josef Jung ist heute als Minister zurückgetreten. Der Rücktritt ist selbstverständlich richtig, doch kommt der Rückzug des heutigen Arbeitsministers knapp drei Monate zu spät. Franz-Josef Jung hätte bereits Anfang September die Konsequenzen ziehen müssen, nicht erst nach einem monatelangen Tauziehen, welches jedes Vorurteil über so genannte Pattex-Politiker, die an ihrem Stuhl kleben, bestätigt hat. Nicht die heute auch von den Medien verniedlichend genannte Informationspanne war und ist das Problem. Deutschland trägt die Verantwortung für den Tod unschuldiger Zivillisten, darunter Kinder und Jugendliche.

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Angriff ist die beste Verteidigung

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Der neue Verteidigungsminister, Karl-Theodor zu Guttenberg, hat zum ersten Mal das Wort Krieg in den Mund genommen. Ich verstehe jeden der sagt, in Afghanistan ist Krieg, so der  beliebteste deutsche Minister. Sein Vorgänger im Amt, Franz Josef Jung, hat sich selbst nicht nur dadurch der Lächerlichkeit preisgegeben, indem er bis zuletzt von einem Friedenseinsatz sprach — immer wieder wurde der deutschen Öffentlichkeit das Gegenteil präsentiert, tote Soldaten oder Anfang September das Bombardement auf zwei Tanklastzüge. zu Guttenberg stellt sich damit auf die Seite seiner Soldaten, die selbst schon länger von einem Krieg in Afghanistan sprechen. Es wird interessant zu beobachten sein, ob die deutsche Öffentlichkeit diese neue Offenheit begrüßt, oder jetzt noch viel stärker darauf drängt, die Soldaten aus Afghanistan abzuziehen.

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Barack Obama erhält Friedensnobelpreis — und das ist auch gut so

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White House

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Apprehension

Ohne Worte…

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Deutschland befindet sich im Krieg

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Bild: foudoc für Wahlkampf 09

Am Wochenende ist den Deutschen mal wieder schmerzhaft bewusst geworden, dass sie sich im Krieg befinden. Auf den Befehl von Oberst Georg Klein bombardierten die USA zwei gestohlene Tanklastzüge, die Zahl der Todesopfer steigt fast täglich. Mittlerweile wird in unterschiedlichen Quellen von bis zu 135 Opfern gesprochen, darunter Unschuldige, Zivilisten und Kinder. Deutschland, insbesondere die Politik, muss sich nun der unbequemen Wahrheit stellen: Afghanistan ist kein Friedenseinsatz, es ist ein Kriegseinsatz.

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Veralberung

Der alte Mann und das Heer: Altkanzler Schmidt erzählt die Mär vom tapferen Soldaten der für Volk und Vaterland sei Leben läßt. Gelöbnis vor dem Brandenburger Tor, bald wohl auch wieder schicke Militärparaden mit zackig sitzendem Rock und blank gewienerter Zier. Willkommen in Absurdistan, die Reaktion übernimmt das Heft.

Ihr habt das Glück, einer heute friedfertigen Nation und ihrem heute rechtlich geordneten Staat zu dienen.

Die Zeit

Und zu allem Überdruß weiß Deutschlands Raucher Nummer Eins auch von den Annehmlichkeiten der Kernkraft zu berichten. Wobei nicht abzustreiten ist, das Wind und Sonne alleine nicht langen, aber bei dem mit Kernkraft einhergehenden Kolateralschäden hilft auch nicht die kernige Gesundheit unseres Kanzlers a.D. der so ziemlich allem trotzt — selbst der Vernunft.

Er finde es erstaunlich, dass unter allen großen Industriestaaten der Welt die Deutschen die Einzigen seien, «die glauben, sie könnten ohne Kernkraft auskommen».

SZ

Ich finde es erstaunlich warum man diesem Mann immer noch Gehör schenkt, hat nicht schon seine Partei unlängst bewiesen aus welchem Holz sie geschnitzt ist? Geschichtsklitterung allerorten und es ist gut zu wissen das vielleicht auch irgendwann in den kommenden Jahrzehnten ein Schröder zu den Weisen des Volkes zählen wird :-)

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