Schlagwort ‘Freiheit‘

Deutschlands Blogs — Hand in Hand mit Zensursula

VodafoneWie angekündigt, hat Adnation (ehemals adical) heute die Werbekampagne für Vodafone gestartet. Wie Jörg Tauss eindrucksvoll darlegt, zählt bei Vodafone nicht die Ausrede vom politischen und öffentlichen Druck. Ganz im Gegenteil spielte diese Firma [Anm.: Vodafone] bei von der Leyen den devoten Vorreiter, was dann zu deren Drohung führte, die anderen «nicht kooperativen Provider» öffentlich an den Pranger zu stellen. Vodafone war also bzgl. des Aufbaus einer Zensurinfrastruktur meinungsbildend in Deutschland, politisch und wirtschaftlich. Niemals wurde die Frage nach der Notwendigkeit gestellt — man war williger Vollstrecker und hat offensichtlich billigend in Kauf genommen, Mitbewerber moralisch durch das Bundesfamilienministerium unter Druck setzen zu lassen. Vodafone hatte zudem im Gegensatz zu den anderen Providern zu KEINEM Zeitpunkt nach dem «OB» der Maßnahme gefragt, sondern schon früh nach dem WIE verlangt. Ich kann mir gut vorstellen, dass im Bundesfamilienministerium oder der Deutschen Kinderhilfe heute die Sektkorken knallen und bis zum Umfallen gefeiert wird. Die so genannte deutsche Blogosphäre war zu keinem Zeitpunkt unglaubwürdiger. Folgende Blogs machen seit heute Werbung für den Zensurprovider Vodafone und marschieren damit Hand in Hand mit Zensursula.

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Zitat des Tages: Gerechtigkeit für die SPD!

Es is so ein beruhjendes Jefiehl. Man tut wat for de Revolutzjon, aber man weeß janz jenau: mit diese Pachtei kommt se nich.

Kurt Tucholsky

Das Land, das sich anschickt, die Genossen in die Marginalisierung zu entlassen, ist nach elf Jahren sozialdemokratischer Regierung ökologischer, liberaler, moderner, ökonomisch stabiler und entspannter als vor ihrem Machtantritt im Jahre 1998. Die Republik hat der SPD einiges zu verdanken.

Die Zeit

Die Antwort auf diese Realsatire der Zeit: Das Ende der SPD.

Bild: satirische Verfremdung, F!XMBR ; Quelle: Wikimedia Commons

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Klarmachen zum Sperren!

[x] Nein, ich werde dafür genauso wenig bezahlt wie Stefan.
[x] Ja, viele Piraten haben das Prinzip Meinungsfreiheit nicht verstanden.
[x] Nein, Bodo Thiesen ist kein Einzelfall.
[x] Nein, die Distanzierung war die Energie nicht wert, sie zu lesen.
[x] Ja, ich bewundere Julia für Ihre Ruhe.
[x] Ja, die Piraten sind eindrucksvoll gekentert.
[x] Ja, obiges Wahlplakat ist Satire.
[x] Nein, bis auf Weiteres seid ihr nicht wählbar.
[x] Ja, Ihr habt einen langen und steinigen Weg vor Euch.

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CensorDyne

via boingboing

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Die Zensursula-Debatte hat sich erledigt

ZensursulaMan könnte heute wieder stundenlang über Zensursula und die SPD philosophieren. Über einen Sascha Raabe, der in wenigen Worten beweist, wie wenig er verstanden hat und bei dem man sich wundern muss, wie so ein Mensch jemals in den Deutschen Bundestag gewählt wurde. Er hat ein Pamphlet aus Unwahrheiten und Lügen veröffentlicht, aber wollen wir mal nicht kleinlich sein — schließlich gehört er zu uns Netizens, ist er doch seit den Anfängen des Internets dabei. Auch wäre eine Ute Berg gut geeignet, die Zensursula-Debatte weiter voranzutreiben. Ute Berg antwortet einem Bürger, der ihr mitgeteilt hat, er nutze fremde DNS-Server: Sie hingegen haben für sich die technischen Voraussetzungen geschaffen, damit sie sich weiterhin unbeschränkt, wenn Sie denn die Absicht hätten, die Vergewaltigung von  Kindern betrachten können und dies auch im Bekanntenkreis weiter empfohlen. Die Kinderschänder in dieser Welt werden es Ihnen danken. Hingegen die Pädophilen, die um ihre Neigung wissen und diese bekämpfen, danken uns, da sie nun nicht mehr Gefahr laufen, versehentlich auf entsprechende Seiten zu stoßen. Das empfinde ich als so unfassbar dumm und bösartig, dass ich da keine weiteren Worte verlieren möchte. Kurz der Hinweis auf diese Mail, das sollte genügen. Nur leider hat sich die Zensursula-Debatte nun vollständig erledigt. Albert Einstein sagte einmal: Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher. Über die Piratenpartei mag ich im Moment keine Worte mehr verlieren — die Partei hat sich als ernstzunehmender Diskussionspartner in der Zensursula-Debatte vorerst selbst disqualifiziert. Bleibt als Chance, die Öffentlichkeit zumindest ein wenig aufzuklären, die so genannte deutsche Blogosphäre. Doch auch das erledigt sich übermorgen krachend.

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Ich mach Dich fertig, Du Sau!

Quo vadis PiratenDer mediale Sturm, der in den letzten 2 Tagen über die Piratenpartei hinweggefegt ist, wird sich wieder legen. Am Ende wird die Frage stehen, ob wir das Heiseforum als politische Kraft ab September im Bundestag sehen wollen, oder nicht. Es wird nicht mehr um Bodo Thiesen gehen, der sich zu den in Deutschland lebenden Juden wie folgt geäußert hat: Es steht jedem Juden frei, jederzeit Deutschland für immer zu verlassen. Und im Gegensatz zum 3. Reich dürfen die heute sogar ihr gesamtes Hab und Gut mitnehmen. Entweder wird er unglaubwürdig zurückrudern, oder man wirft ihn aus der Partei. So schlicht, so einfach. Viel mehr aber muss man die Reaktionen der letzten Tage analysieren. Die so genannte Basis der Piratenpartei, die Sympathisanten, die nicht müde werden, zu betonen, die Causa Bodo Thiesen sei ein Einzelfall. Sie ist es nicht. Was allein auf F!XMBR aufgeschlagen ist, lässt mich nur fassungslos zurück — und nicht nur F!XMBR war betroffen: Andere Bloggen berichten von ähnlichen Zuständen. Es war alles dabei: Wüste Beleidigungen, Holocaustleugnungen, sogar die durchgeknallten esoterischen Nazischergen kamen herbeigeeilt um ihre Links in die Welt zu blasen. Ich hoffe nur, wir haben sie alle aussortiert.

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Klarmachen zum Relativieren!

Der Ball liegt in der Spielfeldhälfte der Piraten. Es ist an der Zeit, unverzüglich und entschlossen zu handeln. Freiheit bedeutet nicht, diese ohne Einschränkung auszuleben, sondern zuallererst Verantwortung. Es ist unfassbar, was in den letzten Stunden hier alles angekommen ist. Klarmachen zum Ändern? Warum reagiert man dann in der ersten Krise wie jede etablierte Partei da draußen, sitzt es aus, greift die Kritiker an, und erst, wenn aus dem Sturm ein Hurrikan wurde, wird langsam reagiert? Lernt daraus, liebe Piraten. ihr habt nur diese eine Chance. Nutzt sie.

Vernunft ist innere Freiheit. (Stanislaw Lem)

Das war es mit den Piraten
Offener Brief an die Piratenpartei
Meinungsfreiheit my ass
Piraten, lechts, rinks, Meinungsfreiheit, Holocaust – was ganz subjektives
Die Piratenpartei als tolerantes Irrenhaus
Selbst ein Nerd ist mehr, als ausschließlich ein Nerd
Quo vadis Piratenpartei?
Zum Meinungsfreiheitsverständnis der Piratenpartei
Piraten fürchten um Ansehen

Nachtrag: Die butterweiche Erklärung des Bundesvorstandes. der Piratenpartei.

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Quo vadis Piratenpartei?

Quo vadis PiratenIch muss und werde mich wohl nach einer neuen Alternative im politischen Spektrum umschauen. Bei der Europawahl hatte ich noch mangels Vertrauen in die etablierten Parteien und weil ich mit den Ansichten der Piratenpartei auch einen Teil meiner Interessen abgedeckt sehe, dieselben gewählt. Natürlich deckt eine so junge Partei nicht alle essentielle Dinge einer Gesellschaft ab, das ist völlig normal, die Vorwürfe laufen derzeit also noch ins Leere. Da ich nicht daran glaube, dass sie im September in den Bundestag einziehen, hätte ich ihnen durchaus 4 Jahre zugestanden, erwachsen zu werden. Der Achtungserfolg war nicht nur dem Protest gegen Zensursula geschuldet — viele Menschen haben sich endlich einmal vertreten gefühlt, sich auf dem Stimmzettel wiedergefunden. Das hat sich nun erledigt. Es ist keiner politischen Naivität geschuldet — oder einem radikalen Netzaktivismus — wenn man Leute wie Bodo Thiesen in der eigenen Partei nicht nur duldet, diese sogar offizielle Funktionen ausüben, als stellvertretender Protokollant oder zukünftig als Ersatzrichter. Es ist nicht liberal, es hat nichts mit Freiheit zu tun — es ist schlicht und ergreifend ein No-Go, gesellschaftlich, politisch, im Netz sowieso, wenn man einem Holocaust-Relativierer — oder gar –Leugner — eine Bühne zur Verfügung stellt.

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Liebe Frau Kraft,

Stoppt die SPDehrlich gesagt, habe ich mich nie intensiv mit Ihnen beschäftigt. Sie gehörten für mich bis dato zu den farb– und inhaltslosen SPD-Politikern, die aufgrund der Agenda 2010 und deren Folgen für die SPD, nach oben gespült wurden. Sie gehören dem SPD-Landesverband an, die noch vor wenigen Jahren das bundesdeutsche Herz der SPD war. Nordrhein-Westwalen wählte Rot, aus Überzeugung, tief verwurzelt, es wurde von Generation von Generation weitegegeben. In nur wenigen Jahren hat sich die SPD von den Menschen entfernt. Wolfgang Clement, Peer Steinbrück, die Menschen haben die SPD aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland mit Schimpf und Schande davongejagt. Die Bürger fühlten sich nicht nur verraten und verkauft, die SPD hat die soziale Gerechtigkeit und das gesellschaftliche Miteinander auf dem Altar des Neoliberalismus meist bietend feilgeboten. Nun sind sie seit 2 Jahren Vorsitzende der NRW-SPD und Spitzenkandidatin. Frau Kraft, glauben Sie wirklich, dass Sie die Moral und Integrität besitzen, Landesmutter von Nordrhein-Westfalen zu werden?

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Herr Kruse und die SPD

Hier hatte ich schon über das getwitterte Buch des großen Meisters Bulo geschrieben. Heute war ich mal frech, und habe Twitter eine Zeichnung entführt. 😀 Herr Kruse erlebt immer wieder unglaubliche Geschichten — folgt ihm. :)

Auch wenn ich es nicht erwähnen muss, Grafik: Der unvergleichliche Bulo. :)

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Grundrechtereport 2009

Der neue Grundrechtereport 20091 ist just erschienen und wie immer zeigt dieser eines: es steht nicht gut um diese unsere Rechte in Deutschland. Mehr noch, das Internet ist sicherlich exemplarisch zu sehen für viele andere Mißstände in diesem Land, dennoch macht es nur einen Iota bei der ganzen Problematik aus. Man könnte im Angesicht der Vehemenz mit der dieses Netz verteidigt wird — was durchaus gleichbedeutend mit anderen Problematiken legitim ist, glauben die alleinige Problematik zu schauen — dem ist aber definitiv nicht so. Es gibt mehr da draußen für das es sich zu kämpfen lohnt, redet man denn von Demokratie und Freiheit. Kämpfe ich für Freiheit, kämpfe ich nicht für mein Präferenzen, sondern für ein freiheitliches Miteinander.

Mehr zum Grundrechtereport 2009 findet man bei der Humanistischen Union, Mitglieder erhalten diesen kostenlos, alle anderen müssen diesen käuflich für knapp 10€ erwerben.

  1. Ein Projekt der Humanistischen Union, der Gustav Heinemann-Initiative, des Komitees für Grundrechte und Demokratie, des Bundesarbeitskreises Kritischer Juragruppen, von Pro Asyl, des Republikanischen Anwältinnen– und Anwältevereins, der Vereinigung demokratischer Juristinnen und Juristen, der Internationalen Liga für Menschenrechte und der Neuen Richtervereinigung []

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