Schlagwort ‘Franz Müntefering‘

Der Münte– und Steinmeier-Effekt

Projekt 18Letzte Woche noch hat die SPD gefeiert. Der ungeliebte Problembär Kurt Beck wurde zurück in die Provinz geschickt, dafür Kurnaz-Freund und Harz IV-Macher Frank-Walter Steinmeier inthronisiert. Ihm zur Seite gestellt, wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen, Franz Müntefering. Die Medien feierten — endlich war der Provinzfürst geschasst, der weltgewandte, sich gleich dem Stürmer der BILD am Sonntag stellende Retter der SPD war empor gestiegen um der Partei, den Menschen, dem Volk, dieses+m Land den rechten Weg zu weisen. Auch die Basis der SPD hat gefeiertjetzt geht es vorwärts, war überall zu vernehmen. Via BILD am Sonntag verkündete der Jesus Christus der SPD, Frank-Walter Steinmeier, dann auch gleich, mit wem er 2009 nach der Bundestagswahl zu koalieren gedenke: Eine Ampel-Koalition solle her. An seiner Seite werden die FDP mit Guido, der Kanzlertäufer stehen — sowie die Grünen mit Maria Magdalena Roth. Die Grünen sind für jeden Spaß zu haben — nur der Guido, der ziert sich noch, spielt ein wenig den Judas. Macht nichts — die Presse hat ihren Spaß und es soll tatsächlich Menschen da draußen geben, die ernsthaft an einen Bundeskanzler Frank-Walter Steinmeier glauben. Manche Medienkampagne könnte man durchaus als bewusstseinsverändernde Droge einstufen.

Weiterlesen: »Der Münte– und Steinmeier-Effekt«

, , , , ,

Die FDP ist nun die bessere Alternative zur SPD — Kurt Beck tritt zurück, der rechte Flügel übernimmt komplett [Update 2]

Nachdem der aufrechte Frank-Walter Steinmeier nun offiziell Kandidat wird, will er natürlich gleich seinen Weg gehen — und einen Wirtschaftswahlkampf führen. Wieso man eine billige Kopie wählen sollte, und nicht das Schwarz-Gelbe Original, bleibt im Raume stehen. Wo der Mensch bei der SPD bleibt, frage ich schon gar nicht mehr. Zudem meldet die dpa, dass Kurt Beck als SPD-Vorsitzender zurücktreten wird. Ob nun Müntefering oder Steinmeier die SPD übernimmt — kommt aufs Selbe hinaus. Der rechte, unmenschliche, (fast schon) demokratiefeindliche Flügel der SPD hat die eigene Partei voll im Griff. Die FDP wird damit zu einer wählbaren Alternative. Während ich mich in der SPD in keinem Punkt mehr wiederfinde, trifft das bei der FDP zumindest bei den alten Granden des Datenschutzes, der Privatsphäre zu, Gerhart Baum oder Sabine Leutheusser-Schnarrenberger seien in den Raum geworfen. Die SPD mag nicht tot sein — mit dem heutigen Tage wurde aber endgültig die Sozialdemokratie zu Grabe getragen. Auch wenn die Partei sich noch SPD nennt — es ist nur noch ein Buzzword, eine Hülle ohne Inhalt. Die FDP ist eine ernstzunehmende Alternative.

Weiterlesen: »Die FDP ist nun die bessere Alternative zur SPD — Kurt Beck tritt zurück, der rechte Flügel übernimmt komplett [Update 2]«

, , , ,

Warum Franz Müntefering nicht zurückkehren darf

LotseAls Franz Müntefering von Bord gegangen war, war es nicht wirklich ein Verlust für die SPD. Sie hatte die Chance für einen Neuanfang — zumindest zu einer Korrektur zum bisherigen aufrechten Weg, der die Partei, insbesondere aber dieses Land in den Abgrund geführt hat. Aber schon der Parteitag in Hamburg, noch vor Müntes Abgang, hat den weiteren Weg rechts der Mitte geebnet. Ein Neuanfang hat, konnte es so nicht geben. Kurt Beck, auch hier oft sehr hart kritisiert, hatte keine Chance. Seine Stellvertreter, der Seeheimer Kreis haben ihn vor sich hergetrieben — zum großen Schaden der Partei, die nun kurz vor dem (gesellschaftlichen) Ruin steht. Frank-Walter Steinmeier wird Kanzlerkandidat werden — und die SPD selbst und die Medien werden es als großen Erfolg feiern, dass dieser die SPD 2009 als Juniorpartner in eine Große Koaliton geführt hat. So sieht die Zukunft der SPD aus: Nachdem der rechte Flügel diese Partei, dieses Land schon fast zerstört hat, geht man es in der nächsten Legislaturperiode an, das Werk zu vollenden. Nur stört Kurt Beck im Moment noch mit seinen Plänen: Angeblich will er sich um ein Bundestagsmandat bewerben — als Parteivorsitzender könnte er dann darauf bestehen, Kanzlerkandidat zu werden.

Weiterlesen: »Warum Franz Müntefering nicht zurückkehren darf«

, , ,


RSS-Feed abonnieren