Schlagwort ‘Forsa‘

Bundeskanzlerin Claudia Roth

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Die ersten Reaktionen auf Twitter waren doch sehr amüsant, als ich diesen Tweet schrieb. Warum eigentlich? Man schaue sich nur mal die Bundeskanzler nach Willy Brandt an — und schon relativiert sich der Gedanke wieder. Politik würde dann zumindest wieder ein wenig lebendiger, vielleicht sogar menschlicher werden. Sagt ein Kritiker der Grünen.1 Die Diskussionen, dass sich die SPD an die FDP annähern muss, die FDP umgekehrt sich der SPD öffnen muss, sind auch sehr spannend. Müssen also nur CDU und Linke unter 5% gedrückt werden, die Grüne 3% weniger bekommen und schon wird Rot-Gelb ein Erfolgsmodell. 😀

Grüne erklimmen Rekordhoch, FDP stürzt ab

  1. Mir ist natürlich klar, dass Forsa mit Vorsicht zu genießen ist. []

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Politische Momentaufnahme

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Lassen wir für einen Moment mal außer Acht, dass Forsa immer zugespitzte Umfragen veröffentlicht und man manchmal den Eindruck gewinnen kann, es geschehe der Schlagzeilen wegen. Es sei auch angemerkt, dass von allen Umfrageinstituten Forsa bei den Landtagswahlen in NRW am weitesten daneben lag. Und doch, mit dieser Umfrage verfestigt sich ein Trend, der auch schon beim Deutschlandtrend der Infratest dimap zu erkennen ist: was unter Rot-Grün 5 Jahre gedauert hat, ist unter Schwarz-Gelb bereits nach 8 Monaten geschehen: die Regierung hat die unterstützende Mehrheit der Bevölkerung verloren. Nicht nur knapp, sondern der überwältigende Großteil der Bürgerinnen und Bürger lehnt die schwarz-gelbe Politik ab. Auf Schwarz-Gelb fallen derzeit 38% der Stimmen, auf die Opposition 54%.

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Journalistische Propaganda

Hier hatte ich mich schon über FORSA und deren Chef Güllner ausgelassen. Heute war es für FORSA mal wieder an der Zeit, neue Zahlen zu veröffentlichen — und wie immer entsprachen sie durchaus meinen Erwartungen. Natürlich stehen die Deutschen stramm hinter Clement, wie sollte es auch anders sein. Führer sind in diesem Land gerne gesehen. Aber genug der Satire, kommen wir zur Propaganda, die Clement zum unverzichtbaren Mittelstürmer der SPD werden lässt. Der Stern macht aus dem Güllner-Material gleich einen Aufmacher (Infografik ausgeschnitten):

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Der Sommernachtstraum des Kurt Beck

Beck VoldiKurt Beck — bereits kurz nachdem er zum SPD-Vorsitzenden gewählt wurde, habe ich ihn kritisiert. Sachlich, inhaltlich, thematisch. Dann, nach der Hessen-Wahl und seinem peinlichen Fauxpas zum Umgang mit der Linkspartei, ging die mediale Hetze in den etablierten Medien los. Dass der angebliche Linksschwenk keiner ist, im Gegenteil, hatte ich schon mehrfach erwähnt — sei es drum. Die etablierten, von konservativen Kreisen beeinflussten und beherrschten Medien haben es derart übertrieben, dass man schon fast gezwungen war, den Herrn aus der Pfalz zu verteidigen. Nun ist es aber mal wieder an der Zeit, sich inhaltlich mit kurt Beck zu beschäftigen. Wie das im Sommer so ist — während ein Großteil des Volkes sich keinen Urlaub mehr leisten kann, muss trotzdem das Sommerloch gefüllt werden. Und so werden zum Beispiel beim ZDF Gebühren verbrannt — und die wichtigsten Politiker in den sogenannten Sommerinterviews befragt. Eine Werberunde sondergleichen– ob Merkel oder Beck, mit Ausnahme der Linkspartei-Politiker muss sich keiner scharfer Fragen erwehren. Gefälligkeitsjournalismus im Berliner Politbetrieb. Das ist aber nur meine Meinung, ich kann mich selbstverständlich auch irren. Lange Rede, kurzer Sinn: Auch Kurt Beck durfte seine Werbebotschaft verbreiten.

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FORSA und die Zahlen

MerkelWie schon das eine oder andere Mal angedeutet und auch von Chat Atkins nochmal dargestellt, muss man mit den Zahlen von FORSA sehr vorsichtig umgehen. Alle anderen Umfrageinstitute sehen für die SPD zur Zeit 5% mehr auf dem Konto, Allensbach sieht die ehemalige Volkspartei sogar bei knapp 30%. FORSA selbst wird immer eine gewollte politische Aussage der eigenen Zahlen verneinen, ebenso wird natürlich die Tatsache, dass FORSA-Chef Güllner ein guter Freund von Gerhard Schröder ist und seit geraumer Zeit keine Aufträge mehr aus dem Willy-Brand-Haus bekommt, nichts damit zu tun haben, dass die Werte der SPD bei FORSA grundsätzlich in den letzten Monaten, Jahren so schlecht sind. FORSA wendet andere wissenschaftliche Kriterien an, wie der Rest der Kaffeesatzleser Umfrageinstitute. Schauen wir uns mal ein paar Vorhersagen und die tatsächlichen Ergebnisse genauer an:

Partei Bundestagswahl 2005
Ergebnis FORSA Allensbach Emnid
CDU/CSU 35,2% 41–43% 41,5% 42,0%
SPD 34,2% 32–34% 32,5% 33,5%
Grüne 8,1% 6–7% 7,0% 7,0%
FDP 9,8% 7–8% 8,0% 6,5%
Linke 8,7% 7–8% 8,5% 8,0%

Die Bundestagswahl wird als das große Desaster für alle Umfrageinstitute in die Geschichte eingehen. Alle sahen die Union weit vorne, noch kurz vor der Wahl sah es überall nach einer Schwarz-Gelben Regierung aus — hier nun FORSA besonders einen Vorwurf zu machen, hält dem Vergleich nicht stand. Zumal ja hier noch Gerhard mit am Ruder war.

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