Schlagwort ‘Firewall‘

der Untergang des Abendlandes steht bevor

Während man überall und auch hier noch die Reste dieses Strohfeuers Internet Manifest begutachtet und andere abermals ihre Wunden lecken, steht anderen Ortes der Untergang des Abendlandes bevor. Zumindest wenn man der propagierten Leitkultur der Union fröhnt, alle anderen werden frohlocken: BILD.de und Welt.de schließen in bälde die Pforten und öffnen fortan nur noch für jene, die ihren Obolus für deren journalistischen Untiefen digitaler Gefilde entrichten.

Ich denke dem eigens errichteten Springerschen Firewall wird so schnell keiner nachtrauern und der Rest bekommt seinen Stoff immer noch am Kiosk. Diverse Watchblogs werden dann einmal mehr in das Portemonnaie langen müssen, andere werden vielleicht eine Petition ins Leben rufen, zum Schutze der (Leit)Kultur — über 50 Jahre gehen selbstredend nicht ohne Spuren am Deutschen Volk vorüber.

Mal sehen was uns noch bevorsteht. SPON wäre ein weiterer Kandidat und der FAZ oder der Sueddeutschen würde man sicherlich auch keine Träne nachtrauern.

via fefe

Addendum: siehe Golem ; es war nicht von umgehend die Rede, sondern von in nächter Zeit. Smartphones bilden die Testfront und der Rest wird laut Springer-Chef folgen.

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Das Blutgeld der deutschen Blogosphäre

Yahooadical lebt — genau so kann man sicherlich für käufliche Blogger ohne Moral und Verstand den neuesten Artikel auf dem adical-Blog zusammenfassen. Rund 250.000 Euro Umsatz will adical im letzen Jahr nach eigenen Angaben generiert haben. Es sieht auf den ersten Blick nach sehr viel Geld aus — zählt man aber die beteiligten Personen zusammen, schaut sich die Verteilung genauer an, relativieren sich manche Zahlen ganz schnell. Doch darum soll es in erster Linie nicht gehen. Rein vom Kaufmännischen her muss man vielleicht sogar mit dem Kopf nicken. Wie so häufig gibt es ein großes Aber: Selbst wenn es mehrere Millionen Euro Gewinn wären — das Geld ist nichts weiteres als schmutziges Blutgeld. Wir erinnern uns: Der erste Kunde hieß Cisco, der mit anderen westlichen Opportunisten The Great Firewall of China realisiert hat. Und als wäre es nicht genug gewesen, dass das chinesische Mörderregime mit Cisco-Technik Menschen im eigenen Land einschließt, verfolgt, warb man im Folgenden für Yahoo. Genau, das Unternehmen, welches Userdaten von Bloggern weitergegeben hat — chinesische Blogger so in den Knast geworfen wurden. Und nein, in China ist das kein Wochenendausflug wie in unserem Land. Diese beiden Unternehmen haben sicherlich nicht wenig für die Kampagnen bezahlt — und bevor sich irgendein Berliner Depp Blogger an dem Begriff Blutgeld stört — einfach mal nachdenken, warum Blutdiamanten eben Blutdiamanten heißen. Das Blut von chinesischen Dissidenten klebt an diesen Geldscheinen. Spätestens in diesem Augenblick hatte die deutsche Blogosphäre ihre Unschuld verloren. Blutgeld ist der perfekte Begriff für den Großteil der 250.000 Euro.

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