Schlagwort ‘Filesharing‘

Vom Respekt vor dem Konsumenten

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Foto: F!XMBR

Frank Schirrmacher hat heute in der FAS einen weiteren Beitrag zur Urheberrechtsdebatte geleistet: Schluss mit dem Hass. Seit beinahe 20 Jahren bin ich nun schon online, das erste Jahrzehnt fast ausschließlich auf Foren, in denen es Bereiche gab, in denen man alles finden konnte, was das Herz begehrt: Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Musik,Videos und TV-Serien. Und natürlich habe ich das eine oder andere Angebot angenommen. Ich erinnere mich an das erste große heruntergeladene Programm: 200 Files mit einer Größe á 1,44 MB, damit es auf Diskette passte. Heute habe ich hier mehrere Versionen dieses Programms als Original im Regal stehen.

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Geschäftsmodell Abmahnung – New Chicks Cum First

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Dass sich das Abmahnwesen in Deutschland zu einem fragwürdigen Geschäftsmodell entwickelt hat, wird nicht erst seit gestern vermutet. Schon zu C64-Zeiten machten freundliche Tanja-Briefe die Runde. Ein Rechtsanwalt aus München machte sich als Abmahnanwalt einen Namen und war sicherlich eine Zeit lang berühmt und berüchtigt. Heute hat sich das Kopieren urheberrechtlich geschützter Software, Filme und Musiktitel, wie soll es auch anders sein, ins Internet verlagert. Per Mausklick sind nicht nur Opensource-Perlen zu finden, sondern jeder aktuelle Kinofilm und die neueste Software, meist noch vor dem jeweiligen Release. Für unbedarfte User sind diese einfach ausgeführten Klicks in den letzten Jahren immer wieder mit dramatischen Folgen verbunden: Es folgte eine Abmahnung mit nicht unerheblicher Kostennote. Oder:

Wer mit dem Feuer spielt, kommt darin um.

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Likedeeler, Linke, Politik, Netz

Das ich von diesen Likedeelern aka Piraten nicht wirklich viel halte ist kein Geheimnis. Abgesehen von der Tatsache, daß schlicht einige substantielle Dinge fehlen, formierten sich die Piraten einzig ob der stetigen Angriffe auf deren geliebtes Internet. Wir schauen derweil das Erwachen der Nerds, einer zumindest in der Öffentlichkeit ansonsten größtenteils durch und durch unpolitischen Masse. Denn die Welt könnte auf gut Deutsch mit dem Arsch auf Grundeis gehen, diese Leute interessiert es nicht. Jene Netzelite könnte in einigen Bereichen etwas reißen, Mißstände des Alltag anprangern, sich für andere mittels des Netzes einsetzen etc. pp. — dem ist aber nicht so.

Zwar gereichen derlei Beispiele gerne als Argumente für ein freies Netz seitens dieser Leute, gemeint sind damit jedoch Dinge die andere ausführen sollen, denn für den gemeinen Nerd ist die Aufgabe getan, sobald das Netz frei von staatlichen Einflüssen ist. Ich beschäftige mit diesen Dingen länger als mancher Pirat überhaupt auf diesem Planeten wandelt — ich liebe den Computer, das Netz, sehe letzteres als Chance, aber Freiheit im Netz und dergleichen sind meiner Meinung nach Punkte unter ferner liefen. Ich halte nicht viel davon das Pferd von hinten aufzuzäumen, Dinge wie Bildung, Soziales, Freiheit per se genießen oberste Priorität, um auch in letzter Instanz jedem die Möglichkeit zu geben überhaupt dieses Internet nutzen zu können. Ansonsten reden wir nämlich einzig von dieser erwähnten Netzelite, die die Hoheit ihres digitalen Sandkastens bedroht sieht.

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Filesharing: living easy, living free

Living easy, living free so denken wohl viele die sich dem Filesharing von der illegalen Seite her nähern. Robin Hood-Mentalität, das tut denen schon nicht weh, ich bereite Kultur den Weg etc. pp. — derlei Argumentationen sind schnell parat, wenn es darum geht den nur-nehmen-Habitus zünftig zu verteidigen. Andererseits muß man jedoch auch eines klarstellen: privat, für lau, mal eben so … ist eben anderes, zwar nicht legitimer, aber auch nicht Ziel drakonischer Vergeltungsschläge der totalitär agierenden Content-Mafia und ihrer legislativen Lobbyisten.

So dachten sich wohl auch just Pfälzer Richter, wie schon zuvor ihre saarländischen Kollegen, und ordneten den Fall als Bagatelle ein. Kein Persilschein für hemmungslose Geisterfahrer auf der Datenautobahn, aber immerhin eine Wahrung des Verhältnisses. Denn das es auch anders geht zeigten vor einiger Zeit Richter in Düsseldorf, die bei der Interpretation von gewerblichem Ausmaß doch ein wenig der Vernunft entsagten.

Fazit: kein Frohlocken, keine Entwarnung, wer als Geisterfahrer seinen Weg zurück legt muß damit rechnen irgendwann aufzuprallen, den Kolateralschaden trägt indirekt die Gemeinschaft mit. Nicht das die Content-Mafia je andere Absichten gehabt hätte, doch eine Legitimation ob diverser negativer Beispiele seitens der unverbesserlichen Jäger und Sammler macht sich dann schon rein von der Optik besser. Insofern sollte man sich eines überlegen: wäre es nicht besser tatsächlich an Kultur zu partizipieren, Kultur zu wirken, etwas zu geben und Dinge zu nehmen die wiederum auch dafür vorgesehen sind um im kulturellen Pool aufgehen? Denkt mal drüber nach, hat auch etwas mit Respekt gegenüber dem anderen zu tun. Tadeln ist das eine, ähnliches Handeln nur selten angebracht.

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Podcast: Dem Filesharing auf der Spur

Welche Mittel haben die Behörden, File Sharing auf die Spur zu kommen?, so lautet der Titel des Podcasts des ChaosRadios. Risiken und Nebenwirkungen dieses seltsamen Volkssports werden näher beleuchtet. Interessant auch in diesem Zusammenhang die Haltung diverser Behörden.

Filesharing ist wie Schwarzfahren — meist geht es gut, manchmal erwischt es einen doch. Die Musikindustrie beauftragt Firmen, die den Tauschbörsennutzern auf die Finger schauen und irgendwann flattert einem ein Brief einer Anwaltskanzlei ins Haus, der zur Zahlung einer hohen Summe auffordert.

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rtorrent — ein Klient sie zu knechten

… sie alle zu finden. Ins Dunkle zu treiben, und ewig zu binden. Ja so mag es wohl manchem Millionär unter den Industriebossen vorkommen und auch wenn ein Unverhältnis existiert und deren Probleme dennoch anderswo herstammen, so eröffnen sich mit einem derartigen Klienten auch viele, viele legale Bereiche. Da wäre z.B. Jamendo, einige Spielefirmen wie Blizzard, die da auch mal Demos oder die Beta von WoW unters Volk brachten bzw. die Legion von Linux-Distros/ und last not least ein paar BSD-Systeme. Und jeder der daheim rumnölt möh, hab kein Traffic, würde aber auch gerne meine Katzencontent Distro vertreiben, der kann das auch via Bittorrent.

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