Schlagwort ‘FAZ‘

Die Glaubwürdigkeit der FAZ

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Die FAZ kämpft für das LSR . Das wäre in Ordnung, wenn es offen, transparent und den journalistischen Regeln entsprechend geschehen würde. Stefan Niggemeier dokumentiert heute noch einmal, welche Methoden die FAZ anwendet, mit Schrecken denke ich an zwei Artikel von Michael Hanfeld unter der Woche, nachdem Google (offen und transparent im Übrigen) seine Kampagne gestartet hat. Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich geschrieben:

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Was war nur schiefgelaufen?

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Foto: F!XMBR

Ein Schneesturm legte große Gebiete in Deutschland lahm. Einen solchen Winter hatte es seit Jahrzehnten nicht gegeben. Frank Schirrmacher stieg in Frankfurt in seinen Dienstwagen, er wurde in Hamburg bei Google Deutschland zur Unterzeichnung der neuen Verträge erwartet. Als sein Fahrer den Wagen auf die Autobahn lenkte, dachte Schirrmacher zurück, an die gute alte Zeit des Leistungsschutzrechtes. Die Politik hatte verstanden, damals 2013: Kurz vor ihrer Abwahl hatte die schwarz-gelbe Koalition unter lautem Beifall der rot-grünen Opposition das emotional diskutierte Leistungsschutzrecht verabschiedet. Die Zukunft des Journalismus schien gesichert.

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SZ & FAZ: Ein Großangriff auf die Pressefreiheit

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Foto: F!XMBR

Wer sich heutzutage im Internet bewegt, gar eine eigene Homepage ins Netz stellt, riskiert seine Existenz, wenn er nicht gerade ein gut gefülltes Konto sein eigen nennt. Blogger sind Abmahnungen schon fast gewohnt, immer wieder wird über juristisch Auseinandersetzungen berichtet. Das Geschäft von Abmahnanwälten blüht — Unternehmen machen Jagd auf alles, was nicht ihrem veralteten Weltbild entspricht und einen schnellen Euro verspricht. Blogger sind oftmals ein beliebtes Ziel, haben diese doch keine gut gefüllte Kriegskasse um sich zu wehren. In der Regel trifft man sich vor der Pressekammer Hamburg, wo Richter Buske Stück für Stück unsere Presse– und Meinungsfreiheit begräbt. Nachdem die Süddeutsche und die FAZ seit 2006 gegen den Perlentaucher vorgehen, war nun das junge Startup Commentarist an der Reihe. Commentarist hat sich zur Aufgabe gemacht, ausschließlich Kommentare und Meinungen der etablierten Medien in der Form von Google News zu aggregieren. Dabei wurde selbstverständlich der entsprechende Text verlinkt, die Überschrift übernommen und ein kleines Snippet gezeigt. Das war für die Süddeutsche und die FAZ zu viel — seit dem 04.02.2011 ist Commentarist offline.

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Die FAZ und der lästige Sozial– und Rechtsstaat

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Foto: F!XMBR

Die Kolumnen, oder auch Kommentare genannt, aus der der FAZ-Redaktion gehören zu den fragwürdigsten Texten, die man in den etablierten Medien finden kann – mal abgesehen von den Rechtsaußen-Postillen. Eine Heike Göbel beispielsweise veröffentlicht fast im Wochentakt ihre Elaborate über den deutschen Sozialstaat – so ist Hartz IV für Heike Göbel nur ein politischer Kampfbegriff, die soziale Schieflage in unserem Land ein Dauervorwurf der Opposition, der sich nicht begründen lässt und die Forderung nach 6% mehr Lohn durch die IG Metall fahrlässiger Übermut. In den Texten Göbels manifestiert sich ganz offen die Abscheu des elitären Bürgertums gegenüber den Schwachen unserer Gesellschaft. Heute hat ihr Kollege Daniel Deckers einen Kommentar veröffentlicht, der die Überschrift Das Kindeswohl am Herzen trägt.

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Schirrmacher schafft sich ab

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Foto: F!XMBR

Frank Schirrmacher hat sich wieder einmal in die Sarrazin-Debatte eingeschaltet – und wieder einmal kann man über seinen Einwand nur mit dem Kopf schütteln. Ich persönlich werde aus Frank Schirrmacher nicht schlau. Er gilt als intellektueller Meinungsmacher, was ich persönlich anzweifle. Er hat ein gutes Buch geschrieben – aber auch fragwürdige Thesen unter die Menschheit gebracht wie das Methusalem-Komplott. Aufhänger für Schirrmachers neuesten Sarrazin-Artikel ist das «Eingeständnis» der Bundeskanzlerin, sie habe Sarrazins Buch nicht gelesen, die öffentliche Debatte reiche ihr aus, um sich ein Bild zu machen und eine Meinung zu bilden. Schirrmacher nimmt dies zum Anlass zu einem Rundumschlag gegen die Politik, insbesondere Angela Merkel. Ich hätte mir nie träumen lassen, einmal die Bundeskanzlerin zu verteidigen – doch der neueste dreifache Rittberger des Frank Schirrmacher lässt einem keine andere Wahl.

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Rassismus bleibt Rassismus – eine Replik (Update)

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Foto: F!XMBR

Thilo Sarrazin hat heute in Berlin offiziell seinen Fantasy-Roman vorgestellt. Nach Vorabdrucke im SPIEGEL und der BILD diskutiert Deutschland bereits seit Tagen über jüdische Gene, vererbte Dummheit und Rassismus. Natürlich meldet sich auch Methusalem Frank Schirrmacher zu Wort, Herausgeber der FAZ – und vermag seine Begeisterung für Thilo Sarrazin kaum zu verbergen. Schirrmacher schwadroniert über eine Neudefinition unserer Kultur, die intellektuellen Fähigkeiten Sarrazins und vergisst dabei den entscheidenden Punkt: Rasissmus bleibt Rassismus. Kameldung bleibt Kameldung. Auch wenn man es in Gold verpackt. Eine Replik.

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Interview: Bloggen ist unendlich

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Foto: savone | CC-Lizenz

Die Jungle World hat mir während der Geschichte rund um den Kontrollverlust des Herrn Seemann bei der FAZ und zum Bloggen allgemein ein paar Fragen gestellt. Ich habe da mal geantwortet. «Ich glaube, mit dem Fall bei der FAZ stehen wir vor einer Zäsur. Michael Seemann, Mario Sixtus, Thomas Knüwer und andere haben das Bloggen in Deutschland endgültig in Verruf gebracht. Wer sich so unprofessionell verhält wie Seemann, wer wie Sixtus völlig hanebüchen von einer »Bücherverbrennung« spricht, wer wie Knüwer die FAZ-Redaktion beleidigt, kann nicht mehr ernst genommen werden. Wir sprechen hier immerhin von Bloggern, die zu den etabliertesten und auch medial bekanntesten gehören.» Nothing more to say: «Auf Blogs kann man lachen und weinen, sich freuen und ärgern, sich informieren und desinformiert werden. Bloggen ist unendlich, es ist subjektiv, es ist politisch, es ist privat, es ist öffentlich, es bedeutet, anderen zu helfen und Hilfe zu bekommen. Bloggen kann man nicht beschreiben. Bloggen kann man nicht in Worte fassen. Bloggen muss man selbst, um es zu verstehen.»

Interview — Bloggen ist unendlich

Artikel der Jungle World — Kontrollverlust im Blogger-Dorf

F!XMBR — Die FAZ konnte gar nicht anders
F!XMBR — Quo vadis, Blogger?

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Die FAZ konnte gar nicht anders

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So langsam verebbt die Empörungswelle. Mittlerweile hat sich die Stellungnahme von Don Alphonso und meine Einschätzung1 bestätigt — wie man bei CARTA nachlesen kann. Freie Übersetzung: Unser freier Mitarbeiter hat sich wie die Axt im Walde verhalten und jegliches Vertrauen missbraucht und verspielt. Wer als Kunde, als Dienstleister seinen digitalen Mob und einen Shitstorm auf den Auftraggeber loslässt, darf sich über die Folgen nicht wundern. Kein Unternehmen der Welt kann und wird sich so ein Benehmen bieten lassen.

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  1. Mehr dazu in zwei Wochen []

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Die mediale Hinrichtung eines Parteivorsitzenden

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Ich habe aus gutem Grund zur mediale Hetzkampagne der letzten Tage gegenüber Oskar Lafontaine nichts geschrieben. Selbst wenn man Gerüchte um die Liaison mit einer Parteikollegin kommentiert und die boulevardesken Trashblätter in die Ecke stellt, in der sie hingehören, trägt man die Information weiter, der berühmte Streisand-Effekt schlägt zu. Jens hat heute sehr gut nachgezeichnet, worum es ging: Oskar Lafontaine wurde auf infame Art und Weise eine Affäre mit Sahra Wagenknecht angedichtet. Dabei war des Rätsels Lösung so einfach wie tragisch: Oskar Lafontaine ist an Krebs erkrankt.

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Hallo Google,

Googleheute ist der Tag der Offenen Briefe. Ich muss mich heute aber in einer Angelegenheit an Euch wenden, die mir persönlich sehr am Herzen liegt. Es geht selbstverständlich um die unhaltbare Situation der notleidenden Verlage in Deutschland. Die FAZ bittet Euch seit Monaten, zu reagieren. In einem eindringlichen Appell haben die deutschen Verlage, die allesamt kurz vor dem Ruin stehen, ihre Situation dargestellt. Letzte Woche hat einer der letzten großen Verleger unseres Landes, Herr Hubert Burda, in der FAZ um Hilfe gebeten. Heute hat sich dann der Axel-Springer-Konzern zu Wort gemeldet und noch einmal dargelegt, dass Ihr die Inhalte der Verlage kostenlos zur Eigenvermarktung nutzt. Ich bitte Euch inständig, auch im Namen der FAZ, von Heinrich Burda und des Axel-Springer-Konzerns, endlich zu reagieren! Ihr habt gegenüber der Vierten Gewalt in diesem Land die moralische Pflicht, zu handeln und den Wünschen der notleidenden Verleger Folge zu leisten. Wir müssen in diesem Land gesellschaftlich weiter zusammenrücken und den Schwachen der Gesellschaft helfen. Die FAZ, Heinrich Burda und der Axel-Springer-Konzern haben meine volle Solidarität. Ich fordere Euch auf, entschlossen zu handeln!

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Silvana Koch-Mehrin — wer hoch fliegt, kann tief fallen

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Silvana Koch-Mehrin das Ende des Europawahlkampfes herbeisehnt. Damit wäre sie für 5 weitere Jahre gerettet. Wir erinnern uns: Die der INSM nahestehenden Politikerin hat eine nicht ganz so hohe Anwesenheitsquote im EU-Parlament vorzuweisen. Das wäre kaum der Rede wert, wäre sie nicht gegen einen entsprechenden Artikel der FAZ vorgegangen, indem sie unter anderem eine Eidesstattliche Versicherung abgegeben hatte. Die Ruhrbarone berichteten davon — und wurden offensichtlich juristisch unter Druck gesetzt. In der Folge fiel eine ganze Horde anonymer Kommentatoren in die Kommentare bei den Ruhrbaronen und auf Netzpolitik ein — sie konnten bis zur FDP-Bundesgeschäftsstelle zurückverfolgt werden. Das ganze Drumherum, die Schöne, die von Journalisten und Bloggern verfolgt wird, hat alles, was einen Politkrimi ausmacht. Am Anfang stand eine Nichtigkeit — jetzt kommen die Einschläge für den blonden Superstar der FDP näher.

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