Schlagwort ‘Fail‘

Julia Schramm im Bundesvorstand der Piraten

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Der Bundesparteitag der Piraten lief bisher für mich als Wähler und interessierter Beobachter sehr entspannt. Man muss sich neue Namen merken, lernt neue Gesichter kennen, die man vorher eben noch nicht kannte, das organisierte Chaos ist gar nicht mehr so chaotisch. Die Wahl von Bernd Schlömer gestern zum neuen Vorsitzenden kann man durchaus weise nennen. Eines haben die Piraten gestern bewiesen: Die Piraten und ihre Idee zählen, nicht aber Gesichter.

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Eine mögliche Pressemitteilung der Piratenpartei Deutschland

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Die größte Enttäuschung der letzten zwei Tage ist ohne Zweifel die Piratenpartei: Fefe hat das hier zugespitzt auf den Punkt gebracht. Schon als die ersten Meldungen über die Ticker liefen, wurden die Piraten gebeten, sich auf den folgenden Tag vorzubereiten. Was folgte, war in ein einer schon legendären Reihe schlechter Pressemitteilungen ein unfassbarer Fail. Die zitieren Äußerungen vom Vorsitzenden Sebastian Nerz und seinem Stellvertreter Bernd Schlömer hat man ebenso aus der CDU und der SPD gehört. Lediglich die verklausulierte Kritik an Jörg Ziercke und Innenminister Friedrich griffen wenige Medien am nächsten Tag auf. Wir befinden uns mitten im größten netzpolitischen Skandal seit Erfindung des Internets und die Piratenpartei findet nicht statt und wird mit wenigen belanglosen Sätzen erwähnt. Schade, ich hätte mir mehr erhofft.

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Das Versagen des ehemaligen Nachrichtenmagazins

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Bild: F!XMBR

Auf vielen deutschen Blogs wird der SPIEGEL nur noch als ehemaliges Nachrichtenmagazin bezeichnet. Die Credits dafür gehen meist an Fefe — auch wenn die Bezeichnung schon ein paar Jahre länger im Netz kursiert. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich schon als kleiner Steppke immer den SPIEGEL gelesen habe. Ich komme aus einem Elternhaus, in dem eher SPD als CDU gewählt wurde. Ich würde mich selbst als sozialdemokratisch bezeichnen, auch wenn ich seit Jahren nicht mehr SPD gewählt habe. «Der SPIEGEL ist links», so habe ich es von Kindesbeinen an gelernt — er war das intellektuelle Gegenstück zu Springer und Konsorten. In den letzten Jahren jedoch ist der SPIEGEL zu einem lächerlichen Mainstream-Medium verkommen, man redet den Mächtigen aus Politik und Wirtschaft nach dem Mund. Die Agenda 2010 hätte es ohne die propagandistische Begleitung des SPIEGEL nie gegeben. Unter Stefan Aust und auch dessen Nachfolger, Mathias Müller von Blumencron, abgezogen vom boulevardesken SPIEGEL Online, der nun gemeinsam mit Georg Mascolo das Blatt führt, hat sich der SPIEGEL zur rechten Speerspitze deutsche Politik gewandelt. Früher haben die Mächtigen aus Politik und Wirtschaft am Sonntag gezittert, wenn der neue SPIEGEL anstand. Heute können sie sicher sein, dass ihre PR-Texte pseudo-journalistisch verpackt unter das Volk gebracht werden.

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Winkelzüge — Ein ♥ für Blogs

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Foto: F!XMBR

In den letzten Jahren gab es des Öfteren eine Aktion, die sich «Ein ♥ für Blogs» nannte. Wir haben uns hier nicht darum gekümmert — für die Initiatoren war es meiner Meinung nach ein reiner Linkbait, nicht mehr und nicht weniger. Unsere Linktipps sind in unsere Artikel verpackt oder in unserem Lesestoff zu finden. Wenn wir verlinken, dann machen wir das aus Überzeugung, weil es eine Bereicherung für unsere Artikel ist, nicht aber weil wir erwarten, im Gegenzug auch verlinkt zu werden. Irgendwelcher blödsinniger Blogkarneval, die Aktion «Ein ♥ für Blogs» haben keine Nachhaltigkeit, sind völlig sinnbefreit. Das zeigt sich auch in den deutschen Blogcharts — für manche Blogs ist es ein Auf und Ab, je nachdem, welche Aktion gerade gestartet und aktuell ist. Wir sind mit unserem kleinen Privatblog seit 198 Wochen, Anfang 2006, vertreten. Selbstverständlich sind die «dbc» zu  hinterfragen — doch sind sie bei solchen Geschichten ein Indiz, der ein oder andere «Spion» schaffte es durch einen Linkbait  bis fast ganz nach oben, mittlerweile hat sich das relativiert. Doch darum soll es nicht gehen — vielmehr startet in diesen Tagen wieder die Aktion «Ein ♥ für Blogs». Das allein wäre nicht eine Zeile wert — wäre da nicht der Initiator.

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Google Chrome und Anpassungsfähigkeit

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Wie bekannt nutze ich für das tägliche Surfen den Firefox. Google Chrome habe ich mir angeschaut, ist hier auch installiert – doch der Browser hat eine ganz entscheidende Schwachstelle: die fehlende Anpassungsfähigkeit. Die Addons, die bei Google Extensions heißen, haben bei Weitem nicht die Qualität, wie sie beim Firefox zu finden sind. Google Chrome ist sicherlich gut und interessant, mehr aber auch nicht. Der grundlegende Fehler, warum Google Chrome kaum größere Marktanteile gewinnt, sind die schwachen Extensions. Wenn man sich wie meine Wenigkeit seit Jahren an einen Browser gewöhnt habt, eine kleine Handbewegung, ein kurzer Tastendruck, dann möchte man sich auch gar nicht mehr umgewöhnen. Warum auch – wenn es wie gewünscht funktioniert. Ich habe nach ähnlichen Extensions Ausschau gehalten, wie ich sie im Firefox installiert habe – unter dem Strich bleibt: mehr schlecht als recht.

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Vodafone ist tot

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Natürlich nicht direkt, aber deren Social-Media-Kampagne. Wie ich nebenan auf dem Werbeblogger lesen konnte, hat Vodafone den Claim Es ist Deine Zeit fallen gelassen. Für Vodafone war die Kampagne ein einziges Desaster, die zuständigen Berater sitzen gerade in Berlin bei einem Latte Macchiato und halten Vorträge mit dem vielsagenden Titel How to survive a shit storm. Die nächsten Pappnasen aus den deutschen Chefetagen kommen bestimmt, die wieder die großen und erfolgreichen Namen aus der deutschen Blogosphäre einkaufen wollen und sich dann wundern, warum es nicht funktioniert. Ralf schreibt nebenan, dass der Slogan durchaus Charme hatte. Es zeigt sich eben auch, dass die Werbe– und Marketingwirtschaft hauptsächlich aus Sprücheklopfern besteht. Was nützt ein vermeintlich noch so guter Satz, mit denen sich die Menschen vielleicht identifizieren können, wenn sie ihn in der Werbung hören und sich dann lachend wegdrehen?

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Spreeblick soll das Internet löschen

Okay, zumindest nicht ganz. Soweit ich das verstanden habe, ist den Machern von Spreeblick eine Liste mit Artikel auf fremden Webseiten vorgelegt worden, mit der Aufforderung diese Artikel zu löschen. Johnny und seine Mannen sollen also Artikel beim lawblog, den Ruhrbaronen, netzpolitik.org und anderen Webseiten löschen. Ich bin ja selten um Worte verlegen, aber die Forderung erscheint dermaßen absurd, dass mir dazu nichts einfällt. Im Mai geht es für Spreeblick übrigens vor Gericht gegen Primecall, Spreeblick sucht nun Zeugen:

Wir suchen daher weitere Zeugen, denn unser damaliger Interview-Partner allein genügt vor Gericht nicht, da Primacall lt. eigener Aussage Zeugen vorweisen kann, die lt. Primacall beweisen wollen, dass die im Interview getätigten Aussagen falsch seien.

Wer also helfen kann oder Jemanden kennt, der sollte sich bei Johnny melden. Über Primecall weiß im Übrigen auch merkur online etwas zu berichten. Ich werde dann jetzt mal auch eine Liste mit Webseiten, die mir nicht gefallen, an Johnny schicken, wo er doch gerade dabei ist. Vielleicht reicht ja auch ein Stoppschild? Genug Sarkasmus, es geht für Johnny & Co. mittlerweile um mehrere Tausend Euro. Wer also helfen kann, sollte sich sofort melden. :)

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Piratenpartei – Jeder gegen Jeden

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Wie sagte es Fefe so schön: Ich kann das ja irgendwo verstehen, wer will schon ein Webforum am Bein haben. Innerhalb der Partei scheint es ein Hauen und Stechen rund um das Forum, die Bundes-IT und den Bundesvorstand zu geben. Die Piratenpartei hatte in den letzten Tagen rund um ihr Forum für Schlagzeilen gesorgt. Während Gamestar noch auf auf F!XMBR verlinkt hat, haben es die Qualitätsjournalisten vom SPIEGEL unterlassen. Das aber nur am Rande. Der zugehörige Thread im Piratenforum ist eine wahre Fundgrube, wie es innerhalb der Piratenpartei ausschaut.

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Wie die Piratenpartei mit den Daten ihrer Forennutzer umgeht

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Ich habe die Piratenpartei einmal aus Heise-Forum 2.0 bezeichnet – zugegeben polemisch und zugespitzt. Das zugehörige Forum war der neue Heimathafen derer, die selbst bei Heise mittlerweile gesperrt waren. So hatte es in der Vergangenheit zumindest oft den Anschein. Dass das Forum nicht wirklich stabil läuft, ist bekannt – und hat mich ob der Fülle von IT-Fachkräften häufig belustigt. Das offizielle Forum lief bisher unter einer Subdomain der Partei: forum.piratenpartei.de. So, wie man es eigentlich erwarten würde. Die Piratenpartei und deren Vorsitzender sind bei der Denic selbstverständlich auch als Verantwortliche genannt. Aktuell zählt das Forum gut 10.000 Mitglieder, teilweise mit ihren persönlichen Daten bekannt – zumindest eine verifizierte E-Mail-Adresse wurde hinterlegt. Vor zwei Tagen kündigte das streitbare Teammitglied arvid dann den Umzug des Forums an.

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Hauptsache, die werden auch verknackt


Screenshot: taz.de

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Die Chefkomiker unseres Rechtssystems

Volker Pispers, Dieter Hildebrandt oder auch Georg Schramm — sie alle hätten sie nicht erfinden können. Die Realität hat mal wieder jegliche Vorstellungskraft überholt. Wegen Polizistenmord, zwei weiterer Morde wurde sie gesucht, Einbruchserien gingen ebenso auf ihr Konto, wie unzählige Diebstähle. Sie war im Drogen-, Rotlicht und Autoschieber– und last but not least im Terroristenmilieu tätig. Jeder schien sie zu kennen, Deutsche, Russen, Sinti und Albaner — zu Gesicht bekommen hat sie bisher aber niemand. Vom wem die Rede ist? Vom Phantom von Heilbronn.

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