Schlagwort ‘Ethik‘

iShareGossip hat ein Problem

isharegossip

Ich gebe zu, ich habe schallend gelacht, als gerade die Meldungen zu iShareGossip.com über meine Timeline flimmerten. Laut übereinstimmenden Medienberichten heißt es, die Seite sei gehackt worden, mit einer eindeutigen Nachricht an die Macher: «Admins, Organisatoren, Moderatoren, meldet euch innerhalb einer Woche bei der Polizei oder wir machen alle Daten öffentlich. Dann können sich die Opfer gleich persönlich bedanken kommen.» Über iShareGossip.net meldeten sich die Macher selbst zu Wort. Die .com-Domain sei gestohlen worden, der Server jedoch nicht betroffen, heißt es. Anonymität ist nicht nur im Internet gut, richtig und notwendig — auch in Deutschland. Seiten wie iShareGossip jedoch, liefern nicht nur den Hardlinern in der Politik jedes Argument, das Ende der Anonymität zu fordern und schließlich auch umzusetzen. Mobbing-Portal ist noch die harmloseste Bezeichnung, die mir zu iShareGossip einfällt. Manchmal liebe ich das Internet… :D

, , , , , , , , ,

Die Kirche und mein neuer Desktop

desktop_titanic
Mit Dank an die Titanic

Ist die Kirche noch zu retten? Diese Frage kann man durchaus zweideutig interpretieren. In den letzten Wochen verging kaum ein Tag, an dem nicht von einem neuen Missbrauchsfall berichtet wurde. Mit jedem neuen Fall stehen nicht nur Geistliche am Pranger, sondern die Kirche per se. Die einhellige Meinung: Nicht Pastoren missbrauchen, sondern die Kirche missbraucht Kinder und Jugendliche. Wäre die Kirche eine Partei, wäre sie auf Jahre hinaus unwählbar. Jeder vernünftig denkende Mensch würde sich von ihr distanzieren.

Weiterlesen: »Die Kirche und mein neuer Desktop«

, , , , , , , ,

Die ungewöhnlichen Wahrheiten der Dr. Kristina Köhler

ich_bin_koehler 
Bulo auf Twitter und am Bloggen

Unser Land hat einen neuen Politstar – Dr. Kristina Köhler ist, nachdem sie ihren Amtseid abgelegt hat, in Umfragen in der Beliebtheitsskala weit nach oben geschossen. Die Medien feiern das unverbrauchte Gesicht und lassen jeglichen Versuch, Objektivität zu zeigen, vermissen. Blogleser wissen nicht nur in diesem Fall mehr – auf F!XMBR und anderen Publikationen wurde die neue Bundesfamilienministerin bereits entzaubert. Dr. Kristina Köhler mag es die Selbstherrlichkeit von Bloggern nennen – ich nenne es die notwendige Aufklärung unserer Leser. Zumindest unsere Leser hinterfragen Texte, die sie lesen und können sich so ein umfassendes Bild machen – das sind Dinge, die auf den etablierten Medien schon weitestgehend nicht mehr möglich sind. Dietmar Näher ist einer dieser selbstherrlichen Blogger und publiziert nebenan auf Politblogger.net und hat sich die PI-Geschichte rund um Dr. Kristina Köhler noch einmal genauer angeschaut und bei unserer Bundesfamilienministerin nachgefragt.

Weiterlesen: »Die ungewöhnlichen Wahrheiten der Dr. Kristina Köhler«

, , , , , , , , , , , , , ,

Dr. Kristina Köhler – eine “Neue Rechte” im Kabinett Merkel?

Dr. Kristina KöhlerSie ist aus Hessen. Zu dieser einfachen aber doch zutreffenden Schlussfolgerung kommt Michael Spreng, warum Frau Dr. Kristina Köhler neue Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geworden ist. Die Presse jubelt, ein neuer Shootingstar ist geboren, jung, gutaussehend — das allein scheint heute auszureichen um von den Medien hofiert, geliebt und mit positiven Schlagzeigen versorgt zu werden. Wer allerdings über die Hintergründe und das politische Wirken Köhlers informiert werden wollte, der musste sich in den letzten Tagen auf anderem Wege mit Informationen versorgen. In den USA wird vom zukünftigen Präsidenten jedes Mitglied seiner Regierungsmannschaft von der Geburt bis zur eventuellen Ernennung durchleuchtet – findet sich auch nur ein kleiner dunkler Fleck auf der vielleicht sonst so weißen Weste, ist die Karriere verbaut. Die Medien in den USA würden dies gnadenlos ausschlachten, hinterfragen und kritisieren. In Deutschland ist diese Gefahr nicht gegeben. Dr. Kristina Köhler ist Hessin, jung und entspricht offensichtlich die Schönheitsideal der deutschen Politredakteure. That’s it. A new star is born.

Weiterlesen: »Dr. Kristina Köhler – eine “Neue Rechte” im Kabinett Merkel?«

, , , , , , , , , , , , , , , ,

Die mediale Hinrichtung eines Parteivorsitzenden

lafo_gute_besserung

Ich habe aus gutem Grund zur mediale Hetzkampagne der letzten Tage gegenüber Oskar Lafontaine nichts geschrieben. Selbst wenn man Gerüchte um die Liaison mit einer Parteikollegin kommentiert und die boulevardesken Trashblätter in die Ecke stellt, in der sie hingehören, trägt man die Information weiter, der berühmte Streisand-Effekt schlägt zu. Jens hat heute sehr gut nachgezeichnet, worum es ging: Oskar Lafontaine wurde auf infame Art und Weise eine Affäre mit Sahra Wagenknecht angedichtet. Dabei war des Rätsels Lösung so einfach wie tragisch: Oskar Lafontaine ist an Krebs erkrankt.

Weiterlesen: »Die mediale Hinrichtung eines Parteivorsitzenden«

, , , , , , , , , ,

Offener Brief an W&V: W&V Society

clap_screen_wv

Sehr geehrte Frau Buckley,
Sehr geehrter Herr Korosec,
Sehr geehrter Herr Meitinger,

Sie kennen mich nicht, doch das beruht bislang auf Gegenseitigkeit. Ich muss Ihnen gestehen, dass mich Ihr Blatt bisher nicht interessiert hat. Das heißt, einmal schon, Sie wissen schon, die Selbstreferenzialität von uns Bloggern. Dies war aber die Ausnahme, seien wir ehrlich, Werbung bedeutet nichts anderes, als Menschen von Dingen zu überzeugen, die sie nicht brauchen — um nicht das Wort Abzocke gebrauchen zu müssen. Dementsprechend habe ich bisher auch Ihr Blatt eingeordnet. Ich gestehe Ihnen aber selbstverständlich zu, dass Sie diese Dinge anders sehen. Das gehört sich in unserem Land so.

Weiterlesen: »Offener Brief an W&V: W&V Society«

, , , , , , , , , , , ,

Das Wallstreet Journal nennt Deutschland in einem Atemzug mit China

Eine kleine Nachtlektüre:

The Chinese government may be backing down from its plan to install new «filtering» software, Green Dam, on all Chinese computers. But it would be naïve to think that scrapping the Green Dam mandate means the end of headaches for computer– and device-makers world-wide. More and more governments — including democracies like Britain, Australia and Germany — are trying to control public behavior online, especially by exerting pressure on Internet service providers. Green Dam has only exposed the next frontier in these efforts: the personal computer.

[…]

In Germany, Internet users and civil liberties groups are fighting proposed legislation mandating a national censorship system. The Bundestag votes today on a bill authorizing German police to establish and maintain a list of Web sites that Internet service providers would be required to block. In a petition against the bill, German civil liberties groups call it «untransparent and uncontrollable, since the ‘block lists’ cannot be inspected, nor are the criteria for putting a Web site on the list properly defined.» These concerns aren’t unfounded: Some German politicians have already suggested extending the block list to Islamist Web sites, video games and gambling Web sites, while book publishers have suggested it would also be nice to block file-sharing sites too.

Die Protestbewegung wird selbst in den USA registriert, soweit zum Positiven. Zum Negativen ist schon so viel gesagt worden. China lacht über uns, mit dem Hinweis, unsere Zensur sei nichts anderes wie die im Land der Mitte. Zensur ist und bleibt Zensur — ob nun durch die chinesische Regierung oder durch unsere Bundesregierung und das BKA, es bleibt das gleiche. Und nun nennt uns das altehrwürdige Wallstreet Journal in einem Atemzug mit China. Wie tief wollen diese Freiheit– und Demokratiefeinde im Deutschen Bundestag eigentlich noch sinken?

, , , , , , , , , ,

Zensursula zum Wochenende

Das ZDF hat gestern in der Nachtsendung Zensursula zum Thema gemacht. Man merkt es überdeutlich, dass es Ursula von der Leyen um reine Profilierung geht, sie von PR-Mitarbeitern extrem geschult wurde, Kinderpornografie, also die Vergewaltigung von Kindern — sie kommt umso durchsichtiger und unglaubwürdiger rüber. Die Frau ist gelebte Politikerverdrossenheit.

Lasst Euch nicht verarschen.
In diese Richtung rollt der Zug.

, , , , , , , , , , , , , , , , ,

Netzsperren-Gegner sind anonyme Pädokriminelle

So lässt sich die Argumentation von Ursula von der Leyen und Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg zusammenfassen. Dass dem nicht so ist, wurde mehrfach belegt — aber Argumente zählen in der Politik nicht. Hier geht es um Wahlkampf und die Internetzensur. Christan Bahls, Gründer von MOGIS — MissbrauchsOpfer gegen Internetsperren, hat eine nette Idee ins Leben gerufen: Gib Deiner Stimme ein Gesicht. Auf der Webseite kann man sein Foto hochladen und so seiner Stimme ein Gesicht geben. Das kann anonym geschehen, die Bilder stehen im Vordergrund, man kann aber auch seinen Namen angeben, der angezeigt wird, wenn man mit der Maus über das Foto fährt. Wir sind weder anonym noch pädokriminell, wir treten für unsere freiheitlichen Grundrechte ein. Im Internet, auf der Straße — überall.1

Weiterlesen: »Netzsperren-Gegner sind anonyme Pädokriminelle«

  1. Und wenn wer sein Foto aus durchaus nachvollziehbaren Gründen nicht hochladen möchte, dann ist das selbstverständlich akzeptiert. :) []

, , , , , , , , , , , ,

SPD und Union einigen sich über Internetzensur

Die SPD arbeitet weiterhin hartnäckig am Projekt 10, die Union im Gegenzug, der FDP zu weiteren Höhenflügen zu verhelfen. Wie Heise berichtet, hat sich die Regierungskoalition auf die Internetzensur verständigt. Dabei sollen Abstriche zum bisherigen Gesetzentwurf gemacht werden. Die Strafverfolgung von Usern, die auf der Stopp-Seite landen, soll gestrichen werden. Echtzeit-Kommunikationsüberwachung soll verboten werden. Ein so genanntes unabhängiges Gremium soll das BKA überwachen. Stellt sich natürlich die Frage: Wer überwacht die Überwacher? Wer also in den letzten Wochen auf die SPD gehofft hat, wurde mal wieder eines Besseren belehrt. Kaum sind die Wahlen vorbei, werden weiter Grund– und Bürgerrechte abgebaut. Im Gleichschritt mit der Union wird ein Überwachungsstaat installiert. Die grundsätzliche Kritik wurde nicht mal im Ansatz verstanden, geschweige den angenommen.

Weiterlesen: »SPD und Union einigen sich über Internetzensur«

, , , , , , , , , , , , , ,

An der Schwelle eines Bürgerkrieges

Dieter Wiefelspütz hat heute die Katze aus dem Sack gelassen. Es wurde immer wieder darauf hingewiesen, nun ist es offiziell: Die angebliche Kinderpornografiesperre ist nichts anderes als der Einstieg in eine umfassende Internetzensur. Natürlich werden wir mittel– und längerfristig auch über andere kriminelle Vorgänge reden, so laut Heise der so genannte Innenexperte der SPD. Unsere Politiker halten es also nicht einmal mehr für nötig, ihre Lügen bis zur Wahl unter der Decke zu halten. Wolfgang Bosbach von der CDU gibt das ebenso offen zu: Ich halte es für richtig, sich erstmal nur mit dem Thema Kinderpornografie zu befassen, damit die öffentliche Debatte nicht in eine Schieflage gerät. Vor ein paar Tagen sprach Christian Stöcker im SPIEGEL davon, dass die Diskussion um die Internetzensur ein Generationenkonflikt sei. Das ist natürlich nicht richtig, im Internet tummeln sich Alte wie Junge. Es geht um weitaus mehr: Die geplante Internetzensur ist der Angriff der Mächtigen auf die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes. Unsere Elite will einen Überwachungsstaat errichten, weitestgehend die letzten verbliebenen Grundrechte aushebeln.

Weiterlesen: »An der Schwelle eines Bürgerkrieges«

, , , , , , , , , , , , , , ,


RSS-Feed abonnieren