Schlagwort ‘England‘

9/11 — Es war ein ganz normaler Tag

9/11. 2001 war ich Assistent der Geschäftsführung der damals größten TV-Nachrichtenagentur. Es war ein Tag wie jeder andere. Wir sind morgens aufgestanden, doch als wir ins Bett gingen, war die Welt eine andere. Ich saß am frühen Nachmittag in meinem Büro, unser Redaktionsleiter kam vorbei, wir scherzten, lachten, tranken eine Tasse Kaffee und redeten über die nachrichtenarme Zeit. Das Handy unseres Redaktionsleiter klingelte, er meinte nur, da sei wohl eine Cessna ins World Trade Center geflogen. Ich schaltete den Fernseher in meinem Büro ein, wir sahen die Rauchschwaden, 10 Minuten später flog eine weitere Maschine in  den zweiten Turm des WTC. Während unser Redaktionsleiter sofort begriff und von einem Anschlag sprach, war für mich die Situation überhaupt nicht greifbar, ich habe mich innerlich gefragt, wie es sein kann, dass zwei Flugzeuge in die Zwillingstürme fliegen können. Ein Anschlag diesen Ausmaßes war für mich nicht vorstellbar.

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damals

Miami, Florida, ca. 1908

Herrscht Interesse an Dingen abseits von Technik-foo, Gadgets und stetigen Kassandrarufen gen Politik? Wenn ja, dann wird man wohl auf Shorpy sein kultur-historisches Eldorado finden.

Wer sich daran nicht sattzusehen vermag ;-), der findet ähnliches auch für das Zarenreich der Jahre 1905–1918 in hoher Auflösung. Nicht zu vergessen, dieses prachtvolle Farbbild Londons der 20er Jahre.

Bild: Nutzungshinweise

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Liebe Engländer

Ich verstehe Eure Aufregung nicht. Der Ball war doch niemals hinter der Linie. Ganz bestimmt nicht. Das muss man doch einsehen. Da haben die Schiedsrichter die richtige Entscheidung getroffen. Wirklich.

Das war kein Tor

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Antirassismus-Kampagne der Briten

Mit Blick auf die steigende Arbeitslosigkeit forderte Whoolas die Arbeitgeber auf, Briten bevorzugt einzustellen. Ansonsten liefen sie Gefahr, den Rassismus zu schüren.

Einwanderungsminister Phil Woolas

Diese Aussage muß man sich auf der Zunge zergehen lassen, man möchte Rassismus mittels Rassismus bekämpfen. Beschuht mit Siebenmeilenstiefeln bewegt sich dieses Eiland auf nationalstaatliche Gefilde vergangener Jahrhunderte zu. Und wenn die Wirtschaft ganz im Eimer ist, wird man sich wohl auch auf alte Tugenden eines Sir Francis Drake zurückbesinnen. Dieses Elend ist überall in unseren vorbildhaften westlichen Nationen zu beobachten, bei Problemen kippt man als erstes Menschlichkeit, Freiheit etc. pp. über Bord.

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Großbritannien: Zeiten und Wunder — die globale Dimension

Unser aller Übervater in puncto Überwachung residiert keinesfalls wie angenommen in den USA, sondern in Großbritannien. Manche konstatieren Deutschland gar ein Wetteifern in diesen Gefilden mit den Inselbewohnern, aber das soll uns nicht weiter stören. Auch wenn es nicht von der Hand zu weisen ist, da die Deutschen ein recht stolzes Volk sind und auf ihre Traditionen1 pochen ob zweier angefangener Kriege und zweier menschenverachtender Regime. Die Briten hingegen preschen tagtäglich mit neuerlichen Aktionen vor und das ebenso wenig erst seit 9/11, auch wenn dieses markante Datum dem ganzen weiteren Auftrieb verlieh. Die Freiheit wird mehr und mehr eingeschränkt, der Verdachtsmoment triggert oftmals bei einem derart profanem Level, der einfach nur unglaublich scheint. Ebenso unglaublich sind auch die Informationsfetzen des andauernden und häufig auftretenden Kolateralschadens, der keineswegs mehr nur lokale Dimension besitzt, sondern welcher sich unlängst global manifestierte.

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  1. Leitkultur etc. pp []

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Terrorism: if you suspect it, report it

Klick für höhere Auflösung!

flickr, creative commons, via boingboing

Today I spotted this sign at a Tesco’s grocery store in Islington, London — it might just be the single stupidest salvo in the war on terror to date, courtesy of the London Metropolitan Police.

Wie man dem Plakat entnehmen kann, können Terroristen überall in Erscheinung treten, Überall! Drum ist es für die britische Polizei nicht mehr als recht und billig die Paranoia zu schüren, indem sie diesen Gedanken auch in den Hirnwindungen der Bevölkerung verankert. Denunziantentum ist immer eine gute Sache, im Fall der Fälle hagelt es Fehlalarme und vielleicht lyncht der Mob auch jemanden vor Ort und Stelle. Nicht auszudenken wenn die Sturmtruppen gar höchstselbst kurzschlußerprobt handeln mittels shot to kill–Order. brainfuck!

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Welcome to the United Kingdom

Ihr wolltet schon immer mal einen Polizeistaat live und in farbe erleben? Deutschland geht Euch noch nicht weit genug? Der Nahe Osten ist Euch zu harmlos? Die USA sind Euch zu weit weg? Dann fahrt doch ins Vereinigte Königreich. Ein wunderbares Tourismus-Video hat Terence Eden veröffentlicht. Er hat es Stopped under S.44 of the Terrorism Act 2000 genannt. In Großbritannien werden feuchte Überwachungsträume wahr — komme noch heute ins Land der Queen, des Towers und des guten Wetters. Auf der Insel wird sich noch rührend um die eigenen Bürger gekümmert — ergreift jetzt Chance und Initiative und Ihr erlebt einen Urlaub, den Ihr nie vergessen werdet. :) (via, via)

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Großbritannien: wenn einer eine Reise tut

Ist er eigentlich gut beraten Großbritannien als auch die Staaten zu meiden wie die Pest. Jedoch besitzt nicht jeder die Option für derart freie Entscheidungen und so wird sich der kluge Mann bzw. die kluge Frau wohl zuvor informieren, welche no-go-Areas denn dort in Frage kommen.

In fremden Städten sollte man generell nie einfach irgendwelche Gegenden aufsuchen, ohne sich zumindest ein wenig auszukennen.

Andererseits ist eine derartige Stigmatisierung wie hier von offizieller Seite vorgenommen auch nicht unbedingt das wahre. Werden hier doch Zahlen von Verbrechen optisch in Szene gesetzt mittels einer Verbrechenskarte. Selbstredend alles ohne Gewähr: Die Polizei weist darauf hin, dass sie keine Verantwortung für die Verwendung der Karte und der Zahlen übernimmt.

Der Tourist wird nun eventuell diverse Gegenden mitunter grundlos meiden1 , der vor Ort Lebende wird sich vielleicht bei der Arbeitssuche, der Kreditnahme etc. pp. zukünftig diversen Schwierigkeiten gegenüber stehend sehen. Das zudem auch etwaiges asoziales(?) Verhalten, lärmende Zeitgenossen usw. mit einfließen macht den Mißbrauch nahezu perfekt. In Deutschland hatten diverse Politiker in der Vergangenheit auch schon ähnliche Dinge im Sinn, vielleicht ist heute die Zeit auch bei uns reif? Eine Stigmatisierung diverser Teile der Bevölkerung von staatlicher Seite her ist ohnehin schon usus …

via heise

  1. vielleicht kennt man nicht einmal die Zahlen des Heimatortes []

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London Hires

Ein hochauflösendes Bild von London aus den 20/30er Jahren :)

Quelle: Wikimedia (achtung, groß)

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