Schlagwort ‘Ein-Euro-Jobber‘

Die falschen Tränen der Sozialverbände

Ich war gerne Zivildienstleistender. Damals hat die Mehrzahl von uns noch mit einer Einberufung rechnen müssen und wenn man verweigern wollte, musste man schon einen überzeugenden Roman schreiben (PDF, 74 KB). Meinen Zivildienst habe ich in einem Kinderheim abgeleistet. 13 Monate waren es damals noch, es war ein Heim, wo Kids untergebracht waren, deren Eltern noch lebten, sie waren also keine Waisen. Aus welchen Gründen auch immer haben Eltern entschieden, ihre Kinder in ein Heim zu geben — oder Behörden und Gerichte hatten es veranlasst. Noch heute denke ich manchmal an meine Kids zurück, an Schwester Oberin, wie sie dreimal vor mir stand und mir mein Ticket für zu schnelles Fahren überreichte. Ich dürfte da noch heute den Rekord halten. Laut Koalitionsvertrag von Schwarz-Gelb soll der Wehr– und Zivildienst nun auf 6 Monate gesenkt werden. Das typische Beispiel eines sinnbefreiten Kompromisses zwischen Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht und einer Berufsarmee. Die Sozialverbände fangen an, Sturm zu laufen — doch sind es falsche Tränen, die man hier beobachten kann.

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