Nicht nur ich habe mittlerweile ein großes Unbehagen, wenn ich mehr als 2 Polizisten zusammen auf der Straße begegne. In den letzten Tagen habe ich immer mehr Kommentare gelesen, dass Polizeigewalt offenbar in unserem Land alltäglich ist. Es gibt mittlerweile mehrere Videos mit den Geschehnissen der Gewaltszenen auf der Demonstration Freiheit statt Angst 2009. Adrian hat eine Liste zusammengestellt. Und wo wir gerade bei Adrian sind – er hat hat auf die Pressemitteilung der Polizeigeantwortet: Von einer massiven Störung kann also auch hier nicht gesprochen werden. Der erwähnte 37-Jährige ist wohl der Radfahrer. Sein störendes Verhalten bestand darin, nach der (in der Pressemeldung nicht erwähnten ersten Verhaftung) eine Dienstnummer zu verlangen.
Der CCC sucht Zeugen, die sich bitte unter mail [at] ccc [punkt] de melden. Auch wenn Ihr die Polizisten kennt, wäre geholfen, um den Übergriff aufzuklären. Die taz berichtet über das Video und weitere kleine Ausschreitungen zwischen Polizei und Antifa.
Ein wenig Spaß darf auch heute sein. Einen Gruß und ein Danke nach Berlin an alle Teilnehmer, ich selbst kann leider aus privaten Gründen nicht teilnehmen und verweise einfach zum AK Vorrat und zu den Live-Eindrücken auf Twitter.
Ich komme gerade vom Sommerfest 2009, veranstaltet von Silpion, eingeladen wurde ich vom 13. Stock. Es waren sehr schöne Stunden, tolle Gespräche, ein wunderbares Ambiente mit Blick über den Hamburger Freihafen, die Stimmung war einfach klasse und das Buffet war unschlagbar lecker. Das Team hat einen ganz besonderen Tag organisiert. Danke.
Während den G20-Protesten in London ist ein Mann ums Leben gekommen. Schnell wurde bekannt, dass er an Herzversagen gestorben war. Nun hat der Guardian ein Video veröffentlicht, der den Fall neu aufrollen wird. Zumindest sollte man das erwarten. Polizisten haben den Mann, der wohl von der Arbeit auf dem Weg nach Hause war, von hinten attackiert und zu Boden geschmissen. Mal wieder wird klar: Die freiheitliche Grundordnung, auf der die westliche Welt beruht, ist stark am Wanken – wenn sie nicht schon gekippt ist. (via, via)
Die Demonstration Freiheit statt Angst gestern war offensichtlich ein großer Erfolg. Dank derer, die um der Sache wegen mitgegangen sind. Wenn man sich aber auf offiziellen Seiten umschaut, dann merkt man, dass es manchen sogenannten Machern kaum noch um den Abbau der Bürgerrechte geht, sondern immer mehr um sich selbst, das Happening, das Feiern. Die Demonstration ist nicht mehr existentieller Kampf um die Bürgerrechte, sondern Anlass um zusammenzukommen und Party zu machen. Diese Entwicklung stimmt bedenklich – war aber dank der bekannten Sprachrohre zu erwarten. Ein großes Danke also an die, die gestern der Sache wegen mitgegangen sind. Es ist Euer Erfolg. Das Wort zum Sonntag überlasse ich dann Lanu.
Macht “Freiheit statt Angst” bitte nicht zur nächsten “Love Parade”. Die Tendenz ist leider erkennbar und sollte nicht weiter verfolgt werden.
Der Seidene Block ist eine Idee, die im Heise-Forum entstanden ist. Es geht ihm darum, Herrn Schäubles Argument “da kommen nur Langhaarige und Freaks” Lügen zu strafen.
Indirekt bestätigt man somit Schäubles geistigen Tiefflug … mit oberflächlichen Kindereien. Somit wird nichts kontrakarikiert wird dort zu lesen, sondern man bestätigt das vorhandene vor Oberflächlichkeit strotzende System, welches den Menschen mehr und mehr knebelt. Wer tatsächlich in der Freizeit im Anzug oder Kostüm umher rennt, kann dies sicherlich auch dort tun, andererseits existieren auch Menschen mit langen Haaren oder gar Bart, die ebenso ihrer Profession nachgehen – Natürlichkeit ist Trumpf, Freiheit hat Priorität. Allerdings würde ich mich von derlei Clownerien im Zug fernhalten. Schaut man sich Quelle etc. an wundert man sich keineswegs. Egal – dies gesagt, möchte ich aber auch keinem sonst die Demo vermiesen und beteilige mich hiermit auch an einem ernsthaften Aufruf.
Aufruf zur Demo in Berlin am Samstag, den 11. Oktober ab 14:00 Uhr – Berlin Alexanderplatz.
Insofern erscheint zahlreich, lebt die Freiheit für die ihr kämpft. Ihr geht für Dinge auf die Straße, die den Menschen betreffen – Humanismus – der Kampf um diese Dinge beginnt nicht erst im Internet! Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit. –Marie von Ebner-Eschenbach
In der wunderschönen Hansestadt etabliert sich ein Polizeistaat. graswurzel.tv will laut Selbstverständniskomplett unabhängig von herkömmlichen medialen Strukturen arbeiten und informieren. Sie sehen sich als alternative Journalisten. Letzte Woche waren sie mit Kamera beim Klimacamp und bei der Demonstration gegen das Kohlekraftwerk Moorburg vor Ort. Sie begleiteten als Journalisten – offiziell mit Presseausweis ausgestattet – den Demonstationszug. Das Video sollte man bis zum Ende anschauen.
Da trifft man sich bei den Landungsbrücken im Hamburger Hafen um einen Kollegen kräftigst auf die Füsse zu treten und gleichzeitig aufzubauen – ihn nervt das, was geschehen ist, am meisten – und schon landet man inmitten einer großen Party. Der euromayday 007 zog vorbei – eine eher links dem Spektrum zugehörige Parade / Demonstration. Alte und Junge gemeinsam – für eine bessere Zukunft. Es hat einfach nur Spaß gemacht – und das lag nicht nur an den Mädels. *g* Was ich von diesem Zufallstreffen mitnehme: Gerade als die Punks vobeizogen, versuchte ein älterer Herr, so um die 80, einem ausländischen Gast in mehr als gebrochenem Englisch zu erklären, was hier gerade passiert – that’s eine Demonstration against militarism. Das hatte was, es war ihm völlig ernst, und überhaupt nicht peinlich. Ein Treffen der Generationen auf hoher Ebene.