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Debian: Installation und Verschlüsselung

Ich erwähnte schon einmal, daß es zunehmend schwieriger wird ein reguläres Debian zur Installation zu nutzen. Grml to the rescue heißt es da lapidar, nicht umsonst die Admin-Distro der Wahl. Debian selbst ist nett, aber bei der Installation werden einem zunehmend Steine in den Weg gelegt. Grml hingegen liefert alles mit, was man im Admin-Alltag benötigt, dazu gehört auch ein relativ aktueller Kernel plus die entsprechende Firmware.

Neben Grml benötigt man nur einen Internet-Anschluß, ein wenig Zeit und selbstredend grundlegende Kenntnisse in der Konsole. Die Partitionen werden klassisch aufgeteilt: root, swap, home. Swap und home werden verschlüsselt, auf LVM gehe ich nicht ein. Ziel ist es relativ schmerzfrei ein Debian Testing zu installieren. Letzteres ist durchaus stabil zu nennen, dennoch können gelegentlich bei einem Update die einen oder anderen Bauchschmerzen auftreten. Grundlegende Kenntnisse sind also ein Muß, daß man die Mailinglisten frequentiert ebenso.

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Debian: Kernel bauen

Debian gehört nicht unbedingt zu meinem bevorzugten täglich Brot, aber dennoch habe ich seit Potato mit dieser GNU/Linux-Distro desöfteren zu tun. Ich war immer mehr der Slacker seit den frühen 90ern, bin also die dortigen Wege gewohnt. Nun hier will ich kurz zeigen, wie man einen Kernel backt und zwar nach Debian-Art.

Dazu benötigt man diverse Zutaten, u.a. den Kernel-Quellcode, ein paar Debian-Werkzeuge und natürlich ein wenig Zeit. Auf heutigen Systemen geht die Zeit eher bei der erstmaligen Konfiguration des Kernels verloren, denn der Kompilation selbst. Aber wie auch sonst gilt, your mileage may vary.

Eine Anleitung für die Konfiguration des Kernels selbst werde ich hier nicht geben, da sollte jeder schon wissen was er tut.

cd /usr/src
apt-get install build-essential
apt-get install kernel-package
apt-get install libncurses5-dev
wget http://www.kernel.org/pub/linux/kernel/v2.6/linux-2.6.38.tar.bz2

 

Obige Anweisungen dienen einzig der Vorbereitung. Man navigiert zu /usr/src, installiert die für den Kernelbau notwendigen Pakete und lädt den Kernel-Quellcode per se herunter. Libncurses5-dev wird nur benötigt, wenn man den Kernel mittels make nconfig konfigurieren möchte — aber dies muß man ganz dem eigenen Gusto entscheiden.

Der eigene Bau gestaltet sich recht simpel. Da ein älterer Kernel installiert ist, nimmt man die Konfigurationsdatei von diesem und besitzt damit schon einmal eine Basis für die weitere Konfiguration.

tar xjvf linux-2.6.38.tar.bz2
ln -s linux-2.6.38 linux
cp /boot/config-2.6.32-5-amd64 /usr/src/linux/.config
cd linux
make oldconfig
make nconfig
make-kpkg -j3 --initrd --revision olhe201103 kernel_image kernel_headers

 

Als erstes wird der Kernel-Quellcode entpackt, dann erstellt man einen soft link, im Verzeichnis des Kernel-Quellcodes paßt man mit make oldconfig die alte Konfigurationsdatei an die neuen Optionen an und letztendlich muß man mit make nconfig oder auch make menuconfig die Konfiguration des Kernels gemäß dem eigenen Geschmack anpassen. Danach baue ich die Debian-Pakete mittels make-kpkg. Die Anzahl der Jobs bei j3 entsprechen dem eigenen System, hier ein Dualcore. Revision kann ebenso nach Lust und Laune angepaßt werden, siehe die manpage, sollte aber dennoch einem Muster folgen, falls man desöfteren Kernel installiert.

cd ..
dpkg -i *.deb

 

Der letzte Schritt ist die Installation der erzeugten Pakete, zum einen linux-image und zum anderen linux-headers. Falls noch andere Pakete unter /usr/src liegen, sollte man den Platzhalter entsprechend sinnvoll ergänzen. Nun kann man den Rechner neustarten, bei Problemen wählt man im Grub-Menu einfach den alten Kernel aus und begibt sich auf Fehlersuche. Viel Spaß :-)

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Debian Squeeze Quickie: Installation

Debian Squeeze ist just erschienen und bringt auch in dieser Inkarnation diverse Mali mit sich, die sich u.U. schon bei der Installation zeigen. Zwar ist der bis dato notwendige «Klimmzug» mittels hdimage und Netinst-Image eine Debian-Installation via USB-Stick zu basteln hinfällig — inzwischen kann man die Netinst-ISO einfach mit dd auf den Stick bannen — dennoch ist oftmals eine Installation ob fehlender Firmware, eines veralteten Kernels, etc. pp. unmöglich.

Man kann natürlich die notwendige Firmware, z.B. für aktuelle Intel-Wifi-Adapter, während der Installation seitens eines weiteren Datenträgers einspielen. Spätestens jedoch beim Kernel per se oder dem auf WEP beschränkten Wifi-Script ist Schluß. Ich will hier auch gar keine Diskussion bezüglich dieser Politik entfachen, dies wäre vergebene Müh, vielmehr weise ich auf einen alternativen Weg hin: grml to the rescue :-)

Grml bietet von Haus aus einen aktuellen Kernel, die notwendige Firmware und eine Vielzahl von nützlichen Werkzeugen. Darüber hinaus ist es möglich mittels grml-debootstrap Debian via grml zu installieren. Standard ist die Formatierung der root-Partition mit ext3, wer dies ändern möchte, ändert schlicht entsprechende Zeile in /etc/debootstrap/config1.

Die Vorgehensweise ist simpel: mit grml-network das Netzwerk einrichten, mit cfdisk oder fdisk bereitet man den Datenträger vor und mit grml-debootstrap –r squeeze –t /dev/sda1 schließlich installiert man Debian, hier Squeeze auf sda1. Wer vor dem Start in das neue System noch einige Einstellungen in diesem ändern möchte, der kann diese mittels einer chroot-Umgebung vornehmen. Nach dem Start in das eigentliche System hängt man noch seine home-Partition ein, ich verschlüssele diese immer mittels LUKS, et voila … fertig ist Debian. Ich ärgere mich schon längst nicht mehr über derlei Unzulänglichkeiten, denn grml macht es einem da recht einfach und ansonsten ist Debian ja ganz passabel 😉

  1. MKFS=‘mkfs.ext4’ []

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Grmlmonster 2010.04

Ich denke zu grml muß nicht mehr viel gesagt werden. Es ist die Admin-Scheibe schlechthin und ist gleichermaßen im Linux-Umfeld, als auch BSD-Gefilden akzeptiert. Mit von der Partie ist der aktuelle Kernel 2.6.33.x, GCC 4.4.x, dazu kommt eine VNC-Boot-Option usw., nicht zu vergessen natürlich die üblichen Verbesserungen und Ergänzungen, en detail im Changelog aufgeführt. Wie üblich ist die Scheibe in 32 und 64Bit erhältlich, diverse Größen gibts ebenso und das Image läßt sich sowohl auf CD als auch USB-Stick bannen. Wem dies alles nicht genügt, der kann sich auch recht einfach seine eigene Live-Distro erzeugen oder grml regulär installieren. Der Fantasy sind keine Grenzen gesetzt und wie man auch anhand dieses Pressetextes sieht, fühlt sich grml ebenso im professiollen Kontext heimisch.

Have phun :-)

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sprach der Admin: Hello-Wien … grml

Once upon a midnight dreary, while I pondered weak and weary, Over many a quaint and curious volume of forgotten lore, While I nodded, nearly napping, suddenly there came … […]

grml-hello-wienWelcher Admin kennt nicht solcherlei Situationen? Drum erschien passend zu Halloween1 just grml 2009.10 — die Scheibe schlechthin für den gebeutelten Admin, um diesen von seiner teils auch nächtlichen Pein zu erlösen.

Mit dabei sind natürlich die obligatorischen Bugfixes und Verbesserungen, inzwischen läßt sich auch das Image mittels dd auf einen USB-Stick bannen, Kernel 2.6.31.5 ist mit von der Partie … ach lest selbst. Es ist halt die gewohnte Qualität und das grml verstummt mit dieser Scheibe schon nach einer Weile 😉

Zitat: Edgar Allan Poe: The Raven

  1. ursprünglich von einer anderen «Insel» und durch den pseudokeltoesoterischen Fleischwolf gedreht []

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Debian GNU/Linux

Debian ist immer für zweierlei Dinge gut: Qualität und Kritik. Diese Ambivalenz erklärt sich einerseits ob den eigens formulierten Zielen dieser GNU/Linux-Distro und andererseits dem Grad der Komplexität — imho jedoch noch immer recht ausgewogen. Was aber ist Debian? Debian ist ebenso wie Slackware eine der ältesten noch existierenden Distros und wie bei gutem Wein üblich reifen auch diese Systeme mit den Jahren. Junger Wein mag dem einen oder anderen munden, kann jedoch auch erhebliche Bauchschmerzen verursachen — aber man hat in diesen freien Gefilden zumindest die Wahl.

Debian wurde anno 93 von Ian Murdock ins Leben gerufen, der Name leitet sich von seinem Vornamen und dem seiner Frau Debra ab, die Code-Namen für die einzelnen Releases sind den Namen der Protagonisten von Pixars Toy Story entlehnt. Und darüber hinaus fördert man massiv freie Software, besitzt einen Gesellschaftsvertrag und stellt die Basis für vielerlei Derivate. Kurzum findet man nicht nur Software für lau oder Dogmatik, sondern auch eine echte Community in der jeder angehalten ist mitanzupacken, um das System der Wahl zu verbessern. Zwar können all die genannten Dinge auch so manches mal recht seltsame Blüten treiben, in dieser durchaus als gesund zu bezeichnenden Community greifen jedoch auch wiederum oft selbstreinigende Prinzipien. Von daher verbleibt im Nachhinein oftmals nur von einem Sturm im Wasserglas zu künden, selbst wenn die Medien derlei Dinge gerne überkochen.

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Debian: Lennys Nachfolger

Squeeze heißt der Knabe aus Toy Story und dort harrten sie ihrer Erlösung mittels der allmächtigen Klaue, sprich der Greifer in einem Spielzeugautomat. Das also wird der Nachfolger von Debian Lenny und wenn die Protagonisten doch mal irgendwann zu Neige gehen sollten, keine Angst das kommende Toy Story III bietet auch noch Barbie und Ken feil 😀

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Debian Lenny LiveCD Beta 1

The Debian Live team[0] is pleased to announce the first beta of Debian Lenny’s Live images.

Debian ML

Although we missed releasing images for Etch along with the installer images, we are now prepared to release live images within the regular Lenny release process. This is the first official release of Debian Live and the whole team has been working hard during the past 2.5 years[1] to make Debian’s own[2] live systems become a reality.

So was heißt das ganze also nun? Es existiert nun eine Debian LiveCD, 100% Debian, dazu live-helper mit welchem man eigenen Medien erstellen kann. Angeboten werden Images mit KDE, Gnome, XFCE und ohne Oberfläche — jeder sollte also etwas passendes finden. Man sollte sich jedoch eines in Erinnerung rufen: dies ist die erste Beta und diese hat noch ein paar bekannte Macken. En detail alles dort nachlesbar …

Zum Download bitte hier entlang :-)

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zweimal Gnu/Linux

Zum einem wären da 15 Jahre Debian zu feiern, Debian gehörte zu den ersten Linux-Distributionen und ist heute eine der ältesten, die noch aktiv sind. Als Ian Murdock am 16. August 1993 Debian ankündigte, das nach ihm und seiner Frau Debra benannt war, war das Konzept der Linux-Distributionen noch jung. Mehr dazu auf Pro Linux. Zum anderen gibts es zur Froscon dieses Wochenende eine spezielle Version von ArchLinux, We have made a special edition of our live install CD for FrOSCon 2008 (an open source conference this weekend). Diese findet man auf diesem Tracker, die Performance ist sehr gut. D.h. im Klartext aktualisiert und ready to install, wer sie noch nicht besitzt hat somit noch weniger Gründe nein zu sagen 😉

Update:

15 Jahre Debian auf heise open

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Debian Lenny kommt, die zweite Beta

Just erschien die zweite Beta von Lenny, jenem Projektnamen für das bald erscheinende Debian 5.0, welches mannigfaltigen Linux-Distros als qualitative Grundlage dient. Im Grunde genommen ist dies keine Neuigkeit, denn viele Debian User fahren mit dem Testing-Zweig (im Moment Lenny), um aktuell zu bleiben. Der Kernel ist schon seit einiger Zeit in Testing bei Version 2.6.24 angelangt, ebenso findet sich auch GCC4.3 vor, sowie Perl 5.10. Testing oder eher Unstable ist z.B. das was andere Distros, die dem Desktop-User mit Aktualität dienen, in der Regel als stabiles Release offerieren. Da man bei freien Systemen ohnehin nie die Scheu vor der Konsole haben sollte, ist auch ein Debian Testing keinesfalls ein Unding in der produktiven Praxis (sieht man mal von Server-Gefilden ab) und meist ob der Aktualität unerläßlich.

Den Download findet man dort.

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