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Patientendaten verhökert

Dachte man just noch darüber nach, wohin denn die vor kurzem entdeckte Spitze des Eisbergs noch führen könnte, so bekommt man doch netterweise stante pede ein weiteres Beispiel untragbarer Natur geliefert. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat die Krankenkasse DAK stark wegen ihres Umgangs mit Patientendaten kritisiert. So seien 200.000 Datensätze chronisch Kranker an eine Firma übermittelt worden, die die Patienten telefonisch berät. Kritisiert? Omg! Da hat nichts mehr kritisiert zu werden, da muß endlich einmal etwas in dieser freiheitlich-demokratischen Republik geschehen. Nicht genug das der Staat schon Amok läuft in puncto seiner Begehrlichkeiten, nein auch die Wirtschaft tut es diesem gleich, sammelt, verliert und verhökert Daten en masse.

Seitens der DAK sieht man sich im Recht, da eine Datenverarbeitung im Auftrag erfolgt sei. Waren nicht alle irgendwie im Recht? Telekom, diverse Discounter, Lufthansa, Bahn, etc. pp.? Ist auch nicht der Staat in letzter Instanz im Recht? Wo steht eigentlich der Passus im Grundgesetz der Bürger für vogelfrei erklärt? Wo ist unser Recht? Egal wohin man schaut wurden die persönlichen Daten unlängst zum Freiwild in der digitalen Welt, allenfalls die Rechtfertigung für diesen Status unterscheidet sich noch. Handlungsbedarf beim Staat? Sicher, jedoch nicht heuchlenderweiser, sondern mit Vorbildfunktion!

via golem

Update:

Telekom, Callcenter & Co — auch dort fließen Kundendaten

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