Schlagwort ‘Contentmafia‘

Die Musikindustrie macht sich mal wieder lächerlich

Ehrlich, ich war gerade reichlich sprachlos. Ich versuche es mal zusammenzufassen: Paypal, Kreditkarten, Überweisung und andere Zahlungsarten sind der Musikindustrie unbekannt. Moment, das war noch nicht der Witz. Bitte noch nicht lachen. Was macht also die Musikindustrie? Verkauft via Saturn Essensmarken musicbons. Kein Scherz. Ihr geht zum Saturn, kauft dort musicbons, natürlich mit gaaanz dollen und exklusiven Motiven, nehmt sie mit nach Hause, geht auf musicbon, gebt dort einen Code ein und könnt dann den gewünschten Song runterladen. Und es sind keine Gutscheine — ihr müsst dann den vorher ausgewählten Song runterladen. So stelle ich mir das Einkaufserlebnis der Zukunft vor: Ich gehe ins Geschäft, ignoriere die CDs, kaufe einen Bon, gehe nach Hause, lade den ausgewählten Song aus dem Internet runter, brenne ihn vielleicht auf CD und drucke dann noch ein Cover aus. Das ist doch mal einfach. Kann mir irgendwer sagen, warum die Musikindustrie scheintot ist?

Was man davon halten soll? Siehe Screenshot oben von musicbon — sie zeigen sich selbst, den Kunden einen Stinkefinger. Ohne weiteren Kommentar… (via xtraa_, CC-CB)

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Urheberrecht: zivile Auskunftsansprüche

Die Vorratsdatenspeicherung war der erste Schritt, eine Verschärfung des Urheberrechts ein weiterer zum Abbau der Rechtsstaatlichkeit und Türöffner für die Willkür der Content Mafia. Ersteres wurde ob des Terrors in einem fernen Land etabliert und mittels teils waghalsig konstruierter Verbindungen legitimiert, letzteres sollte ein Mittel gegen die kommerziellen Strauchdiebe sein, die damit jährlich einen Millionenschaden anrichten. Tatsächlich aber ist die Eingangs erwähnte VDS erst einmal ein Vorratsspeicher, den man etablierte um zukünftigen mißbräuchlichen Fantasien keine Grenzen ob mangelnder Daten zu setzen.

Ein Punkt beispielsweise der vehement zu Beginn verneint wurde, war das zivile Auskunftsbegehren gegenüber den Providern. Umfall-Ministerin Zypries versprach da in der Vergangenheit schon vieles, hielt jedoch wenig. Und auch hier bahn sich neue Ungemach an, denn die Justizminister der Bundesländer machen sich bei Urheberrechtsstreitigkeiten für ein Auskunftsrecht der Rechteinhaber gegenüber Internetprovidern stark. Und warum? Nun die derzeitig schon recht aufgeweichte rechtliche Situation belastet die einzelnen Staatsanwaltschaften ungemein. Warum also nicht gleich die Daten bei Bedarf abliefern an jene, welche mittels Abmahnmachinerien und waghalsig formulierten Ansprüchen einen im Prinzip ausschließlich gewerblichen Habitus an den Tag legen? Den Vorstellungen der Justizminister zufolge soll der Richtervorbehalt auch bei weiter reichenden Regelungen beibehalten werden. Doch wie lange währt die Standhaftigkeit unserer Genossin Justizministerin diesmal? Eine Woche, einen Monat? Oder hält man nun zumindest bis zu den Wahlen durch, quasi Endspurt? Wir werden sehen …

heise

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P2P: verklagte Drucker, nicht geflossene Daten

Eine neue Studie der University of Washington fand heraus bzw. bestätigte was viele schon unlängst vermuteten und was auch mittels zahlloser Urteile längst bewiesen wurde: man springt auf den Namen des Angebots, notiert die IP und den Zeitpunkt und last not least wird die Anzeige vollzogen. Eingeschüchterte User bezahlen dann in der Regel die geforderten Summen, andere ziehen vor den Kadi, nur um sich leider viel zu oft noch eine blutige Nase zu holen. Die Studie zeigte anhand einiger Experimente, bei welchen keine Daten flossen, das IP-Nummer verklagt wurden, worunter sich beispielsweise auch Netzwerkdrucker befanden. Selbst die Manipulation von IP-Daten stellte kein Problem da, so das ein Schaden für unbeteiligte Dritte mit hoher Wahrscheinlichkeit möglich wäre. Die Wissenschaftler sehen darin nicht nur ein Fehlen des Systems begründet, sondern vermuten vielmehr, daß es sich darüber hinaus nur um die Spitze des Eisberg handelt. Interessant auch der indirekte geführte Beweis der die Inkompetenz von Legislative und Judikative eindrucksvoll belegt.

via heise/golem

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scheiß Raubkopierer, euer Ende naht

Atari wirds euch allen zeigen ihr elenden Raubkopierer, die haben nun die ultimative Lösung parat. Das ganze nennt sich TPM und das ist ein ultrasicherer Chip zu Verschlüsselung, den kein Mensch da draußen knacken kann. What that says is that in the games business we will be able to encrypt with an absolutely verifiable private key in the encryption world — which is uncrackable by people on the internet and by giving away passwords — which will allow for a huge market to develop in some of the areas where piracy has been a real problem. Hey mal ehrlich Leute, wenn man nicht einmal in der Lage ist Perfektion bei Spielen abzuliefern, sprich Fehlerfreiheit, dann sollte man doch nicht mit Merkbefreitheit kontern. Microsoft nutzt diese Uber-Technologie auch in ihrer Xbox360 und erfreut sich an einer längst geknackten Konsole. Und diese Atari-Wiedergänger hakeln sich von Krise zu Krise und haben den Knall noch nicht einmal vernommen. Also mal ehrlich liebe Ataris, was soll das? Wollt ihr nun Schlangenöl, wie Fefe dies bezeichnen würde, in der Spieleindustrie verhökern, um wenigstens dort ein wenig Erfolg zu verzeichnen? Echt der Brüller …

via gi

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der Kopierschutz

Am Anfang war das Wort und dieses galt es zu finden, so begannen damals schon die Hersteller diverser Text-Adventures eine Interaktion mit den mitgelieferten Gimmicks1. Man konnte per se noch nicht einmal von Kopierschutz reden, es war halt mehr Interaktion, um den Spielfluß zu erhöhen. Wenig später jedoch begann man damit bestimmte einzelne Wörter innerhalb des Handbuchs abzufragen. Lang dauerte diese Praxis jedoch nicht an, da es ein leichtes war derlei Code-Listen zu verbreiten. Man ging also dazu über Code-Scheiben zu nutzen, lustige Papierscheiben, die man gemäß der Anweisung auf dem Bildschirm, in Kombination zueinander setzen mußte, um den gewünschten Code zu erlangen. Auch hier wollte man nicht mit der Tür ins Haus fallen und startete erst einmal mit einer zaghaften Umsetzung, z.B. bei Monkey-Island, bis hin zu recht komplexen Anordnungen wie z.B. bei den bekannten Rollenspiel-Klassikern von SSI2 . All diese Dinge alleine machten jedoch alleine auch nicht glücklich und so ersann man Methoden die auch heute noch usus sind, wenn auch das Medium selbst einem Wandel unterzogen war.

Weiterlesen: »der Kopierschutz«

  1. Infocom Adventues, Magnetic Scrolls, Origins Ultima-Reihe []
  2. Pool of Radiance, Secret of the Silver Blades etc. []

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die Raubkopierer sind schuld

Wieder einmal eine Firma, die den Umstand der Raubkopierer für den mäßigen(?) Erfolg ihres Schößlings verantwortlich macht. Und wieder mal eine Firma die zwar viel Versprach jedoch wenig hielt, sprich das Besondere blieb auf der Strecke. Gemeint ist Crytek, wegen Raubkopien will man die Exklusivität der PC-Plattform aufgeben. Dabei kann man auch die extremst hohen Hardware-Anforderungen bzw. die Tücke im Detail verantwortlich machen, wie bei Computerbase zu sehen. Unter dieser Prämisse erscheint es doch recht arm Jäger und Sammler für den fortschreitenden Realitätsverlust gegenüber dem real existierenden Spieler in Verantwortung ziehen zu wollen.

via Computerbase

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don’t copy

Don’t copy that floppy. Dieser Crap ist nicht wirklich neu, der uns heute auch in ähnlicher Form auf gekauften DVDs oder im Kino verfolgt. Und wie man sieht lernte die Content-Mafia nie hinzu, sondern ergibt sich einer ewig gestrigen Litanei. Im übrigen konnte dieses Video wohl auch in den 90ern nicht als cool bezeichnet werden. Ein Hinweis für die Nerds, die Pizzaschachtel auf dem Schreibtisch schaut übrigens stark nach einem anonymisierten Macintosh LC aus 😉 Heften wir das ganze mal unter der Rubrik Geschichte ab 😀

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without remorse

Erbarmungslos beginnt die Hatz auf Schwarzkopierer, Raubkopierer oder wie man diese Leute sonst nennt, die da ihrem illegalen Vervielfältigungswahn nachgehen. Ein neues Spiel ist heraus und Ubisoft, inzwischen groß und mächtig ob zahlreicher Zukäufe, rasselt auch kräftig mit dem Säbel. Neben den üblichen Dingen wie das Spiel im Netz sei nicht komplett, absturzgefährdet etc., wird auch mit der Erfassung von IPs und der Ausschöpfung von Rechtsmitteln gedroht. Assassin’s Creed ist das Spiel um das es sich dreht. Also Leute den heutigen Spielschrott1 kopiert man nicht, man kauft ihn nicht — man ignoriert diesen schlicht!

golem

  1. okay wenn man recht jung ist kennt man halt noch nicht viel und alles ist irgendwie «neu» []

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eine eigentlich erfolgreiche Firma geht unter

Kennt jemand das Spiel Titan Quest? Ja? Gut dessen Firma Iron Lore schloß nun die Pforten ob der üblichen Ingredienzen die da wären:

  • Schwarzkopierer aka Raubkopierer
  • schlechte Treiber, miese Hardware
  • schlechte Tester, schlechte User
  • Veröffentlichung im Netz vor der offiziellen Veröffentlichung ohne Kopierschutz

Die üblichen Buhmänner hat man wie üblich schnell ausgemacht, die anderen eben. Mitunter übersieht man da aber einige Komponenten ganz geflissentlich. Was zur Hölle haben Schwarzkopierer mit einer undichten Stelle im eigenen Vertrieb zu tun? Denn wie sonst könnte man ein Spiel vorab ins Netz stellen *ohne* Kopierschutz? Abgründe tun sich da auf, wohl auch das initiale Problem auch der Industriemagnaten von Film und Musik. Schlechte Treiber und miese Hardware sind nichts neues und allenfalls für Neugeborene im Business ein Malus — mitunter ist es auch einfach schlechte Software plus die zuvorgenannten Bestandteile — Spiele eben.

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I wouldn’t steal

The Greens in Europe and worldwide has been opposing these laws. We believe that consumers are willing to pay if offered good quality at a fair price. We also believe that sharing is expanding culture – not killing it.

Greens in Europe

Ich glaube da muß man nicht mehr zu sagen, für Qualität und faire Preise bezahlt man gerne und Kultur ist ein ewiger Remix. Kultur kann man nicht stehlen, man kann sie nur mißbrauchen, wie es diese Verwerter der Industrie tagtäglich tun …

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mit offenen Karten spielen

Gleich zweimal muß mit offenen Karten gespielt werden, zum einen ist es die US-Musikindustrie und zum anderen ist es unser hochgeschätzer Bundesnachrichtendienst. Erwähnte ich übrigens schon einmal, das ein Geheimdienst für eine Demokratie ein Armutszeugnis darstellt und wie tief ein Staat sinken muß setzt er diesen dann noch gegen die eigene Bevölkerung ein? Warum diese beiden Dinge auf einem Haufen? Nun die Tätigkeitsgebiete beider bilden den gemeinsamen Nenner für Vorratsdatenspeicherung & Co, auf der Suche nach der berühmt, berüchtigten Nadel im Heuhaufen … Kriminelle jedweder couleur sollen dingfest gemacht werden.

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