Schlagwort ‘Contentmafia‘

Die Beleidigungen der Doro Bär

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Foto: F!XMBR

Im Internet ist es immer wieder schön zu beobachten, wenn Menschen, besonders, wenn sie bekannter sind, ihre Hose runterlassen. Doro Bär gehört zu dieser Sorte Menschen:

Ich twitterte:

Was vom Tage übrig blieb:@peteraltmaier und @DoroBaer haben Ansgar Haveling nicht widersprochen. Haveling spricht für die Union. #merken

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Paid Content funktioniert

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Foto: F!XMBR

Kai Diekmann hat einmal das «kostenlose Internet» einen «verfluchten Geburtsfehler» genannt. Unzählige Beispiele zeigen mittlerweile, dass diese Aussage und der Kampf der Verleger falsch ist und sie sich auf einem Irrweg befinden. Paid Content funktioniert, allerdings nicht so, wie es sich Verleger und Contentindustrie vorstellen und «uns» aufzwingen wollen. Das Internet revolutioniert die Kommunikation und unsere Demokratie. Noch nie war es einfacher, an Informationen zu kommen und selbst Informationen zu senden. Im neuen Informationszeitalter ist jeder Teilnehmer des Internets nicht nur schlichter Empfänger, sondern auch Sender. Allein dies zu akzeptieren, wird bei Verlagen und Contentindustrie sicherlich noch einige Zeit dauern — es steht zu befürchten, dass sie dies nie verstehen werden und weiter Druck auf die Politik ausüben, damit diese die Kontrolle über das Internet endlich herstellt. Dass dieser Kampf nicht zu gewinnen ist, werden sie irgendwann lernen müssen — bis dahin werden noch viele Zeitungen und Zeitschriften mit der Ausrede «das Internet sei schuld» eingestellt werden. Doch ist es nicht die Schuld des Internets, das Internet bevölkert nicht in erster Linie Raubkopierer, sondern Menschen, also potentielle Kunden. Wenn es Verleger und Contentindustrie nicht endlich schaffen, die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen, werden sie weiter einen langsamen und qualvollen Tod sterben.

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Warum noch Originale kaufen?

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Als zahlender Kunde wird man von der Contentindustrie seit Jahren als Schwerverbrecher behandelt. Kopierschutze hebeln ganze Systeme aus, bringen sie zum Absturz und öffnen im schlimmsten Fall die Türen für etwaige Sicherheitslöcher. Die Musik– und Spieleindustrie hat seit Jahren die Zeichen der Zeit verschlafen, das eigene Unvermögen wird auf dem Rücken der Kunden ausgetragen. Ich habe heute mal wieder ein mein Regal gegriffen und wollte DTM Race Driver 2 auf meinem Laptop installieren. Ein kleines Spiel für zwischendurch – warum nicht. Früher musste für solche Spiele fast ein neuer PC her, heute laufen die Spiele flüssig auf dem Notebook. Doch nach der Installation kam das große Erwachen.

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Geschäftsmodell Abmahnung – New Chicks Cum First

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Dass sich das Abmahnwesen in Deutschland zu einem fragwürdigen Geschäftsmodell entwickelt hat, wird nicht erst seit gestern vermutet. Schon zu C64-Zeiten machten freundliche Tanja-Briefe die Runde. Ein Rechtsanwalt aus München machte sich als Abmahnanwalt einen Namen und war sicherlich eine Zeit lang berühmt und berüchtigt. Heute hat sich das Kopieren urheberrechtlich geschützter Software, Filme und Musiktitel, wie soll es auch anders sein, ins Internet verlagert. Per Mausklick sind nicht nur Opensource-Perlen zu finden, sondern jeder aktuelle Kinofilm und die neueste Software, meist noch vor dem jeweiligen Release. Für unbedarfte User sind diese einfach ausgeführten Klicks in den letzten Jahren immer wieder mit dramatischen Folgen verbunden: Es folgte eine Abmahnung mit nicht unerheblicher Kostennote. Oder:

Wer mit dem Feuer spielt, kommt darin um.

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Raubleser aufgepasst: DRM & Co. für Webseiten

Die Musik– und Filmindustrie sensibilisiere die Nutzer bereits für den Wert von Inhalten wie Filme und Musik und appelliere an einen fairen Umgang. „Die Medienunternehmen sollten diesem Beispiel folgen“, sagt Fischbuch.

So die ZEIT und Holger Fischbuch, Leiter Electronic Media der Financial Times Deutschland, über die Internetnutzer, die Werbeblocker wie Adblock Plus einsetzen. Mal vom pseudo-objektiven Artikel über Adblock Plus der ZEIT abgesehen: Meint der Herr Fischbuch das ernst? Wie kann ich mir das vorstellen? Zukünftig soll also jeder Webseitenbesucher, der einen Adblocker einsetzt, kriminalisiert, verfolgt und mit Abmahnungen überhäuft werden? Soll demnächst ein DRM-System entwickelt werden? Nur mit bestimmter Browser-Konfiguration kann eine Seite aufgerufen werden. Nicht mehr der Internetnutzer hat die Herrschaft über seinen PC und seinen Browser — die Medienunternehmen bestimmen, was wie wo installiert und angezeigt wird. Werden wir demnächst das Wort Raubleser zu hören und zu lesen bekommen? Wie kann man nur die kundenfeindlichen Machenschaften der Musik– und Filmindustrie in dieser Art und Weise verniedlichen? Ich bestimme, was und wie auf meinem PC angezeigt wird. Wenn ich Adblock Plus oder Proxomitron einsetze, ist das mein gutes Recht — ebenso wie es dann meine Entscheidung ist, bestimmte Seiten auf die Whitelist zu setzen. Wenn mir jemand etwas von Fair Use erzählen will und als Beispiel die Musik– und Filmindustrie nennt, dann sei mir der Hinweis nach einem Realitätscheck des betreffenden Herrn gestattet. (via)

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Die Macht der Künstler

ConcertStelle Dir vor, Du bist Drummer und warst unter anderem in einer kleinen unbekannten Band dabei. Nennen wir diese Band AC/DC. Dein Name ist Chris Slade. Diese Band hat einen Vertrag bei Sony BMG, weil diese die Band am besten vertritt. Sony BMG ist ein tolles Unternehmen, welches sich voll und ganz für seine Künstler einsetzt — ein besonders Augenmerk wird auf die Copyright-Verweigerer gelegt. Nieder mit dem Pack — das ist gerade in heutiger Zeit von Hard-Drive-Partys sehr wichtig. Nun stelle Dir vor, Du hast eine eigene Homepage. Was macht man auf so als Drummer auf seiner eigenen Homepage? Richtig, man stellt auch Videos ein. Und auf welche Plattform weicht man da aus? Natürlich YouTube. Und so verlinkst Du als Drummer halt ein paar Videos. Doch — vielleicht hättest Du jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt: Das wundervolle Unternehmen Sony BMG steht bestimmt in den Gelben Seiten:

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die Content-Mafia schlägt zurück

Our artists and copyright owners deserve to be fairly compensated for the blood and sweat that forms the core product of these businesses.

SoundExchange

Aufgrund des Blutes und des Schweißes, den diese Kulturschmarotzer für die enteignenten Künstler anführen, soll ein exorbitantes Entgelt für die gespielte Musik in Webradios erhoben werden. Mehr als diese Webradios je einnehmen, somit würde ein über viele Jahrzehnte gewachsenes System, welches auch den Künstlern selbst bei der Promotion hilft, über Nacht ad absurdum geführt werden. Der Streit um die Höhe des Entgelts schwelt schon eine Weile, ein Sterben der Sender ist wahrscheinlicher, denn ein Einlenken der Content-Mafia.

«Net radio is good for musicians like me, and I think most musicians are like me,» he said. «The promotion it provides is far more important than the revenue.»

Enteignung der Künstler, Kulturraub, Wiederverkauf strangulierter Kulturgüter — letztendlich: Zerstörung all jener Dinge, deren Schutz angeblich der Anlaß für all das Bohei um die Rechte ist.

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Sevenload will uns User nicht [Update 2]

Sevenload

Als YouTube in vergangenen Zeiten, damals, vor Google, unter massiven Performance-Problemen litt, habe ich mir bei Sevenload einen Ausweichaccount für das eine oder andere Video angelegt. Dieser Account wird nun brach liegen — mal schauen ob ich die Zeit finde, mit allen Videos wieder kpl. zu YouTube zurückzuziehen. Die Pressemeldungen von Sevenload selbst, haben in den letzten Monaten schon alle Alarmsirenen bei mir anspringen lassen — nun ist der Bogen endgültig überspannt worden.

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wir blicken dem Ende einer Zunft entgegen

Und zwar schauen wir das nahende™ Ende jener Vertreter der gemeinhin als Content-Mafia bekannten kulturschmarotzenden Rechtekonsumenten. Der Kampf gilt den Urheberrechtsverletzungen, das eherne Ziel ist der Schutz geistigen Eigentums oder kurz: die Pervertierung jeglicher Kultur, die totalitäre Kontrolle des Markts. Bei derart scharfen Reden geht es mir weniger um einen Persilschein für die Legionen der Jäger und Sammler, auch wenn deren Sammeltrieb mehr ein Fall für den Arzt als denn den Staatsanwalt darstellt, sondern es dreht sich alleinig um den fortwährenden Mißbrauch von Kultur. Ein Mißbrauch, der in digitalen Zeiten unlängst seinen Klimax erlangte mittels abnormer Knebelungen und im Prinzip jeglicher Verweigerung der Partizipation seitens der Rechtekonsumenten eben an dieser sooft ob perfider Absichten erwähnten Kultur.

Gewirkt mittels einer ob Lobbyisten gestählten Legislative schreitet die kulturelle Enteignung des Volkes voran. War es gestern noch ein Schutz auf Zeit, um dem Künstler eine Basis, eine Art Starthilfe zu verschaffen, mutierte diese Starthilfe im Laufe der Zeit zur Knechtung aller Konsumenten, zur erwähnten kulturellen Enteignung. Ziel ist nicht mehr der vorübergehende Schutz des Künstlers, vorbei die Zeiten da dieser überhaupt eine Rolle spielte. Die Vererbung von Rechten ist angesagt, die Ausbeutung auch längst verblichener Künstler beinahe über Jahrhunderte hinweg der Traum der Content-Mafia. Gesetze zur Bekämpfung des Terrors bzw. der schweren Kriminalität wurden und werden mißbraucht für diese genannten Zwecke. Der Aufbruch in digitale Gefilde mutierte für den Konsumenten zum Albtraum, zur digitalen Maulschelle.

Es ist an der Zeit dem ein Ende zu setzen und zwar nicht mittels ausufernder Rechteübertretungen, denn die Einhaltung geltenden Rechts hat auch etwas mit Respekt zu tun, sondern mittels Konsumverweigerung, der Partizipation des hoi polloi1 an der Kultur und der somit massiven Verbreitung freier Inhalte, die wiederum der Content-Mafia auf natürliche Art und Weise das Wasser abgräbt. Der Künstler ist wiederum ein Teil dieser kulturtragenden Menge und nur gegenseitiger Respekt, sowie die Zusammenarbeit können dem abstrakten Gebilde der Content-Mafia etwas anhaben. Kultur benötigt keine Verwerter, Kultur benötigt einfach nur gelebten Respekt für eben diese Kultur.

Die Kommentare schenken wir uns hierbei, wer etwas zu sagen hat, bemerkt dies zur Sache selbst, verbreitet dies mit eigenen Worten und partizipiert. Anlaß war übrigens dieses beinahe ungehemmte Voranschreiten der Content-Mafia, wie just von heise berichtet. Diese arbeiten daran — Tag und Nacht, die andere Seite gibt sich im Moment noch dem großangelegten Trauermarsch hin.

Kultur, verstanden als Lebensweise, ist vielleicht die glaubwürdigste Politik.

–Richard von Weizsäcker

Bild: Wikipedia

  1. und abfällig ist es auch gemeint, denn der kulturtragende Mob läßt sich fortwährend knebeln und jubelt dennoch zugleich den kulturellen Peinigern entgegen []

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Flugreisende aufgehorcht

IPods, mobile phones and laptops could be examined by airport customs officials for illegal downloads under strict new counterfeiting measures being considered by G8 governments this week, it is claimed.

So meldet der Telegraph, d.h. im Klartext wenn dies durchgesetzt wird, werden alle irgendwie gearteten Geräte die Daten speichern können aufgrund der Lobbyarbeit der Content-Mafia nach illegalen Downloads durchsucht. Und ist dies erst einmal realisiert, steht wohl auch einer Ausweitung nichts mehr im Weg. It is more likely to be about customs having the powers to intercept large shipments of raw materials and vast packages of MP3s with prerecorded content. Auch wenn die Anwendung auf oben angesprochenen Fall bestritten wird, weiß man doch ob vieler Beispiele von mißbräuchlichen Aktionen der Exekutive aufgrund der Inkompetenz in legislativen Kreisen, das derlei Gesetze meist nur die Eintrittskarte zu recht ausgeklügelten Bespitzelungsaktionen darstellen.

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Youtube-User unter Beobachtung

Na wer nutzt nicht alles Youtube? Mal alle die Hand heben die es nicht tun, ist wohl leichter 😉 Und warum auch nicht, gegenüber allen anderen Videodiensten, insbesondere den Deutschen Vertretern, hat dieses einen gewaltigen Vorteil: das gigantische Spektrum, dem gegenüber andere recht schnell in Belanglosigkeiten versiffen — Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Aber eine derartige Zentralisierung, respektive Dominanz besitzt natürlich auch ihre Nachteile. Performance-Einbrüche wären das eine, Abhängigkeit der User das andere und last not least genießt eine derartig riesige Plattform natürlich die Aufmerksamkeit der Content-Mafia, die sich immer und überall ihrer Rechte beraubt sieht.

Viacom (MTV) nun siegte vor dem Kadi und Google/Youtube ist nun verpflichtet alle(!) Nutzungsdaten der User offenzulegen, darüber hinaus auch alle Daten bezüglich gelöschter Videos. Das man dem Gericht hier abnormes Verhalten vorwerfen kann ist wohl offensichtlich in Angesicht der Tatsache, das diese neuerliche Regelung weit über das Digital Millennium Copyright Act (DMCA) hinausschießt. Denn hier geht es nicht mehr um die eigenen Rechte, sondern um den exakten Einblick in das User-Verhalten. Datenschutz? Keine Spur davon und wer glaubt hier sicher zu sein soll sich nicht täuschen, die USA galt schon oft als Ideenschmiede für die lokale Content-Mafia vice versa selbstredend ebenso. Merke: läßt man der Content-Mafia freie Hand, findet man sich recht schnell in totalitären Gefilden wieder.

wired

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