Schlagwort ‘Claus Kleber‘

Trümmerhaufen Brandstwiete

SpiegelSturmgeschütz der Demokratie nannte man es zu Hochzeiten, im letzten Jahrzehnt ist es journalistisch zu einem neoliberalen Kampfblatt verkommen, unkritisch, fast schon papageienartig wurde der Politik und der Wirtschaft nach dem Mund geredet. Die Rede ist natürlich vom Spiegel. Man hatte sich nach dem Entschluss, den Vertrag mit Chefredakteur Stefan Aust nicht zu verlängern, wirklich gewünscht, dass die Kollegen von der Brandstwiete einen Neuanfang wagen. Man hatte die Hoffnung, dass es in den oberen Etagen endlich zu einem Umdenken kommt. Doch wenn man die letzten Tage Revue passieren lässt, dann muss man konstatieren, dass im Gegensatz zu dem ehemaligen Leitmedium der Republik der FC Bayern München in diesen Tagen ein Hort der Ruhe, der Kraft und des weihnachtlichen Miteinanders ist.

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der Kleber hält nicht

Na ja das ist schon ein Kalauer, aber was solls. Jedenfalls mag Claus Kleber nicht. Der Spitzenmann des deutschen TV-Journalismus nahm sich die Freiheit Spiegel eine Absage zu erteilen, obwohl man laut SZ schon bei Spiegel mit der Zusage rechnete. Das Fernsehen ist mein Medium so Kleber, zugetraut hätte er sich die Aufgabe selbstredend. Ein Schelm wer Böses dabei denkt, ist doch anzunehmen das die Mainzer ÖR Vertreter ihm das Bleiben deutlich vergüldeten. Man hatte schließlich lange um ihn gebuhlt, bevor man ihn 2003 bei der ARD loseiste, so tickerte die FAZ vor einer Weile. Hält man sich dann noch vor Augen wie die ÖR in Form der ARD um Harald Schmidt buhlten, obwohl dieser nur noch ein Schatten seiner selbst zu diesem Zeitpunkt war, dann kann man sich denn Rest wohl denken. Darüber hinaus erhöhte sich der Marktwert deutlich mittels intensivierten Grübelns seitens Klebers und der medialen Aufmerksamkeit gegenüber seiner Person.

Der zuvor als Stellvertreter gehandelte Mathias Müller von Blumencron (SPON) soll nun die Rolle des primus inter pares übernehmen, freuen wir uns also nun auf ein neues Print-Magazin. Denn kritisierte man bisher SPON bekam man immer noch das bessere Print-Magazin als Konter entgegen gehalten. Da jedoch SPON derart erfolgreich ist, wird man folglich wohl das Niveau der Druckausgabe senken müssen *g* Die Ironie bei der Geschichte, so oder so wäre nichts bei herum gekommen …

SZ

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Der Spiegel findet (noch keinen) neuen Chefredakteur — Claus Kleber wechselt nicht vom heute-journal an die Brandstwiete

Diese Nachricht eine kleine Sensation zu nennen, wäre noch untertrieben. Claus Kleber wird neuer Chefredakteur vom Spiegel. Und wem der Name nun etwas sagt — richtig, er ist derzeit noch Moderator des heute-journals im ZDF. Die FAZ vermeldet:

Es ist zwar noch nicht offiziell, aber aller Voraussicht nach wird die Redaktion des Spiegel künftig geführt von — Claus Kleber. Kleber ist seit 2003 Redaktionsleiter und Moderator des heute-journals. Sein Stellvertreter soll Matthias Müller von Blumencron werden, der bisherige Chefredakteur von „Spiegel Online“. Wie bisher stellvertretender „Spiegel“-Chef bleibt Martin Doerry, daneben soll es noch einen dritten Stellvertreter geben. […] Die Erben des Magazingründers Rudolf Augstein sollen die Entscheidung dem Vernehmen nach nicht mittragen.

Das macht mich nun ein wenig sprachlos. Gott sein Dank nicht Steingart — warten wir mal ab, was über Kleber die nächsten Tage geschrieben wird. Erst dann vielleicht ein ausführlicher Kommentar von mir.

Nachtrag: Der Kleber bleibt in Mainz kleben

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