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26C3: Eine Zensur findet statt

Der Vortrag stellt die Zensurmaßnahmen in ausgewählten Ländern der Welt vor. Wir sagen Euch, wo welche Inhalte zensiert werden und wie die Technik hierzu aussieht.

Jens Kubieziel (aka qbi), 26C3

Upload: F!XMBR / Quelle: 26C3 — weitere Uploads auf Sevenload bzw. Vimeo.

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Das Wallstreet Journal nennt Deutschland in einem Atemzug mit China

Eine kleine Nachtlektüre:

The Chinese government may be backing down from its plan to install new "filtering" software, Green Dam, on all Chinese computers. But it would be naïve to think that scrapping the Green Dam mandate means the end of headaches for computer- and device-makers world-wide. More and more governments — including democracies like Britain, Australia and Germany — are trying to control public behavior online, especially by exerting pressure on Internet service providers. Green Dam has only exposed the next frontier in these efforts: the personal computer.

[…]

In Germany, Internet users and civil liberties groups are fighting proposed legislation mandating a national censorship system. The Bundestag votes today on a bill authorizing German police to establish and maintain a list of Web sites that Internet service providers would be required to block. In a petition against the bill, German civil liberties groups call it "untransparent and uncontrollable, since the ‘block lists’ cannot be inspected, nor are the criteria for putting a Web site on the list properly defined." These concerns aren’t unfounded: Some German politicians have already suggested extending the block list to Islamist Web sites, video games and gambling Web sites, while book publishers have suggested it would also be nice to block file-sharing sites too.

Die Protestbewegung wird selbst in den USA registriert, soweit zum Positiven. Zum Negativen ist schon so viel gesagt worden. China lacht über uns, mit dem Hinweis, unsere Zensur sei nichts anderes wie die im Land der Mitte. Zensur ist und bleibt Zensur – ob nun durch die chinesische Regierung oder durch unsere Bundesregierung und das BKA, es bleibt das gleiche. Und nun nennt uns das altehrwürdige Wallstreet Journal in einem Atemzug mit China. Wie tief wollen diese Freiheit- und Demokratiefeinde im Deutschen Bundestag eigentlich noch sinken?

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Zensur: Peking gibt nicht auf

China hat eine Mauer gebaut. Heutzutage baut man Mauern nicht mehr nur über Hügel und Felder, sondern auch im Internet. Die Menschen in China leben hinter einer Mauer, und nur was die chinesische Regierung erlaubt, darf durch diese Mauer hindurch ins Land kommen.

So tickerte der CCC und bot just zu den olympischen Spielen seinen Mauerbrecher an, in Form des Freedomsticks. Es ist natürlich ein Wettlauf und so dachte man schon bei den Chinesen früher darüber nach die Leute einfach zu registrieren, wird zwar ebenso löchrig sein, aber derartige Kontrollen und Einschüchterungen werden den Kreis jener Aktivisten dort wohl noch mehr einschränken – wer kann es ihnen verdenken? Niemand, es gehört außerordentlicher Mut und Freiheitsliebe dazu, in einem derartigen Land einfach alles aufs Spiel zu setzen, mitunter gar noch Familie, Verwandschaft, Freunde et. al.

Ab 2009 nun soll jeder Besucher eines Internet-Cafes fotografiert und registriert werden, die Situation wird also drastisch verschärft. Offiziell möchte man Minderjährige von gefährendem Material fern halten. Konsequenzen sind schon erkennbar, dort wo bereits umgesetzt gehen die Besucherzahlen drastisch zurück. Aber wie gut das unserere heuchlerische Politbande sich dort unten für Freiheit einsetzt und mit gutem Beispiel voran geht.

via heise

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Flut der Eindrücke

Während beim Donalphonsder Berg rief und auch Antwort erhielt, könnte die Zäsur zwischen schwindelerregenden Höhen und den fernen Gefilden Chinas nicht deutlicher ausfallen. In letzteren konnte ich mich zumindest virtuell dank Anke einfinden. Beide erwecken, trotz recht gegensätzlichen Charakters, ein keineswegs unbekanntes Gefühl des Fernwehs in mir. Auf jeden Fall ein Genuß …

Die Kommentare sind geschlossen, ich wies nur auf diese Kleinode des Webs hin, insofern sind etwaige Kommentare am Ort der bildlichen Erbauung wohl angebrachter ;-)

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Olympische Spiele Beijing 2008: the world biggest prison

Reporters without Borders

Zwar bleibt die Berichterstattung schwierig und der allgemeine Zustand fatal, jedoch versuchen z.B. u.a. Bürger in Form des CCC zu helfen, im Gegensatz zu anderen welche sich auf altehrwürdige Traditionen berufen, den stillen Protest bevorzugen etc. Auch wird gerne der Geist beschworen, das heutige unsägliche Geschäft angeführt, aber letztendlich gerieten auch jene Spiele der Antike1 mehr und mehr zum Politikum2 und mitunter auch Geschäft3 . Wir sollten uns also von dem irrigen Gedanken trennen, hier würde eine altehrwürdige Tradition mißbraucht, schon im Ursprung fand der Mißbrauch statt. Das tatsächliche Problem und Glück zugleich: mittels dieser Spiele rücken Staaten ins Rampenlicht, die sonst ob diverser Geschäftsbeziehungen zu freiheitsliebenden Nationen ihre Unmenschlichkeit nahezu unbeobachtet von der Masse ausleben können. Zwar werden diese nun der allgememeinen Kritik preisgegeben, vice versa findet ob des öffentlichen Auftritts ebenso eine noch vehementere Unterdrückung statt.

Kurzum, einzig die Heuchelei wird mehr und mehr offenbar ….

  1. Mirror: MPI []
  2. Mirror: MPI[]
  3. spätestens als die US-Amerikaner der Antike Einfluß nahmen []

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CCC – China – Privacy Emergency Response Team

Die sog. Great Firewall of China besteht aus einer Reihe von Filter- und Blockiertechnologien, die vorwiegend von Firmen aus den USA und Europa geliefert wird. Der chinesische Staat verhindert damit den Zugriff auf Webseiten, deren Inhalte ihm nicht genehm sind, oder ändert sogar den Inhalt abgerufener Webseiten. Derart leitet der CCC seine Hilfeaktion ein, um geschickt die chinesischen Zensurbestrebungen mittels des Freedom USB-Sticks zu umgehen. Huckepack erfolgt auch der Aufruf an den Staat, die Ächtung von Tor-Server-Betreibern zu unterlassen, um auch in Zukunft noch derlei freiheitsfördernde Technologien zu ermöglichen. Die zum Einsatz kommende Software kann man dort als Paket herunterladen, entweder als installierbare Version oder als Zip-Archiv.

Wir rufen die deutschen Behörden dazu auf, Anonymisierungsserver des TOR-Netzwerk nicht mehr zu kriminalisieren, denn das schadet vor allem denjenigen, deren Leben in repressiven Staaten auf dem Spiel steht. China ist hier nur ein Beispiel von vielen.

–Björn Pahls (CCC)

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Wunder geschehen immer wieder

Die internationalen Journalisten haben entgegen früherer Zusagen der Olympia-Organisatoren in Peking doch keinen freien Zugang zum Internet.

futurezone.orf

Und auch werden wohl niemals die Legionen von Deppen aussterben, die im Vorfeld jegliche Kritik torpedieren und von den freiheitlichen Möglichkeiten vor Ort schwafeln. Letztendlich betätigte man sich dann doch nur als willige Schreibtischtäter – die Olympischen Spiele pushen, die Menschen mit Füßen treten. China verteidigt seine Zensur immer mit dem Hinweis, dass es in anderen Länder auch Sperren im Internet gegen “ungesunde Inhalte” gebe. Und auch diese Argumentation Chinas ist korrekt, diese Praxis ist schließlich auch in unserem Land usus. Auch hier also wieder ein Beispiel wie der Journalismus die Moral zurechtbog, um die lukrative Berichterstattung zu ermöglichen.

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the quest: auf der Suche nach den lupenreinen Demokraten

Sarkozy und Bush tun es, warum auch nicht unser Kanzler a.D. Schröder, der schon immer ein Gespür für lupenreine Demokraten besaß? Sicher ist es gerade von Merkel & Co mehr als geheuchelt der Eröffnungsfeier in Peking fernzubleiben, zeigt man sich denn sonst dem chinesischen Mammon nicht abgeneigt. Aber unter uns freiheitsliebenden Menschen, die wir uns beinahe persönlich begrüßen können, ist das ganze nur ein untragbares Bild.

“China erhofft sich durch die Spiele internationale Anerkennung für seine erreichten Modernisierungserfolge”, schreibt der Ex-Kanzler. “Wir sollten dem Land Respekt zollen.”

SZ

Zollen wir also den Chinesen Respekt für ihre grandiosen Taten. Denn schließlich ist China überall. Und die Modernisierung dieses Landes angestoßen von unserem vergüdelten Altkanzler könnte doch so zum leuchtenden Beispiel für Länder wie China gereichen: politisch korrekt und doch voll daneben :-)

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Das Blutgeld der deutschen Blogosphäre

Yahooadical lebt – genau so kann man sicherlich für käufliche Blogger ohne Moral und Verstand den neuesten Artikel auf dem adical-Blog zusammenfassen. Rund 250.000 Euro Umsatz will adical im letzen Jahr nach eigenen Angaben generiert haben. Es sieht auf den ersten Blick nach sehr viel Geld aus – zählt man aber die beteiligten Personen zusammen, schaut sich die Verteilung genauer an, relativieren sich manche Zahlen ganz schnell. Doch darum soll es in erster Linie nicht gehen. Rein vom Kaufmännischen her muss man vielleicht sogar mit dem Kopf nicken. Wie so häufig gibt es ein großes Aber: Selbst wenn es mehrere Millionen Euro Gewinn wären – das Geld ist nichts weiteres als schmutziges Blutgeld. Wir erinnern uns: Der erste Kunde hieß Cisco, der mit anderen westlichen Opportunisten The Great Firewall of China realisiert hat. Und als wäre es nicht genug gewesen, dass das chinesische Mörderregime mit Cisco-Technik Menschen im eigenen Land einschließt, verfolgt, warb man im Folgenden für Yahoo. Genau, das Unternehmen, welches Userdaten von Bloggern weitergegeben hat – chinesische Blogger so in den Knast geworfen wurden. Und nein, in China ist das kein Wochenendausflug wie in unserem Land. Diese beiden Unternehmen haben sicherlich nicht wenig für die Kampagnen bezahlt – und bevor sich irgendein Berliner Depp Blogger an dem Begriff Blutgeld stört – einfach mal nachdenken, warum Blutdiamanten eben Blutdiamanten heißen. Das Blut von chinesischen Dissidenten klebt an diesen Geldscheinen. Spätestens in diesem Augenblick hatte die deutsche Blogosphäre ihre Unschuld verloren. Blutgeld ist der perfekte Begriff für den Großteil der 250.000 Euro.

Weiterlesen: »Das Blutgeld der deutschen Blogosphäre«

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Die Profis von adical

Erst waren es die Unterstützer des chinesischen Mörderregimes, dann folgte der SPIEGEL mit seinem lächerlichen Sonderheft, zum Schluß wurde für Kodak geworben1 – und heute? Gibt man sich die Blöße, Alice Schwarzer dafür zu kritisieren, dass sie für die BILD wirbt, klasse, und das von Yahoo-Werbern, das ist die Krönung, ehrlich – und aktuell: Kein Werbepartner von adical zu sehen. Hey Jungs und Mädels, Ihr verschenkt bares Geld, Stichwort Planungssicherheit, das nächste Festival kommt bestimmt. Euer Klickvieh Eure Leser sind da, nicht aber Eure Volksverarsche Manipulationen sensationell neuen Werbeformen profanen Flashbanner, was ist los? Euer Klickvieh Eure Fans haben sich doch schon so an Eure Kultur gewöhnt, und nun? Wo ist sie hin? Der Code ist im Quelltext immer noch enthalten. Liegt es an der Konkurrenz? Mit mir könnt Ihr über alles reden. :D

Ihr wolltet die Werbetreibenden für Euch gewinnen – das hat insbesondere bei Yahoo und Cisco gut geklappt. Feine Presse habt Ihr Euren Partnern gebracht – es lag aber nicht an Euren Texten und lächerlichen Distanzierungen, dafür haben andere gesorgt, auch der Autor dieser Zeilen. Ich meine es doch nur gut mit Euch – vielleicht ist Euch noch gar nicht aufgefallen, dass zur Zeit kein Werbepartner angezeigt wird. Hey, Ihr braucht Euch nicht bei mir zu bedanken – das habe ich gerne getan. :D

Also, seht zu, dass Eure Werbepartner wieder angezeigt werden. Ihr seid doch Profis, oder? Dann darf das nämlich nicht wirklich passieren. Für kurze Zeit, okay – aber der Ausfall beläuft ja nun schon über längere Zeit. Reißt Euch mal zusammen. Nicht dass Euch noch jemand die Ohren langzieht. Ich mein ja nur, für den einen oder anderen von Euch wird es kaum finanzielle Folgen haben – schließlich sind Eure Webseiten mit anderer Werbung zugeballert – aber hey, Euer Klickvieh Eure Leser, die verwirrt Ihr, ehrlich jetzt. Und ja, ich höre schon auf und verspreche, auch nicht mehr zu lachen. :D

Die erschreckende Geschichte von adical zum Nachlesen:

adical – Und die nächste Inzestveranstaltung?

adical, AAL, Datenschutz und andere Luftschlösser

Alice im Wunderland …oder
adical in der Blogosphäre

adical startet – schlimmer als befürchtet

adical und die Hilflosigkeit

adical – wann und wie folgt der Relaunch?

adical – Eine Replik

adical – Warum Werber den Mund halten sollten

adical – Aus gegebenem Anlaß

adical – Blutblogging reloaded

Das China-Syndrom

adical – 8-19-5-1

adical – Es wächst zusammen, was zusammen gehört

  1. Und ja, die Intermezzos zwischendurch habe ich auch noch im Kopf bevor jemand aufschreit. []

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Axel-Springer ist enttäuscht …

Springer geht lieber nach China als nach Frankreich. Warum? Nun der Grund ist einfach, so einfach das man die Aussage schon gar nicht mehr glauben möchte …

Zudem sorge das französische Persönlichkeitsrecht für Unsicherheit. Es räume Prominenten zahlreiche Klagemöglichkeiten gegen unliebsame Berichtserstattung ein.

Also keine Boulevard-Zeitung, stattdessen mithelfen bei der Demokratiesicherung in der Volksrepublik? Wie auch immer Gott-sei-dank haben wir hierzulande bei direktem Vergleich kaum Persönlichkeitsrechte, sonst wären BILD und Co wohl schon längst Geschichte :)

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Das China-Syndrom

Cina, Public Domain

Ein Unfall mit Kernschmelze ist es beileibe nicht, was sich zur Zeit auf deutschen Webseiten abspielt. Und auch ob Michael Douglas und Jane Fonda eine Neuauflage ihres grandiosen Spielfilmes von 1980 planen, darf bezweifelt werden. Aber: Deutsche Webseitenbetreiber werben seit kurzer Zeit für Yahoo, rechtfertigen sich auf doch sehr widerwärtiger ungewöhnliche Weise. Wasser predigen, Wein saufen, ist noch der geringste Vorwurf, den man diesen Webseitenbetreibern machen kann.

Weiterlesen: »Das China-Syndrom«

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