Schlagwort ‘China‘

Eine mögliche Pressemitteilung der Piratenpartei Deutschland

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Die größte Enttäuschung der letzten zwei Tage ist ohne Zweifel die Piratenpartei: Fefe hat das hier zugespitzt auf den Punkt gebracht. Schon als die ersten Meldungen über die Ticker liefen, wurden die Piraten gebeten, sich auf den folgenden Tag vorzubereiten. Was folgte, war in ein einer schon legendären Reihe schlechter Pressemitteilungen ein unfassbarer Fail. Die zitieren Äußerungen vom Vorsitzenden Sebastian Nerz und seinem Stellvertreter Bernd Schlömer hat man ebenso aus der CDU und der SPD gehört. Lediglich die verklausulierte Kritik an Jörg Ziercke und Innenminister Friedrich griffen wenige Medien am nächsten Tag auf. Wir befinden uns mitten im größten netzpolitischen Skandal seit Erfindung des Internets und die Piratenpartei findet nicht statt und wird mit wenigen belanglosen Sätzen erwähnt. Schade, ich hätte mir mehr erhofft.

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Offener Brief an Angela Merkel von Hu Jintao, Staatspräsident der Volksrepublik China

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Liebe Genossin Angela Merkel,

im Namen der Kommunistischen Partei Chinas und des chinesischen Volkes übermittle ich Dir anlässlich Deines Einsatzes des Bundestrojaners unsere herzlichen Glückwünsche.

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26C3: Eine Zensur findet statt

Der Vortrag stellt die Zensurmaßnahmen in ausgewählten Ländern der Welt vor. Wir sagen Euch, wo welche Inhalte zensiert werden und wie die Technik hierzu aussieht.

Jens Kubieziel (aka qbi), 26C3

Upload: F!XMBR / Quelle: 26C3 — weitere Uploads auf Sevenload bzw. Vimeo.

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Das Wallstreet Journal nennt Deutschland in einem Atemzug mit China

Eine kleine Nachtlektüre:

The Chinese government may be backing down from its plan to install new «filtering» software, Green Dam, on all Chinese computers. But it would be naïve to think that scrapping the Green Dam mandate means the end of headaches for computer– and device-makers world-wide. More and more governments — including democracies like Britain, Australia and Germany — are trying to control public behavior online, especially by exerting pressure on Internet service providers. Green Dam has only exposed the next frontier in these efforts: the personal computer.

[…]

In Germany, Internet users and civil liberties groups are fighting proposed legislation mandating a national censorship system. The Bundestag votes today on a bill authorizing German police to establish and maintain a list of Web sites that Internet service providers would be required to block. In a petition against the bill, German civil liberties groups call it «untransparent and uncontrollable, since the ‘block lists’ cannot be inspected, nor are the criteria for putting a Web site on the list properly defined.» These concerns aren’t unfounded: Some German politicians have already suggested extending the block list to Islamist Web sites, video games and gambling Web sites, while book publishers have suggested it would also be nice to block file-sharing sites too.

Die Protestbewegung wird selbst in den USA registriert, soweit zum Positiven. Zum Negativen ist schon so viel gesagt worden. China lacht über uns, mit dem Hinweis, unsere Zensur sei nichts anderes wie die im Land der Mitte. Zensur ist und bleibt Zensur — ob nun durch die chinesische Regierung oder durch unsere Bundesregierung und das BKA, es bleibt das gleiche. Und nun nennt uns das altehrwürdige Wallstreet Journal in einem Atemzug mit China. Wie tief wollen diese Freiheit– und Demokratiefeinde im Deutschen Bundestag eigentlich noch sinken?

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Zensur: Peking gibt nicht auf

China hat eine Mauer gebaut. Heutzutage baut man Mauern nicht mehr nur über Hügel und Felder, sondern auch im Internet. Die Menschen in China leben hinter einer Mauer, und nur was die chinesische Regierung erlaubt, darf durch diese Mauer hindurch ins Land kommen.

So tickerte der CCC und bot just zu den olympischen Spielen seinen Mauerbrecher an, in Form des Freedomsticks. Es ist natürlich ein Wettlauf und so dachte man schon bei den Chinesen früher darüber nach die Leute einfach zu registrieren, wird zwar ebenso löchrig sein, aber derartige Kontrollen und Einschüchterungen werden den Kreis jener Aktivisten dort wohl noch mehr einschränken — wer kann es ihnen verdenken? Niemand, es gehört außerordentlicher Mut und Freiheitsliebe dazu, in einem derartigen Land einfach alles aufs Spiel zu setzen, mitunter gar noch Familie, Verwandschaft, Freunde et. al.

Ab 2009 nun soll jeder Besucher eines Internet-Cafes fotografiert und registriert werden, die Situation wird also drastisch verschärft. Offiziell möchte man Minderjährige von gefährendem Material fern halten. Konsequenzen sind schon erkennbar, dort wo bereits umgesetzt gehen die Besucherzahlen drastisch zurück. Aber wie gut das unserere heuchlerische Politbande sich dort unten für Freiheit einsetzt und mit gutem Beispiel voran geht.

via heise

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Flut der Eindrücke

Während beim Donalphonsder Berg rief und auch Antwort erhielt, könnte die Zäsur zwischen schwindelerregenden Höhen und den fernen Gefilden Chinas nicht deutlicher ausfallen. In letzteren konnte ich mich zumindest virtuell dank Anke einfinden. Beide erwecken, trotz recht gegensätzlichen Charakters, ein keineswegs unbekanntes Gefühl des Fernwehs in mir. Auf jeden Fall ein Genuß …

Die Kommentare sind geschlossen, ich wies nur auf diese Kleinode des Webs hin, insofern sind etwaige Kommentare am Ort der bildlichen Erbauung wohl angebrachter ;-)

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Olympische Spiele Beijing 2008: the world biggest prison

Reporters without Borders

Zwar bleibt die Berichterstattung schwierig und der allgemeine Zustand fatal, jedoch versuchen z.B. u.a. Bürger in Form des CCC zu helfen, im Gegensatz zu anderen welche sich auf altehrwürdige Traditionen berufen, den stillen Protest bevorzugen etc. Auch wird gerne der Geist beschworen, das heutige unsägliche Geschäft angeführt, aber letztendlich gerieten auch jene Spiele der Antike1 mehr und mehr zum Politikum2 und mitunter auch Geschäft3 . Wir sollten uns also von dem irrigen Gedanken trennen, hier würde eine altehrwürdige Tradition mißbraucht, schon im Ursprung fand der Mißbrauch statt. Das tatsächliche Problem und Glück zugleich: mittels dieser Spiele rücken Staaten ins Rampenlicht, die sonst ob diverser Geschäftsbeziehungen zu freiheitsliebenden Nationen ihre Unmenschlichkeit nahezu unbeobachtet von der Masse ausleben können. Zwar werden diese nun der allgememeinen Kritik preisgegeben, vice versa findet ob des öffentlichen Auftritts ebenso eine noch vehementere Unterdrückung statt.

Kurzum, einzig die Heuchelei wird mehr und mehr offenbar .…

  1. Mirror: MPI []
  2. Mirror: MPI[]
  3. spätestens als die US-Amerikaner der Antike Einfluß nahmen []

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CCC — China — Privacy Emergency Response Team

Die sog. Great Firewall of China besteht aus einer Reihe von Filter– und Blockiertechnologien, die vorwiegend von Firmen aus den USA und Europa geliefert wird. Der chinesische Staat verhindert damit den Zugriff auf Webseiten, deren Inhalte ihm nicht genehm sind, oder ändert sogar den Inhalt abgerufener Webseiten. Derart leitet der CCC seine Hilfeaktion ein, um geschickt die chinesischen Zensurbestrebungen mittels des Freedom USB-Sticks zu umgehen. Huckepack erfolgt auch der Aufruf an den Staat, die Ächtung von Tor-Server-Betreibern zu unterlassen, um auch in Zukunft noch derlei freiheitsfördernde Technologien zu ermöglichen. Die zum Einsatz kommende Software kann man dort als Paket herunterladen, entweder als installierbare Version oder als Zip-Archiv.

Wir rufen die deutschen Behörden dazu auf, Anonymisierungsserver des TOR-Netzwerk nicht mehr zu kriminalisieren, denn das schadet vor allem denjenigen, deren Leben in repressiven Staaten auf dem Spiel steht. China ist hier nur ein Beispiel von vielen.

–Björn Pahls (CCC)

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Wunder geschehen immer wieder

Die internationalen Journalisten haben entgegen früherer Zusagen der Olympia-Organisatoren in Peking doch keinen freien Zugang zum Internet.

futurezone.orf

Und auch werden wohl niemals die Legionen von Deppen aussterben, die im Vorfeld jegliche Kritik torpedieren und von den freiheitlichen Möglichkeiten vor Ort schwafeln. Letztendlich betätigte man sich dann doch nur als willige Schreibtischtäter — die Olympischen Spiele pushen, die Menschen mit Füßen treten. China verteidigt seine Zensur immer mit dem Hinweis, dass es in anderen Länder auch Sperren im Internet gegen «ungesunde Inhalte» gebe. Und auch diese Argumentation Chinas ist korrekt, diese Praxis ist schließlich auch in unserem Land usus. Auch hier also wieder ein Beispiel wie der Journalismus die Moral zurechtbog, um die lukrative Berichterstattung zu ermöglichen.

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the quest: auf der Suche nach den lupenreinen Demokraten

Sarkozy und Bush tun es, warum auch nicht unser Kanzler a.D. Schröder, der schon immer ein Gespür für lupenreine Demokraten besaß? Sicher ist es gerade von Merkel & Co mehr als geheuchelt der Eröffnungsfeier in Peking fernzubleiben, zeigt man sich denn sonst dem chinesischen Mammon nicht abgeneigt. Aber unter uns freiheitsliebenden Menschen, die wir uns beinahe persönlich begrüßen können, ist das ganze nur ein untragbares Bild.

«China erhofft sich durch die Spiele internationale Anerkennung für seine erreichten Modernisierungserfolge», schreibt der Ex-Kanzler. «Wir sollten dem Land Respekt zollen.»

SZ

Zollen wir also den Chinesen Respekt für ihre grandiosen Taten. Denn schließlich ist China überall. Und die Modernisierung dieses Landes angestoßen von unserem vergüdelten Altkanzler könnte doch so zum leuchtenden Beispiel für Länder wie China gereichen: politisch korrekt und doch voll daneben :-)

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Das Blutgeld der deutschen Blogosphäre

Yahooadical lebt — genau so kann man sicherlich für käufliche Blogger ohne Moral und Verstand den neuesten Artikel auf dem adical-Blog zusammenfassen. Rund 250.000 Euro Umsatz will adical im letzen Jahr nach eigenen Angaben generiert haben. Es sieht auf den ersten Blick nach sehr viel Geld aus — zählt man aber die beteiligten Personen zusammen, schaut sich die Verteilung genauer an, relativieren sich manche Zahlen ganz schnell. Doch darum soll es in erster Linie nicht gehen. Rein vom Kaufmännischen her muss man vielleicht sogar mit dem Kopf nicken. Wie so häufig gibt es ein großes Aber: Selbst wenn es mehrere Millionen Euro Gewinn wären — das Geld ist nichts weiteres als schmutziges Blutgeld. Wir erinnern uns: Der erste Kunde hieß Cisco, der mit anderen westlichen Opportunisten The Great Firewall of China realisiert hat. Und als wäre es nicht genug gewesen, dass das chinesische Mörderregime mit Cisco-Technik Menschen im eigenen Land einschließt, verfolgt, warb man im Folgenden für Yahoo. Genau, das Unternehmen, welches Userdaten von Bloggern weitergegeben hat — chinesische Blogger so in den Knast geworfen wurden. Und nein, in China ist das kein Wochenendausflug wie in unserem Land. Diese beiden Unternehmen haben sicherlich nicht wenig für die Kampagnen bezahlt — und bevor sich irgendein Berliner Depp Blogger an dem Begriff Blutgeld stört — einfach mal nachdenken, warum Blutdiamanten eben Blutdiamanten heißen. Das Blut von chinesischen Dissidenten klebt an diesen Geldscheinen. Spätestens in diesem Augenblick hatte die deutsche Blogosphäre ihre Unschuld verloren. Blutgeld ist der perfekte Begriff für den Großteil der 250.000 Euro.

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