
… von wegen Gemeinschaft meint der Bulo. Und recht hat er
Du weißt, dass ich nicht viel von den Monetarisierungsversuchen der deutschen Blogosphäre halte. Als ich Dich noch nicht kannte, habe ich durchaus mit Belustigung auf Basic Thinking geschaut, wie Du das eine oder andere, manchmal lächerliche, Startup gepuscht hast. ich habe das Alles nicht wirklich ernst genommen. Nichtsdestotrotz warst Du der einzige Blogger in Deutschland, der sein Blog vermarkten konnte – weil es eben Du warst, mit Deiner Art, Kunden anzusprechen und auf Basic Thinking einzubinden. Als ich Dich dann persönlich kennengelernt habe, huch wer ist das, habe ich festgestellt, hinter dem Buzz Robert Basic steckt ja ein verdammt pfiffiger, auch politisch interessierter und sympathischer junger Kerl, tiefsinnig und immer hilfsbereit. Den Verkauf von Basic Thinking habe ich kommentarlos verfolgt – ganz ehrlich, schon damals hatte ich das Gefühl, dass Du für eine Idee ohne Hand und Fuß Deine Seele verkaufst. Aber – wenn es einer schaffen würde, dann Du.
Wir alle kennen wohl diese halbgare Definition a la kauf mich oder jene des Web 2.0-Vaters O’Reilly in technischer als auch oberflächlicher Hinsicht. Für mich ist Web 2.0 ein Buzzword, vielleicht hatte es einmal eine Bedeutung, aber diese ging längst ob des allgegenwärtigen kauf mich verlustig. Der Begriff per se besitzt somit inzwischen mehr negativen Nachhall, denn positive Breitenwirkung. Meine Meinung diesbezüglich habe ich schon desöfteren feilgeboten und ich möchte mich hier auch keineswegs in Redundanz üben, sondern mehr verfeinern. Das Web ist eine dynamische Angelegenheit, für mich ist es schlicht seit Mitte der 90er Rock ‘n’ Roll.
Tim O’Reilly — What is Web 2.0?