Schlagwort ‘Blutgeld‘

Das Blutgeld der deutschen Blogosphäre

Yahooadical lebt — genau so kann man sicherlich für käufliche Blogger ohne Moral und Verstand den neuesten Artikel auf dem adical-Blog zusammenfassen. Rund 250.000 Euro Umsatz will adical im letzen Jahr nach eigenen Angaben generiert haben. Es sieht auf den ersten Blick nach sehr viel Geld aus — zählt man aber die beteiligten Personen zusammen, schaut sich die Verteilung genauer an, relativieren sich manche Zahlen ganz schnell. Doch darum soll es in erster Linie nicht gehen. Rein vom Kaufmännischen her muss man vielleicht sogar mit dem Kopf nicken. Wie so häufig gibt es ein großes Aber: Selbst wenn es mehrere Millionen Euro Gewinn wären — das Geld ist nichts weiteres als schmutziges Blutgeld. Wir erinnern uns: Der erste Kunde hieß Cisco, der mit anderen westlichen Opportunisten The Great Firewall of China realisiert hat. Und als wäre es nicht genug gewesen, dass das chinesische Mörderregime mit Cisco-Technik Menschen im eigenen Land einschließt, verfolgt, warb man im Folgenden für Yahoo. Genau, das Unternehmen, welches Userdaten von Bloggern weitergegeben hat — chinesische Blogger so in den Knast geworfen wurden. Und nein, in China ist das kein Wochenendausflug wie in unserem Land. Diese beiden Unternehmen haben sicherlich nicht wenig für die Kampagnen bezahlt — und bevor sich irgendein Berliner Depp Blogger an dem Begriff Blutgeld stört — einfach mal nachdenken, warum Blutdiamanten eben Blutdiamanten heißen. Das Blut von chinesischen Dissidenten klebt an diesen Geldscheinen. Spätestens in diesem Augenblick hatte die deutsche Blogosphäre ihre Unschuld verloren. Blutgeld ist der perfekte Begriff für den Großteil der 250.000 Euro.

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adical — Blutblogging reloaded

Über die Blutblogger von adical habe ich schon das eine oder andere geschrieben. Ich war der festen Überzeugung, Cisco war ein Versehen, man hat sich bei adical schlicht und einfach nicht vorher mit dem Unternehmen auseinandergesetzt, man war entgegen den eigenen Anündigungen unprofessionell. Diese Vermutung wurde dann auch indirekt bestätigt durch eine Aussage von Johnny:

Oh, so ein Fall wird sicher wieder eintreten, ich gehe davon aus, dass es noch den ein oder anderen Kunden geben wird, den der ein oder andere Blogger für moralisch nicht vertretbar hält.

Das war offensichtlich eine Lüge (auch wenn im nächsten Satz relativiert wird) und ich habe mich gerirrt. //Nachtrag: Ich sehe gerade, besser Rene hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich in Johnnys Aussage ein nicht gesehen habe, was da gar nicht war. 😀 Sprich: Schon damals war klar, Cisco ist kein Versehen, es werden andere (war Yahoo schon in Verhandlung?) folgen. Schon damals wussten wohl die Beteiligten, wir nehmen Blutgeld von den Unterstützern des chinesischen Regimes. Ganz schlimm sowas. Naja, was tut man nicht alles für Geld.

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