Schlagwort ‘Blogosphäre‘

Das Vodafone-Desaster

VodafoneIch hatte gestern ja schon ein paar Zeilen zu Vodafone geschrieben. Fortsetzung dazu am Wochenende — dann entscheidet sich, welche Blogs in Deutschland Geld von einem Zensurprovider annehmen. Zum medialen Desaster selbst haben sich heute aber ein paar Kollegen geäußert. Der Don hat einen ziemlich kaputten Typen getroffen, der ihm Internas aus dem Hause Vodafone gesteckt hat. Jetzt gilt es nach Sichtung der Kommentare durch unsere tränenverschmierten Augen, Ihr widerlichen Scheusale, Ihr verkommenen Drecksinternetwichser, URSULA HATTE RECHT MAN SOLLTE EUCH ALLE EINSPERREN!!!! Ix sucht den Dialog und übersetzt einen windigen PR-Artikel Nico Lummas. Über den missratenen Werbespot möchte ich jetzt nicht reden. meine Meinung zu diesem irre teuren und leider total verhunzten Anwanzversuch kann ich leider nicht offen sagen, nur soviel: wir wollten den „Onlinecommunitybenutzern“ schmeicheln, ihnen den Eindruck vermitteln, dass sie irre wichtig sind. Auch Klaus kann auf Internas aus dem Hause Vodafone zurückgreifen. Unterwegs Emails schreiben [boah! so was gibt’s jetzt?], alte Freunde treffen [revolutionär!] oder Neue [sic!] finden, mit Deinem Hobby berühmt werden [du wirst der berühmteste Modelleisenbahner der Welt zum Beispiel] oder eine tolle Geschäftsidee mittels Telefonkonferenz vom Badesee abstimmen [supi, du kannst Geld im Schlaf verdienen] – das ist längst keine Zukunftsmusik mehr [ha, Musik, zwo, drei, vier!], sondern schon jetzt möglich [Donnerwetter!]: Für jeden [der bezahlt]. Und Ralf gibt Vodafone einen entscheidenden Tipp: Die Blogger C-Lebrities werden entfernt! Das Produkt wird fundamental verändert — so wie es die Kampagne eigentlich verspricht! Den Abschluss macht Thomas, auch wenn er verkennt, woran sich die Kritik nach diesen Desaster wirklich aufhängen wird. Denn was die Vodafone und Scholz & Friends-Spitze da ablieferte war eine Unverschämtheit. […] Sie orakeln von einer «Internet-Community» und es schwingt «Geheimbund» mit. Tatsächlich aber sind Internet-Anwender keine Gemeinschaft und kein Geheimbund.

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Die Zensursula-Debatte hat sich erledigt

ZensursulaMan könnte heute wieder stundenlang über Zensursula und die SPD philosophieren. Über einen Sascha Raabe, der in wenigen Worten beweist, wie wenig er verstanden hat und bei dem man sich wundern muss, wie so ein Mensch jemals in den Deutschen Bundestag gewählt wurde. Er hat ein Pamphlet aus Unwahrheiten und Lügen veröffentlicht, aber wollen wir mal nicht kleinlich sein — schließlich gehört er zu uns Netizens, ist er doch seit den Anfängen des Internets dabei. Auch wäre eine Ute Berg gut geeignet, die Zensursula-Debatte weiter voranzutreiben. Ute Berg antwortet einem Bürger, der ihr mitgeteilt hat, er nutze fremde DNS-Server: Sie hingegen haben für sich die technischen Voraussetzungen geschaffen, damit sie sich weiterhin unbeschränkt, wenn Sie denn die Absicht hätten, die Vergewaltigung von  Kindern betrachten können und dies auch im Bekanntenkreis weiter empfohlen. Die Kinderschänder in dieser Welt werden es Ihnen danken. Hingegen die Pädophilen, die um ihre Neigung wissen und diese bekämpfen, danken uns, da sie nun nicht mehr Gefahr laufen, versehentlich auf entsprechende Seiten zu stoßen. Das empfinde ich als so unfassbar dumm und bösartig, dass ich da keine weiteren Worte verlieren möchte. Kurz der Hinweis auf diese Mail, das sollte genügen. Nur leider hat sich die Zensursula-Debatte nun vollständig erledigt. Albert Einstein sagte einmal: Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher. Über die Piratenpartei mag ich im Moment keine Worte mehr verlieren — die Partei hat sich als ernstzunehmender Diskussionspartner in der Zensursula-Debatte vorerst selbst disqualifiziert. Bleibt als Chance, die Öffentlichkeit zumindest ein wenig aufzuklären, die so genannte deutsche Blogosphäre. Doch auch das erledigt sich übermorgen krachend.

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Suck my dick

Entschuldigt, schon wieder ein Video. Wir werden uns bessern. ;-)

Das ist hier einfach zu wahr um es nicht zu bringen. Die typische Diskussion im Web 2.0 — besser kann man sie nicht zusammenfassen. Gaaaay!!!!!!!eins!!!!!elf!!!!!

College Humor — We Didn’t Start the Flame War

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Mich langweilt das Internet

CosmoIch kann mich noch gut an meine ersten Gehversuche im Internet erinnern. Das Analog-Modem weckte den Nachbarn bei seinem Mittagsschlaf, der Seitenaufbau dauerte schon mal ein paar Sekunden, Geocities, Augenkrebs-Alarm und doch jeden Tag etwas Neues, etwas Innovatives – der Spaß an der Sache stand im Vordergrund. Mitte, Ende der 90’er stand ein sehr guter Freund gerade vor seinem Diplom in Biologie an der Universität Osnabrück. Um seine Kulturen im Blick zu haben, musste er zu jeder Tageszeit in die Uni können, also auch in der Nacht. Dementsprechend hatte er einen Schlüssel – und so haben wir fast schon wöchentlich zu Dritt im CIP-Pool der Universität Osnabrück, Fachbereich Biologie, eine Internet-Party veranstaltet. Eine 2-MBit-Leitung und auf ging es zu Cosmo Connor. Danach war meist Warezslutz an der Reihe – 200 Files à 1,44 MB waren binnen kürzester Zeit auf der Platte. Das Kopieren auf die Disketten nahm mehr Zeit in Anspruch als das Runterladen. Hach, was waren das noch für Zeiten. Besonders lustig war es, mitten in der Nacht in der leeren Mensa unseren mitgebrachten Kartoffelsalat mit den kalten Bockwürstchen zu verputzen.

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Jubelperser

Eine PR-Agentur hat heute jede Menge Mails über an angeblich1 kostenloses Videoportal verschickt. Wo auch immer ihr darüber lest – so leicht kann man sich es als PR-Agentur machen. Blogger anschreiben, sich darüber freuen, wie viele Jubelperser es gibt. Sich die Hände reiben. Da fragt man sich, wie viele Artikel bei den Kollegen noch eigene sind… ;-)

Naja, das Web 2.0 wird Gott sei Dank eh bald beerdigt:D

  1. Nur zum Teil kostenlos, jede Menge Werbung. []

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Man wird alt

… jetzt seit 3 Jahren. Wir haben vor 3 Tagen die Feier verpasst – so ist das halt im Alter. Ich muss mich mal mal nach einem Pflegedienst erkundigen, der dann hier täglich vorbeikommt. Das wäre eine nette Kategorie, alter Mann wird von junger Blondine

Eine großes Dankeschön an alle unsere Leser. :) Bleibt uns gewogen. ;-)

Die Grafik stammt natürlich vom unvergleichlichen Bulo. :)

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Ich muss mich vielleicht korrigieren — Blogs scheinen doch zu funktionieren

Beta-Blogger

Der SPIEGEL hat panische Angst, panische Angst vor Bloggern. Und das nicht zu Unrecht. Auf den größeren, insbesondere wenigen politischen Blogs, gilt das Magazin aus der wunderschönen Hansestadt Hamburg nur noch als neoliberale Kampfzentrale Deutschlands. Es gibt kaum einen politischen Artikel aus der Brandstwiete, den man mit wenig Gegenrecherche nicht auseinander nehmen könnte. Das ist zumindest mein Eindruck der letzen Jahre. Ich würde sogar so weit gehen, dass der SPIEGEL den Sturz des Sozialstaates 2002 mit der Agenda 2010 über 2005 mit der Forderung nach einer Merkel-geführten Regierung gefördert und gefordert hat. Schaut man sich unser Land im Jahre 2008 an, muss man fragen, inwieweit die Achse BILD mit Diekmann, der SPIEGEL mit Aust und die FAZ mit Schirrmacher dazu beigetragen hat. Ich denke, flankiert von den restlichen Springer’schen Blättern ist ein Meinungsmonopol entstanden, der dieses Land in den Abgrund geführt hat. Wenn heute schon ein Horst Köhler als links gelten darf, dann muss man sich mal die Frage stellen, wie weit unser Land nach rechts gerutscht ist. Und dieser SPIEGEL veröffentlicht nun in seiner Printausgabe einen Artikel über die Bloglandschaft in Deutschland. Die Beta-Blogger titelt der SPIEGEL — und was dann folgt, ist eine obskure Mischung aus jeder Menge Blödsinn, Unwahrheiten und profaner Meinungsmache der Autoren.

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