Schlagwort ‘Blogkartell‘

*** Breaking News *** Berliner Blogkartell findet Geschäftsmodell *** Breaking News ***

Lange hat es gedauert, nun ist es endlich geschehen. Nicht nur, dass der investigative Journalismus nach Deutschland zurückgekehrt ist, nein, auch hat das bekannte Berliner Blogkartell endlich sein Geschäftsmodell gefunden. Reden Sie mit Bloggern. Reden Sie mit uns. So beschallt eine kleine Gruppe von Bloggern seit ein paar Jahren Medien und Menschen in Deutschland. Nun scheint die nächste Evolutionsstufe erreicht worden zu sein. Wie die taz in einem sensationellen Artikel berichtet, werden Blogger in Deutschland von Unternehmen gekauft. Auf Bewertungsportalen wie ciao.de setzen diese ihre angeblich unabhängige Bewertung und machen damit Kasse. Unter Einsatz ihres Lebens sind die taz–Autoren in die Unterwelt eingestiegen und haben fenomenale Informationen ausgegraben. Dass dabei Begrifflichkeiten durcheinander geraten — who cares? Es sind Nichtigkeiten in einem ansonsten akribischen und unfassbaren Artikel. Bewertungen auf einem Bewertungsporal? Threads und Posts auf Foren? Kommentare wo auch immer? Egal, die skandalöse Nachricht, die die taz ausgraben hat, ist entscheidend. Alles sind Blogs. Überall. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Demnächst heißt es nicht mehr Wir sind Deutschland. Die taz plakatiert demnächst unser Land mit Wir sind Blogs.

Lesen Sie morgen auf F!XMBR: Empörend! taz-Mitarbeiter bezeichnen sich selbst als Journalisten!

Foto: stuartpilbrow unter dieser Creative Commons-Lizenz stehend

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Vorzeigejournalist Thomas Knüwer vom Handelsblatt

Eigentlich sollte dies ein Artikel darüber werden, dass ich es liebe, wenn den ganzen selbsternannten Web 2.0–Helden ab und zu der Spiegel vorgehalten wird und sie auf Normalmaß zurechtgestutzt werden. Der Don hat das gerade wieder hervorragend mit dem Berliner Blogkartell getan. Dort lohnt es sich auch insbesondere die Kommentare zu lesen. Als zweiten Fall wollte ich den Journalisten, nicht Blogger, Thomas Knüwer aufgreifen, der wohl fast schon monatlich ein Elaborat veröffentlicht, was denn Journalismus ist und wie er in Zukunft sein wird. Oftmals stelle ich mir den netten Herrn Knüwer dann vor, wie er wie Tom Cruise vor der Kamera steht und ähnlich seine Web 2.0-Ansichten verbreitet wie der gute Tom Scientology lobpreist. Ich denke, den Enthusiasmus von Tom Cruise (um nicht zu sagen religiösen Wahn) kann man sehr gut mit dem mancher Web 2.0-Jünger vergleichen. Doch Pustekuchen. Journalist und Kollege Sönke Iwersen veröffentlichte auf der Webseite des Handelsblatts einen Kommentar — ein Replik auf eines der Elaborate von Thomas Knüwer, der den Journalisten dieses Landes mal wieder die Welt erklärt. Dieser Kommentar, der weitaus mehr wert ist, als der ursprüngliche Artikel, ist nun verschwunden.

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