Der Don Dahlmann hat einen Artikel verfasst — warum aus seiner Sicht Blogs in Deutschland (noch) nicht funktionieren. Er schreibt sicherlich viele wahre Dinge, sein Tunnelblick bzgl. der Journalisten in diesem Land lässt mich aber fast verzweifeln. Wenn er mehr Journalisten animieren will, zu Bloggen, ist das per se erstmal ein Widerspruch. Zudem kann man Journalisten ganz bestimmt nicht trauen, nur weil sie auf einmal eine Weblogsoftware aufgesetzt haben. Das hat selbst PI geschafft. Was ich damit sagen will: Journalisten sind mit ein Grund, warum es Blogger gibt. Die Menschen sind auf der Suche nach Alternativen, nach anderen — unabhängigen — Quellen. Wenn man die Qualität der deutschen Blogs damit anheben will, indem man mehr Journalisten zu Bloggern machen will, ist es das berühmte Teufel mit dem Beelzebub austreiben. Von den Verlagshäusern, den Zeitungen und Zeitschriften ist die Vierte Gewalt in diesem Lande, sollte sie jemals existiert haben, zerstört worden. Sollten nun — neben den Werbern — die Journalisten Meinungsführer der deutschen Blogs werden, ist das der letzte Sargnagel für die deutsche Blogosphäre. Das beste Beispiel ist Stefan Niggemeier: Ich weiß nicht, in wie vielen Artikeln er auf seinem Blog anprangert, dass der und der Kollege auf Mails, Kritik, etc. pp. nicht geantwortet hat. Die Kollegen, die der Herr Niggemeier kritisiert, zeigen dabei nur das Verhalten, welches er schon seit über einem Jahr im Fall adical Nads Adnation zeigt.
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