Schlagwort ‘Bildung‘

Was der Zeit die Bildung wert ist …

Nun sicherlich zum einen eine gepflegte Neiddebatte, so a la der Mär von der «alles zahlenden Frisöse», die zwar sicherlich entsprechende Beiträge zur Sozialversicherung entrichtet, aber so richtig und wahrhaftig niemanden finanziert. In dem Artikel wird auch sogleich von den Gebühren für Kindergärten fabuliert und wie diese den Studiengebühren gegenüber stehen, wobei letztere, gemäß dem Autor, die Republik bewegen und erstere mit einem Schulterzucken abgetan werden.

Ja, die Welt ist grausam und die Medien sind ein Spiegel dieser Grausamkeiten. So zumindest in der Theorie, in der Realität hingegen sind «83€» pro Monat eine stattliche Summe für einen Studenten. Natürlich nicht für jemanden, der in den Staaten studierte und dort die teils horrenden Gebühren, inkl. Aufenthalt, entrichtete. Ich denke hier fehlt dem Autor schlicht die Erfahrung oder sagen wir, der Bezug zur Materie. Was sind denn diese Gebühren? Nun der Autor ging von diesen «500€» pro Semester aus und verteilte diese auf das Jahr. In der Praxis übersehen wir dabei geflissentlich die Gebühren für Asta, Ticket, etc. pp., diese rangieren durch die Republik von 140–250€ extra. Klar, so ein Semesterticket ist recht nett, läßt es sich doch nur selten ausnutzen und muß zudem .u.U. auch finanziert werden, wenn kaum eine Verbindung mit dem öffentlichen Personennahverkehr möglich ist.

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27C3: Digitale Spaltung per Gesetz

Hartz IV-Empfangende brauchen keine internetfähigen Computer, weil sie Fernseher haben. Die Grundversorgung mit Informationen werde laut Landessozialgericht NRW durch Fernsehen und Rundfunk sichergestellt. Dementsprechend gilt auch nur ein Fernseher nicht jedoch ein internetfähiger PC als unpfändbar. In den ALG II-Regelleistungen sind Anschaffungskosten für einen PC nicht vorgesehen, lediglich 5,80 Euro im Monat für Internetdienste und Datenverarbeitung. Dass es in Hamburg mittlerweile eine „Computer-Tafel“ gibt, zeigt die Unwirklichkeit eines Beschlusses des Landessozialgerichts Bayern, laut dem Hartz IV-Empfangende die Kosten für einen PC ansparen könnten. In dieser Situation der digitalen Spaltung erforschen wir als Sozialwissenschaftlerinnen an der TU Hamburg-Harburg die Internetnutzung von Erwerbslosen und stellen erste Ergebnisse vor.

Ein Vortrag von Betje Schwarz, Doris Gerbig und Kathrin Englert auf dem 27C3.

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Jibbed 5.1 NetBSD LiveCD

Jibbed ist eine Live CD des bekannten freien UNIX-Derivats NetBSD. Diese LiveCD eignet sich als Notfall-Medium oder auch als Lernumgebung für UNIX-Aspiranten. Ob live auf dem heimischen Rechner oder virtualisiert in VirtualBox und Co., Jibbed sollte überall seinen Dienst verrichten. Die CD beinhaltet ein fertig konfiguriertes NetBSD 5.1, welches automatisch die Hardware erkennt, als Oberfläche für X dient XFCE.

Download (32/64Bit)

Hilfen/Einführungen

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Fremdenfeindlichkeit ist des Deutschen liebste Zier

Islamfeindlichkeit in Deutschland nimmt zu
Die Deutschen als Opfer
Mehr Abwanderer als Zuwanderer

Durch die Einführung des Begriffs der Deutschenfeindlichkeit in die Debatte wird signalisiert, dass ein Teil der Beteiligten eben nicht Teil der Gesellschaft ist. Sie haben allenfalls einen Gaststatus, den sie durch ungebührliches Benehmen verlieren können.

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Und ehrlich gesagt, muß man sich erst einmal wie ein Gastgeber verhalten, damit man auch Anspruch auf den entsprechenden Respekt anmelden darf. Respekt ist keine Einbahnstraße und der Deutsche war noch nie ein guter Gastgeber, da kann man sich auch heute noch im Ausland eine dicke Scheibe von abschneiden. Noch wird man als interessierter Deutscher, nicht als arroganter Tourist, im Ausland gerne empfangen.

Apropos Kultur, es existiert keine «Leitkultur». «Leitkultur» müffelt nach Dominanz, nach «Übermensch». Es existiert Kultur und diese ist ein dynamisches, grenzübergreifendes «Gebilde» mit lokalen Ausprägungen. Man kann diese pflegen und hegen, diese lokalen Ausprägungen. Möchte man sie hingegen «schützen», versetzt man diese in eine Stase und arbeitet somit dem dynamischen Charakter der Kultur entgegen.

Was der Mensch wieder erlernen muß, ist die neugierige Sichtweise aus Kindheitstagen. Nur dann lernt man, nur derart kann man Ängsten begegnen, nur dann klappts auch mit dem Nachbarn.

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Grüner Höhenflug

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Die Grünen können zur Zeit vor Kraft kaum laufen. Umfragen zufolge könnten sie, würde am Wochenende der Bundestag neu gewählt werden, zwischen 18% und 24% der Stimmen ergattern. So mancher Politiker träumt bereits von einem grünen Bundeskanzler. Der Höhenflug ist leicht erklärt, aber doch unbegreiflich. Die gesamte Wut über die schwarz-gelbe Politik zahlt sich derzeit ausschließlich für die Grünen aus, die Linken bleiben stabil bei ihren 11%, die SPD verliert durch Sarrazin und die lächerlich anmutende populistische Politik Gabriels sogar wieder an Stimmen, nachdem sie sich kurzzeitig erholt hatte. Was die FDP vor der letzten Bundestagswahl war, sind aktuell die Grünen. Sie können bürgerliche Protestwähler wie auch Unterstützer aus dem SPD-Lager auf sich vereinen. Die Grünen sind die Protestpartei der aktuellen Stunde.

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Der Wikileaks-Coup? Markstein für Freiheit abseits der alten Medien?

Ist dies denn tatsächlich so? Was haben wir denn hier feines? Nun im Moment ereifern sich diverse Blogger und Netcitizens an dem «Wikileaks-Coup». Viele strenggeheime Frontberichte werden da feilgeboten, die uns vor allem eines zeigen: der Krieg ist tatsächlich ein Krieg, kein Polizeieinsatz, kein Blitzkrieg, Blumenfeldzug etc. pp. Da sterben Soldaten, Zivilisten, das alles ist brutal, da werden Fehlentscheidungen getroffen, Krieg eben. Krieg den ich pauschal verabscheue, Krieg den ich eben nicht zu relativieren vermag.

Anders die Medien, diese verkauften uns den Krieg noch für Jahre als Notwendigkeit, als Polizeieinsatz, als humanitärer Einsatz und verdingten sich damit als willige Steigbügelhalter opportuner Regierungen. Jetzt, nachdem diese Daten offen gelegt wurden, schreit der gemeine Netcitizen nach diesen zuvor gescholtenen Medien, eine Expertise möchte man sehen und zwar von jenen «Experten», denen man ansonsten nicht einmal zutraut, daß diese sich alleine die Schuhe zubinden können. Da wird plötzlich die tagesschau als Markstein für Qualität erkoren, ob der Erwähnung von Wikileaks. Welch «Nobilitierung», zuvor als fleischgewordene Propaganda-Maschinerie verschrien, nun wieder fit genug um ultrageheime Frontberichte mundgerecht fürs geifernde Volks zu analysieren. Auch Microsoft erlangte anno tobak «echte Größe», nachdem die Tagesschau mittels Erwähnung von Windows 95 diesen Konzern adelte. q.e.d.

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shiver me timbers: 10 «Thesen» zur Netzpolitik

Ich habe es mir abgewöhnt die «Piraten» Piraten zu nennen, da ich letztere spätestens seit Stevensons «Schatzinsel» recht cool finde und diese Fazination mit jenen fleischgewordnenen Jecken nicht viel gemein hat. Drum nutze ich für jene vornehmlich die Bezeichnung Likedeeler, von Kontext und Habitus her ohnehin die adäquatere Bezeichnung meiner Meinung nach.

Ich will hier auch gar nicht tief auf die Strukturen oder das Anliegen jener Leute eingehen, das Netz genießt dort Priorität, Dinge der «realen Welt» werden mehr oder weniger ignoriert oder beiläufig eingeflochten. Ein Funken Wahrheit ist immer auffindbar, so auch bei jener «These»: «Gesetze der realen Welt dürften nicht einfach auf das Netz angewendet werden.» Logisch ist dies wohl, ein wenig Finetuning tut immer Not, aber allgemein paßt es.

Weitaus problematischer ist es, dem Netz eine Sonderrolle zuzuschreiben, in welcher Ausnahmen zu gelten haben, da alles irgendwie anders sei. So jedenfalls argumentiert der Staat, das BKA, der BDK und diverse andere, die in diesem Netz die Büchse der Pandora schauen. Nun diese Likedeeler forcieren diese Art von Sonderrolle für das Netz schon seit Anbeginn ihrer Existenz, nun zementierte man dieses Anliegen anhand von 10 «Thesen».

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Medienkompetenz, Quellenkritik oder Wie man einen Wikipedia-Artikel… liest

Wikipedia ist eine Online-Enzyklopädie. Die meisten Menschen nutzen Wikipedia zum Nachschlagen, das heißt ihre Nutzung ist lesend und vertikal. Lesend bedeutet, die verändern den Artikel nicht, obwohl Wikipedia das prinzipiell zuließe, und vertikal heißt, daß sie meistens über einen Deep Link direkt bei dem Artikel landen und auch nicht nach anderen verwandten Artikeln schauen.

Dementsprechend erwarten Benutzer, daß die Informationen in dem Artikel wahr und vollständig sind und möglicherweise sind sie das sogar. Dieser Blogeintrag soll helfen, die Qualität eines Wikipedia-Artikels beurteilen zu können.

via Kris Köhntopp

Ich muß das hier mal als einzelnen Tipp loswerden, die Sache ist einfach zu wichtig. Ich wollte schon längst einmal etwas zur Quellenkritik allgemein verfassen, schob es aber ob widriger Umstände und weil ich doch manchmal eine faule Socke bin, recht genügsam vor mir her. Man schleppt da natürlich ein wenig schlechtes Gewissen mit sich herum, wenn man fortwährend davon redet, die Mittel der Quellenkritik auch nutzt, jedoch andere nicht an diesem Wissen teilhaben läßt.

Kris Köhntopp (aka isotopp) und Felix von Leitner (aka fefe) haben sich nun ihrerseits dazu aufgerafft im Rahmen der allgemein wütenden Wikipedia-Debatte eine Artikelserie diesbezüglich zu verfassen, den Auftakt macht Kris, weiteres wird folgen. Vielleicht steigen sogar andere mit ein, denn solch eine Diskussion kommt nicht nur der Nutzung der Wikipedia zu Gute, nein auch die allgemeine Medienkompetenz profitiert davon. In heutigen Zeiten medialen Overkills geradezu die Grundvoraussetzung zur Bewältigung dieser Informationsschwemme. Absolute Leseempfehlung.

Update:

Fefes Artikel ist nun ebenso online: Medienkompetenz-Grundkurs: Wie man ein Zeitungsinterview liest.

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