Manchmal glaube ich ja doch, ich liebe in einer völlig anderen Realität wie meine Mitmenschen. Nach der Arbeit auf dem Weg zur U-Bahn: Mein Arbeitskollege und ich spinnen ein wenig rum, wie man das manchmal macht, von wegen 6 Richtigen im Lotto. Das sagt mein Arbeitskollege: 500 TSD würden mir ja schon reichen. Worauf ich einwarf: Das reicht aber nicht, um bis ans Lebensende auszukommen. Und wieder mein Arbeitskollege: Ich würde das Geld ja anlegen. Mein Hinweis dann: Ähm, hast Du in den letzten Wochen vielleicht mal Zeitung gelesen? Finanzkrise und so? Dann musste ich mich geschlagen geben, antwortete er doch voller mit voller Inbrunst und Überzeugung: Ich würde mich ja beraten lassen. Was will man da noch antworten?
Das war der Abschluss eines Tages, der damit begonnen hatte, dass sich eine Arbeitskollegin, die gerade einen Internetausfall bei sich zu Hause hat, darüber ausgelassen hat, wie sehr man sich doch schon an das Internet gewöhnt hat und erst merkt, wie sehr man es vermisst, wenn es nicht mehr da ist. Sie kann schon gar nicht mehr ohne Leben, ohne SPIEGEL Online, Welt.de und StudiVZ…
Banken, Finanzkrise, RL, Vertrauen