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digitales Lesevergnügen

Ich halte ja bekanntermaßen nicht derart viel von diesem elektronischen Holzersatz. Zum einen fehlt einfach der Charme offline beispielsweise irgendwo bei Kerzenlicht gepflegt zu schmökern, keinen Gedanken an die verbleibende Laufzeit zu verschwenden oder ob der Kontrast und die Bedienung eventuell besser sein könnte. Zum anderen mißfällt mir der Gedanke mich der digitalen Kurzlebigkeit hinzugeben. Kurzum: der Nerd in mir braucht ab und an mal eine gepflegte Auszeit und diese überbrücke ich höchstgerne mit einer geballten Ladung Literatur.

Abseits meiner Animositäten sehe ich natürlich ein, daß in Zeiten in denen Leute mäßig gerippte Musik1 bei beispielsweise iTunes erwerben und auf Konserven der Marke iPod2 genießen der adäquate Lesegenuß kaum noch vermittelbar ist. Wer u.a. auf ebooks und Hörbücher pocht und mit Zeit– bzw. Platzersparnis argumentiert ist glaube ich die falsche Zielgruppe für derlei Ansprüche. Aber sei es drum, jeder nach seiner Facon.

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  1. damit ist nicht die Krankheit der Audiophilen gemeint []
  2. ich besitze einen Touch, weiß aber zwischen Konserve und Musikgenuß zu trennen — obwohl sicherlich die üblich erworbene Konservenmusik hier den passenden Deckel findet []

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