Schlagwort ‘Arbeit‘

Wallraff und GLS: Ein gesellschaftliches Problem

Günter Wallraff war mal wieder undercover unterwegs. Mein erste Reaktion: Wie naiv, diese Zustände, Subunternehmertum und Scheinselbstständigkeit sind spätestens seit der Agenda 2010 politisch und gesellschaftlich gewollt und gefördert worden. Sie sind alltäglich in allen Branchen und größeren Unternehmen.

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memolane — die digitale Zeitmaschine

Memolane captures your entire online life in one timeline making it easy for you to travel back in time and re-live great memories. Whether you’d like to re-discover your holiday of a lifetime, re-live that great party last week or get all nostalgic about when the kids were little, now with Memolane it’s easy to keep the memories alive.

Memolane bezeichnet sich selbst als «your timemachine for the web». Auf einem Zeitstrahl angeordnet, kann man beispielsweise die eigene Netzaktivität verfolgen und bei Bedarf behände auf Vergangenes zurückgreifen. Memolane bietet dazu Importfilter für bekannte Dienste wie Twitter, Facebook, flickr, Picasa usw., aber die Möglichkeit einen RSS-Feed zu importieren besteht ebenso. Der Import selbst gestaltete sich problemlos, die Bedienung ist selbsterklärend und auch ansonsten gibt es bisher keinen Grund zu klagen. Stellt sich einzig die Frage, ob der Dienst einem größeren Ansturm standhalten wird. Die Datenakquise erfolgt zeitnah, dem Import sind keine mir bekannten Grenzen gesetzt.

Gemäß dem Motto «Organisation ist alles», wird dieser Dienst sicherlich dem einen oder anderen recht gelegen kommen, um Überblick bezüglich des virtuellen Treibens zu behalten. Darüber hinaus wird auch die Möglichkeit geboten, aus den vorhandenen Daten eine Handlung zu kreieren. Letzteres kann wohl auf diverse Art und Weise kreative Anwendung finden, aber auch zur Übersicht beitragen, indem man beispielsweise bestimmte Thematiken einer Artikelserie/Bildserie herausarbeitet. Im Moment ist dieser Dienst leider noch eine geschlossene Veranstaltung und man kann einzig mittels einer Einladung daran teilnehmen, eigene Einladungen verteilen kann man jedoch bis dato noch nicht.

Aktuelle Informatioen findet man auf dem Blog zu memolane.

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time & again

via jk

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Tag der Arbeit

Google weiß wie immer mit einem passenden Doodle zu überzeugen — hier zum Tag der Arbeit, aber auch der großartige Bulo steht diesem in nichts nach … er weiß selbst mit einem Kalauer zu begeistern 😉

Für die einen ora et labora, für die anderen ein Tag der Entspannung — nicht zu vergessen die üblichen Kundgebungen.

Idleness so called, which does not consist in doing nothing, but in doing a great deal not recognised in the dogmatic formularies of the ruling class, has as good a right to state its position as industry itself.

Robert Louis Stevenson

Vielleicht wäre es endlich angebracht nicht den Tag der Arbeit zu begehen, der mehr oder weniger doch nur der Propaganda dient, sondern den Tag der Ruhe, den Familientag etc. … jenen Tag also, an dem der Mensch Mensch sein darf und die Sorgen des Alltags ein wenig zu vergessen vermag.

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Blitzkarriere

via Bulo dem Großartigen

Was die Liberalen können, können andere schon längst … 😀

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Köhler? Ich bin verwirrt ..

Was möchte uns Merkel mit ihrem neuesten ministerialen Coup sagen? Ist Kristina Köhler etwa die junge dynamische Speerspitze der Union a la Sarah Palin? Oder ist sie doch eher Merkels Nesthäkchen, daß sich auf Bundesebene mal so richtig austoben darf? Der neue shooting star der Union also: 32 Jahre jung, ledig, kinderlos, politisch unerfahren, selbsternannte Expertin für vielerlei Dinge — Familienministerin!

Kochs twitternde Antwort aus Hessen auf die brennene Frage wer denn nun kann und auch soll, nachdem von der Leyen aka Zensursula gen Arbeitsministerium abwanderte, um an ihrem Ziel jack of all trades, master of none zu feilen. Beide, von der Leyen und auch Köhler, stehen unter Merkels treusorgender Obhut, beide möchten viel und können wenig. Und so schließt sich auch der Kreis und die Frage nach dem Warum findet eine Antwort. Politisches Triumvirat oder besser die merkelsche Trinität.

Es ist recht simpel Menschen einfach pauschal abzuurteilen, geben wir ihnen also eine Chance. Köhler kann noch aus dem Vollen schöpfen und selbst von der Leyen wird uns sicherlich im neuen Kontext überraschen können. Letztendlich handeln sie im Geiste Merkels und das garantiert uns Beständigkeit. Oder wie Angela Merkel einmal sagte: Ich ahne, wovon ich spreche, meine Damen und Herren.

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Sommerzeit

Kann mich eigentlich nicht beschweren, Abkühlung mit dem Wasserschlauch, hitzefrei — aber 30° in den heimischen vier Wänden ist auch nicht wirklich das Wahre. Ächz .… Was ich gut fand, daß auch viele mittelständische Betriebe teils früher anfingen oder auch extra Pausen für die Arbeitenden einlegten.

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demographischer Unsinn

Eine Rücknahme der Rente mit 67 wäre unverantwortlich, weil wir in der langen Zeit, bis sie eintritt — nicht etwa 2012, sondern erst 2029 — etwa drei Jahre älter werden. Sie bedeutet also zwei Jahre länger arbeiten und ein Jahr länger die Rente genießen.

Rente mit 65: »Verantwortungslose Vogel-Strauss-Politik«

Man kann recht anschaulich an diesem Beispiel beobachten, welchen Unfug man mit Zahlen anstellen kann. Diese Wissenschaften abstrahieren die Gesellschaft derart, dass letzendlich nur noch nackte Zahlen über bleiben, die wiederum jedoch ausgiebig genutzt werden, um eben diese zuvor mittels Zahlen geleugneten Menschen dennoch in ihrem weiteren Lebensverlauf dramatisch zu beeinflussen. Mein spontaner Gedanke, hat dieser Wirtschaftswissenschaftler und Mathematiker in seinem Leben schon einmal über eine längere Periode harte körperliche Arbeit genossen? Kennt jener Handwerker, Industriearbeiter, Leute vom Hoch– u. Tiefbau, Fernfahrer etc. pp und deren gesundheitliche Problematiken? Sicherlich nicht — Zahlen und statistische Modelle sind dessen Metier. Aber diese Menschen, welche hier wohlwollend vernachlässigt werden, werden selten in ihrer Gesamtheit statistisch erfaßt, da sie gesundheitliche Mali ihres Berufes wegstecken ob Angst vor dem allgegenwärtigen Arbeitsplatzverlust.

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vom Leben

Wo ist es heute das vielgeschätzte Leben oder gar die Idealform — Bohème? Wo ist dieser schillernde, verrückte Teil — wo sind diese Bestandteile die Leben erst farbig, lebenswert gestalten? Manch einer findet diesen Teil des Lebens für sich ganz persönlich, andere — beispielsweise die Web2.0-Kaufleute — versuchen diesen Traum zu verkaufen, wieder andere vermeinen mit irgendeinem obskuren Kraut zu diesem Ziel zu gelangen. Allen gemein ist der Wunsch zumindest auf Zeit der Tristesse des Alltags einmal zu entfliehen, den konservativen Panzer aufzubrechen, welcher mehr und mehr das werte Leben einengt, den Odem des Lebens einmal mehr in vollen Zügen zu genießen.

Die diversen Zäsuren von Zeit zu Zeit: Kriege, Wirtschaftskatastrophen etc. pp. sind Warnsignale einer kollabierenden Gesellschaft. Doch wie lang ist es Mensch noch möglich diese Dinge wegzustecken? Ist Mensch tatsächlich derart anpassungsfähig? Schichtarbeit, Nachtschicht, permanente Leistungsforderungen in immer früherem Alter, usw. Darüber hinaus wird der notwendige Puffer, welcher Mensch absichert, mehr und mehr zersetzt. Vielfältige neue Formen der Arbeit spalten Familien, eine gestiegene Mobilität zerreißt die letzten verbleibenden Kontakte endgültig. Selbst die Freizeit des Einzelnen wird mehr und mehr auf eine harte Probe gestellt. Der Mensch verliert mehr und mehr selbst in der Freizeit die Fähigkeit zu entspannen, vielmehr ist es schon eine Kunst für sich, eben diese entspannenden Momente zu erlangen.

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Lohnarbeit und Kapital

Je mehr er [der Arbeiter, Anm. F!XMBR] arbeitet, um so weniger Lohn erhält er, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil er in demselben Maß seinen Mitarbeitern Konkurrenz macht, sich daher ebensoviel Konkurrenten aus seinen Mitarbeitern macht, die sich zu ebenso schlechten Bedingungen anbieten wie er selbst, weil er also in letzter Instanz sich selbst Konkurrenz macht, sich selbst als Mitglied der Arbeiterklasse.

–Karl Marx, Zitat aus Lohnarbeit und Kapital

Bild: WikiSource

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