Schlagwort ‘Abmahnung‘

Mozilla in der Abmahnfalle

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Newsletter sind in der Regel eine Seuche und nichts weiter als Spam — egal ob sie nun von Web.de, GMX oder auch Web-2.0-Diensten wie beispielsweise Xing verschickt werden. Gerade wurde ich über Facebook auf den neuen Newsletter von Mozilla aufmerksam. Ich habe mich gerne angemeldet. Überrascht war ich aber über die Tatsache, dass dies nicht über das Opt-in-Verfahren geschieht. Vielleicht kann jemand Mozilla den dringenden Rat geben, auf Opt-in umzustellen. Gerade in Deutschland sind Abmahnanwälte eine Seuche und werden sich auf solche Angebote stürzen. Das wissen wir nicht erst seit GvG.

Spam: GvG droht Bundeskanzler
Bundesgerichtshof stärkt Opt-in-Regelung für E-Mail-Marketing

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Die Piraten und eine Abmahnwelle wegen Nichtbeachtung der Creative-Commons-Lizenz

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Die Piraten scheinen würdige Nachfolger für Bodo Thiessen und Stefan Aaron König gefunden zu haben. Vor gut zwei Wochen wurde ein Link über Blogs und Twitter verteilt. In einem «Mustertext» wurde unserer Bundesregierung die «betriebsbedingte fristlose Kündigung» ausgesprochen, ein entsprechendes Arbeitszeugnis wurde angehängt. Ich verzichte jetzt aus gegebenem Anlass auf eine Verlinkung. Ins Leben gerufen hatte die beiden seichten Texte Gudrun Debus, die meisten Netizens eher unter ihrem Nick @piratenweib bekannt. Mein Gefühl sagte mir von Anfang an, «lass die Finger davon». Wie so häufig scheint mich mein Gefühl nicht betrogen zu haben. Am Montag gab der Verein Tacheles e.V bekannt, dass er eine Abmahnung erhalten habe, weil der Text ohne Nennung des Urhebers veröffentlicht wurde, sprich: es wurde gegen die vorgegebene Creative-Commons-Lizenz verstoßen. Kostenpunkt: Insgesamt 160 Euro, aufgeteilt in einen Unterlassungsanspruch in Höhe von 100 Euro und einen Schadensersatz in Höhe von 60 Euro. Eine Unterlassungserklärung sollte selbstverständlich auch unterzeichnet werden.

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Enteignet Springer 2.0

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Ich frage mich ernsthaft, wie intelligente Menschen einer Springer-Postille, wie der Welt, und sei es nur auf Twitter, folgen können. Nachdem heute die Geschäftsführung der Welt das BILDblog abgemahnt hat und die Kosten für die Macher durchaus existenzgefährdend werden können, ist der Aufschrei groß. 15.370 Follower hat @weltkompakt zur aktuellen Stunde immer noch, das sind immer noch 15.370 Follower zu viel. Nicht wegen der Abmahnung, wer das BILDblog im Übrigen unterstützen möchte, kann das hier tun, sondern aus Prinzip. Unsere Eltern haben Enteignet Springer skandiert, unsere Generation lädt Springer und Konsorten auf BarCamps & Co. ein, weil sie ja welche von uns sind. Wer sich mit dem Teufel einlässt, verändert nicht den Teufel, der Teufel verändert ihn. #deppen20

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Spreeblick soll das Internet löschen

Okay, zumindest nicht ganz. Soweit ich das verstanden habe, ist den Machern von Spreeblick eine Liste mit Artikel auf fremden Webseiten vorgelegt worden, mit der Aufforderung diese Artikel zu löschen. Johnny und seine Mannen sollen also Artikel beim lawblog, den Ruhrbaronen, netzpolitik.org und anderen Webseiten löschen. Ich bin ja selten um Worte verlegen, aber die Forderung erscheint dermaßen absurd, dass mir dazu nichts einfällt. Im Mai geht es für Spreeblick übrigens vor Gericht gegen Primecall, Spreeblick sucht nun Zeugen:

Wir suchen daher weitere Zeugen, denn unser damaliger Interview-Partner allein genügt vor Gericht nicht, da Primacall lt. eigener Aussage Zeugen vorweisen kann, die lt. Primacall beweisen wollen, dass die im Interview getätigten Aussagen falsch seien.

Wer also helfen kann oder Jemanden kennt, der sollte sich bei Johnny melden. Über Primecall weiß im Übrigen auch merkur online etwas zu berichten. Ich werde dann jetzt mal auch eine Liste mit Webseiten, die mir nicht gefallen, an Johnny schicken, wo er doch gerade dabei ist. Vielleicht reicht ja auch ein Stoppschild? Genug Sarkasmus, es geht für Johnny & Co. mittlerweile um mehrere Tausend Euro. Wer also helfen kann, sollte sich sofort melden. :)

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Geschäftsmodell Abmahnung – New Chicks Cum First

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Dass sich das Abmahnwesen in Deutschland zu einem fragwürdigen Geschäftsmodell entwickelt hat, wird nicht erst seit gestern vermutet. Schon zu C64-Zeiten machten freundliche Tanja-Briefe die Runde. Ein Rechtsanwalt aus München machte sich als Abmahnanwalt einen Namen und war sicherlich eine Zeit lang berühmt und berüchtigt. Heute hat sich das Kopieren urheberrechtlich geschützter Software, Filme und Musiktitel, wie soll es auch anders sein, ins Internet verlagert. Per Mausklick sind nicht nur Opensource-Perlen zu finden, sondern jeder aktuelle Kinofilm und die neueste Software, meist noch vor dem jeweiligen Release. Für unbedarfte User sind diese einfach ausgeführten Klicks in den letzten Jahren immer wieder mit dramatischen Folgen verbunden: Es folgte eine Abmahnung mit nicht unerheblicher Kostennote. Oder:

Wer mit dem Feuer spielt, kommt darin um.

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Die Dunkelkammer in Hamburg

Hamburg ist nun wirklich die geilste Stadt der Welt – mit einer Ausnahme: Unsere Pressekammer des Landgerichts Hamburg unter dem Vorsitz des unglaublichen Richters Buske. Schon seit Jahren zensieren unzählige Foren und Blogs sich selbst – denn auch solche rechtlichen Streitigkeiten werden in der Regel wegen des fliegenden Gerichtsstandes in Hamburg ausgetragen. Schon als es noch keine Blogs gab, kannte man die Pressekammer das Landgerichts Hamburg. Die Telepolis fasst die Geschehnisse rund um Richter Buske und seinem Team hervorragend zusammen.

Hamburg hört in Karlsruhe auf

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Warum mich Frau Dr. Eva Schweitzer sprach– und fassungslos macht

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Es kommt ja selten vor, dass ich fassungslos bin, aber heute ist wieder so ein Tag. Es geht natürlich um Frau Dr. Eva Schweitzer, die einen Blogger hat abmahnen lassen. Hier die vier wichtigsten Links:

Journalistin lässt Blog abmahnen, fordert 1.200 Euro Schadensersatz für Textzitate
Empire Strikes Back
Stellungnahme von Eva Schweitzer zur Blog-Abmahnung
A New Hope

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Der kleine Jack und die PISA-Studie 2009

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Quelle: Dawanda-Shop

Ich denke ja nicht, dass Jack Wolfskin gut beraten war, sich mit den Kreativen von Dawanda anzulegen — vom Social-Media-Impact mal ganz zu schweigen. Bei Twitter und auf den Blogs werden mittlerweile Alternativen genannt, die mir persönlich zum Beispiel völlig unbekannt waren. Eigentor ist bei dem Echo noch harmlos ausgedrückt…

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Jack Wolfskin: selbst schuld

AbmahnungIch habe bisher nicht viel von Jack Wolfskin gehalten und meine Meinung hat sich in den letzten Tagen leider bestätigt: Jack Wolfskin lässt die Abmahnmaschenerie laufen und mahnt derzeit mehrere junger Mütter und Stick-begeisterte Damen auf der Internet-Plattform Dawanda ab. Ihr Vergehen: das Anbieten von Tierpfoten auf selbstgenähten Mützen, Hausschuhen, Wärmflaschen oder Puppen — also alles, was man für den Outdoor-Bereich benötigt. Jack Wolfskin hat die typische Tatzenpfote als Marke geschützt — und so werden nun mehrere Personen, auch welche, die Katzenpfoten, nicht Wolfspfoten, anbieten abgemahnt. Der Werbeblogger schreibt: Wie unsicher muss sich ein Jack Wolfskin fühlen, um gegen diese Damen Abmahnungen zu versenden? Wie viel können sie ihm wirklich schaden? Wie viel kann Jolyon Yates’ Princess Jack Wolfskin schaden? b

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Manuela Schwesig — Die Zensursuela der SPD macht Karriere

Stoppt die SPDManuela Schwesig ist der neue Superstar der SPD. Über ihre Eigenschaften, in das Kompetenzteam des Frank-Walter Steinmeier aufgenommen werden, schrieb ich vor einiger Zeit: Ihre Kompetenzen: Sie ist 2003 während der wütenden Proteste gegen die Agenda 2010 in die SPD eingetreten – steht also voll und ganz gegen diese menschenunwürdige Gesetzgebung. Zu guter Letzt ist sie eine Frau und sieht ganz passabel aus – Steinmeiers Gegenmodell zu Ursula von der Leyen. Ein Gegenmodell zu Ursula von der Leyen — politisch scheint das heute schon auszureichen. Während der Diskussionen um die Internetzensur hat sich Schwesig wie folgt geäußert: Das Hin und Her haben zwei von der Union geführte Ministerien zu verantworten. Für diese Hängepartie habe ich nicht das geringste Verständnis. Das hält einen besseren Kinderschutz auf. Sprich: Es konnte ihr gar nicht schnell genug gehen mit dem strukturellen Aufbau der Internetzensur.

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Spammer werden auch immer unverschämter

Ich weiß nicht, wie viele Spam-Mails täglich in meinem Briefkasten landen. Manchmal, wenn der Absender identifizierbar ist, frage ich schon einmal zurück, wo ich denn die Abmahnung hingeschickt werden kann — im Prinzip erfreue ich mich dann immer an den Reaktionen. In der Regel folgt eine Entschuldigung, war ja gar nicht so gemeint, etc. pp. Nicht so gestern, da wollte Jemand sein religiöses Buch bewerben, er nannte sein Schreiben Pressemitteilung, und ich bekam auf meinen Einwand folgende Antwort:

Als haftungsrelevanter Vertreter Ihres Blogs sind Sie nämlich im Sinne des Pressrechts und des Telemediengesetzes der Ansprechpartner Ihres Blogs und somit Zustellungs– und Empfangsbeauftragter zugleich. Demnach sind Sie verpflichtet, zumindest einmal von der Ihnen als unangenehm empfundene Emails Kenntnis zu nehmen. Ihre Antwort sehe ich daher als hinfällig an. Lästige Werbebriefe werfen Sie ja auch weg, oder?

Ich fasse zusammen: Weil ich ein Blog mit regulärem Impressum führe, bin ich rechtlich dazu verpflichtet, Spam-Mails zu lesen, wenn sie mich erreichen. Wie viele Unverschämtheiten muss man sich eigentlich gefallen lassen, nur weil man ein Blog führt? Ich hätte große Lust, solch eine Geschichte ja einmal vor Gericht durchzufechten. Nur fehlt mir die Zeit — und da wir alle wissen, dass das Internet ein rechtsfreier Raum ist, stehen die Chancen wohl bei Null. Oder habe ich da Etwas missverstanden? 😉

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