T-Online möchte weiterhin Daten speichern

Provider paradox: während sich ISP-Verbände mit Händen und Füßen gegen die EU-weit geplante Verbindungsdatenspeicherung wehren, die neben dem Generalverdacht gegen alle Bürger auch enorme Kosten für die ISPs mit sich bringt, kämpft T-Online um das Recht, Daten von Flatratenutzern weiter speichern zu dürfen.
Gulli News

Quo vadis T-Online, was sind die Beweggründe hinter diesem Wunsch nach dem omnipotenten Mitschnitt des Traffics? Derlei Dinge erzeugen massive Kosten für einen Provider, wie schon oben erwähnt, und sind darüber hinaus völlig unnötig in Verbindung mit einer Flatrate.

Das ergangene Urteil betrachtet T-Online nur spezifisch für den klagenden Kunden und sieht es nicht von allgemeiner Gültigkeit. Man versucht jetzt Zeit zu schinden, bis Provider ohnehin regulär dazu verpflichtet sind alle Daten der User zu loggen. Wir damit Geld gespart beim rosa Riesen? Wohl kaum — Fragen über Fragen … was ist wohl die Motivation dahinter, identisch mit jener der Politiker wäre wohl widersinnig — oder? Nun ja, man kann vieles mit gespeicherten IP Nummern anstellen .…

2 Antworten zu “T-Online möchte weiterhin Daten speichern”

  1. Chris sagt:

    Hm, ganz ehrlich: Ich sehe das so, dass es eine rein wirtschaftliche Entscheidung des rosa Riesen ist. Die Vorratsdatenspeicherung kommt, allein schon wegen Brüsseler Vorgaben. Warum soll ich Unternehmen jetzt umstellen, um später wieder auf die alte Speicherung zurückzustellen. Da spiele ich doch lieber auf Zeit, bis die Gesetze mein Verhalten legitimieren. Spart eine Umstellung — spart Geld.

  2. Oli sagt:

    Nun das ist vielleicht korrekt für das jetzige Urteil und die verbleibende Zeit. Der Grund für das Urteil war aber die Tatsache das die Telekom schon seit Jahren(!) diesen Umstand der Datenspeicherung mißachtet — andere wie Hansenet usw. beachteten dieses Gesetz in puncto Flatrate und Datenspeicherung.

    Daten dürfen nur gespeichert werden, wenn es für die Abrechnung notwendig ist!

    Desweiteren ist die Nichtspeicherung, ja selbst die Umstellung kein Kostenaufwand(marginal) — das bestätigten schon in der Vergangenheit viele unabhängige Expertn — selbst in 3–4 Monaten würde die Telekom noch enorm sparen 😉

    Die Frage bleibt, was hat die Telekom davon seit Jahren(!) die Daten zu speichern — 80 Tage bei der Flatrate? Jedenfalls keinen plausiblen Grund … die jetzigen Begründungen a la «das kommt eh usw.» sind nur Augenwischerei um der eigentliche Frage nach der Kausalität aus dem Weg zu gehen …

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