Summer Games

Summer Games LogoDie letzte Disziplin lag vor uns. Schweißgebadet saßen mein Cousin und ich auf dem Sofa, noch mal nach der Cola greifend — eine Stunde Sport lag hinter uns. Realer Sport? Nicht wirklich 😀 Nein, wir saßen mal wieder am C64, nun war das Tontaubenschießen dran. Jeder von uns hatte in den vorherigen Disziplinen die gleiche Anzahl an Medaillen gesammelt. Wer nun von den 25 Tontauben die meisten abschoß, sollte bei Summer Games der Sieger sein.

Summer Games — die Mutter aller Sport-Spiele auf dem Computer, so kann man es ausdrücken. Mehrere Disziplinen (oder auch einzelnde) musste man durchstehen, um am Ende auf dem Siegertreppchen zu landen. Die erste Disziplin war Stabhochsprung. Entscheidend war die Griffhöhe, wie in der Realität konnte man Höhen auslassen und das wichtigste war, den Stab im richtigen Moment loszulassen. Die Disziplin, die mir am meisten Spaß gemacht hat, war das Turmspringen — immer volles Risiko, meist der Bauchklatscher, manchmal aber durchgängig die 10 von den Wertungsrichtern. Laufdisziplinen mussten ebenso wie bei Decathlon absolviert werden. Jedoch war hier wie beim Schwimmen Gleichmäßigkeit der Joystickbewegungen gefragt, und nicht, wie breche ich beim schnellen Hin und Her am schnellsten den Competition Pro entzwei.

Als ich das erste Mal Summer Games spielte, wunderte ich dann doch über die Disziplin Gymnastics, doch musste man hier nicht einen Ball durch die Gegend werfen, grazil wie Claudia Schiffer über den Mattenboden tänzeln, nein, hier war nur Pferdsprung angesagt — doch auch hier landete man oft auf dem Hosenboden. Wie bereits erwähnt, die letzte der Disziplinen war das Tontaubenschießen — froh war, wer nach jeder Runde seine (am Anfang gewählte) Nationalhymne hören konnte, bedeutete das doch, dass man gewonnen hatte.

Summer Games ist heute noch Kult — oft kopiert, sei es von Epyx selbst mit Winter Games, World Games oder California Games oder auch ganz andere Varianten wie Western Games oder Sex Games 😀 und doch wurde selten der Charme der Sommerspiele erreicht. Die Grafik war schlicht, aber gut, der Sound war gerade in Bezug auf die Nationalhymnen und der daraus resultierenden Realität sehr gut — so lernte man nebenbei auch Nationalhymnen anderer Länder. Welche Spiele können heute noch behaupten, einen derartigen Lerneffekt zu besitzen? Summer Games ist, bleibt und wird es immer sein — Kult.

Wertung:

Grafik:
Summer Games70 von 100 Punkten

Sound:
70 von 100 Punkten

Spielspass:
80 von 100 Punkten

Heutiger Kultfaktor:
100 von 100 Punkten

Video:

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4 Antworten zu “Summer Games”

  1. Oli sagt:

    Ich muß wirklich sagen, Winter Games war immmer mein Favorit — fand ich irgendwie «origineller» 😀

  2. Rid sagt:

    Für mich ist die Mutter aller Sportspiele Decathlon auf dem VCS2600.

    Hat mich damals einige Joysticks und viel Daumenpelle gekostet

  3. Björn sagt:

    Beim Turmspringen ist mir regelmäßig der Springer abhanden gekommen… das war dann ganz toll, wenn der Gesamtsieg so den Bach runterging. Aber dafür war ich im Tontaubenschießen richtig grandios. Muss mir mal den USB-Competition-Pro zulegen, damit ich sowas auch mal wieder via Emulator spielen kann.

    Schöne Serie, am Wegesrand. Weiter so.

  4. Sire sagt:

    Oh, Summer Games. War schon gut damals, aber der Nachfolger und auch Winter Games haben mir im Gesamtpaket damals besser gefallen.

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