Stoppt Napster

Napster bietet Fußball-Songs und Kicker-Satire

Der Fußball-Channel von Napster bietet ab sofort über 100 Songs und Satire über das runde Leder.

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Daneben finden Fußball-Fans auch Satire-Beiträge von Arnd Zeigler oder den Jungs von der DFB-Kantine. (dcn) (Quelle)

Liebe Fußballerinnen,
liebe Fußballer,

macht eine Kampagne «Stoppt Napster» überhaupt einen Sinn? Natürlich habe ich darüber nachgedacht, Tag und Nacht seit ich vor 30 Minuten darüber gelesen habe. Lässt sich ein Unternehmen wie Napster von solchen Protesten überhaupt beeindrucken? Und betreibt man nicht ungewollte Werbung für die Kicker-Satire? Und interessieren sich überhaupt einfache Kreisliga-Fußballer dafür, wenn Kicker verunglimpft werden? Und wer zum Teufel hat JFK erschossen?

Ich habe mich letztlich für eine Kampagne entschieden. Nach der Ereignissen rund um das Fußball-Spiel Deutschland gegen England im Jahr 2001 (1:5) hatten wir gedacht, es bestehe Einigkeit darüber, dass Medien Rücksicht auf die religiösen fußballerischen Gefühle von uns Kickern nehmen sollten — egal, ob sie Bayern, Schalker, Dortmunder oder Hamburger sind — wir sind Fußball. Aber offenbar haben wir uns geirrt. Auf unseren Fußball, seinen Symbolen — Gott schütze den heiligen Lederball — und Repräsentanten — geheiligt seist Du, lieber Kaiser — meinen manche in den Medien um eines billigen Effektes wegen herumtrampeln zu können. Könnte man die Kicker-Satire als bunten Schwachsinn ertragen, ist mit der Napster-Werbung für die Kicker-Satire die Grenze überschritten, Herr schenke diesen Menschen die Erleuchtung. Die Werbeanzeige zeigt einen offenbar gut gelaunten Rudi Völler am Rande des Spielfeldes. Im Hintergrund die Anzeigetafel mit dem Endergebnis des WM-Qualifikationsspieles Deutschland gegen England in München (1:5) mit dem Slogan «Lachen statt Waldi». Schwer vorstellbar, dass Kicker aus aller Welt und Fußballer aus der Kreisliga das witzig finden.

Und das Werbe-Argument? Da muss man abwägen. Ich meine, es ist an der Zeit, dass unser aller Unmut über diese Häme einmal deutlich artikuliert wird. Wenn wir uns nicht endlich wehren, hört das niemals auf. Und damit kein Missverständnis entsteht: Wehren — mit Argumenten Worten, versucht es einfach in Ruhe, nicht mit Gewalt, keine Blutgrätsche, sonst seid Ihr Seite 1-Girl bei BILD stellt Euch BILD an den Pranger.

Diese Aktion lebt von euch, Eurer Kreativität und Eurer Bereitschaft zum Mitmachchen. Dazu lade ich ein.

Chris
Herausgeber F!XMBR

Originaltext:
http://www.vers1.net/links/Stoppt_Popetown_/stoppt_popetown_.html

 

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