Sportjournalismus in Deutschland gedopt?

Dass ich Jens Weinreich (und Thomas Kistner) für die besten Sportjournalisten in Deutschland halte, habe ich bereits an der einen oder anderen Stelle erwähnt. Jens Weinreichs Blog habe ich im Feed — ich war in den letzten Wochen ein wenig enttäuscht, dass da nichts kam — so musste ich auf BerlinOnline ausweichen. Ein wenig mehr Recherche von mir hätte da dann doch gut getan. Jens Weinreich hält nicht nur Seminare an der Universität Dortmund — er betreut 2 weitere Internet-Portale, vielleicht keine direkten Blogs aber Joomla lässt grüßen. 😉

Begleitend zu seinem Seminar an der Universität Dormund Recherche im Sportjournalismus» ensteht das Portal sportjournalismus.org. Lesetipp: Deutsche Sportjournalisten gedopt? und Recherche zur Finanzierung Der Fussball-WM 2006. Über das Seminar: Der Sportjournalismus stand in den vergangenen Jahren bundesweit in der Kritik. Zahlreiche Skandale, wie etwa die ARD-Verträge mit Jan Ullrich, sorgten für heftige Diskussionen. Beklagt wurden das Abdriften des Sportjournalismus in das Unterhaltungsressort, die überzogene Orientierung an Einschaltquoten und Auflagen sowie der flächendeckende Rückgang kritischer, distanzierter Berichterstattung. In diesem Seminar werden medienübergreifend Wege und Möglichkeiten eines hintergründigen Sportjournalismus aufgezeigt, herausragende investigative Leistungen analysiert, Recherchetechniken trainiert und Rechercheprojekte zur Veröffentlichungsreife gebracht. Zusätzliche Übungen zur aktuellen Sportberichterstattung unter praxisnahen Bedingungen ergänzen das Seminar im Sommersemester 2007. Zwar direkt für die Journalistik-Studenten, trotzdem sehr interessant.

Die Forderung nach besserem Sportjournalismus wird auf dem sportnetzwerk erhoben. Was das Sportnetzwerk außerdem will: Das sportnetzwerk will an den Schnittstellen der Gesellschaftsfelder Sport, Medien, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur verschiedene Kommunikationsplattformen bieten. Es soll in erster Linie ein journalistisches Netzwerk sein, will und wird aber die Erfahrungen und Kompetenzen verschiedener Bereiche miteinander vernetzen. Kurzum: Ein bisschen (mehr) Geist kann nicht schaden.

Regelmäßige Lektüre, täglich neue Artikel, wie zum Beispiel auf einem Blog, wird man dort eher selten finden — wenn die Doping-Problematik mal wieder hochkocht, dann eher, als wenn der FC Bayern mal wieder Zauberfußball zelebriert. Jedoch sind die genannten Seiten, wie auch das Blog von Jens Weinreich selbst, gute Ausgangspunkte für die eigene Recherche. Warum ich das alles schreibe? 😀 Nun, bei Jens Weinreich gab es heute 2 Videos zu begutachten — die wollte ich nicht einfach mit einem via hier reinknallen. 😉

Marion Jones — Juni 2004

Marion Jones — Oktober 2007

Im Leistungssport wird gedopt — überall. Die, die erwischt werden sind die Ausnahmen, aber nicht die Ausnahmen, die dopen, die Ausnahmen, die so dämlich sind, sich erwischen zu lassen. Ob im Radsport, in der Leichtathletik oder im Fußball — ja, im Fußball, man denke an den Abpfiff für Toni Schumacher nach dem Anpfiff –> Lesebefehl. Und wenn Eure Kids mal Profisportler werden wollen, schlagt eine Ausbildung zum Apotheker vor — die Ausbildung ist fundierter, dort wissen sie, was sie tun. 😉

2 Antworten zu “Sportjournalismus in Deutschland gedopt?”

  1. Falk Lüke sagt:

    «er bereut 2 weitere Internet-Portale«
    Schicker Vertipper. :-)

  2. Chris sagt:

    *g*

    [x] fixed

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