Splatter

Unser aller Bill stellt die Beta von Vista, Office und Longhorn Server vor und träumt dabei von seinen unausgegorenen Visionen. Dazu gesellt sich John Kennedy, seines Zeichens IFPI Chef und Chef-Polemiker, wenn es darum geht ebenfalls tollkühne Aktionen und damit einhergende Visionen unters gemeine Volk zu bringen.

Der Branchenverband VATM (Verband der Telekom Konkurrenten) befürchtet, o Wunder, eine Abschwächung des DSL-Booms. Tja irgendwann tritt wohl auch hier mal eine Sättigung ein, ähnlich dem Mobilfunkmarkt. Vice versa versucht die Kirche einen Boom auszulösen und verlorenen Boden wett zu machen, indem sie Dan Browns Da Vinci Code auf dessen fehlendes Seelenheil prüft und nach Strich und Faden tadelt.

Und last not least gibts noch das Du bist ein guter Deutscher und paßt zu uns–Handbuch von dem Bundesdeutschen Integrations-Dingens. Ach je, als hätten wir nicht schon Probleme genug und gerade erst gestern die Anwendung der Rasterfahndung ad absurdum erklärt, taucht doch schon ein neues Tonband des fallout-boys Bin Laden auf

Hach ist die Welt nicht schön? :)

10 Antworten zu “Splatter”

  1. Chris sagt:

    Mein Gott, dieser Trottel da vom IFPI — geben die denn erst Ruhe, wenn sie sich selbst zerstört haben? Was für Vollpfosten.

  2. Oli sagt:

    Golem.de hat im Moment gerade ein Gespräch mit einem Anwalt drin, der ein paar dieser «Profiraubkopierer» vertritt.

    http://www.golem.de/0605/.….508.html

    Okay mancher einer innerhalb dieses debilen Volks wird vielleicht kontern, aha auch wieder die richtigen … Studenten, Schüler und vielleicht auch noch Arbeitslose 😀
    Aber das ist nun mal die Realität, wobei ja schon bei dieser Abmahnmachinerie aus der Schweiz sogar ein Richter vor den Kadi gezerrt wurde.
    Wäre das Volk mal eins, könnte man vielleicht auch etwas bewegen …

  3. Falk sagt:

    «…geben die denn erst Ruhe, wenn sie sich selbst zerstört haben?»

    Na hoffentlich sag ich da nur — die, welche Musik als Wert zu schätzen wissen, haben der IFPI schon längst den Rücken gekehrt. Gibt ja noch Alternativen zu diesem Verein junggebliebener Rentner.

  4. Oli sagt:

    Gehören wir letzteren nicht schon an, gemäß der einhelligen Meinung in diesem Land? 😀

  5. Falk sagt:

    LOL — also mit dem debilen Volk diverser Vorstände diverser Konzerne möcht ich eigentlich nicht verglichen werden 😉

    Und dieses «debil» steht stellevertretend für die Weltfremdheit dieses Packs.

  6. Oli sagt:

    Debil sind bei mir diejenigen und es ist die Masse, die alles abnicken.

  7. Grainger sagt:

    Die Jungs und Mädels von der Contentindustrie sind nicht debil, eher schon sind die (schein)tot.

    Da hat doch gestern im TV eine «Fachanwältin für Urheberrecht» tatsächlich auch behauptet, der Streitwert pro heruntergeladene Datei sei 10.000 Euro.

    Das soll sich doch bitte mal irgendein sachkundiger Richter vorrechnen lassen, schließlich kann es bei der zivilrechtlichen Seite der Angelegenheit nur um den entgangenen Gewinn gehen.

    Im legalen DL werden die Dateien durchschnittlich für rund 1 Euro (ich lasse jetzt mal 1-Cent-Beträge weg) angeboten und das ist ja angeblich kaum kostendeckend.

    So groß kann ja dann die Gewinnspanne und damit der entgangene Gewinn kaum sein.

    Ich unterstelle jetzt mal beispielhaft großzügige 40% Reingewinn (und nur um den kann es hier eigentlich gehen), also rund 40 Cent pro Track.

    Bei einem Streitwert von 10.000 Euro pro Track müssten dem Verkäufer also durch jede im Filesharing angebotene Datei rund 25.000 legale Kunden entgehen.

    Sorry, aber das glaube ich beim besten Willen nicht. Das muss man auch nicht glauben (wir reden ja hier nicht über Religion), denn dieser Schaden muss vom Kläger ja eigentlich glaubhaft bewiesen werden.

  8. Falk sagt:

    Zumindest in Deutschland muss dies bewiesen werden. In Amerika kommst mit solcherlei Milchmädchenrechnungen schneller durch. Wobei mir davor graut, dass ich an sich eher befürchte hier wird man irgendwann das Zivilrecht auch noch «anpassen».

    Und dieses ganze Zahlenspiel ist sowas von daneben — die Zahl, die den Konzernen durch die jetzt erwischten Kopierer entgangen ist — ist ziemlich genau 0 (in Worten: Null). Kein Cent mehr und keiner weniger.

  9. Grainger sagt:

    Dann wäre es aber höchste Zeit, das irgendein kompetenter Richter mal die angesetzten Streitwerte überprüft und korrigiert, denn aus diesen utopischen Streitwerten errechnen sich ja u.a. auch die Anwaltskosten.

    Selbst wenn ich großzügig unterstelle das den Konzernen durch jede einzelne gesharte Datei 10 Kunden verloren gehen wäre das dann ein Streitwert von 4,00 Euro pro Datei.

    Nur: wenn sich dann bei hypothetischen 100 Dateien statt 1.000.000 Euro Streitwert nur noch 400 Euro ergeben wird auch auf Seiten der von den Konzernen beauftragten Anwälte der Enthusiasmus beträchtlich nachlassen.

    Vielleicht könnten sich dann unsere Staatsanwaltschaften und Gerichte wieder um wichtigere Dinge kümmern.

  10. Falk sagt:

    «Selbst wenn ich großzügig unterstelle das den Konzernen durch jede einzelne gesharte Datei 10 Kunden verloren gehen»

    Und genau das ist schon im Ansatz per se völlig falsch meiner Meinung nach. Da brauch ich niemandem nichts unterstellen oder mal provokativ ausgedrückt — auf jeden Download findet sich mindestens einer mehr durch genau diesen Download, der sich das ein oder andere dann doch kauft.

    Viel schlimmer wirkt meines Erachtens das saublöde Image, welches sich die Musikfirmen selbst geschaffen haben. Bis vor ca. 5 Jahren wussten viele noch nicht einmal, das zu den Superstars noch diese Maschinerie gehört (und ich red vom durchschnittlichen desinformierten Bild-Zeitungsleser). Dann tritt man aus dem Schatten seiner Künstler und von da ab von einem Fettnäpfchen ins nächste. Reisst eine komplette Wirtschaft damit in den Abgrund und zieht Konstrukte von Bedrohung durch «Raubkopierer» an den Haaren herbei.

    Verschläft vollkommen die technische Entwicklung und deren großartigen Möglichkeiten, aus dem Glauben in die Old Economy. Und wundert sich dann, warum man entweder verhöhnt oder schlichtweg ignoriert und vor allem mit einem ansatzweise vorhandenen Boykott bestraft wird.

    Wer hier zum Schluss die Leidtragenden sind, darf sich jeder ausmalen — mit Sicherheit sind es nicht die senilen Politiker und Mafio*räusper*IFPI-Vertreter.

RSS-Feed abonnieren