Spiegel-Wissen für Alle

Mehr davon, kann man nur zurufen. Nachdem Google demnächst eine Alternative zur Wikipedia mit Knol bekanntgegeben hat, legt nun der SPIEGEL nach. Ja, der SPIEGEL — und dann auch noch in Kooperation mit Bertelsmann. Der SPIEGEL selbst spricht von der ambitionierteste Rechercheplattform im deutschsprachigen Internet. Zusammengeführt werden sollen die Inhalte vom Magazin, von SPIEGEL Online, der Bertelsmann-Lexika und –Wörterbücher sowie auch die Inhalte der Wikipedia. Interessant dabei: Alle SPIEGEL-Artikel des Magazins seit 1947 sind dann kostenlos im Netz verfügbar, nur jeweils die aktuelle Ausgabe wird weiterhin als E-Paper verkauft werden. Eine achtköpfige Redaktion soll sich um das Projekt kümmern — werbefinanziert soll die Plattform unter wissen.spiegel.de ansonsten kostenlos sein.

Wenn da kein Werbe-Overkill eingebaut wird, ist das doch eine feine Sache. Ich will da auch nicht von Konkurrenz zwischen der Wikipedia, Knol und dem SPIEGEL reden. Es sind jeweils Alternativen, die untereinander nur jeweils die Qualität anheben können — auch wichtig: Die Wikipedia hat online dann nicht mehr das Monopol inne. Mehr davon — nur bitte haltet Euch mit der Werbung zurück und übertreibt es nicht. Zu befürchten ist es, wenn Bertelsmann und der SPIEGEL dafür verantwortlich sind. Schau m’er mal.

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6 Antworten zu “Spiegel-Wissen für Alle”

  1. derhans sagt:

    Ich stimme dir zu, wenns gut gemacht wird, ist es ähnlich wie knol ne gute Sache, Und als Konkurrenten würde ich alle drei Plattformen nicht sehen, ehr als gegenseitige Ergänzung mit ein paar Schnittmengen.

  2. Oliver sagt:

    Natürlich sind es Konkurrenten, ich weiß nicht warum vor diesem Begriff alle immer Angst haben? Nur mittels Konkurrenz kommt überhaupt etwas zustande, wenn alle nur voneinander abschreiben, wird nicht viel bei herum kommen. Was einige noch nicht bedacht haben, mit dem Advent der Wikipedia-Migration hin zur CC, wird es möglich sein Wikipedia Texte mittels Knol zu verwerten 😉
    So kommt die Wikipedia doch noch indirekt zur Werbung, die sie selbst verneinte 😉

  3. Chris sagt:

    Es sind Mitbewerber… :p

  4. Marc sagt:

    Wenn es ein gutes Projekt ist, werden sicherlich bald irgendwo vernünftige Werbeblocker auftauchen.

    Da lässt sich doch hoffen :)

  5. Stephan sagt:

    Mehr Auswahl ist bestimmt nicht schlecht, ich finde aber ein wenig seltsam, dass mit dem neuen Projekt, wenn Wikipedia miteinbezogen wird, Bertelsmann und Spiegel faktisch Teile ihrer Redaktion ausglagern.
    Das heisst, dass jeder, der sein Wissen auf den Wikiseiten zur Verfuegung stellt, unentgeltlich zu den Gewinnen der beiden Konzernen beitraegt. Marx haette sich die Augen gerieben, dass die Kapitalinhaber von heute noch nicht mal die Reproduktionskosten der Arbeitskraft vom Mehrwert abziehen muessen.

  6. Oliver sagt:

    Tja das ist dann eben gelebte Freiheit und bei dieser muß man auch mit Mißbrauch leben. Natürlich kann man sich in die Gefilde Schäubles etc. begeben und Dinge verbieten, überwachen etc. Nennt man dann nicht mehr Freiheit usw., aber was solls ..

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