SPD — Millardenforderung an den deutschen Staat?

SPD-FahnenDie SPD ist am Ende. Ich glaube, in unserem Land gibt es kaum noch jemanden, der diesen Haufen irgendwie noch ernst nimmt. Die Umfragewerte, je nach Institut zwischen 24% und 30%, lassen sich wohl nur dadurch erklären, dass ein Teil der Bevölkerung immer noch der Meinung ist, die SPD sei das kleinere Übel gegenüber der Union. Dass die SPD mittlerweile die neoliberale Schwester der Union ist, wollen noch nicht alle wahrhaben. Man hat die eigenen Ideale verkauft, das eigene Wählerklientel verkauft, die Menschen in unserem Land verkauft. Man hat Millionen Menschen und Kinder in die Armut geschickt — man steht heute stramm rechts, wo die Union früher alleine gestanden hat. Dementsprechend sind natürlich auch die Mitgliederzahlen der SPD stark rückläufig — wen wunderts.

Erst Ende Juli kamen neue Zahlen heraus, die die Auflösung der SPD mehr als deutlich aufzeigen. Die ehemaligen Sozialdemokraten kommen mittlerweile nur noch auf 549.916 Mitglieder — und das bei einer Bevölkerungszahl von 82. Mio. Menschen. Man mag in den Raum werfen, das sind ja immer noch ein paar Leutchen, aber so richtig dramatisch wird es erst, wenn man die Zahl mit der CDU vergleicht. 544.366 Mitglieder zählt die CDU und hat damit fast die SPD überholt. Die ehemals große SPD, die Partei des kleinen Mannes, die immer weitaus mehr Mitglieder als die CDU hatte, wird nun bald von dieser überholt. Es gibt kaum ein besseres Beispiel, an dem man das Ende dieser ehemaligen sozialdemokratischen Partei festmachen kann.

Die Frage, die sich sicherlich die SPD-Granden stellen: Wie kann man dem gegensteuern? Eine neue Politik? Eine, die wieder den Namen sozialdemokratisch verdient? Eine, die wieder den Menschen in unserem Land hilft? Nein, nicht mit der SPD — dort bleibt es bei der asozialen, aufrechten Politik der letzten Jahre. Aber man macht sich trotzdem Gedanken — Gedanken, wie man den finanziellen Verlust wieder wettmachen kann. Barbara Hendricks gehört ganz typisch zur heutigen SPD-Generation. Sie sagt:

Wenn die Bürger sich entscheiden, sich nicht als Mitglieder in Parteien zu engagieren, wird dies zumindest zum Teil durch öffentliche Mittel ausgeglichen werden müssen. […] Wenn alle Parteien auf diese Weise Mitglieder verlieren, werden sie sich verständigen müssen, wie man einen finanziellen Ausgleich schaffen kann. […] Hinzu kommt, dass die sinkende Wahlbeteiligung die Zuschüsse der staatlichen Wahlkampfkosten-Erstattung mindert.

Das ist doch mal eine richtig verquerte Sichtweise — und wenn es nicht so traurig wäre, würde ich schallend loslachen. Es wird keine Sekunde darüber nachgedacht, warum der Bürger der SPD nur noch den nackten Arsch Hintern zeigt — nein, dem Bürger wird gleich die Rechnung geschickt. Radio Utopie fragt süffisant ob der Tatsache, dass die Mitgliederzahlen immer mehr schrumpfen und die SPD tatkräftig am Projekt 18 arbeitet, nun Millardenforderungen auf den deutschen Staat zukommen. Zuzutrauen wäre es der SPD. Barbara Hendricks ist die designierte SPD-Schatzmeisterin — mit diesem Vorstoß, das Versagen der SPD, Menschen in die Armut geschickt zu haben, die gesamte asoziale Politik der SPD dem Bürger auch noch in Rechnung stellen zu wollen beweist sie, dass sie genau die richtige ist — für eine Führungsposition in der SPD. Herzlichen Glückwunsch. (via)

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2 Antworten zu “SPD — Millardenforderung an den deutschen Staat?”

  1. Grainger sagt:

    Das ist doch nun mal so richtig geil:

    wenn einem Unternehmen (in diesem Falle einer Partei) die Kunden (in diesem Falle Parteimitglieder bzw. Wähler) wegbleiben, sucht man die Schuld nicht bei sich und versucht das Produkt (in diesem Falle die Parteipolitik) zu ändern.

    Das wäre vermutlich für eine Partei eine zu naheliegende Strategie.

    Nein, man versucht aus der öffentlichen Hand (also letztendlich aus uns allen) eine Art Umsatz– bzw. Gewinngarantie heraus zu holen.

    Wenn man den Gedanken konsequent zu Ende denkt, reicht es dann in Zukunft irgendeine Partei zu gründen (Anzahl der Mitglieder und Wahlbeteiligung dürften unter diesen Vorzeichen ja wohl vollkommen egal sein) und die eigenen Pfründe dürften bis in alle Ewigkeiten gesichert sein.

  2. […] SPD — Millardenforderung an den deutschen Staat? […]

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