SPD — lasst uns das Grab zuschütten

Die SPD am Ende lautete der letzte meiner Artikel, der sich allgemein mit dem Zustand der ASozialdemokraten auseinandersetzte. Es begann natürlich nicht erst mit der Großen Koalition — jedoch veranschaulicht diese, wie sehr die SPD mittlerweile mit der CDU und auch den beiden kleinen Parteien, Grüne und FDP auf einer Linie ist. Die Grenzen verwischen, kaum noch Unterschiede zu erkennen. Schröder ist ob des eigenen Lebenswerkes geflohen — doch die Testamentvollstrecker der SPD machen weiterhin ihren ihnen zugedachten Job. Münte, Frontmann Kurt Beck oder auch Steinbrück stehen ganz auf neoliberaler Grundlinie — sie üben Verrat ein der eigenen Partei, an denen, die sie gewählt haben, und ihrem Land. Nicht nur die genannten, die kpl. Führungsriege der ASPD trägt Schuld am (eigenen) Untergang.

Warum ich schon wieder feststelle, dass die SPD mittlerweile zu Grabe getragen wird? Kollege Albecht Müller hat mal wieder den Zustand der SPD zusammengefasst — zum Niedergang der SPD . Ganz der Politiker, schreibt Albrecht Müller nicht vom Verrat an den eigenen Anhängern — wobei man noch über eigene Anhänger diskutieren könnte, für die meisten SPD-Wähler dürfte heute die Partei nur noch das kleinere Übel sein, darum wird dort das Kreuz gemacht — Albrecht Müller schreibt von Zumutungen, die den SPD-Wählern gemacht werden und wurden:

  • Agenda 2010
  • Hartz I-III
  • Hartz IV
  • mehrere Gesundheitsreformen
  • Nullrunden bei der Rente
  • Einführung Nachhaltigkeitsfaktors –> Absenkung der Rente
  • Erhöhung des Renteneintrittsalters
  • Privatisierungen
  • ÖPP-Beschleunigungsgesetz
  • Elterngeld (Verschlechterung für Geringverdienende)
  • Unternehmenssteuersenkung
  • Freistellung Spekulationsgewinne (Heuschrecken kommt zu uns)
  • Tornados nach Afghanistan
  • Trotz Nein zum Irak-Krieg Unterstützung der Kriegsparteien (Guantanmo)

Albrecht Müller erwähnt hier am Anfang natürlich nur die Entscheidungen, die frisch im Gedächtnis sind, es fehlen vielleicht die von Schily, Schäuble & Co. — die Gesetze, die ein Angriff auf unsere freiheitliche Grundordnung sind, aus unserem Land einen Polizei– und Präventivstaat gemacht haben. Die neuesten Planungen werden natürlich von der SPD aus Sicherheitsgründen durchgewunken werden. Man kennt das Spiel mit der Angst und dem islamistischen Terror — nicht erst seit 9/11.

Albrecht Müller folgert ebenso, dass die Neuwahlen von Schröder und Münteferung nur ein einziges Ziel hatten: Eben die Große Koalition, um noch härtere Reformen durchzusetzen, um den neoliberalen Geist endgültig durchzuwinken — eine These, über die man sicherlich diskutieren kann, wundern würde es bei den Protagonisten aber nicht — Politik fürs Volk wurde von Ihnen in keiner Minute der Amtszeit gemacht, das Gegenteil war der Fall, diverse Politiker sind heute stolz, Politik gegen eine große Mehrheit der deutschen Bevölkerung gemacht zu haben. Wahre Antidemokraten eben.

Nachfolgend kommt Müller darauf zu sprechen, dass nun angefangen wird, Kurt Beck nieder zu schreiben, wie man es 1994 mit Rudolf Scharping gemacht hat. Erst hoch schreiben, dann runterschreiben. Um Beck wäre es nicht schade — ich denke aber, Albrecht Müller möchte hier aufzeigen, dass angefangen wird, einen Schuldigen zu suchen. Was liegt da näher, als der Vorsitzende der ASPD? Die eigene Linie, die neoliberalen Reformen zu hinterfragen, auch vom ehemaligen Sturmgeschütz der Demokratie — das geschieht nicht, warum auch, liegt man doch auf Linie mit den Boulevard-Professoren der Republik. Der unsägliche Professor Sinn sei hier als Beispiel angemerkt.

In den letzten 3 Absätzen erklärt Albecht Müller, wieso die SPD selbst immer wieder den Weg für neue Parteien frei macht — die Grünen oder auch die Linke sind enstanden, weil die ehemalige Volkspartei eben die Felder Umweltpolitik und Sozialpolitik nicht mehr abdeckt. Ob ein Segen — wie Müller die Linke nennt — oder nicht, ist völlig unerheblich. Zeigt sie doch nur täglich die Verfehlungen der etablierten Parteien auf und verhindert allein durch ihr Dasein ein völliges Abdriften in neoliberale Ideologien.

Die SPD in der heutigen Verfassung ist am Ende, daran besteht kein Zweifel (mehr). Totengräber wie Schröder und Müntefering waren die letzten Sargnägel zu der ehemaligen Volkspartei. Gäbe es eine vernünftige Alternative, würden wir uns schon lange nicht mehr über die Partei unterhalten, die eine große sozialdemokratische Geschichte in sich trägt. So wird es noch ein wenig dauern — bei der einen oder anderen Wahl wird es vielleicht noch ein Aufbäumen geben, im Prinzip könnten wir aber heute schon das Grab zuschütten. Ein Verlust in der heutigen Verfassung ist die SPD wahrlich nicht mehr — hat sie selbst doch eine große Mitschuld an dem eigenen Untergang: durch den Verrat der eigenen Ideale, der eigenen Wähler, der Menschen in unserem Land.

Der Untergang der Bundesrepublik Deutschland wird geschichtlich eng verknüpft sein mit der (heutigen) SPD — Asche zu Asche, Staub zu Staub.

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12 Antworten zu “SPD — lasst uns das Grab zuschütten”

  1. Bernd sagt:

    Der Untergang der Bundesrepublik Deutschland wird geschichtlich eng verknüpft sein mit der (heutigen) SPD — Asche zu Asche, Staub zu Staub.

    Du meinst es bricht ein Bürgerkrieg aus, Bayern wird sich endlich abspalten, die Franken bauen einen Schutzwall entlang des Weiswurst-Äquators, Württermberger inhaftieren «Badenezer», Hamburger erobern Dänemark, Rostock und Greifswald wird an den Kongo verkauft und das alles nur weil der SPD die Leute weg laufen? 😀

  2. Chris sagt:

    Weiterführend muss man feststellen, dass der Politik, der Demokratie die Leute weglaufen…

    Die SPD ist hier Mittel zum Zweck, weil ich diesen Haufen 11 Jahre meines Lebens gewählt habe…

  3. Bernd sagt:

    Die SPD ist hier Mittel zum Zweck, weil ich diesen Haufen 11 Jahre meines Lebens gewählt habe?

    Da ist der Schmerz verständlich und deine Sorge, bezüglich der Interesse der Demokratie, teile ich auch. Andererseits hängt eine Demokratie nicht nur von einer Partei ab, auch wenn es das uns die ehemalige DDR weis machen wollte. Wenn Deutschland die Demokratie entrinnt, dann doch eher, weil der deutsche Bürger zu bequem zum Handeln resp. Initiative ergreifen ist, welches schon das zweite mal in unserer Geschichte wäre, wenn ich mich nicht irre. Persönlich sehe ich das aktuelle Problem in unserer Regierung darin, die sich nicht um die wichtigen Dinge kümmert oder anders gesagt, dass sie das Volk belügt, statt ihm die Wahrheit offen ins Gesicht zu sagen.

  4. Oliver sagt:

    >dass sie das Volk belügt, statt ihm die Wahrheit offen ins Gesicht zu sagen.

    Du würdest auch nicht zugeben wollen, wenn du shayze gebaut hast, oder?

    Treffender wie hier kann man es gar nicht mehr ausdrücken, ich schreib schon gar nichts mehr über die Genossen, weil ich mich nicht beherrschen könnte …

  5. Euro sagt:

    R.I.P.
    Vorbei die Zeit, als sich Herr Wehner und Herr Strauß noch auf offener Bühne, politisch unkorrekt würde man heute sagen, die Klotten um die Ohren gehauen haben.
    Da gab’s ganz klare Richtungsentscheide. Und der Wähler hatte im Gegensatz zur DDR mit ihrer «Einheitspartei» eine bis n echte Alternativen. Aber in der DDR gab’s ja auch mehrere Parteien… War ja nicht alles schlecht damals, könnte man jetzt sagen und grübeln welches Damals denn gemeint sein könnte. Einen Fingerabdruck im Pass gab’s in dem anderen Damals auch schon.
    Demokratie? Die meisten bestimmen, wo’s langgeht? Die meisten haben doch gar keine Ahnung!
    «Wir wollen unsern alten Kaiser Willem wiederhaben!«
    Die Sozialdemokraten waren nur so lange gut, wie sie aus «dem Osten» Unterstützt wurden. Und jetzt gibt der Osten Gas. Und Schröder hat Spaß. Neue deutsche W..irklichkeit.

  6. Falk sagt:

    Einen Fingerabdruck im Pass gab?s in dem anderen Damals auch schon.

    Hab ich was verpasst?

  7. […] SPD: Lasst und das Grab zuschütten – Kleine Bestandsaufnahme der sinnfreien Politik der SPD unter Kurt Beck und seinen drei […]

  8. […] Ich schrieb es gestern schon — es fängt an zu rumoren im deutschen Blätterwald. Man ist mit Kurt Beck nicht zufrieden und fängt an, ihn, wie einst Rudolf Scharping, nieder zu schreiben. Um Beck ist es nicht wirklich schade — interessant, dass der Problembär der SPD heute selbst dafür gesorgt hat, sein politisches Ende einzuleiten. Wenn auch bei einem offiziellem Nein unter Gerhard Schröder, so hat sich mittlerweile rausgestellt, dass die SPD zur Kriegspartei mutiert ist. Auch Kurt Beck macht da keinen Unterschied, die Tornados fliegen gen Hindukusch — und da ist es nicht verwunderlich, dass Kurt Beck nicht ausgeschlossen hat, dass neben den Kampfflugzeugen auch deutsche Soldaten direkt im Süden Afghanistans am Kriegspielen teilnehmen werden. Diese Ankündigung, deutsche Soldaten direkt am Kampfgeschehen teilnehmend, wird aber von einem anderen wahnwitzigen Vorschlag verdrängt: In einer Friedenskonferenz in unserem Lande sollen tatsächlich die Taliban teilnehmen. […]

  9. […] Wie wir mittlerweile mitbekommen haben, vertrauen die Deutschen der SPD nicht mehr wirklich. Kein Wunder, wenn man bedenkt, wie sehr diese Partei die eigenen Ideale, die eigene Geschichte, die Menschen in unserem Land, insbesondere die eigenen Wähler verkauft und verraten hat. Nun gab es den nächsten Schock für die lieben ASozialdemokraten. Laut dem Umfrageinstitut FORSA wissen nur 35% der Deutschen, wer denn überhaupt Vorsitzender der neoliberalen Kampfpartei Deutschlands ist, sagenhafte 35% antworteten korrekterweise mit Kurt Beck. Das ist doch mal sensationell — und doch nicht verwunderlich bei dem Politikfrust, den SPD und CDU zu verantworten haben. […]

  10. […] SPD — lasst uns das Grab zuschütten […]

  11. Fassmann sagt:

    Wer ist eigentlich Muentefering? Seinem unertraeglichen Geblubber nach zu urteilen doch wohl Fussballtrainer irgendeines mittelmaessigen Kickerklubs, wie sonst kann man dieses, dem Altersstarrsinn geschuldeten, sinnfreie Gesuelze des Polit-Zombies sonst verstehen?

    Mit den Balken hatte er ja schon eine ganz tolle Weissagung getaetigt, sich halt bloss mit den Farben vertan.….….….….…wohl deshalb kommt jetzt wohl nur noch dieses impertinent-infantile Fussballgequatsche aus ihm raus.

    Ein hoffentlich baldiges Ende der Siechenden Partei Deutschlands wird uns dann wenigstens vor dem Text-Schrott aus der Ecke bewahren.

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