SPD: business as usual

Kurt «Freiheit für die Fernseher am Arbeitsplatz» Beck zeigt sich offen für eine Ampelkoalition und verneint zugleich jegliche Zusammenarbeit mit den Linken. Andere hingegen, wie die nordrhein-westfälische SPD-Landeschefin Hannelore Kraft, wehren sich hingegen gegen diese pauschale Aussage und schließen eine Kooperation nicht völlig aus. Die üblichen Verdächtigen, wie Peter «Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt» Struck oder auch Wolfgang «Hartz-IV-Empfänger als Wachpersonal Tiefensee, schwafeln natürlich von Rechtspopulismus, sowie der Absurdität, das eine linke Partei gegen ein andere linke Partei antrete — wenn dabei mal Volk nicht so richtig gelinkt wird.

Geflissentlich übersieht man dabei, wie auch schon bei der Spaltung in der Weimarer Republik, das die SPD noch nie ein Profil besaß, wenn es denn darauf ankam dieses zu zeigen. Vergessen auch die Tatsache, das man mit Wendehals FDP nie einen Start machen konnte und das Grünzeug in der Koalition mit der Zeit welk wird. Aber wenn man es denn recht bedenkt, die SPD mutierte über die Jahre selbst vom profillosen Worthülsenveräußerer zum Wendehals par excellence, bekommt man denn letztendlich auch noch die entscheidenden Wendungen hin, dürfte auch einer Koalition der Wendehälse nichts im Weg stehen — mit Kanzler Beck an der Spitze :)

spon

8 Antworten zu “SPD: business as usual”

  1. Ist mir ein bißchen zu schwarz gemalt. Ich vermisse darin den ganzen Unrat, der im Laufe der Jahre auf dem Mist der CDU gewachsen ist. Was das betrifft und angesichts der jüngeren Entwicklungen muß ich neuerdings sowieso öfter an den zeitlosen Kommentar von Brösels Alter Ego zu einer der damaligen Wahlen denken.

  2. Chris sagt:

    Du liest hier schon mit, so allgemein, ja? Wenn nicht, bitte nachholen und erneut versuchen. Einfach in einen Artikel stolpern, den man zufällig gefunden hat, und zu kommentieren, das hat noch nie funktioniert…

    Auch die CDU und ihre Führer werden hier des öfteren abgewatscht…

  3. Oliver sagt:

    Es gibt zwei Dinge über die man in Deutschland im Prinzip nicht tadelnd zu berichten braucht, wenn man sich denn als mündiger Bürger bezeichnet: CDU/CSU und BILD.

    Was jedoch wirklich errschreckend ist, das einige immer noch vermeinen in der SPD einen Hauch von besserer Politik wahrzunehmen — das ist erschreckender als alle Schäubles und Bushs dieser Welt.

  4. Grainger sagt:

    Die SPD hat sich in einigen Kreisen der Bevölkerung immer noch den sozialromantischen Ruf der Arbeiterpartei bewahren können.

    Wenn man sich die Mitgliederzahlen, Meinungsumfragen und Wahlergebnisse so ansieht wird dieser Teil der Bevölkerung aber zunehmend kleiner, allerdings scheint das nicht die geringsten Auswirkungen auf die Parteipolitik zu haben.

    Der Parteiführung ist offensichtlich mit dem Verlust des Bezuges zur eigenen Basis auch der Blick auf die Realität verloren gegangen.

    Oder es ist ihnen schlichtweg egal!

    Wenn ich mir die öffentlichen Auftritte und Äußerungen der Verantwortlichen, die an Arroganz und Selbstherrlichkeit kaum noch zu überbieten sind, so ansehe, ist das vermutlich die wahrscheinlichere Erklärung.

  5. @Chris: Letzteres ändert nichts am Grund meiner Wortmeldung. — Einen Erstkommentator abzuwatschen versuchen, funktioniert im Übrigen genausowenig.

    @Oliver: Ein mündiger Bürger ist für mich in erster Linie einer, der die Geschicke dieses Landes aktiv mitzugestalten sucht. Ein solcher kann schon aus Prinzip keine der großen Parteien ausklammern. Und BLID ist ein ernstzunehmendes Medium, immer noch.

    Der Versuchung, aus drei Sätzen auf meine politische Couleur Rückschlüsse zu ziehen, ist hoffentlich niemand erlegen.

  6. Chris sagt:

    Letztmalig: Wenn Du hier mitlesen würdest, wüsstest Du, dass das hier: Geschicke dieses Landes aktiv mitzugestalten der Fall ist, bzw. war.

    Wer BILD ernst nimmt, darf hier eh schnell wieder verschwinden — das ist nicht unser Ding. Kapiert? Danke.

  7. Oliver sagt:

    >Ein solcher kann schon aus Prinzip keine der großen Parteien ausklammern.

    Blödsinn. Zudem war ich mal aktives Mitglied in einer dieser großen Parteien. Ein mündiger Bürger kann selbstständig denken, davon merkt man bei Parteigängern und Bürgern kaum etwas.

  8. Chris, die Negation dessen hatte ich weder Dir noch jemand anders hier unterstellt. BLID nehme ich ernst wegen ihrer Wirkung resp. immer noch vorhandenen Marktmacht, nicht aufgrund ihrer Inhalte.

    Von Parteigängern sprach ich ebenfalls nicht. Insofern gehen unsere Definitionen eines mündigen Bürgers konform, Oliver.

    Im Übrigen kommentiere ich höchst selten. Wenn, dann ist es ein Zeichen von Interesse. Nicht mehr, nicht weniger. Falls es das ist, woran Ihr Euch primär stoßt. Anders ausgedrückt: Ihr braucht mich nicht, ich brauche Euch nicht. Ganz einfach.

RSS-Feed abonnieren