SPAM und andere Deppen*

Ich habe mich gestern Abend öffentlich zu diversen Vorgängen nicht geäussert. Oli hat es getan, und damit war das Thema eigentlich auch durch, ich gewöhne mir mittlerweile an, eine Nacht drüber zu schlafen, auch wenn das nicht immer gelingt. 😉 Was juckt es eine deutsche Eiche wenn sich eine wilde Sau dran schabt. Ein Sprichwort, so wahr und doch so verkehrt, zieht die Sau* doch noch andere in ihr Spiel mit rein. Doch gehen wir mal der Reihe nach vor.

Wie wir hier auf F!XMBR den SPAM bekämpfen, haben wir schon zigmal geschrieben, beschrieben und immer wieder aktualisiert, so dass auch andere evtl. den einen oder anderen Tipp vielleicht bei sich auf dem Blog einsetzen können. Grundsätzlich werden z. B. Trackbacks sowie Pingbacks moderiert. Solltet Ihr uns also verlinken, einen Trackback senden, kann es mit der Freischaltung schon mal dauern, je nachdem ob einer von uns online ist, oder halt nicht (dieser Punkt, online oder nicht könnte gleich noch sehr wichtig werden). Mit dieser Vorabmoderation verhindern wir, dass widerlicher Trackback– und Pingback-SPAM auf F!XMBR erscheint, es sei dann, man schaltet ihn intelligenterweise frei und muss von den Nachbarn darauf hingewiesen werden. 😀

Kommen wir nun aber zu dem Beitrags-SPAM, der auch ein wesentlicher Bestandteil eines Weblogs ist. Automatisierten SPAM (Bots) fangen wir mit unserer Checkbox (Spamschutz) ab, da wird ein großer Teil einfach vor der Tür gelassen. Doch gibt es noch eine weitere Spezies, eben menschliche Spammer. Die setzen dann nen Link, whatever, und natürlich gibt es auch immer wieder rechte Vollpfosten, gerade wenn man ein wenig bekannter wird, kommen sie dann stoßweise an — und landen ebenfalls in der Modschleife (und werden dann gelöscht).

Wie funktioniert die Modschleife? Nun, die Option Bevor ein Kommentar erscheint, muss der Autor bereits einen zugelassenen Kommentar geschrieben haben. ist bei uns aktiviert. Heißt nichts anderes, als dass immer der erste Kommentar eines Users moderiert wird. Verglichen wird, soweit ich WordPress verstanden habe, Name, eMail und URL des Kommentierers. Somit fangen wir viele Vollpfosten auf, die einfach kommen, irgendwelchen Blödsinn hinrotzen und wieder gehen. Das schützt jedoch nicht davor, dass jemand erst einen normalen Kommentar eingibt, um dann richtig zuzuschlagen. Deshalb — und das könnte gleich wieder wichtig sein — wird jeder Kommentar ebenfalls moderiert, der eine (oder mehr) URL(s) beinhaltet. Auch das — so lehrt die Erfahrung — ist sinnvoll und im Online-Leben fast unverzichtbar. Ja, und so müssen z. B. Kommentare — auch unserer Nachbarn — die eine URL beinhalten von uns freigeschaltet werden. Damit hat niemand ein Problem — zumindest hat das noch niemand an mich rangetragen. Last but not Least gibt es die sogenannte Blacklist, eine Liste mit Keywörtern. Sollte einer dieser Begriffe im Kommentar verwendet werden, wird ebenso moderiert.

Warum ich das alles wiederhole und schon wieder erkläre? Nun gestern Abend landete ein Kommentar in der Modschleife. Ein Kommentar eines Bekannten, der auf einer Plattform arbeitet, die ich in den letzten Wochen teilweise scharf kritisiert haben — teilweise polemisch aber meiner Minung nach immer pointiert auf den Punkt gebracht. Nun wollte sich unser Bekannter wohl revanchieren — ganz ehrlich, ohne Arroganz: Der Kommentar war nicht wirklich der Bringer, aber das ist wohl auch Geschmackssache. Aber darum soll es nicht gehen. Der entscheidene Punkt ist nämlich ein anderer: Der Kommentar beinhaltete zwei URL’s — was heißt das, und das schreibe ich nicht zum ersten Mal — richtig, genau deshalb landete er in der Modschleife.

Dieser Kommentar wurde gegen 19.40h abgegeben — ich stand zu der Zeit am Herd, Oli saß ebenso nicht am Rechner. Und so kam es, dass ich den Kommentar erst um 20.15h zu lesen bekam. Ich hatte mit dem Kommentar 2 Probleme: Zum ersten war er weder lustig, noch beinhaltete er fundierte Kritik — und das in dem Moment für mich Entscheidende: Er kritisierte nicht einen meiner Artikel, sondern einen Artikel von Oli — wobei das kritisierte in ganz fetten Anführungsstrichen stehen muss. Ich hab mich dazu entschlossen, Oli die Entscheidung zu überlassen, den Kommentar freizuschalten, oder halt nicht. Der Kommentar befand sich immer noch in der Modschleife, damit war das Thema eigentlich für mich gegessen.

Eigentlich. 5 Minuten später trudelte wieder ein Kommentar ein — und diese Unverschämtheit und Dreistigkeit muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Es wurde wortwörtlich der selbe Kommentar übemittelt, jedoch wurden andere Daten unter Name, eMail und URL eingetragen. Unter Name wurde Chris angegeben, unter eMail meine eMail-Adresse und unter der URL die F!XMBRs. Hallo, jemand zu Hause? Chris an Hirn des Kommentierers — klopf, klopf, alles ausgeflogen? Unnötig zu erwähnen, dass ich dann von mir aus beide Kommentare gelöscht habe und die Blacklist um ein paar Stichwörter erweitert habe.

Und auch damit könnte eigentlich das Thema durch sein, wieder was gelernt, wieder festgestellt, manche können sich gut verstellen, schlußendlich bleiben Deppen* aber Deppen*. Ich hätte natürlich mit zwei Wörtern kontern können, zwei Wörter die die betreffende Person immer auf der eigenen Plattform verwendet, wenn sie sich von einem User angenervt fühlt. Doch sind diese zwei Wörter an Menschenverachtung nicht zu überbieten, und so habe ich es gelassen, hab mit Oli zusammen im Jabber mit dem Kopf geschüttelt, und wie gesagt, eigentlich könnte es das gewesen sein.

Eigentlich. Denn auf einmal tickert Oli mir die Forderung einer dritten Person rüber, auf F!XMBR doch bitte einen Artikel zu löschen, der von der Person hier verfasst wurde. Begründung: Die Artikel auf F!XMBR würden nicht mehr unter CC-Lizenz stehen (ja ne, is klar), und so würde die Grundlage fehlen, dass der betreffende Artikel hier noch erscheint. Das war natürlich ganz dummes Zeug. Da wurde also — mal wieder — im Hintergrund gemauschelt, gegen Oli und meine Person gehetzt. Gut, das ist in manchen Situationen nichts Neues, und so wurde das Thema für uns abgehakt, der betreffende Artikel gelöscht und fertig. Wir müssen uns mit solchen Leuten nicht mehr lange rumärgern, vergebene Lebensmüh. Da fehlt mir mittlerweile die Muße zu. Es war halt — mal wieder — erschreckend interessant zu sehen, wer da hetzt und wer die Hetze annimmt. That’s it — ein durchweg interessanter Abend. 😉

Disclaimer: Ich werde die Kommentare offen lassen. Jedoch für die kleine aber feine F!XMBR-Communty — wenn man es denn so ausdrücken will. Die Personen, die sich in obigen Worten wiederfinden, brauchen nicht zu antworten, das Thema ist durch. Ich habe immer gesagt, das wird schon wieder, man ist zur Zeit halt in diversen Sachen anderer Ansicht. Das ist vorbei. Ich bin hier nicht Euer Affe vom Dienst!

*Bitte die Wörter nicht wortwörtlich nehmen, wer mich kennt weiß, dass ich die Wörter sogar scherzhaft für mich selbst benutze.

, ,

6 Antworten zu “SPAM und andere Deppen*”

  1. enterhaken sagt:

    Na hier gehts ja ab. Wie gut, das ich gestern ein Bierchen in der Stadt getrunken habe, und das nicht mitbekommen habe. Aber evtl. sollten das wohl auch einige Leute machen, mal das RL «ergruenden» 😉

  2. Chris sagt:

    Da ist bei manchen Leuten einfach nicht mehr möglich. 😉

  3. Oli sagt:

    Enterhaken, es gibt viele Leute, die würde ich bzw. wir gerne mal so kennenlernen, aber nicht alle 😉
    Zumimdest denke ich werde ich ein paar Leuten mal in Zukunft auf Ständen entgegenlaufen 😀

  4. bed sagt:

    Boah! Ich staune, wieviel Raum du dieser Sache widmest. So einen gut formulierten Artikel schreibt man nicht bei einer Tasse Kaffee..
    Zu den Bot Trackback Spam: Ich habe mit meinem Serendipity keine Probleme damit. Alle werden abgelehnt. Nur der Server wird natuerlich noch weiterbelastet. Ich werde wohl auch eine automagtische IP-Sperre einbauen. Es bleibt einem ja nichts anderes uebrig. (>9000 Trackbackspam in 24 h)

  5. Oli sagt:

    So einen gut formulierten Artikel schreibt man nicht bei einer Tasse Kaffee..

    Kakao, dann klappts schon 😉

  6. Chris sagt:

    *g*

    Heute morgen nebenbei bei 2 Tassen Kakao getippselt. Musste mir ja nichts ausdenken, sondern nur Geschehnisse zusammenfassen. Passt scho. :)

RSS-Feed abonnieren