Sozialdesolate Partei Deutschlands

Da derzeit die dämliche Kohlenstoffsphäre [by Don Alphonso] unsere Zeit in Anspruch nimmt, ein einfacher Linktipp nach nebenan zu SPIEGEL Online:

Wer vertraut, riskiert einiges. Er liefert sich gewissermaßen auf Zeit den Adressaten seines Vertrauens aus. Umso schlimmer wird er sich betrogen fühlen, wenn der Vorschuss, den er gewährt hat, verspielt ist. Wenn er getäuscht und hereingelegt wurde.

Er wird beim nächsten Mal sehr viel zurückhaltender mit dem Vertrauen umgehen, wird gar generell Misstrauen hegen. Für Organisationen, die auf Langfristigkeit zielen, ist das eine brisante Stimmung, die ihre Existenz gefährden könnte. Der Entzug von Vertrauen schwächt Bindungen und Kooperation. Vertrauen wieder aufzubauen, dauert lange und braucht Stetigkeit, verlangt dann unbedingte Verlässlichkeit.

In dieser Situation befindet sich die SPD des Jahres 2010.

Ich stehe einfach nur noch sprachlos vor dieser Partei. Merkel und Westerwelle bieten unzählige Angriffspunkte, die SPD schafft es nicht, auch nur einmal das Tor zu treffen. Im Gegenteil. Sie steht vor dem leeren Tor des Gegners und schießt dann noch ins eigene Tor…

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11 Antworten zu “Sozialdesolate Partei Deutschlands”

  1. vera sagt:

    es ist ein trauerspiel. wie dösig kann man sein?!

  2. Anonymous sagt:

    Kurz nachdem die SPD den Fehler mit dem Zensurgesetz eingestanden hat [1], hat sie schon wieder Nacktscanner befürwortet [2].
    Diese Partei KANN nichts mehr lernen.

    [1] http://www.heise.de/newst.….257.html
    [2] http://www.spdfrak.de/cnt.….rs_dok/0„50295,00.html

  3. Solarix sagt:

    Das ganze mag etwas OT sein, aber ich wundere mich nur noch was in Berlin parteienübergreifend täglich für Schildbürgerstreiche gespielt werden.

    Mal ganz erhlich hier geht es nicht mehr nur um eine Partei, was hier passiert ist eine Demontage vor allem auch der demokratischen Werte.

    Wenn die Berliner «Gang» so weiter macht hat sich das System in nicht allzu ferner Zukunft überlebt und ich wage zu bezweifeln das wir das was danach kommt noch gut finden können.

    Aber ich glaube fast ich kann nur noch drüber lachen, aber nicht weil ich es lustig finde..

    Es ist zum verzweifeln.

  4. Wenn verzweifeln helfen würde…

    Es ist ja nicht nur die SPD, es ist das gesamte Spekrum derer, die angeblich verantwortung übernommen haben in diesem Land: Alle Parteien, Gewerkschaften, Kirche(n), Presse – ein Irrenhaus.

  5. […] Sozialdesolate Partei Deutschlands :: dieselbe Verzweiflung zur selben […]

  6. Anonymous sagt:

    Es sind nicht alle :) Das ist sehr spezifisch.

    Positive Beispiele finden sich bei den Grünen (Markus Kurth, Gerhard Schick), bei der «Linken» (ich sag mal Katja Knipping, Klaus Ernst, Axel Troost) und (vereinzelt) bei der SPD (Ottmar Schreiner).

    Für die SPD gilt, dass sie derzeit noch für Gerhard Schröder arbeiten muss. Sie nimmt sich dazu im wahrsten Sinne des Wortes selbst auf die Schippe.

  7. olhe sagt:

    >Es sind nicht alle :) Das ist sehr spezifisch.

    … so a la Ausnahmen bestätigen die Regel, vice versa wäre es doch viel spannender für eine Demokratie: nur ein paar faule Eier gegenüber Legionen von Anständigen.

  8. Felix sagt:

    Ich fand den Artikel von SPIEGEL ONLINE von Vorgestern auch super aber frage ich mich, seit wann SPIEGEL ONLINE denn sowas schreibt. Sonst schießen sie doch immer gegen DIE LINKE:

  9. olhe sagt:

    Zielgruppenorientierung, alternierend Zuckerbrot und Peitsche. Heute Streicheleinheiten für Konservative, morgen Balsam für die geschundene linke Seele, schließlich will Print überleben.

  10. Anonymous sagt:

    @olhe. ja, das stimmt wohl! aber die hoffnung stirbt zuletzt, man will ja nicht vollends verloren sein…

  11. Anonymous sagt:

    So wahr es auch ist, dass das Meer des Anstands derzeit ein Pfütze ist, dieser Link kann helfen (für hartgesottene).

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