Sonys Playstation Portable

Endlich habe ich bei einem Gewinnspiel auch einmal Glück gehabt und nach einer ewigen Wartezeit war es letzte Woche endlich soweit: Sie war da, meine PSP. Jetzt hieß es auspacken, Akku laden und ausprobieren was das Gerät alles kann.

In der Konsole versieht ein 128-Bit DualCore MIPS 32R2 RISC Prozessor, der mit 222 Mhz (max 333MHz) getaktet ist, seinen Dienst. Der Arbeitsspeicher beträgt jeweils 32MB DRAM und 32 MB eDRAM. Zusätzlich sind noch 2MB eDRAM als Grafikspeicher verbaut. Der mit 166 Mhz getaktete Grafikprozessor hat ein 512-Bit Interface und verarbeitet Rendertechniken wie Polygone, Nurbs, Lichtberechnung, Clipping, Textur-Mapping, Texturkompression, Nebel, Alpha-Blending, etc. Natürlich wird auch H264, Mpeg4 etc. beschleunigt.
Das 4,3 Zoll große 16:9 Display hat eine Auflösung von 480×272 und steckt was die Bildqualität (spiegelt aber arg) angeht jeden PDA locker in die Tasche. Hinzu kommen ein USB 2.0-Anschluß (mini-USB), W-Lan (11Mbit) und Infrarotschnittstelle. Die eingebauten Stereolautsprecher sind nicht der Rede wert, wer bei Spielen, Musik (auch Podcasts via RSS) oder Filmen in den Genuß eines guten Sounds kommen will, wird um Kopfhörer nicht herum kommen. Spiele und Filme (eigene Filme sind auch möglich) werden auf sog. UMDs ausgeliefert. Eigene Daten werden über einen Memorystick Pro Duo in die Konsole eingespielt.

Soweit die Theorie. Aber wie funktioniert das ganze in der Praxis? Als erstes wurde ausprobiert mit der Konsole eine Internetverbindung zu bekommen. Mit einem WLan-Router (Linksys WRT54) erwies sich dies als unkompliziert und dank des glasklaren (siehe neuere Notebooks) und scharfen Bildes macht es sogar richtig Spaß auf dem Sofa zu surfen, zumal der Browser (inklusive Flash) auch etwas taugt. Der Versuch eine Internetverbindung über einen WLan-Stick zu bekommen (adhoc) scheiterte allerdings. Das Aufspielen von Musik und eigenen Filmen funktonierte auch ohne Probleme. Leider habe ich noch kein Spiel (da möchte jemand kein Geld für Spiele ausgeben 😉 ) zum ausprobieren, aber die grafischen Fähigkeiten der Kleinen sind ja nicht schlecht. Um Tekken 5 und Gran Tourismo werde ich wohl nicht herumkommen. Was mich aber ärgert ist, daß Sony es einem so schwer macht selbstgeschriebene Programme zu nutzten (homebrew), von diesen gibt es mittlerweile eine ganze Menge. Vom EBook-Reader (PDF etc.), diverser Streaming-Software, über Emulatoren (N64, ScummVm, Mame, Vice, Uae, DOSBox).

Wer es braucht kann via Bochs Windows oder Linux laufen lassen. Es sei denn, die Firmware macht einem einen Strich durch die Rechnung. Alles in allem ein Gerät für jeden Geek. Notwendig? Nein, aber lustig 😀

Eine Antwort zu “Sonys Playstation Portable”

  1. Chris sagt:

    Glückwunsch. :) THX für den Bericht — wo ich alles drauf gehört werden kann. 😀

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