Solidarität und Stuttgart 21

wahlkampf_mappus_s21

Oliver stellt nebenan wichtige und richtige Fragen zu Stuttgart 21 und den mittlerweile deutschlandweiten Protest: «Wo war dieses omnipotente Aufbegehren, als es um die BAföG-Erhöhung ging bzw. um die Verbesserung der Bildungslandschaft per se für alle? Wo war die übermenschliche Solidarität als dieses unmenschliche Sparpaket verkündet wurde? Wo ist dieses Mitgefühl, wenn Menschen in den Staub getreten werden, wenn Gäste ferner Nationen wieder einmal stigmatisiert werden in diesem Land? Wo bleibt die bürgerliche Mitte, wenn es denn um Mitgefühl geht, darum, sich seinem Gegenüber als Mensch erkennen zu geben?» Ähnliche Gedanken hatte ich, als ich heute obigen Tweet verfasste. Und doch möchte ich die «Solidarität» aus dem anderen Blickwinkel ansprechen.

Wenn wir einmal vom «alten» Lagerdenken ausgehen, dann protestiert im Ländle im Moment die bürgerliche Mitte und erfährt in allen Schichten der Bevölkerung Unterstützung und Solidarität. Der Bahnhof in Stuttgart ist Symbolbild für den Protest fast der gesamten Bevölkerung gegen die politische Kaste geworden, ohne dabei unterschlagen zu wollen, dass es triftige inhaltliche Gründe gegen Stuttgart 21 gibt. CDU-Wähler können sich vorstellen, die Grünen zu wählen, obwohl diese ja extrem sind. Links der Mitte wird der Protest ebenso mit allen Mitteln unterstützt, Linke demonstrieren mit der bürgerlichen Mitte im Schloßgarten, Anwälte und Richter werden auf Twitter und Blogs verlinkt, als wenn es kein Morgen geben würde.

Die Linke reicht in diesem Tagen der bürgerlichen Mitte die Hand, obwohl diese sich in den letzten Jahren abgegrenzt und mit allen Mitteln versucht hat, den Status Quo zu ihren Gunsten zu verändern oder zu wahren. Oliver sprach es an, BAföG-Erhöhung für die «faulen» Studenten, die Bildung per se, die in Hamburg mit dem Bürgerentscheid ihren vorläufigen unrühmlichen Höhepunkt feierte, das unsägliche Sparpaket, die Stigmatisierung der sozial Schwächsten und Einwanderer. Hier gab es keinen Aufschrei, im Gegenteil, die Politik konnte darauf bauen, dass die, die nun in Stuttgart im Schloßpark demonstrieren, klatschten, Sarrazin lesen und Abends beim Bier auf die «Sozialschmarotzer» schimpften.

Was bleibt, ist die Hoffnung. Mit der Unterstützung der Linken für den bürgerliche Protest in Stuttgart könnte ein neues Zusammenhaltsgefühl entstehen. Erst zarte Pflänzchen, die wachsen, kann man vielleicht im neuen Politbarometer des ZDF erkennen: «Immerhin» 50% der Befragten geben an, dass 5 Euro Hartz-IV-Erhöhung zu wenig seien. «Nur» 10% der Befragten gaben es, es sei zu viel. Das ist ein Anfang. Als Guido Westerwelle die Debatte um die «spätrömische Dekadenz»  begann, waren immer 69% der Menschen in Deutschland der Meinung, Westerwelle habe Recht, Arbeitslose würde viel zu viel Geld fürs Nichtstun bekommen.

Die Linke hat der bürgerlichen Mitte in den letzten Wochen die Hand gereicht. Gemeinsam geht man gegen den Wahnsinn in Stuttgart vor, ob vor Ort und anderweitig, wie zum Beispiel in den (neuen) Medien. Es wird spannend zu beobachten sein, ob der Handschlag nun angenommen wird oder ob die Hand ausgeschlagen wird. Die SPD will der Hartz-IV-Reform nur unter bestimmten Punkten zustimmen, das heißt, spätestens  Ende des Jahres wird es eine neue Diskussion um die Schwächsten der Gesellschaft und den Mindestlohn geben.

Die bürgerliche Mitte kann dann ihrerseits zeigen, wie weit es her ist mit ihrer Solidarität. Es bleibt nur die Hoffnung, dass man sich an den gemeinsamen Erfolg (egal wie es schlussendlich in Stuttgart ausgeht) erinnert. Es bleibt nur die Hoffnung auf ein neues Gemeinschaftsgefühl. Schon bald ist die bürgerliche Mitte gefragt, der nächste Sarrazin und der nächste Westerwelle kommen bestimmt. Die Linke wird die bürgerliche Mitte in Stuttgart weiterhin vorbehaltslos unterstützen. Doch wie sieht es anders rum aus?

Quo vadis bürgerliche Mitte?

, , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

26 Antworten zu “Solidarität und Stuttgart 21”

  1. Noir sagt:

    Interesannter Gedanke, ich sehe das etwas anders. Die bürgerliche Mitte die hier protestiert ist nicht auf den Zug angewiesen. Bei zwei Autos pro Haushalt fährt man kein Zug. Was die Leute stört ist Baulärm (insert Fluglärm, Windrat in der Aussicht etc) und das sie für etwas Geld aufgeben sollen was sie nicht benutzen. Der Protest gegen Stuttgart 21 passt in das Endsolidarisierungsschema in der Gesellschaft. Er passt zu dem Volksentscheid in Hamburg und dazu das gegen das Sparpaket, dass die Protestler eben nicht stört. Sie profitieren vielmehr, vor allem von der Bankenrettung, den wessen Geld wird denn letztendlich damit geschützt?

  2. IJ sagt:

    Mit welcher Verachtung von @noir und selbst von Ihnen Herr Sickendieck über die bürgerliche Mitte hergezogen wird, ist verstörend. Das allgemeine Bild vom durchschnittlich situierten Bürger, der nur aus niedrigen Beweggründen gegen das Projekt «Stuttgart 21″ aufbegehrt und offensichtlich in seiner Freizeit stets versucht den Abstand zu den weniger privilegierten Bürgern zu halten, schmälert meiner Ansicht nach gravierend den bedeutsamen Akt der Auflehnung dieser Bevölkerungsgruppe gegen eine vermessene Politik, die in Zeiten von massiven Einsparungen im Bildungs– und Kulturwesen (eigentlich flächendeckende Einsparungen) ein Vorhaben durchzuprügeln versucht, das keine Zustimmung in der Bevölkerung besitzt. Egal was der exakte Auslöser dieser Auflehnung war, die Aktion und bundesweite Reaktion zeigt, dass definitv etwas im Lande im Argen liegt.

    Auch ich wünsche mir, dass in Stuttgart, durch die neuentstandene Konstellation und Unterstützungbekundungen, ein frisches Gemeinschaftsgefühlt heranwächst.

  3. [ ] Sie habend den Artikel verstanden.

  4. Moritz sagt:

    Ich finde es gut, dass die Menschen in Massen auf die Straßen gehen, weil ihnen etwas nicht passt. Ich finde es beunruhigend, dass dieses Etwas ein überteuerter Bahnhofsbau und nicht etwas «wirklich» wichtiges ist — wie du schon schreibst: Bildung, Arbeitslosengeld, etc… es gäbe so viel, wogegen man demonstrieren könnte und in meinen Augen auch sollte und dass der Rutsch dann ausgerechnet bei einem Bahnhof beginnt, stimmt mich nachdenklich.

  5. Anonymus sagt:

    So sehr ich die Texte hier sonst schätze, aber diese Conclusio
    «Die Linke reicht in diesem Tagen der bürgerlichen Mitte die Hand, obwohl diese sich in den letzten Jahren abgegrenzt und mit allen Mitteln versucht hat, den Status Quo zu ihren Gunsten zu verändern oder zu wahren«
    kann ich nicht ganz nachvollziehen. Die Linke spielt hier, in meinen Augen, wenn überhaupt, nur eine sehr geringe Rolle.Was ich bisher aus Stuttgart verfolgt habe, so ging der Protest von sehr lokalen Bedürfnissen aus. Bereits seit 1995 gab es diverse Gruppierungen, die gegen Stuttgart 21 waren. Deren Befürchtungen — Explosion der Kosten (inzwischen Verdoppelung), Minderleistung bei Bahnverbindungen — haben sich inzwischen konkretisiert. Dazu kamen Verquickungen von Wirtschaftsinteressen (der Tunnelbauer, der jetzt den Zuschlag erhielt, hat eine hohe Parteispende an die CDU überwiesen).Ich verlinke hier nichts, weil das alles in den letzten Tagen überall nachzulesen war. Einzig dies als Beispiel mit dort weiteren Beispielen.

    Zudem ging es um die alten Bäume im Schlosspark, die selbst im zweiten Weltkrieg verschont worden waren.Ihre Abholzung war, durch ein Schreiben des Eisenbahnbundesamtes, ausdrücklich untersagt.
    Es ist die zunehmende Willkür, die den Bürgern aufstösst, und deshalb empfinde ich den Protest auch als sehr demokratisch und wichtig.
    Ich halte es für falsch, die Bürgerinnen und Bürger hier zu unterschätzen. Den tweet (aus Hamburg) finde ich deshalb auch ein wenig «herablassend», denn in Stuttgart wird real demonstriert, nicht nur «im Netz».
    Und ob das alles Sarrazinanhänger sind, wage ich auch zu bezweifeln, ich glaube eher, dass hier Menschen auf die Straße gehen, die sich der Entsolidarisierung und Manipulation mitlerweile sehr bewusst sind. Dass sie als «Mitte» daherkommen mag manchen verstören, ich finde das irgendwie sehr konsequent.
    Wir sind der Staat und wir sind das Volk! Die Politiker erhalten durch Wahlen Vertrauen, dass sie nicht mit Füßen treten dürfen. Die Verfassung und die freiheitlich demokratische Grundordnung bedeuten beruhigenderweise viel mehr Menschen etwas, als sich mancher Politiker und mit ihm, in vermeintlichem Einvernehmen, manch Wirtschaftsgröße vorstellen mag.
    Stuttgart 21 ist erst der Anfang. Die Menschen lassen sich dass nicht wegnehmen, was sie auch 60 Jahre in Frieden gehalten hat!

  6. Die Linke spielt hier, in meinen Augen, wenn überhaupt, nur eine sehr geringe Rolle.

    Mittlerweile gibt es deutschlandweiten Protest, Mahnwachen, ob links, ob Mitte, alle sind dabei.

    Was ich bisher aus Stuttgart verfolgt habe, so ging der Protest von sehr lokalen Bedürfnissen aus. Bereits seit 1995 gab es diverse Gruppierungen, die gegen Stuttgart 21 waren. Deren Befürchtungen […]

    Richtig, ich habe nichts anderes geschrieben. Allerdings, würde es immer noch um einen einfachen Bahnhof geben, würde vielleicht noch in Stuttgart ein wenig demonstriert, den meisten Menschen würde es aber am Bobbes vorbeigehen. Ebenso wie ein paar Bäume außerhalb Stuttgarts niemanden interessieren…

    Es ist die zunehmende Willkür, die den Bürgern aufstösst, und deshalb empfinde ich den Protest auch als sehr demokratisch und wichtig.

    Der zunehmende Protest richtet sich mittlerweile gegen die Politik, auch wenn es, ich schrieb es oben, triftige inhaltliche Gründe gegen Stuttgart 21 gibt…

    Und ob das alles Sarrazinanhänger sind, wage ich auch zu bezweifeln, ich glaube eher, dass hier Menschen auf die Straße gehen, die sich der Entsolidarisierung und Manipulation mitlerweile sehr bewusst sind. Dass sie als «Mitte» daherkommen mag manchen verstören, ich finde das irgendwie sehr konsequent.

    Und genau da kommen wir zum Punkt, den ich anders sehe. Selbstverständlich ist es die Mitte, die Sarrazin applaudiert und mit einem Nasenrümpfen auf die «Hartzer» und «Ausländer» schaut…

    Die Rest verbuche ich mal unter «Plattitüden», wo ist denn das Volk bei den oben angesprochenen Punkten? Und ja, die Frage war rhetorisch…

  7. Anonymus sagt:

    Ich stimme den ersten Punkten zu und denke, dass wir hier auch nicht weit auseinanderliegen. Was die Sarrazinanhänger betrifft, so mögen sie, das würde ich konzedieren, auch aus der «Mitte» kommen. Dass sie mit den Protestierern in Stuttgart 1:1 deckungsgleich sind, würde ich verneinen.
    «Die Rest verbuche ich mal unter «Plattitüden», wo ist denn das Volk bei den oben angesprochenen Punkten? Und ja, die Frage war rhetorisch…«
    Kann man gerne unter Plattitüden verbuchen, und ich habe das «die Frage war rhetorisch» sehr wohl vernommen, denn genau darum geht es: Wo waren wir (ich schließe mich da klar mit ein)bei den anderen Themen?

  8. >Wo waren wir (ich schließe mich da klar mit ein)bei den anderen Themen?

    Wo _wir_ waren? Dabei seit Jahren, wo andere waren? Keine Ahnung. Tatsache ist, daß die Kinder dort vor Ort beispielsweise wohl mehr Aufmerksamkeit erregten, als jene profaner ALGII-Empfänger. Deren Stigmatisierung, gar Brandmarkung für ein Leben lang ist weniger interessant. Der Schluß auf diese ominöse bürgerliche Mitte liegt also recht nah. Klar, ein wenig «white noise» neben dem gutbürgerlichen Lager findet sich dort ebenso und da wird man nach all dem Bohei auch die Enttäuschten finden, die sich mitunter jetzt Momentum erhofften, sprich ein Plus an Solidarität.

    >Dass sie mit den Protestierern in Stuttgart 1:1 deckungsgleich sind, würde ich verneinen.

    Deckungsgleich sicherlich nicht, aber es bildet sich gewiß eine Große Schnittmenge. Und inzwischen reden wir auch nicht mehr von den Personen vor Ort, sondern auch von jener «Solidarität» im Rest dieses Landes. Und da muß man einfach die Augen aufmachen, die «Solidarität» für jenen Bereich ist vorhanden, für andere Bereiche sieht es mau aus. Die These von der großen Schnittmenge ist also nicht wirklich aus der Luft gegriffen.

  9. Das ist alles schön und gut, aber die so «Solidarisierten» müssen sich die Frage gefallen lassen, warum jetzt? Warum nicht zuvor bei der Forcierung von Armut, der Elitenbildung, der Stigmatisierung und entwürdigenden Behandlung von Mitmenschen? Warum ein Bahnhof und ein ausufernder Protest? Zudem fand eine große S21-Solidarisierung schon zuvor statt, abseits von staatlichen Übergriffen. Gefasel in meinen Augen, etwas ist faul im Staate Dänemark, aber gewiß ist es nicht der Staatsapparat alleine, auch dieses «Volk», diese honorige «Gemeinschaft» muß sich diesem Vorwurf stellen.

  10. Anonymus sagt:

    «Dabei seit Jahren, wo andere waren? » Bei allem Respekt für die Verschriftlichung der Probleme, die hier in diesem Forum erfolgt sind und wirklich sehr wichtig waren, aber auf der Straße habe ich, wie gesagt, genausowenig wie mich, viele andere auch nicht gesehen!

    Ich finde es , bei aller Kritik und Sarrazinschnittmenge hin oder her, einfach gut, dass Menschen endlich auf die Strasse gehen, und zwar solche, die man nicht unter «schwarzem Block», «Neonazis» und «Linke Spinner» verorten kann.Das ist wichtig und das führt zum Nachdenken und hoffentlich zu noch mehr Solidarität, auch in anderen Bereichen. Ich denke, nein, keine Plattitüde, dass hier was Gutes entstehen könnte, was auch Auswirkungen auf die genannten Bereiche hätte. Deshalb. Nicht gleich die ersten Ansätze wieder niederreden.

  11. >Bei allem Respekt für die Verschriftlichung der Probleme, die hier in diesem Forum erfolgt sind und wirklich sehr wichtig waren, aber auf der Straße habe ich, wie gesagt, genausowenig wie mich, viele andere auch nicht gesehen!

    Nun auch dafür kann ich nichts, daß manche kleine Demo an der ich teilnahm eben nicht diese Aufmerksamkeit erregte. Dies spricht aber ebenso für jenen denen es schlicht am Arsch vorbei ging.

    >Ich finde es , bei aller Kritik und Sarrazinschnittmenge hin oder her, einfach gut, dass Menschen endlich auf die Strasse gehen,

    >Nicht gleich die ersten Ansätze wieder niederreden.

    Gut ich rede mal tacheles, wo waren denn diese ach so engagierten Spacken, als Merkel das Sparpaket verkündete, als Westerwelle Erwerbslose verhöhnte, als man ALGII-Empfänger als versoffene Deppen darstellte, die ihre Kinder mißbrauchen? Wo waren diese just «erwachten Demokraten» als die «Uni brannte»? Wo? Wo waren diese als man noch just die Erwerbslosen mit einer Leyenrechnung verhöhnte? Die Umfragen zeichnen ein deutliches Bild von dieser «neuen Solidarität». Da schaut man keine Kehrtwende.

    Man soll also nicht die ersten Ansätze niederreden bei einem Volk, daß seit Jahren zum Gros einfach wegschaut und nicht erst seit Sarrazin gegen alle Arten von Randgruppen hetzt? Wenn Kinder verarmen, stigmatisiert, gebrandtmarkt werden … da kann man locker drüber hinwegsehen? Aber hier nicht bei einer Bahnhofsdemo?

    Ponyhof war gestern. Aus diesem Volk erwächst nichts Gutes, nie! Das ist nichts neues, es ist nur «neue» für gewisse Kreise! Hörst du etwas von den Piraten, großer Aktionismus bei S21, zuvor bei Sparpaket & Co? Nope, nichts, große Flaute. Diese Politiker entstammen unserer Mitte und der Apfel fällt nie wirklich weit vom Stamm.

  12. Anonymus sagt:

    Okay, von den kleinen Demos wusste ich tatsächlich nichts, woher auch? Trotzdem gut!
    Ansonsten nutzt, bei allem Frust, die Generalschelte gar nichts, nichts und nochmal garnichts!
    Wir können uns die Gesellschaft und die Menschen, die in ihr leben, nicht basteln! Wir können sie uns 1000 Mal besser wünschen, ja, aber das bleibt immer noch wünschen! Also, das ist zumindest mein Ansatz, nehmen wir das zur guten Kenntnis, was sich endlich tut und unterstützen es!

  13. Das passiert ja nun mehr als eindeutig. Habe gerade eine Mail bekommen, in der mir «angedroht» wurde, uns aus dem Feed zu entfernen, wenn es hier nur noch das Thema Stuttgart 21 gibt…

  14. Anonymus sagt:

    Sorry, aber dann gerne entfernen :-) was soll das denn heißen! in diesem Beitrag sind gerade mal 13 Kommentare, in allen Stuttgart 21 Beiträgen 94 Kommentare! Das ist echt weltentscheidend, also nur an den Herrn gerichtet, der hier abspringen will, lol!

  15. Ja, so ähnlich habe ich auch geantwortet… 😉

  16. >Okay, von den kleinen Demos wusste ich tatsächlich nichts, woher auch?

    Einfach mal überlegen, so ein Blog hier ist nur ein Fragment unsererseits. Und wenn man darüber hinaus die Scheuklappen ablegt, dann klappts u.U. auch …

    >Ansonsten nutzt, bei allem Frust, die Generalschelte gar nichts, nichts und nochmal garnichts!

    Wir sind halt keine Jubelperser, sondern kritische Zeitgenossen mit Erfahrungen. Wer bis dato noch nicht den Knall vernommen hat, der hat ein gewaltiges Problem, es ist jedoch gewiß nicht das unsrige.

  17. Solarix sagt:

    Also wir wollen doch mal «die Kirch im Dorf lassa». 😉

    Bedeutsam an dem Protest gegen S21 ist aus meiner schwäbischen «Scheuklappensicht» gar nix.

    Ja es stimmt das ein großer Teil der bürgerlichen Mitte aus der Landeshauptstadt gegen das Projekt aufgestanden ist. Das hat meiner Meinung nach aber überhaupt nichts mit Veränderungen in der Gesellschaft zu tun, oder «Solidarisierung» von was und mit wem auch immer. Sondern damit das Mappus sich seit seiner Inthronisierung aufführt wie der Sonnenkönig.

    Stuttgart ist und bleibt eine Metropole des Geldes und der Industrie, ob der Bahnhof gebaut wird, oder nicht spielt überhaupt keine Rolle, hier wird ein Wahrzeichen demontiert, nämlich der historische Bahnhof.

    Hätten Mappus und Grube nicht so instinktlos gehandelt wäre es dazu auch niemals gekommen. Der Abbruch des Nordflügels hat das ganze ins Rollen gebracht.

    Was den Protest angeht, viele Gegner des Projektes sehen nur den eigenen Mikrokosmos der an der Stadtgrenze aufhört. Das ist das eine.

    Wenn jemand glaubt dieser Widerstand und der mit großer Wahrscheinlichkeit bevorstehende Erdrutschsieg der Grünen bei der kommenden Landtagswahl würde irgend etwas ändern, dürfte sich massiv täuschen.

    Man darf sich in der Hinsicht keine Illusionen machen, die Grünen werden die Politik der CDU fortsetzen, wenn sie hier überleben wollen und das wollen sie ganz sicher. 😉

    Die Grünen waren immerhin schlau genug und haben schon kommuniziert das dass Projekt auch mit Ihnen gebaut wird. Die Grünen hätten große Probleme der Masse zu verkaufen das jetzt richtig viel Geld für die Abwicklung der Verträge ausgegeben werden muss, wenn das Projekt gestoppt werden sollte.

    Man sollte auch nicht vergessen, dass Mappus nicht gewählt wurde. Er wurde ausgewählt von der Chefin in Berlin. Er wird von der eigenen Anhängerschaft als Königsmorder so sehr geachtet das man ihm alles schlechte wünscht, nur zugeben wird es ausserhalb der Parteikreise keiner.

    Hier wird die Gelegenheit von der eigenen Anhängerschaft genutzt, einen Ministerpräsidenten loszuwerden den keiner wollte und dem die Kompetenz abgesprochen wird, das Land zu regieren, auch die Möglichkeit Angela Merkel durch einen Verlust des Landes loszuwerden gilt hier als Grund.

    Reden Sie mit den Selbständigen hier. Die meisten wollen keine grüne Landesregierung, aber sie nehmen es in Kauf um es «denen da oben» mal zu zeigen.

    Die Menatlität hier wird sich nicht ändern, was passieren wird, ist das die Grünen genau die gleiche Politik machen werden, wie die Schwarzen. Es wird keine Ganztagsschulen, oder mehr Multikulti geben.

    Die Grünen dürften auch schon erkannt haben das hier ein anderes regieren nicht möglich ist. Baden Württemberg wird, nach eigenem Selbstverständnis, weiter das Land mit dem Stern und den Mittelstandsbetrieben bleiben. Alles andere ist wirklich Träumerei.

    Das Image der Häuslesbauer gibt es nicht umsonst, hier wird mehrheitlich weiter der gesellschaftliche Konsens gelten «Hasch Du nix, bisch Du nix, kannsch Du nix!»

  18. IJ sagt:

    Warum ist ein Bahnhof der Grund für eine landesweite politische Erregung?

    Es könnte ja wirklich der Fall sein, dass dieses eine wenig überschaubare und kostenschwere Projekt die geduldige Mentalität des Otto-Normalbürgers, der eben noch keine starken finanziellen Einbuße durch Reformen spüren musste, überstrapaziert hat. Vielleicht ist es aber auch das aufsteigende Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber der Politik der Grund, da man eben nicht schon vorher aufgeschrien hat, um Armut, Elitebildung und Ko zu bekämpfen. Es geht doch immer um eine Prioritätensetzung, denn solange mich politische Vorhaben nicht eingrenzen und mein Leben übermäßig beschränken, weshalb sollte ich mich denn gegen die Vorhaben wehren und auflehnen? Wo liegt der solidarische Doch wenn diese eine Person nun erkennt, dass trotz der landesweiten Proteste dieses eine Bahnhofsprojekt, das symbolisch als Auslöser für den gesellschaftlichen Widerstand herhalten muss, mit aller Gewalt durchgezwungen wird, macht die Befürchtung die Runde gar keinen Einfluss mehr auf das politische Geschehen zu besitzen. Vielleicht ist dies genau der Grund für den landesweiten Aufschrei der Entrüstung über dieses Projekt!

    Bitte vergessen Sie nicht, dass wir die «honorige» Gesellschaft den Staatsapparat mit Nachwuchs beliefern. Das sollten keine zwei aneinander vorbei lebenden Welten sein und das Handeln der einen beeinflusst mit Sicherheit das Handeln der anderen!

  19. >Vielleicht ist es aber auch das aufsteigende Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber der Politik der Grund, da man eben nicht schon vorher aufgeschrien hat, um Armut, Elitebildung und Ko zu bekämpfen.

    Ein _mündiger_ Bürger muß sich dann die Frage gefallen lassen, wo er das letzte Jahrzehnt verbrachte — zumindest nicht in dieser Region.

    >Vielleicht ist dies genau der Grund für den landesweiten Aufschrei der Entrüstung über dieses Projekt!

    Wenn es denn so ist, dann ist dies ein Armutszeugnis für diese Gemeinschaft und weniger für die Politiker, die eben dieser entspringen.

  20. IJ sagt:

    «Ein _mündiger_ Bürger muß sich dann die Frage gefallen lassen, wo er das letzte Jahrzehnt verbrachte — zumindest nicht in dieser Region.»

    Die Art und Weise wie Sie versuchen diese Tatsache der angesprochenen Bevölkerungsgruppierung bewusst zu machen, hat meiner Ansicht nichts Pädagogisches an sich. Jemand vorzuwerfen, dass seine politischen Aktionen nicht in den «richtigen» Bahnen verlaufen oder durch die falschen Ereignisse ausgelöst wurden, bringen uns nicht weiter. Vielleicht bin ich auch zu pragmatisch veranlagt und freue mich über jede politische Regung in der breiten Masse, auch wenn diese durch einen Bahnhof hervorgerufen wurde!

    «Wenn es denn so ist, dann ist dies ein Armutszeugnis für diese Gemeinschaft und weniger für die Politiker, die eben dieser entspringen.»

    Selbst, wenn wir uns ein Armutszeugnis ausstellen und freudig unsere eigene Unmündigkeit zelebrieren, so werden wir durch die alleinige Feststellung dieser Tatsache keinen Fußbreit vorankommen. Es geht darum die derzeitigen Impulse zu nutzen und in die geeignete Bahnen zu leiten. Leider lag den Deutschen das Aufbegehren noch nie im Blut, drum nutzen wir besser die wenigen Möglichkeiten, die wir haben!

  21. @IJ

    >Es geht darum die derzeitigen Impulse zu nutzen und in die geeignete Bahnen zu leiten. Leider lag den Deutschen das Aufbegehren noch nie im Blut, drum nutzen wir besser die wenigen Möglichkeiten, die wir haben!

    Ich nehme mal eben die Aussage eines anderen als Entgegnung diesbezüglich.

  22. Gaston sagt:

    Ich habe mir jetzt nicht alle Kommentare durchgelesen (aus Zeitmangel, kommt noch).
    Auch ich habe mich gefragt, warum es gerade beim Bahnhof Stuttgart zu diesem Widerstand kommt.

    Zuerst einmal will ich darauf hinweisen, das es schon zu Zeiten des Wendlandes und auch zu den Anfängen einen Widerstand queer durch alle Befölkerungsschichten gab. Noch Heute habe ich Kontakt zu Menschen aus dieser Zeit, darunter auch Menschen, die man als die «Mitte» bezeichnet. Und der Widerstand, auch das Anketten und über die Sitzblockade hinausgehenden Aktionen gegen die Castortransporte ist kein Widerstand einer «links orientierten Gruppe».
    Wieder zurück auf die Frage, was die Massen für S21 auf die Straße bringt. Ich bin nun seit knapp 2 1/2 Jahren in Stuttgart und habe mitbekommen, das der «Schwabe» sehr wohl Kritik gegen viele der Entscheidungen der Landesregierung und Bund geäußert hat.
    Was macht nun S21 zu etwas besonderem.
    Zuerst will ich mich dahingehend Äußern, das ich nicht der Meinung bin, das S21 als Stellvertretung für einen anderen Kampf steht. Es ist eher der Tropfen gewesen, der das Fass zum überlaufen brachte.
    Was sehen wir?
    Alle reden von der Krise und das es jetzt wieder aufwärts geht. Was hat Mercedes mitten in der sogenannten Krise gemacht? Mercedes hat exportiert und zwar Arbeitsplätze ins Ausland, während in Stuttgart (Sindelfingen usw.) Kurzarbeit gefahren wurde.
    Das nur mal Beispielhaft für die Atmosphäre in der die sogenannte Mitte in Stuttgart bewegt.
    Dann kommen Gesundheitsreform, Harz IV, … .
    Alles mehr oder weniger etwas abstraktes. Man regt sich auf und fühlt sich machtlos.
    Nun geht man durch den Park und sieht die Bäume. Man hat oft Erinnerungen mit dem Park. Manche kennen noch den Notstand in Stuttgart nach dem Krieg und haben gefroren während die Bäume nicht angetastet wurden. Man wurde sich mit der Zeit klar, was dieser Bau des Bahnhofes bedeutet. Schließlich sind das auch nur Menschen. Die Zusammenhänge und die Gutachten wurden ja nicht veröffentlicht. Angeblich aus Datenschutzgründen. Immer mehr kam gerade in den letzten Jahren heraus. Schuster hat seine Wähler betrogen mit dem Versprechen des Bürgerbegehrens. Mit diesem Bruch des Versprechens sehe ich, als von außen Zugezogener, den ersten intellektuelle Auseinandersetzung.
    Diese wurden dann weiter belogen. Nun war es dann so weit. Um es polemisch zu sagen, «Mein Freund der Baum» war nun ganz konkret bedroht. Um es anders zu sagen. Man hat die Konsequenzen direkt vor dem Auge, man kann diesen Greifen, bzw. eben nach dem Fällen nicht mehr greifen. Das ist was «Handfestes». Und das ist nicht negativ. Weil auch die sogenannte Mitte muss erst lernen, das Sie sich nicht alles gefallen lassen darf.
    Ähnliches habe ich vor über 20 Jahren in Köln erlebt. Dort wurden Bäume für eine U-Bahn gefällt. Ja der Park war hässlich, aber die Bäume waren auch sehr alt und groß. Der Versuch dort, die Platzbesetzer als «linke Spinner» abzuklassifizieren ist nicht gelungen. Die Platzbesetzung hatte in der Bevölkerung eine solche positive Resonanz, das die Räumung mit ähnlichen Aufgebot, wie in Stuttgart am Donnerstag geschehen ist. Einen Unterschied gab es. Wir wurden so sanft und korrekt von dem Gelände entfernt, das es mir heute peinlich ist, das zu erzählen. Der Letzte Baumbesetzer ist am Räumungstag am späten Nachmittags vom Baum geholt (besser getragen) worden. Wir hatten es damals geschafft, das man eine Firma aus dem Ausland mit der Fällung beauftragen musste, da sich kein regionale Firma bereit erklärt hatte, diesen Auftrag zu übernehmen. Viele Szenen von weinenden Menschen wegen den gefällten Bäumen kamen mir wieder in Erinnerung. In Stuttgart kommt noch dazu, das man entsetzt war, was aus Seiten der Polizei geschehen ist.

    Und noch was ist anders, als damals und zur Anti-AKW-Zeit.
    Das ist, das es nicht mehr nur einen Beobachter gibt. Wer sich selbst noch an die Geschehnisse bei Groleben, Wyhl etc. erinnert, wird sich auch erinnern, das die wenigen Journalisten abgegrenzt wurden und man sozusagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit agiert hat. Berlin, Stuttgart und andere Orte zeigen klar, das diese Anonymität nicht mehr gegeben ist. Die Polizei schafft es nicht mehr, eine glaubwürdige Geschichte zu behaupten, die dem tatsächlichen widerspricht. Erstaunlich und auch von der sogenannten Mitte wird bemerkt, das man trotzdem meint, weiter so zu handeln. So war die Landesregierung und die Einsatzleitung gezwungen die Lüge der Pflastersteinewerfer zurück zu nehmen. Es kann nun auch nicht mehr hingegangen werden und kann peinliches für die Staatsmacht einfach verschwinden lassen (bei einem Fall in dem ich persönlich verwickelt war, ist die Aufnahme angeblich nichts geworden).

    Ich glaube, das in Stuttgart noch was anderes passiert ist. Man hat auf beiden Seiten bemerkt, das einem die Fronten nicht helfen. Es geht nicht um Konservativ oder progressiv, um Links oder Rechts. Es geht um Lebensqualität und Menschlichkeit.
    Es Betrifft uns alle. Und derzeit ist die Regierung so unverschämt, das sie meinte, man braucht dem Volk noch nicht einmal was vor zumachen. Auf der einen Seite auf «demokratische Entscheidungen» (S21) zu pochen, auf der anderen Seite eben eine solche zu Missachten (Atomausstieg). Das ist eine solche unverschämtheit gegenüber dem Volk, das es vielen klar wird, das man der Politik derzeit nicht mehr trauen kann.
    Ich glaube auch, das der Aufstand um S21 nicht ein Strohfeuer ist. Ich glaube, das dies letztendlich ein neues Bewusstsein vieler Menschen ist.
    Ich bin überzeugt, das man in Baden-Württemberg auch die nötigen Stimmen für ein Volksentscheid (also nicht nur die paar Tausend in Stuttgart, sondern auch die 1,x Millionen im ganzen Land) bekommen wird.
    Dabei geht es nicht nur darum, eine neue Ordnung, also z.B. eine Linksregierung das Ziel ist, sondern ein Zeichen des Ladesvolk, das man mitbestimmen will und vor allem nicht belogen werden will.
    Und ich glaube, das Mappus das noch vor seinen Kollegen begriffen hat. Er hat am Sonntag eine solche Kehrtwendung gemacht, das es erstaunlich ist. Das der Hintergrund nur eine Machtfrage ist, ist wohl klar und ich glaube, das es nun auch der großen Breite klar ist, weswegen die Menschen sich deswegen nicht von Ihrem Weg, des Volksentscheid abbringen lassen. Nicht aus Gründen der Politischen Ausrichtung, sondern aus einem «Demokratieverständnis», dem den Politikern abhanden gekommen ist.
    Bei einer Neuwahl sehe ich mich persönlich vor einer sehr schwierigen Position. Eine Partei wegen «einem Thema» zu wählen widerstrebt mir eigentlich. Derzeit würde ich es aber wohl aus «einem Grund» machen, mit dem Hintergrund, das ich für mehr Demokratie für Alle verlange.

  23. IJ sagt:

    Bitte glauben Sie mir, dass ich Ihre Ansicht zu der ganzen Kontroverse verstanden habe und nachvollziehen kann, doch stellt sich mir vehement die Frage, welche fördernde Erkenntnis Sie durch diese Feststellung herbei beschwören möchten?
    (Der Autor des von Ihnen verlinkten Artikels kann sich die Frage auch gern zu Gemüt ziehen.)

    Ich persönlich würde mich auch sehr darüber freuen, wenn alle Bevölkerungsschichten solidarisch gegen «soziale Ungerechtigkeiten» vorgehen würden, doch dies geschieht (noch) nicht. Warum das Begehren einer Bevölkerungsgruppe niedermachen, wenn anderswo kein weit aus deutlicheres Anzeichen für bürgerliche Erregung erkennbar ist?

    Egal wie weit man die jetzige Lage seziert, es müssen, meiner Meinung nach, in erster Linie Lösungsvorschläge ausgearbeitet werden und zeitgleich sollte der aktive «Widerstand», wie auch immer geartet, unterstützt werden.

  24. Ich will Ihnen ja nicht zu nahe treten, ich tue es aber trotzdem, so langsam komme ich zu dem Schluss, dass es sich bei Ihnen um einen «Agent Provocateur» handelt.

    Warum das Begehren einer Bevölkerungsgruppe niedermachen, wenn anderswo kein weit aus deutlicheres Anzeichen für bürgerliche Erregung erkennbar ist?

    Das ist hier nicht passiert, im Gegenteil. Mehrere Artikel unterstützen den Protest gegen Stuttgart 21, in der Sidebar findet sich ein Solidaritätsbutton. Also hören Sie auf, hier so einen Blödsinn zu verbreiten. Danke.

    Ich behalte mir vor, weitere Kommentare von Ihnen zu löschen.

    Arrivederci.

  25. no0ne sagt:

    //Ein Satz gelöscht. Chris

    Ich sehe die Entwicklung ehrlich gesagt positiv, durch das was gerade passiert, wacht die sogenannte Mitte doch gerade auf und merkt, wie weit die Politik in ein parallel Unisversum abgedriftet ist.
    Und ich denke auch nicht, dass die ganze Mittelschicht mit Sarrazin Comdom geht, imho wird das von den Medien sehr stark aufgebauscht dargestellt.

  26. >Dann kommen Gesundheitsreform, Harz IV, … .
    Alles mehr oder weniger etwas abstraktes.

    Viele sind sich nicht im geringsten bezüglich des leider inzwischen infaltionär mißbrauchten Begriffs Solidarität bewußt. Die Probleme _anderer_ sind immer irgendwie «abstrakt», auch S21 könnte für mich hier nicht abstrakter daherkommen und dennoch … ALGII, BAföG, Bildung, Elitenbildung etc. pp. sind jedoch ebenso real für die jeweiligen Teile der Bevölkerung, die davon betroffen sind.

    >Es geht nicht um Konservativ oder progressiv, um Links oder Rechts. Es geht um Lebensqualität und Menschlichkeit.

    Ach nein? Ich verstehe nur Bahnhof und die Analogie zu diesen Begrifflichkeiten im S21-Kontext könnten fremder nicht sein. Aber Menschenwürde, Lebensqualität & Co kommen einem bei ALGII, Sparpaket usw. nicht in den Sinn? Das ist dann wiederum zu abstrakt. As I said, something is rotten in the state of Denmark. Diese Politiker sind Menschen aus unserer Mitte, hier herangewachsen, hier erzogen/sozialisiert worden und der Apfel fällt nie weit vom Stamm.

RSS-Feed abonnieren