Selbstverständlichkeit

Business as usual, so könnte man meinen — wenn, ja wenn es diesmal nicht ein wirklich ernstes Thema wäre. Zwei Blogger, die ich nicht lese, der Rene, den ich bis dato sehr geschätzt habe steigen nun zu Sony ins Bett. Dazu kommt die schon angesprochene Inzestveranstaltung das schon angesprochene Werbenetzwerk vom Kommerzblogger Numero Uno unter uns. Die deutsche Blogosphäre hat wieder etwas zu schreiben, sonst wäre das (Blogger-) Leben ja auch langweilig. Auf der einen Seite die, die die Beine breit machen mit denen, denen der Ausverkauf nicht verwerflich erscheint. Auf der anderen Seite die Bewahrer des Anstandes, zusammen mit den Kritikern. Zwischendrin tümmeln sich da noch ein paar Gutmenschen, um auch etwas Aufmerksamkeit zu bekommen.

Was mich an der ganzen Sache irritiert, um es mal diplomatisch auszudrücken, ist, diese Selbstversändlichkeit mit der Werbung angenommen wird. Gehts noch, oder habe ich was verpasst? Werden wir nicht schon genug mit Werbung zugeballert, sei es im TV, Radio oder sonstwo? Nein? Gut, dann bitte nicht weiterlesen, dann können wir das natürlich auch auf Blogs fortführen. Egal wo, jahrelang hieß es, Werbung nervt — plötzlich, nur weil es Blogger machen, ist es okay, warum auch nicht. Viele finden es sogar einfach nur geil.

Ist es nicht, verdammt nochmal — es ist umso verwerflicher. Die Blogs, die Blogger waren mal voller Ideale. Waren? Genau das — mit welcher Leichtigkeit diese nun verkauft werden, erschreckt einfach nur. Soweit ich weiß, bekommen z. B. Johnny und Robert ihren Server gesponsort. Warum also muss da noch mehr Geld verdient werden? Die Kosten sind gedeckt, fertig. Gut, Geld stinkt nicht. Aber die Unabhängigkeit wurde verkauft — bei Robert merkt man das in jedem Beitrag wie er nach Aufmerksamkeit schreit, wie er verlinkt werden will, zu Johnny nur zwei kleinere Stichworte: GEZ und GEMA.

Werbung war mal ein absolutes No-Go. Wenn damals jemand Werbung geschaltet hat, gab es einen Aufschrei, egal ob nun im Web 1.0 oder Web 2.0. Heute hat eine Selbstverständlichkeit Einzug gehalten, die mich sprachlos macht. Gewisse Kreise haben es verstanden, Stück für Stück, peu à peu Ideale zu verkaufen. Man kann es mit dem Frosch und dem kochenden Wasser vergleichen. Setzt man einen Frosch in kochendes Wasser, springt er heraus. Setzt man ihn in kaltes Wasser, und erhöht nach und nach die Temperatur bleibt sitzen — eben bis er gekocht wird.

Genauso fühle ich mich heute. Dieses selbstverständliche PR-Flachgewichse, um es mal direkt zu sagen, widert mich an. Warum? Weil man es kann? Ich kann noch ganz andere Dinge — und tue sie trotzdem nicht. Vielleicht hat Johnny es perfekt bestätigt, ohne es zu wollen. Der Don hat diesen PR-Treff da in Berlin u. a. mit den Worten abgesagt: Vermutlich wird es ohne mich konfliktfreier, ein paar Kaufnutten, Strichbuben und ihre dreckigen Freier werden einmal weniger die Kalkscheune verlassen müssen, und ich muss nicht meine Reflexe unterdrücken, dem Pack meine Meinung in der Form mitzuteilen, die ich innerlich für angemessen halte. Johnny darauf: Schade, dass du die re:publica absagst, denn damit überlässt du das Feld denjenigen, denen du es nicht überlassen willst. Also eine Bestätigung der Worte vom Don — q.e.d. Man sagt, im Wein steckt die Wahrheit — oftmals findet man sie auf Blogs in den Kommentaren. Danke für die Bestätigung, was der Business-Treff da in unserer Hauptstadt wirklich ist.

Dass die zwei Blogger, die ich nicht lese kaum Widerstand für ihre Sony-Pläne erfahren wundert mich nicht — sonst würde ich da vielleicht lesen. Rene allerdings hat zu kämpfen — und er wird den Kampf verlieren. Er steht selber nicht hinter der Sache, die er da veranstaltet, sonst würde er teilweise nicht so rumbeißen und aberwitzige Begründungen ins Feld führen wie z. B. Vergleiche zu Banner– oder Adsense-Werbung. Das ist, um diverse Kosten aufzufangen, an manchen Stellen sogar zu tolerieren.

Bei vielen Bloggern jedoch, wurde der Frosch mittlerweile genüsslich gekocht — Froschschenkel sind ja auch schon etwas feines, etwas gehobenes, wir gehören jetzt zum Buffet-Volk dazu — warum auch nicht. Ich mag keine Froschschenkel, sie sind ekelhaft, da nehme ich lieber ehrliche Currywurst, Pommes-Mayo. Nur muss das jeder für sich selbst wissen, doch liebe Kollegen, dann sprecht bitte von Euch. Für mich ist es nicht schlimm, gekauft zu werden. Ich finde Werbung okay. Sprecht nicht für andere mit, vermeidet bitte das Wort wir und die Bezeichnung die Blogosphäre — denn es gibt Menschen die leben noch — soweit es möglich ist — nach ihren Idealen und machen nicht bei erstbester Gelgenheit die Beine breit. Danke.

38 Antworten zu “Selbstverständlichkeit”

  1. Oliver sagt:

    Kann man wohl kaum besser ausdrücken, auf Veranstaltungen die Blogger zu mimen, für jene Gesamtheit der Blogger das Wort ergreifen, dabei noch etwas open content als Alibi im Schlepptau und fertig ist die ganze Sache. Über bleibt ein Zerrbild von Leuten mit Idealen und einigen die Gott Mammon opfern. Der Tanz ums goldene Kalb kommt mir da in den Sinn.
    Wie schon Chris richtig bemerkte, jeder kann sich verkaufen wie er möchte — nur dann läßt man das andere außen vor. Obwohl ich verstehs ja, denn ohne den Community-Gedanken im Gepäck erhält man auch keine Aufmerksamkeit.
    Ein einziger Teufelskreislauf, dem man nur entfleuchen kann, gibt man denn einfach auf …

  2. Brian sagt:

    «Gutmensch»? Sag mal Chris, willst du eigentlich nur rumpöbeln, oder hast du inzwischen die Bodenhaftung verloren? Oder geht es dir am Ende darum auch etwas Aufmerksamkeit aus der Diskussion zu ziehen. Absurder Vorwurf? Ach.

    Kannst du dir vielleicht vorstellen, dass es da draussen noch andere Meinungen gibt? Andere Vorstellungen, wie man im Netz leben und schreiben könnte?

    Vielleicht sogar, dass Projekte wie Spreeblick oder das Bildblog nicht mal eben nach Feierabend zusammengeklickt werden (Wie sehr Spreeblick zur Zeit unter realweltlichen Sachzwängen leidet, ist — denke ich — offensichtlich)?

    Davon ab, was genau spricht dagegen mit einer Sache, die einem Spaß macht — und die ganz offensichtlich auch anderen etwas gibt — Geld verdienen?

    Geld, das einen nicht abhängig macht, sondern gerade eine Unabhängigkeit ermöglicht ermöglicht, dank der man sich seinem Blog/sein Ding intensiver widmen und es weiterentwickeln kann.

    Und bitte, sprich nicht von «wir» und für die «Blogosphäre», wenn du Vorstellung zum global verbindlichen Weltbild hochjazzen willst. Danke.

  3. jo sagt:

    Ups, das oben ist von mir, Brian ist mein Foren-/Zweitaccount.

  4. Oliver sagt:

    >Andere Vorstellungen, wie man im Netz leben und schreiben könnte?

    Das diese eben die Quintessenz des Texts oben ist, kommt nicht gut rüber, oder?

    >Und bitte, sprich nicht von ?wir? und für die ?Blogosphäre?, wenn du Vorstellung zum global verbindlichen Weltbild hochjazzen willst.

    Macht doch keiner, wir sprechen die Leute mit Idealen an. Das die anderen es vice versa jedoch geflissentlich tun — da sieht man wohlwollend drüber weg? Heuchelei? Nein, wenns ums Geld geht in Kleinbloggershausen kippt man alles über Board, ohne Rücksicht auf Verluste.

    Aufmerksamkeit wofür? Bemühen wir uns in unseren Texten irgendwo darum? Wir sind nicht schwammig, wir sind wirklich greifbar — paßt nicht jedem, aber so ist es eben mit der Ehrlichkeit und dem Umstand tatsächlich eine Meinung zu haben und auch zu vertreten.

  5. Chris sagt:

    Interessant, dass man es schon nötig hat, mit verschiedenen Accounts aufzuschlagen. Nicht das erste Mal, sonst wäre der erste Kommentar automatisch in der Modschleife gelandet. Ich hab jetzt aber auch keine Lust da zu suchen, interessant ist es allemal.

    Den Rest lasse ich einfach mal so stehen, von wegen Werbung macht unabhängig — das ist schon sehr witzig. Und solltest Du Dich als Gutmensch beleidigt fühlen, ja mei, sorry dafür. Ich lege jetzt die Worte Gutmensch und Fundementalist nicht auf die Waage, nicht wahr jo… Denk mal drüber nach, musst auch nicht sofort antworten. :)

    Du hast micht direkt angesprochen, nun lebe aber mit der Replik. 😉

  6. Don Alphonso sagt:

    Zuerst mal: Johnny kann nichts dafür, wenn sich vor allem die Ausschlachter der Blogs anmelden. Das bringen die Umstände der Zeit so mit sich, und hat mit einem Netzwerk wie Adical, das noch nicht mal gestartet ist, eher wenig zu tun.

    Dass es derer Getalten viele gibt, ist keine Überraschung, genauso wenig die Bereitschaft, solche Aktionen bei Gelegenheit auch zu machen. Inzwischen wissen wir, dass es nicht von Sony ausging, sondern von denen. Dass es an Nerdcore hängen bleibt, hat am ehesten was mit gruppendynamischen Prozessen zu tun — ein Renegat gefällt den Rosettenleckern nun mal besser als ein altbekannter Hurenbock. Genauso, wie er die Kritik abbekommt, kriegt er ja auch die feuchten Jauchzer.

    Bleibt lediglich die Frage, was nach der grossen Auslutsche sein wird. Wiederentdeckung des Vorteils der rebellischen Existenz, nehme ich an. Blöderweise gibt es nach solchen Geschichten immer eine hübsche Durchreichquote, und man wird sehen, wie das ausgeht. (Ist ja nicht so, dass ich das zum ersten Mal erleben würde, im Gegensatz zur Legende gibt es viele Ex-Blogstars, die heute keine alte Sau mehr kennt)

  7. Don Alphonso sagt:

    Noch was zu Jo: Mit ein wenig Medienzynismus kann man das Ganze tatsächlich so sehen. Pop halt. Ist eine super Begründung, mitzumachen und dennoch nicht dabei zu sein. Das ist so eine Phase, die ich auch mal durchgemacht habe, vor 7 Jahren. Nach meiner individuellen Erfahrung lag ich damit grundfalsch. Die Erfahrung muss aber jeder mal am eigenen Leib machen. Ist dann weniger poppig, als man denkt.

  8. jo sagt:

    Chris: Unter Pseudonym zu schreiben findest du interessant? Ich finds eher interessant sowas interessant zu finden. Aber sei’s drum. Dass ich es interessant finde, von dir mit Nazirhetorik belegt zu werden, sei mir bitte gestattet. Was mir die Ehre konkret verschafft, ist mir allerdings immer noch nicht so recht klar. Ideale habe übrigens eine ganze Menge (Irgendwann erzähle ich vielleicht auch mal die Geschichte, wie ich ein paar Monate von Tütensuppe gelebt habe, weil ich keine PR-Meldungen mehr umformatieren wollte).

    Don: Ich finde es eigentlich weit zynischer auf der einen Seite gegen die gekaufte Meinungsmacht etablierter Medien zu polemisieren und Blogs als Chance für selbstbestimmte Medien zu feiern, den Menschen auf der anderen Seite aber trotzdem keine Selbstbestimmung und Urteilsfähigkeit zuzugestehen.

    Bei der Sony-Geschichte geht’s ja gerade nicht um Schleichwerbung (da sind wir uns einig), sondern um ein Projekt, bei dem monströse Leuchtreklamen auf den Werbecharakter hinweisen.

    Und was die Gesamtperspektive betrifft: Entweder das Volk ist wirklich zu doof, dann braucht es ein Killerspieleverbot, Internetfilter und das ganze Yaddayadda, von dem Schäuble, Beckstein und ihre Stichwortgeber in der Wirtschaft feucht träumen — oder wir bekommen so langsam mal den Arsch hoch und lernen mit dem Internet Medien umzugehen.
    Auf die Gefahr zynisch zu klingen: Dabei wird es Kollateralschäden geben. Umso mehr, je länger wir warten, regulieren oder andere fürsorglich bemuttern. Wobei, letzteres wollten wir ja nicht mehr. Und auch keine Gatekeeper sein. Oder doch (Ich muss gestehen, dass ich furchtbar gerne nützlich bin)?

    Und ja, Blogleser halte ich tatsächlich für etwas cleverer als das gemeine Klickvieh oder gar Menschen, die ohne Androhung körperlicher Gewalt nachmittags Privatfernsehen schauen. Wenn’s da schon an der fehlenden Urteilsfähigkeit scheitert, sollten wir (ja, wir!) den Laden besser schnell dichtmachen. Fernbedienung mit «Kaufen», «Weiter» und «3D-Ansicht» reicht ja eigentlich.

  9. Chris sagt:

    Sorry jo, aber Gott allein weiß, warum Du das Wort Gutmensch der Nazirhetorik entnimmst. Auf so eine Idee würde ich nie kommen. Egal, noch einmal so eine Unterstellung und Du brauchst hier nicht wiederkommen. Ist ja schlimm mit Dir. Erst meinen austeilen zu wollen, dann hier den Larry machen und hier rumheulen wie ein Kleinkind.

    Und ja, wo wir uns eigentlich immer per Name und Du angsprochen haben, ist Dein Verhalten, hier mit Tarnkappe aufzuschlagen, wirklich sehr interessant, aber sei es drum, Du musst halt noch erwachsen werden, vielleicht verstehst Du es dann irgendwann.

    @Don: Zu Johnny habe ich mir meine spezielle Meinung gebildet. Ist einfach mal so. Die nächsten Wochen werden sehr interessant. Schau m’er mal was alles passiert. *g*

  10. Oliver sagt:

    http://de.wikipedia.org/w.….utmensch

    Auf dem Kongress des Deutschen Journalisten-Verbandes 2002 kritisiert der WDR-Journalist Hoppe den Gebrauch des Begriff Gutmensch bei seinen jüngeren Kollegen. ?Die Nazis hielten es für besonders komisch, diesen Begriff aus dem jiddischen ?a gutt Mensch? abzuleiten?, verdeutlichte Hoppe.

    Das schmale Brett kommt daher und auf diesem wandelt schon jener mit dieser zitierten Aussage. Man leitet um drei Ecken ab, der Begriff an sich taucht jedoch nicht explizit auf.

    Man kann wohl leidlich gut darüber diskutieren, woher denn der Begriff stammt — vielleicht sogar aus welchem Land dieser überhaupt kommt. Definiert man nur lange genug, kann man auch mit den abstrusesten Dingen gekonnt abwatschen. Denn irgendwo in der langen Geschichte eines polarisierenden Begriffes, findet man immer etwas Anrüchiges — liegt in der Natur der Sache.
    Das das schmale Brett natürlich direkt als Aufhänger in der Bloggosphäre genutzt wird, hat auch dort Methode — aber wir wollen ja nicht mit Steinen im Glashaus werfen 😀

    Irgendwann erzähle ich vielleicht auch mal die Geschichte, wie ich ein paar Monate von Tütensuppe gelebt habe, weil ich keine PR-Meldungen mehr umformatieren wollte

    Nicht notwendig, da gibts einige die das regelmäßig machen und nicht drüber reden — da brauchts auch keine Rechtfertigung, man erkennts — wenns denn so ist — auch an anderen Stellen im Gesamtbild.

  11. Andreas sagt:

    Die Kommerzialisierung einer vormals nichtkommerziellen Sache ist etwas schmerzhaftes, für das es fast keinen «richtigen» Weg gibt, wie ich noch schmerzlich aus meiner IN/Subnet-Zeit (als fast jeder Hobby-Serverbetreiber ISP spielen wollte…) in Erinnerung habe.

    Am meisten Kritik gab es bei denen, die als nichtkommerzielles Projekt mit der Hilfe vieler «gross» geworden sind, und wo die Betreiber dieses dann auf eigene Rechnung kommerzialisiert haben.

    Tatsache ist, sobald es kein Hobby mehr ist in das man Geld reinsteckt, sondern man dafür Geld bekommt (sei es von Teilnehmern oder durch Werbung…) hat man automatisch im Hinterkopf auch finanzielle Nebeninteressen (mehr Besucher, mehr Werbeklicks… etc).

    Es ist nichts verwerfliches, sein Hobby oder Freizeitvergnügen zum Beruf zu machen. Habe ich damals auch so gemacht. Nur sollte man sich (und andere) nicht belügen indem man es weiter als Hobby darstellt.

  12. Philipp sagt:

    Ich habe ehrlich gesagt nicht sehr viel Ahnung von der «Blogosphäre» und blogge eigentlich relativ still vor mich hin, sagen muss ich aber trotzdem etwas dazu.

    Ich bin nämlich der Meinung, dass man als Blogger machen sollte, was man will. Die Individualität wird doch immer so hoch gelobt, wieso darf man dann auch nicht individuell für sich bestimmen, dass man ein Werbeangebot wie von Sony annimmt, ohne gleich unter Beschuss zu geraten?

    Ich meine René, Winkelsen und Nilz bekommen Geld, eine PS3 und eine PSP geschenkt, dafür dass sie zocken und dann ein paar ausdrücklich gekennzeichnete Beiträge schreiben. René schreibt sogar, dass er nirgendwo unterschrieben hat, nicht kritisch zu berichten. Ich hätte es wahrscheinlich auch so gemacht wie die drei. Warum nicht Geld verdienen, mit dem was man kann?

    Zum Thema Johnny, Spreeblick und adical: Finde ich auch nicht schlimm. Im Gegenteil. Wenn man mit Bloggen und artverwandtem Geld verdienen will, ist das doch völlig okay. Wenn man zu dem noch sehr viel guten Content schafft, ist das besser. Spreeblick ist nun mal kein «normales Blog» mehr, was jemand nebenbei schreibt, sondern Johnnies Business. Wenn alle Blogger vor sich hintümplen und versuchen so «integer» wie möglich zu sein, keinen Cent nehmen, der ihnen gegeben wird und sich stehts darum bemühen irgendwie über allem zu stehen, gibt es keine Entwicklung. Das würde soweit gehen, dass Blogs sich vielleicht nicht mehr weiterentwickeln würden. Wer will schon Stagnation?

  13. Chris sagt:

    Ich merke hier noch letzmalig mit einem Zitat aus der Wikipedia an, dass Gutmensch nicht aus dem Nazijargon stammt. Wer mir das unterstellt, der sollte oben rechts das X klicken, dort ist dann die Tür. Man kann mir vieles unterstellen, das nicht.

    »Gutmensch« ist in der politischen Rhetorik ein Kampfbegriff zur Abwertung von Personen, die als Vertreter der politischen Korrektheit angesehen werden. Dieser Neologismus wird von ?guter Mensch? abgeleitet, wendet aber die positive Bedeutung des Ausdrucks ins Gegenteil, ist also eine Pejoration. In Bedeutung und Benutzung lehnt sich der Begriff an das ältere Wort Weltverbesserer an. Der erste Beleg des Begriffs in der deutschen Sprache stammt aus dem Jahre 1985. Franz Steinkühler wurde damals in der englischsprachigen Zeitschrift Forbes Magazine mit dem deutschen Begriff bezeichnet

    Diese Blödsinns-Diskussion möchte ich hier auch nicht mehr haben — Andreas und Phillip z. B. haben feine Denkansätze gebracht, auch wenn ich die Meinungen an der einen oder anderen Stelle nicht teile — so haben sie die Kernaussage aus dem Artikel erfasst, danke dafür.

  14. Oliver sagt:

    @Philipp, lockt die Konservative? Ich bin über ein Jahrzehnt bei Opensource dabei und noch weitaus länger im Netz unterwegs. Das Entwicklung nur mittels schnödem Mammon funktioniert halte ich für ein hahnebüchenes Gerücht, beschleunigen kann es — keine Frage, aber zu welchem Preis?

    >Das würde soweit gehen, dass Blogs sich vielleicht nicht mehr weiterentwickeln würden. Wer will schon Stagnation?

    Was ist ein Blog? Kommerzspektakel, Wissen, Tagebuch, Brainstorming … ?

    Außer bei ersterem kann wohl überall irgendeine Art von Inhalt vermuten ob Fun bis Ernst. Tatsache ist aber nun mal das man sich verbiegt, ob bewußt oder unterbewußt.

    Das würde soweit gehen, dass Blogs sich vielleicht nicht mehr weiterentwickeln würden. Wer will schon Stagnation?

    Selten so gelacht, jeder anständige Blog, der auch massiv Inhalte liefert ist nichts mehr mal eben nebenbei. Nur die Auffassung der Betreiber ist eine andere.

    Da oben Andreas schrieb noch den passenden Part dazu. Es kommt auf das wie an und was letztendlich vermittelt werden möchte.

    Das würde soweit gehen, dass Blogs sich vielleicht nicht mehr weiterentwickeln würden. Wer will schon Stagnation?

    Weil eben jene oft genug das Wort erheben für *alle* Blogger und stellvertretend für diese sprechen, wenn sie denn von den Medien befragt werden. Und dieses Zerrbild bleibt letztendlich auch anderswo verhaftet. So und jetzt kommst *du* und frägst warum wir plötzlich das derart übel finden. Mal ehrlich wirklich die Texte lesen mag auch keiner mehr? Da wird genau getrennt, erklärt wie es denn nun gemeint ist und was kommt an? Ach die mit ihrem Futterneid …, gehts noch?

    Ich finde es schon eine Unverschämtheit hier überhaupt zu kommentieren, wenn man geflissentlich den Inhalt des Textes überlesen hat und den weiterführenden Links nicht gefolgt ist!

    und sich stehts darum bemühen irgendwie über allem zu stehen, gibt es keine Entwicklung.

    Genau das Gegenteil läßt sich anhand der Geschichte x-fach beweisen. Wer dem Geld erliegt blockt Kreativität, falls diese überhaupt jemals vorhanden war.

  15. Torsten sagt:

    Chris: Wenn Du die Wikipedia-Definition selbst heranziehst: willst Du mit «Kampfbegriffen zur Abwertung von Personen» um Dich werfen? Willst Du gegen Jörg-Olaf kämpfen oder ihn persönlich abwerten?

  16. Oliver sagt:

    Jede Kritik ist eine Abwertung einer Sache oder einer Person. Warum etwas heucheln, wenn man stattdessen Roß und Reiter benennen kann. Gegenfrage existiert da draußen überhaupt Meinung oder schließt man sich lieber gern behände dem Mainstream an, gemäß dem Motto nur nicht auffallen? Heuchelei wäre meine Bezeichnung dafür …

  17. Chris sagt:

    Torsten: Ich diskutier hier, auch mit Dir, nicht mehr. War das oben nicht deutlich? Kannst Du nicht lesen? Obiger Halbsatz von mir war eine Replik auf den Artikel von jo. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn er damit nicht klarkommt, sollte er das Veröffentlichen im Internet sein lassen. Wenn man mir Fundamentalist an den Kopf knallt, ist Gutmensch noch eine nette Antwort. Punkt.

    Jegliche weitere Diskussion dazu wird ab sofort gelöscht. Hier geht es um andere Dinge. Ich lass mir das Thema nicht von Gutmenschen Deppen kaputt machen. :)

    Ansonsten das was Oli sagt. :)

  18. Philipp sagt:

    «Jegliche weitere Diskussion dazu wird ab sofort gelöscht.»

    Dann doch lieber käuflich sein, als Meinungen zu unterdrücken.

  19. Oliver sagt:

    als Meinungen zu unterdrücken.

    Man muß noch einiges lernen, nicht alles was irgendwo geäußert wird ist eine Meinung. Wer bei mir daheim z.B. rauchen möchte darf auch gehen, obwohl es in diesem Land (noch) erlaubt ist. Das Prinzip dürfte klar sein, oder?

    Kick ich dir nur ein unflätiges Wort an den Kopf, zählt das zwar als Äußerung, aber nicht als Meinung — nicht wahr?

  20. Torsten sagt:

    Chris: Zu sagen dass Du mit mir diskutierst und anschließend anzukündigen, dass weitere Beiträge zum Thema gelöscht werden ist leicht inkonsequent.

    Und nein: Kritik muss Personen nicht herabsetzen, nicht mal Sachen oder Argumente. Leider scheint diese Kunst derzeit kaum gefragt zu sein.

    Inhaltlich ist die Diskussion ja eigentlich recht schnell erschöpft: Früher gab es nur Hobbyblogger. Ob das jetzt ein Grundsatz war oder schlicht an fehlenden Gelegenheiten war, liegt in der Erinnerung der Beteiligten begründet. Ob man Geld verdienen und glaubwürdig sein kann, ist ebenfalls eine Glaubensfrage.

  21. Falk sagt:

    Ob man Geld verdienen und glaubwürdig sein kann, ist ebenfalls eine Glaubensfrage.

    Eigentlich nicht, aber Jedem wird unterstellt, dass sobald auch nur ein Cent fliesst, dieser nicht mehr glaubwürdig ist. Da muss man schon mehr differenzieren und ob man persönlich dies dann als «Beine breit machen» auffasst oder als «Lohn der Mühen», steht nochmal auf einem anderen Blatt.

    Aber ich geb Oli 100% recht — Kreativität wird durch Kommerz gehemmt, heisst aber nicht, das Kunst und Kultur brotlos sein muss. Dafür brauchts allerdings bisschen mehr, als Firmen und Marketingabteilungen. Sobald letztere sich einmischen, ists schneller mit der Glaubwürdigkeit vorbei, als man «Geld her» gesagt hat.

  22. Torsten sagt:

    Falk:

    Eigentlich ist es doch so: die meisten bekommen von irgendwem Geld und die wenigsten werden der Hand, die einen füttert, einen Finger abbeißen. In den meisten Fällen ist das auch gar nicht nötig.

    Dass Kreativität durch Kommerz gehemmt wird, ist eine These, die ich pauschal nicht teilen kann. Wer ganztägig kreativ sein will, muss auch irgendwie Geld verdienen.

  23. Andreas sagt:

    Hmm… noch was (ich bin ja schon auf der «bösen» Kommerz-Seite):

    Auf der einen Seite die, die die Beine breit machen mit denen, denen der Ausverkauf nicht verwerflich erscheint.

    «beine breit machen» klingt nach einem abwertenden Vergleich mit Prostitution. Aber praktisch jeder (der nicht von Beruf «Sohn» ist, oder ne reiche Erbtante hat, z.B.) wird sich irgendwann durch seinen Beruf ernähren müssen und verkauft damit etwas von sich gegen Geld (und prostituiert sich).

    Aber verkauft man damit sich selbst (und damit seine Ziele und Ideale), oder nur etwas von sich? (so wie eine Hure auch nicht sich selbst verkauft, sondern nur ihren Körper…).

    Ist ein Künstler nur dann ein wahrer Künstler wenn er «brotlos» ist (sonst ausverkauft er die Kunst weil er sie nicht um der Kunst willen macht, sondern fürs Geldverdienen…)?

    Ich habe darauf keine Standardantworten. Aber das für mich entscheidende Stichwort, ob jemand etwas «verrät» oder nicht, ist oben schon gefallen: Heuchelei.

  24. Oliver sagt:

    Ist ist wohl immer eine Gratwanderung, gerade tatsächlichen Kunstschaffenden die sich selbst vermarkten — ist auch nichts gegen einzuwenden.
    Grundlegend halte ich jedoch Werbung für amoralisch und äußere auch meine Meinung dazu und wer den Peanuts Priorität beimißt, hat bei mir verspielt.

    Und nein: Kritik muss Personen nicht herabsetzen,

    Sorry, infantiles Wunschdenken — natürlich kann man jede Diskussionskultur mit halbseidenem Blödsinn torpedieren oder auch mit derlei Aussagen — sprich du bist unter meinem Niveu — auch eine Gratwanderung. Funktioniert immer und überall. Da bevorzuge ich lieber eine hitzige Diskussion, mit jeder Menge Argumenten, anstatt Heuchelei a la Friede-Freude-Eierkuchen.
    Hat man Ideale oder überhaupt eine Meinung wird man diese auch konsequent vertreten, eventuell hitziger jedoch nie kurzschlußartig und dahingerotzt.

    Chris: Zu sagen dass Du mit mir diskutierst und anschließend anzukündigen, dass weitere Beiträge zum Thema gelöscht werden ist leicht inkonsequent.

    Willst Du gegen Jörg-Olaf kämpfen oder ihn persönlich abwerten?

    Die deartige Reduzierung, nach all dem Gesagten, bezeichnet man auch als Respektlosigkeit — Diskussion sehe ich in dem dahingeworfenen Fetzen keine.

  25. Oliver sagt:

    Hmm? noch was (ich bin ja schon auf der ?bösen? Kommerz-Seite):

    Ach Andreas das ist doch crap, sorry aber lies dir den Text und die Links durch bzw. einige andere Dinge hier im Blog.
    Hier gehts nicht um die Diktatur des Proletariats, wer das obige nicht versteht brauchts noch nicht zu lesen. Himmel Herrgott, da wird differenziert und hier unten wird massivst polarisiert, weil man eben nur Stichworte im Text abgreift ohne wirklich zu verstehen worum es eigentlich geht.

    Ist ein Künstler nur dann ein wahrer Künstler wenn er ?brotlos? ist

    Schaut man sich Mäzene in der visuellen Kunst (z.B. Darstellung von Heiligen) an, so fand immer eine motivliche Beeinflussung statt. Und wenn es nur eine Art gezolltem Respekts gegenüber dem wohlwollenden Unterstützer war. Schlecht/gut — eben eine Gratwanderung, wie schon zuvor erwähnt.

    Wie glaubwürdig käme ich jedoch mit der Darlegung meiner Ideale, meiner Meinung rüber — würde ich zugleich für die Zeit schreiben? Naive, mir hofierende Leser würde gerne beide Augen zudrücken, andere mit einem kritischen Blick würden mir Befangenheit unterstellen und diese auch irgendwann nachweisen.

    Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing eine alte Weisheit, die sich nicht wegdiskutieren läßt. Und bei dieser Gratwanderung kommt es eben darauf an, welche Mittel man ergreift und wie sehr man sich selbst polarisiert bzw. polarisieren läßt. Die Kritik wird dabei natürlich immer laut und auch nur diese bewahrt gewisse Bereiche nur vor der hemmungslosen Versumpfung.

  26. Falk sagt:

    Aber praktisch jeder wird sich irgendwann durch seinen Beruf ernähren müssen und verkauft damit etwas von sich gegen Geld.

    Genau das meinte ich ja weiter oben damit, wie negativ es pauschal gesehen wird. Doch für mich macht es eben einen Unterschied, ob jemand einen Lohn für etwas erhält, wozu er 100% steht (und dies im Zweifel sogar ohne Bezahlung tun würde) oder ob der Egoismus greift und man Dinge tut, nur weil sie bezahlt werden. Genug Zwischenschritte zwischen den Extremen gibts allemal, Letzteres lehn ich persönlich konsequent ab. Was mir nicht schmeckt, damit lass ich mich auch nicht füttern. Was ich selbst, auch ohne Bezahlung tun würde, dafür nehm ich auch Geld, wenns denn unbedingt sein muss.

  27. Andreas sagt:

    Grundlegend halte ich jedoch Werbung für amoralisch und äußere auch meine Meinung dazu und wer den Peanuts Priorität beimißt, hat bei mir verspielt.

    Ich ärgere mich oftmals über dümmliche oder aufdringliche Werbung oder Werber.

    Das ändert aber mMn nichts an der Tatsache, dass ein Anbieter, um etwas zu verkaufen, um Kunden werben muss. Wenn ich mit meiner Firma nicht um Kunden werbe, dann wissen die gar nicht, dass es mich gibt, und ich kann den Laden dichtmachen.

    Ich muss mich dafür nicht verbiegen, und brauche auch keinen Kunden anlügen oder heucheln. Manchmal schick ich den Kunden auch weg, weil ich nicht kann was der Kunde braucht (oder er nicht braucht, was ich kann…).

    Deswegen verteufel ich Werbung nicht grundsätzlich. Der Ton macht die Musik.

    Wie soll eine Firma Deiner Meinung nach überleben, wenn sie nicht auf sich aufmerksam machen darf und Kunden nicht mehr umwerben darf?

  28. Falk sagt:

    @ Andreas: Zwischen «auf sich aufmerksam machen» und «werben» steht meist eine Agentur.

  29. Andreas sagt:

    Ach Andreas das ist doch crap,

    Ich dachte, die Ironie meines einleitenden Satzes wird auch ohne Smily erkannt. Sorry.

    Die Kritik wird dabei natürlich immer laut und auch nur diese bewahrt gewisse Bereiche nur vor der hemmungslosen Versumpfung.

    Zustimmung. Guter Punkt.

  30. Torsten sagt:

    Oliver: Bezüglich Diskussionen und persönlichen Angriffen habe ich eine ganz andere Meinung als Du. Meine Nachfrage bezüglich des Wikipedia-Zitats war weder als Respektlosigkeit gemeint noch wüsste ich, warum man das so interpretieren sollte.

    Zwischen Diffamierung und Kritik sehe ich einen himmelweiten Unterschied.

  31. Oliver sagt:

    Verkaufe ich im Beruf Leistung oder verkaufe ich den Leuten etwas aufgrund eines gespielten Ideals? Das wäre für mich ein gewaltiger Unterschied. Zudem Erfahrung im Berufsleben haben wir, in diversen Bereichen. Und nein ich schlage auch Dinge aus, die meinen Idealen zuwider laufen, das geht schon aber es gehört Mut dazu. Und ja ich bin auch verheiratet, bevor noch jemand diese unsinnige Diskussionskette weiterführt und vollkommen von der eigentlichen Problematik ablenkt.

    Genau das meinte ich ja weiter oben damit, wie negativ es pauschal gesehen wird.

    Es macht doch eben kaum einer, es wird oberflächlich gerne verdammt, hat jemand jedoch die Chance, greift er zu und definiert behände seine ehemals hochgesteckten Ziele um weil, aber, Familie, Verpflichtungen … und das in der Regel nur allzu leichtfertig. Sprich man heuchelt von Beginn an wohlwissend, solange ich nix bin kann ich auch was vorspielen.

    Und Falk, was soll die Rechtfertigung? Wer nicht lesen kann ist ohnehin zu dumm die Tragweite überhaupt zu verstehen. Schau ich mir deine Seite an, so wird dort auch gegeben und von irgendetwas lebst du auch. Aber da würden nur wirkliche geistige Tiefflieger einen Verkauf der Ideale vermuten. Und genau das ist der Unterschied. Und viele wollen eben gaukeln und verdienen und müssen somit auch mit der Kritik leben.

    ——-

    Diese wischi-waschi Rethorik a la irgendwie verkaufen wir uns immer ist vergleichbar mit der Aussage gegenüber einem Insassen in einer US-Todeszelle irgendwann werden wir alle sterben … sprich nonsense.

  32. Oliver sagt:

    Bezüglich Diskussionen und persönlichen Angriffen habe ich eine ganz andere Meinung als Du.

    Ich habe Erfahrung dazu, die Meinung kam später. Und ob jemand auch konstruktive Kritik als Beleidigung ansieht, obliegt letztendlich dem Kritisierten — auch das ist ein Aspekt von Freiheit, insbesondere Meinungsfreiheit. Man dreht sich also mit einer derartigen Argumentation gekonnt im Kreis.

    Zwischen Diffamierung und Kritik

    Geht mir ebenso.

    Aber ebenso sehe ich auch einen himmelhohen Unterschied zwischen Meinung und bloßer Aussage eines Umstandes der so schon längst in voller Ausführlichkeit beantwortet wurde.

  33. Chris sagt:

    Ein paar Fragen werde ich noch beantworten und dann sollte aber auch gut sein. 😉

    Willst Du gegen Jörg-Olaf kämpfen oder ihn persönlich abwerten?

    Überhaupt nicht. Und ganz im Ernst: Das Gutmensch (für das ich mich, weil es so falsch angekommen ist, im meinem ersten Comment hier entschuldigt habe) sollte ganz einfach eine kleine Spitze zurück sein auf den Fundamentalismus, nicht mehr und nicht weniger. Die Reaktion von Olaf, die Menschenmenge hier hat schon was groteskes — das belustigt mich dann doch. *g*

    Andreas hat eine wichtige Sache angesprochen:

    Am meisten Kritik gab es bei denen, die als nichtkommerzielles Projekt mit der Hilfe vieler ?gross? geworden sind, und wo die Betreiber dieses dann auf eigene Rechnung kommerzialisiert haben.

    Warum wird denn wohl immer von den Kommerzbloggern von wir, von uns, von der Blogosphäre gesprochen? q.e.d.

    Dann doch lieber käuflich sein, als Meinungen zu unterdrücken.

    Witzbold, warum nicht gleich Art. 5 GG? Oder war selbst Dir das zu peinlich? :)

    Chris: Zu sagen dass Du mit mir diskutierst und anschließend anzukündigen, dass weitere Beiträge zum Thema gelöscht werden ist leicht inkonsequent.

    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, ich schrob, ich diskutier hier *nicht* mehr. Dass ich es *jetzt* doch noch mal versuche, ja, das ist inkonsequent. q.e.d. *args* 😉

    Wie soll eine Firma Deiner Meinung nach überleben, wenn sie nicht auf sich aufmerksam machen darf und Kunden nicht mehr umwerben darf?

    Den Artikel oben hast Du schon ganz gelesen, oder? 😉 Ich schrob davon, dass Werbung nervt, und dass früher manchen Ideale davon abgehalten haben, zu werben — nicht mehr und nicht weniger.

    Zu guter Letzt möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass mein kleiner Gutmensch nicht initial war — das scheint hier von einigen vergessen worden zu sein. In den Kommentaren bei Rene sowie im Artikel sprach jo von einem blindwütige Fundamentalismus. Die Initiative ging nicht von mir aus meine Herren, das aber nur als Anmerkung, wird eh keiner lesen, weil es so nicht ins Weltbild passt. 😉

  34. Torsten sagt:

    Chris: Bei Jörg-Olaf lese ich das so:

    …der blindwütige Fundamentalismus, in dem René angemacht und als Werbehure bezeichnet wird…

    Na dann ist alles klar. Werbehure -> Fundamentalismus -> Gutmensch.

  35. Chris sagt:

    Und? Was hat nun jo damit zutun, wenn ich Rene direkt anspreche? Wenn von Rene in den Comments dort eine ähnliche Reaktion gekommen wäre, kein Problem. So hat erst jo gemeint, auf meine direkt Ansprache an Rene zu antworten, um dann einen eigenen Artikel zu verfassen. q.e.d.

    Aber manche Leute, ach ne, das hatte ich oben schon…

  36. […] Selbstverständlichkeit auf F!XMBR open society vor der auflösung — kleingeld inbegriffen (tags: fixmbr blog werbung selbstaufgabe) […]

  37. […] Wenn ich mich hier mal mit Jo ein wenig zoffe, dann ist das pille-palle — der rechte Dreck, der rechte Sumpf da draußen ist viel schlimmer, und warum da die Behörden noch nicht tätig geworden sind, das mag man nur vermuten. Meine Vermutung: Rechts ist in unserem Land wieder gesellschaftsfähig — unter gewissen Voraussetzungen behaupte ich sogar, mehrheitsfähig. Mir ist schlecht. […]

  38. […] schrob Nerdcore-Rene vor einem Jahr auf Spreeblick. Da hatte er recht. Da sind ganz grandiose Ideen bei. […]

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