Schuldig

Saddam Hussein, der ohne Zweifel selbst ein Mörder war, ist heute im Irak auf einer der unmenschlichsten Art und Weise ermordet worden — dem Erhängen. Über den Mord freuen sich die westlichen Länder wie die kleinen Kinder zu Weihnachten — man hat schließlich die Demokratie in den Irak gebracht.

Herzlichen Glückwunsch — man ist dort angekommen, wo der, über den man gerichtet hat, zu Lebzeiten stand. Mir ist schlecht.

Saddam Death

29 Antworten zu “Schuldig”

  1. DerGraf sagt:

    ES ist abartig, sie sagen Demokratie und morden im Namen des «Gesetzes» wie das möglich, wir belügen uns doch alle selbst und sie uns.

  2. spiefelwuetz sagt:

    Ein illegaler Krieg konnte nur ein illegales «Tribunal» nach sich ziehen. Ein «wahrhafter» Triumph der Demokratie a la Bush!
    Ich habe mich heute früh so gefreut, daß ich Brocken gelacht habe.

  3. siggi sagt:

    Jetzt gibts nichts mehr was dennn Frieden im Irak behindert,oder?

  4. Oli sagt:

    Ein Märtyrer hat mehr Macht im Nachhinein als ein ehemaliger Diktator im Gefängnis. Die Dummheit kennt halt keine Grenzen und Geschichte mag ja heute eh keiner mehr …

  5. Grainger sagt:

    Die Möglichkeit, das damit ein Märtyrer geschaffen wurde, ist aber auch das einzige was ich an der Hinrichtung Saddams bedauerlich finde.

    Was hätte man denn auch sonst mit ihm machen sollen?

    ? Resozialisieren bzw. therapieren und dann nach ein paar Jahren und etlichen tausend Streicheleinheiten wieder frei lassen?

    Wohl kaum eine ernstzunehmende Alternative.

    ? Bis an sein Lebensende einsperren?

    Wegen der Gefährdung durch Mithäftlinge bleibe da ja nur lebenslange Einzelhaft (sonst kann man ihn auch gleich hinrichten).

    Kann man machen, dann hat man die einen Extremisten am Hals die weiterhin seinen Tod wollen und ebenso die anderen Extremisten, die (mit allen Mitteln) seine Freilassung betreiben.

    Tatsächlich hat man sich mit sich schon mit seiner Gefangennahme gar keine andere Möglichkeit mehr gelassen als ihn hinzurichten, zumal die islamische Gerichtsbarkeit schon wegen wesentlich geringfügiger «Delikte» gerne die Todesstrafe verhängt.

  6. Falk sagt:

    Was hätte man denn auch sonst mit ihm machen sollen?

    Ich sags mal allgemeiner — man sollte und darf niemals versuchen, die eigene Gesellschaft und das eigene Denken bzw. die Religion einem anderen Volk aufzuzwingen. Wohin dies führt, kann man spätestens seit den christlichen Kreuzzügen wunderfein und in schönster Regelmäßigkeit beobachten. Das was hier gemacht wird, ist doch schlicht nichts anderes, als aus monetären Interessen ein Volk zu unterwerfen und sich dann zu wundern, warum es unter diesem Druck zu rabiaten Gegenmitteln greift. Klar ist die westliche «Demokratie» gefährdet, aber nicht von den Völkern im Osten oder Süden, sondern aus sich selbst.

  7. Falk sagt:

    Disclaimer: Ich legitimiere mit obiger Aussage keine Völkermörde oder Diktatoren. Aber ich mag weder Gewalt, noch Kriege gegen diese.

  8. spiefelwuetz sagt:

    Was hätte man denn auch sonst mit ihm machen sollen?

    @grainger, kurze Frage mal, wer ist man?
    Ansonsten der Disclaimer von Falk auch von mir.

  9. Oli sagt:

    Ich sags mal allgemeiner — man sollte und darf niemals versuchen, die eigene Gesellschaft und das eigene Denken bzw. die Religion einem anderen Volk aufzuzwingen. Wohin dies führt, kann man spätestens seit den christlichen Kreuzzügen wunderfein und in schönster Regelmäßigkeit beobachten.

    Das ist schon seit Jahrtausenden so und das kleine Intermezzo (im Kontext der anderen Dinge die schon passierten) der Kreuzzüge zeigte nur eines, der *Mensch* ist eben so wie er ist — egal was er sich da nun aufs Fähnlein pinselt.
    Ganze Kulturen wurden schon zuvor aufgeweicht, gar verschlungen, bis zur Unendlichkeit verlbaßten diese und der Grund dafür? Immer der gleiche, Macht, Reichtum …
    Das Dumme ist nur erzählt man von diesen Dingen, die ach so weit zurückliegen, zucken die meisten nur mit den Schultern … und? Wir leben hier und jetzt und sind weitaus fortgeschrittener.. Die Arroganz zu glauben wir wären fortgeschrittener, weil da Computer etc. existieren, ist ziemlich naiv. Und diese Arroganz wird auch irgendwann unser Untergang sein, da brauche ich erst gar nicht für diesen oder jenen Partei zu ergreifen … der *Mensch* ist der Idiot.

  10. Ich möchte ja nur ungern unken ? aber die «westliche Welt» freut sich nicht; jedenfalls nicht offiziell.
    Soweit ich das auf die Schnelle überschaut habe, ist die EU und sind deren Mitgliedsstaaten der Meinung, dass die Hinrichtung von Hussein unangemessen war.
    Okay, in EU-Land gilt ja auch die Europäische Menschenrechtskonvention, wonach die Todesstrafe verboten ist.

    Aber George Dabbeljuh kann darauf pfeifen. Und nun seid doch mal keine Spaßbremsen, gönnt dem abgehalfterten Präsidenten der USA doch auch mal nen kleinen Spaß zum Jahresende.
    Saddam war doch auch kein Kind von Traurigkeit in derartigen Dingen.

    Und dem Tyrannemord konnte ich schon immer etwas abgewinnen. Blöd nur, dass Hussein derart gut abgeschirmt war, dass seinen Gegner genau dieser Tyrannemord verwehrt blieb.

    Ausnahmsweise muss ich heute mal darauf hinweisen, dass die Welt nicht nur Weiß und Schwarz ist.

    Anyhow — Euch allen einen Guten Rutsch!

  11. Musss natürlich heißen «nicht die ganze westliche Welt» ? denn in USA sieht man das Ganze bestimmt anders.

  12. Chris sagt:

    Dir auch einen guten Rutsch. :)

    Man muss sich die Statements nur genauer durchlesen — als Begründung wird meist angegeben — nun wird der Irak noch instabiler. Von einem Mord, barbarischen Akt, whatever, spricht keiner, nur von der neuen instabilen Lage im Irak — ergo der Mord war okay, nur die Folgen wurden nicht bedacht…

    Von den Medienhuren, angefangen bei Springer, über SPIEGEL bis hin zu den Blättern, die man fast noch als serös bezeichnen kann, ganz zu schweigen…

    @Grainer:

    Was hätte man denn auch sonst mit ihm machen sollen?

    ? Bis an sein Lebensende einsperren?

    Wegen der Gefährdung durch Mithäftlinge bleibe da ja nur lebenslange Einzelhaft (sonst kann man ihn auch gleich hinrichten).

    Kann man machen, dann hat man die einen Extremisten am Hals die weiterhin seinen Tod wollen und ebenso die anderen Extremisten, die (mit allen Mitteln) seine Freilassung betreiben.

    Mit der gleichen Begründung lässt sich auch wunderbar unser Überwachungsstaat begründen — es könnte ja was passieren, also bauen wir doch mal den Polizeistaat weiter aus.

    Nur weil die Konservativen dieses Planeten keinen blassen Schimmer haben, ist ein Mord — auch an einem Massenmörder — noch lange nicht gerechtfertigt.

  13. Chris sagt:

    Ach Gottchen, naja, man mag mir verzeihen, wenn ich obigen Kommentar als lächerlich empfinde. Zu den Medienhuren siehe Bild im Artikel. So, da wurde also der Herr Michel ausgegraben, fein, hat er so gesagt, vorbildlich, meine Meinung, keine Frage. Schauen wir doch mal dann zu dem SPIEGEL-Link rüber (SPRINGER muss ich mir nicht geben, das Vergnügen hatte ich mal wieder heute Nacht):

    Werner Hoyer, kritisierte die Hinrichtung als «Schande, Niederlage und verpasste Chance für die beteiligten westlichen Demokratien». Sie sei auch «kurzsichtig und dumm», da Millionen Iraker den Ex-Diktator nun weniger wegen seiner grausamen Verbrechen, sondern wegen seines vermeintlichen Märtyrertods in Erinnerung behielten.

    Wolfgang Gerhardt, kaum noch politisch involviert, findet passendere Worte.

    Grünen-Chefin Claudia Roth betonte ebenfalls, die Todesstrafe für Saddam sei nicht gerechtfertigt. «Es bleibt zu befürchten, dass ihr Vollzug nun nur noch mehr Hass, Chaos und Tod im Irak erzeugen wird», warnte sie.

    […]

    Nach Auffassung von Links-Fraktionschef Gregor Gysi war die Hinrichtung «keine juristische, sondern eine politische Entscheidung — mehr des amerikanischen Präsidenten als irgendeiner anderen politischen Figur». Ein Anfang für mehr Demokratie im Irak sei damit keineswegs gemacht.

    Ich lasse mich jetzt hier aber auf keine weitere Diskussion ein, von wegen, der hat aber das gesagt, der und der das. Diese «Wer hat mein Förmchen gestohlen?»-Kindereien wird es hier nicht geben.

    Das politische Geblubber geht eindeutig — mit ein paar Ausnahmen — in eine Richtung, nicht der Mord, der Akt war falsch, sondern das Nichtbeachten der Folgen, das Verfahren war nicht okay, etc. pp.

  14. Grainger sagt:

    @Chris

    Mit der gleichen Begründung lässt sich auch wunderbar unser Überwachungsstaat begründen — es könnte ja was passieren, also bauen wir doch mal den Polizeistaat weiter aus.

    Ich mache da schon einen Unterschied ob es sich um jemanden handelt, der tatsächlich Giftgaseinsätze und Massenmorde angeordnet hat oder ob ein Staat Begründungen sucht um eine gemutmaßte Terrorismusgefahr zu bekämpfen.

    Ist nicht so ganz das Gleiche.

    Grundsätzlich lehne ich auch jede Form der Gewaltanwendung ab, aber wenn es jemanden trifft der nur die eigene Medizin zu schlucken bekommt mache ich mir da weniger Gedanken darum als wenn es einen Unschuldigen trifft.

    Menschen wie Saddam Hussein können nicht ernsthaft damit rechnen friedlich an Altersschwäche zu sterben.

  15. Chris sagt:

    Gut, da kommen wir nicht auf einen Nenner, jemand, der tatsächlich hier Auge um Auge, Zahn um Zahn predigt, dem gehe ich in dieser Diskussion aus dem Weg, das gibt nur böses Blut.

  16. spiefelwuetz sagt:

    @Andreas Skowronek:

    Blöd nur, dass Hussein derart gut abgeschirmt war, dass seinen Gegner genau dieser Tyrannemord verwehrt blieb.

    Seinen Gegnern hätte ich es u.U. zugestanden, denn sie mußten unter ihm leiden.
    Blöd nur, daß Hussein von den USA gepäppelt wurde und beide eine Zeit lang mitnichten Gegner waren. Im Iran-Irak-Krieg waren es GPS-Satelliten der Amis, die Husseins Truppen bei Giftgasangriffen auf iranische Stellungen und gegen die Kurden hilfreich ins Ziel lenkten. Wer da wohl wen abgeschirmt hat?

    gönnt dem abgehalfterten Präsidenten der USA doch auch mal nen kleinen Spaß zum Jahresende.

    Reichlich zynisch, würde ich noch nicht mal als Satire durchgehen lassen.

  17. spiefelwuetz sagt:

    Wenn jemand sich nicht getraut, zu sagen: «Ich bin ein Befürworter der Todesstrafe», dann drückt er es so aus:

    Menschen wie Saddam Hussein können nicht ernsthaft damit rechnen friedlich an Altersschwäche zu sterben.

    Durch die Brust ins Auge eben.

  18. Kathrin sagt:

    Ich sehe das ähnlich wie Grainger.

    Das einzige was mich an der ganzen Sache stört, ist dieses Getue um Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Gerechtigkeit etc. Ich kann Heuchelei nicht ausstehen. Die ganze Verhandlung hat doch nichts gebracht und war nur ein Theater. Ehrlicher wäre es gewesen ihn direkt zu erschießen und aus. Der Mann musste sowieso sterben, in einer echten Vehandlung (wie z.B. in Den Haag) wären doch zu viele Hintergründe und Verbindungen herausgekommen. Dies hätte auch eine Heroisierung Husseins verhindert, die jetzt automatisch passiert.

    Und außerdem, warum musste man ihn ausgerechnet am wichtigsten Feiertag der Muslime, dem Operfest, hinrichten? gings nicht ein paar Tage früher oder später?

  19. Oli sagt:

    Und außerdem, warum musste man ihn ausgerechnet am wichtigsten Feiertag der Muslime, dem Operfest, hinrichten?

    Wohl eher weil die Leute mehr daheim aufzufinden sind, da man dort an diesem Tag frei hat.

    Und selbst die Terrorfuzzis haben an diesem Tag wohl etwas anderes zu tun, wenn sie schon immer den Glauben für ihre Untaten mißbrauchen. Macht also alles Sinn.

  20. Falk sagt:

    Der Mann musste sowieso sterben, in einer echten Vehandlung (wie z.B. in Den Haag) wären doch zu viele Hintergründe und Verbindungen herausgekommen.

    Der Zusammenhang erschliesst sich mir grad nicht. Sterben muss jeder Mensch, an dem einen oder anderen Grund. Man muss ja einem Massenmörder nicht unbedingt ein langes Leben wünschen, aber dann tatsächlich «Auge um Auge…» und «Er hats aber doch verdient…» zu argumentieren ist imho mehr als nur kurzsichtig. Wenn das das normale Prinzip im Umgang miteinander (egal auf welchen Ebenen) ist, dann goodbye cruel world.

    Und jawohl, ein ordentliches Verfahren vorm Kriegsgericht hätte sicher eine Menge ans Tageslicht gebracht, was für die westlichen Regierungen eher unangenehm gewesen wäre. Wasser predigen und Wein trinken, die Geschichte wiederholt sich immer wieder und täglich grüßt das Murmeltier.

  21. Kathrin sagt:

    Ich wollte damit ausdrücken, dass ich mir natürlich gewünscht hätte, dass der Mann vor ein vernünftiges Gericht kommt und dort auch wirklich dokumentiert wird, für welche Verbrechen er im Einzelnen verantwortlich ist und welche Komplizen und Unterstützer er hatte.

    Mir ist aber gleichzeitig klar, dass dies reines und naives Wunschdenken meinerseits ist und, dass dies in einer Kriegs– und Besatzerlogik überhaupt keinen Platz hat. Der Satz:«Der Mann musste sowieso sterben» soll also aussagen, dass meiner Meinung nach von Anfang an klar war, dass er hingerichtet werden sollte, eben weil sonst äußerst unangenehme Wahrheiten ans Licht gekommen wären (nicht nur für die westlichen Regierungen), und er außerdem noch genug Anhänger hat um eventuell später noch einmal gefährlich zu werden. Diese Verhandlung war deshalb in meinen Augen nur Theater, um den Schein zu wahren.

    Ich bin auch kein Vertreter des Auge-um-Auge-Prinzips, was bei den Massenmorden die Hussein zu verantworten hat auch gar nicht anwendbar wäre. Ich denke nur einfach, dass im Fall von Saddam Hussein mein größtes Problem nicht seine Hinrichtung ist (deswegen die Zustimmung zu Grainer). Mich stört, dass jetzt so getan wird, als hätten «die Guten», «das Böse» besiegt. Dabie sind sie alle «böse» (ganz vereinfacht.

    Ich weiß leider nicht wie das mit dem Zitieren geht, aber @ Oli: ich verstehe deinen Kommentar zum Timing nicht warum das alles Sinn machen soll…

  22. Oli sagt:

    Recht einfach, wenn die Leute arbeiten sind sie alle unterwegs etc., jedenfalls an öffentlichen Plätzen. Haben sie hingegen frei …
    Und dieses höchste Fest ist auch ein hohes Fest für Fanatiker, aber ich würde mich hüten einem Terroristen Logik zuzuschreiben, jedoch denke ich mal so wirds gehen.

  23. Kathrin sagt:

    Ja und was ist dann wenn sie alle freihaben (die meisten Menschen sind ürbigens traditionell unterwegs, besuchen Leute oder gehen aus an solchen Tagen), und was ist mit den Terroristen? Vielleicht seh ich ja den Wald vor lauter Bäumen nicht, aber was soll das mit der Wahl des Hinrichtungstages zu tun haben?

  24. Grainger sagt:

    Nochmal @Chris

    Ich glaube, Du mißverstehst mich ein bißchen, ich bin absolut kein Anhänger der Auge-um-Auge-Mentalität (und wenn es nur aus dem Grunde ist weil’s in der Bibel steht).

    Und auch meine Aussage

    Menschen wie Saddam Hussein können nicht ernsthaft damit rechnen friedlich an Altersschwäche zu sterben.

    ist eigentlich nicht als Befürwortung der Todesstrafe gemeint gewesen.

    Aber so wie bei einem Alkoholiker die Wahrscheinlichkeit an einer Leberzhirose zu sterben höher ist als bei einem Abstinenzler, so ist bei einem Diktator, Tyrannen, Gewaltherrscher, usw. die Wahrscheinlichkeit eines gewaltsamen Todes zu sterben eben auch höher als bei einem Volksschullehrer oder Briefträger.

    Ich befürworte die Hinrichtung von Hussein nicht, aber ich hätte auch keinen Finger krumm gemacht um sie zu verhindern (vorausgesetzt ich wäre dazu in der Lage gewesen).

  25. Chris sagt:

    Aso, na dann ist ja gut… :)

    @Kathrin: Was Oli damit sagen will: An diesem hohen Feiertag werden, so wohl die Denke der westlichen Mörder, die meisten Menschen beten, den Tag in Moscheen verbringen. Da wird es heute kaum große Proteste geben.

    Sehr kurzfristig gedacht, aber ich denke, genauso so ist und war immer die Denke dieser Fanatisten — egal welche Seite man nun nimmt.

  26. Oli sagt:

    Jupp und ebenso werden auch die Leute zwar umherziehen, aber nicht an den gewohnten oeffentlichen Stellen, Behoerden etc. wo es auch das Gros der Anschlaege hagelte. Mitunter kurz gedacht, halb gedacht, aber bei Terror greift man halt nach Strohhalmen in der Not — um tacheles zu reden, dort unten ist Krieg und wir schauen hier von bequemen Sesseln aus zu.

  27. spiefelwuetz sagt:

    @Kathrin:

    in einer echten Vehandlung (wie z.B. in Den Haag) wären doch zu viele Hintergründe und Verbindungen herausgekommen.

    Den Haag und eine echte Verhandlung? Dort läuft doch der Prototyp aller Gerichtspossen als Dauerbrenner. Gerade dort soll etwas herauskommen? Wie froh doch alle waren, als Milosevic nichts mehr über Hintergründe und Verbindungen ausplaudern konnte. Dort wäre im «Erlebensfall» für Milosevic das gleiche Prozedere abgelaufen, wie für Hussein.
    Die «Parteilichkeit» dieses sog. Tribunals ist z.B.sehr schön an der prozentualen Zusammensetzung der Angeklagten nach ihrer Ethnie zu besichtigen.

  28. spiefelwuetz sagt:

    Soll natürlich Unparteilichkeit heißen, sry.

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