Schaeffler, Conti und Rudolf Scharping

Nachdem Rudolf Scharping in der Politik gescheitert war, ist er zum Unternehmer geworden. Mit der RSBK, der Rudolf Scharping Strategie | Beratung | Kommunikation GmbH ist er zu einem so genannten Experten für ÖPP (Öffentlich-Private-Partnerschaft) avanciert, was nichts anderes heißt als moderne Privatisierung. Öffentliches Eigentum wird verramscht, trotz dem Verkauf bleibt das Risiko aber beim Steuerzahler, so zum Beispiel durch hochriskante Pachtverträge. Es kann aber auch sein, dass ich den Sinn falsch verstanden habe und dass ausländische Hedgefonds am Allgemeinwohl in Deutschland gelegen ist. Ich lasse mich da gerne von Rudolf Scharping und seiner bezaubernden Gräfin Pilati korrigieren. Die NachDenkSeiten drücken es wie folgt aus: RSBK, die Rudolf Scharping Strategie Beratung Kommunikation hilft auch weiter beim Fleddern des öffentlichen Vermögens, das Scharpings politische Großeltern mithilfe der Steuerzahler aufgebaut haben. ÖPP ist nicht Chance, sondern Schuldenfalle. Unzählige dieser Beispiel lassen sich nebenan bei den Kollegen ebenso finden. Anderes Thema: Die Dame Schaeffler und ihr Größenwahn, Conti übernehmen zu wollen. Frage: Wer ist bei Schaeffler einer der graumelierten Herren, der im Hintergrund die Milliardärin berät und die Fäden zieht? Richtig, Rudolf Scharping:

Den Kontakt zwischen der Unternehmerin und IG-Metall-Chef Berthold Huber hat nach SZ-Informationen der frühere SPD-Vorsitzende und Ex-Bundesminister Rudolf Scharping eingefädelt. Es heißt, er agiere seit geraumer Zeit hinter den Kulissen als Vermittler zwischen beiden Seiten. Seit seinem Ausscheiden aus der Politik betreibt Scharping eine Agentur für Strategieberatung und Kommunikation.

Seine Ehefrau Kristina Gräfin Pilati und Maria-Elisabeth Schaeffler kennen sich dem Vernehmen nach lange und gut. Während Scharping für eine Stellungnahme nicht erreichbar war, bestätigte Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer «dass es solche Kontakte und Gespräche gibt». Ähnlich äußerte sich ein Schaeffler-Sprecher. Zu den Inhalten wollten beide nichts sagen.

Man steht fassungslos vor solchen Meldungen. Da stürzt uns der Neoliberalismus in die größte Weltwirtschaftskrise seit Menschengedenken. Die gleichen Experten, die seit Jahren freie Märkte fordern, rufen nun nach Staatshilfe. Die gleichen Personen, die dieses Land, die Menschen verraten und verkauft haben, sind weiterhin im Dunkeln und im Hintergrund tätig. Was dabei rauskommt, sieht man am Beispiel Schaeffler. So langsam gelange ich zu der Überzeugung, dass diese System gegen die Wand fahren muss. Erst wenn das geschieht, haben die Menschen die Chance auf einen Neuanfang.

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7 Antworten zu “Schaeffler, Conti und Rudolf Scharping”

  1. Carlos sagt:

    So langsam gelange ich zu der Überzeugung, dass diese System gegen die Wand fahren muss. Erst wenn das geschieht, haben die Menschen die Chance auf einen Neuanfang.

    Ich befürchte nur, das selbst wenn dieses System komplett an die Wand gefahren ist, wird sich nicht wirklich etwas ändern — es sind doch immer die selben Gestalten, die auch aus der noch so heftigsten Krise Gewinn ziehen. Das konnte man nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland sehen — wer waren die Leute, die im sogenannten «Wirtschaftswunder» (eigentlich — so weit ich weiß — kein «Wunder», sondern jede Menge Hilfe und Geld von den Amerikanern) wieder Groß und Reich wurden? Die selben, die auch von den Nazis profitiert hatten (und nicht selten selber welche waren).
    Fast das selbe nach dem zusammenbruch des Ostens… man hätte die ziemlich einmalige Chance gehabt, das gute aus beiden Systemen zu nehmen und etwas neues — vielleicht sogar besseres — schaffen können.
    Ich bin leider sehr pessimistisch, was eine Wende zum besseren angeht. Solange Arbeiter einer Firma ihrem Chef, der das eigene Unternehmen aus Profitsucht verzockt hat und dann Krokodilstränen heulend vor ihnen steht, zujubeln anstatt ihn (oder sie) an den nächsten Baum zu knüpfen, wird sich in diesem Land leider nichts ändern.

  2. Oliver sagt:

    >Die selben, die auch von den Nazis profitiert hatten

    Exakt, auch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion sahen wir dies oder bei uns hier im Zusammenhang mit der DDR. Fett schwimmt immer oben …

  3. Überrascht? Aber nicht wirklich!

  4. My 0,02 Euro sagt:

    Zitat: So langsam gelange ich zu der Überzeugung, dass diese System gegen die Wand fahren muss. Erst wenn das geschieht, haben die Menschen die Chance auf einen Neuanfang.

    Oder wie es Dieter Hildebrand formulierte: Die Anhänger der Linken wählen FDP, damit das System umso schneller explodiert!

    Mal zum drüber Nachdenken ;o)

  5. StoiBär sagt:

    Die Contiübernahme von Schaeffler wäre schon eine gute Sache gewesen. Gerade für die Mitarbeiter wäre es langfristig wohl die beste Option gewesen. Klar hat sie sich übernommen und klar ist sie reich. Trotzdem wären die Contimitarbeiter bei ihr besser aufgehoben gewesen als bei irgendeinem Finanzinvestor ala Blackstone und Co.

  6. […] sich dafür sogar mit der Gewerkschaft IG Metall, die ihr sonst eher ein Dorn im Auge war. “Die gleichen Experten, die seit Jahren freie Märkte fordern, rufen nun nach Staatshilfe. Die… Diese Einschätzung im Blog F!XMBR trifft den Nagel auf den Kopf: Es wird Solidarität verlangt von […]

  7. D.S. sagt:

    Jede Milliarde die der Staat gibt ist für den Staat 1,5 Millarden Gewinn, wenn die Arbeitsplätze 2 Jahre erhalten bleiben(kann jeder nachrechnen)

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