Satire: Ein neuer Stern am neoliberalen Polit-Firmament?

… ein neuerlicher Strip vom großartigen Bulo, Clap-Club

Westerwelles schräges Zahlenspiel
Gehen wir unter wie einst das späte Rom? Westerwelle und die Dekadenz
Wie sich alle mit Hartz IV verrechnen
Demagogendämmerung
Westerwelles kleine Welt
Hallo, Guido …
Spätrömische Dekadenz und berlinrepublikanischer Bildungsmangel
Arbeitslosigkeit macht krank…

Update:

Westerwelle legt noch einmal nach

Wenn er für seine Äußerungen kritisiert werde, sei dies eine «ziemlich sozialistische Entwicklung in dieser Republik».

Nein ein asozialer Habitus und die Ignoranz gegenüber eines gemachten Fehlers sind alles andere als eine sozialistische Entwicklung, dies alles ist Indiz für Klientelpolitik in Reinkultur, als auch massive Lernresistenz.

Mit seinem frontalen Angriff auf Hartz-IV-Bezieher gefährde der FDP-Chef den sozialen Frieden in Deutschland, sagte Gabriel der „Frankfurter Rundschau“. Damit wolle Westerwelle nur von den eigentlichen Sozialbetrügern ablenken: „Das sind jene, die die Finanzskandale bei den großen Banken und auf dem Investmentsektor verursacht haben. Und jene, die ihr Geld illegal in die Schweiz schaffen.“ „Das sind die wirklichen Sozialbetrüger und die Klientel von Herrn Westerwelle“, sagte Gabriel weiter.

FAZ

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8 Antworten zu “Satire: Ein neuer Stern am neoliberalen Polit-Firmament?”

  1. Chris sagt:

    Bulo hat im Übrigen per Mail gefragt, ob die Karikatur zu hart wäre. Ich habe verneint. Hartz-IV-Empfänger, hier insbesondere die Ein-Euro-Jobber im Einsatz werden in Hamburg schon gesondert gekennzeichnet. So zum Beispiel beim HVV. In roten Jacken sollen sie Ansprechpartner für die Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel sein. Wenn sie durch die Züge und Büsse patrollieren, kann man die Reaktionen der Mitreisenden hervorragend beobachten. Köpfe sinken nach unten, Köpfe werden zusammengesteckt, es wird getuschelt, etc. pp.

  2. ebertus sagt:

    Nein, das ist nicht zu hart. Im Gegenteil…

    Habe mir da ebenfalls meine Gedanken gemacht und speziell die Frage untersucht, wer hier wem berechtigterweise Zynismus vorwerfen kann.

    ebertus, ein Willy-Jünger aus 1972, fassungslos auch nach mehr als zehn Jahren unter unter bzw. mit den Fröschen. Und…

    Gestern, Diskussion mit einem Freund, gar FDP-Mitglied. Sein Tenor: Vielleicht zieht Westerwelle, zieht die FDP «irgendwann» die Reissleine. Steinmeier und Co. wären da sofort wieder an Merkels Seite; wetten?

  3. porhmeus sagt:

    Sehr passend!!
    Westerwelle sollte als Vornahmen «Nero» wählen — dann hätte der Bezug zum dekadenten römischen reich wenigstens seine Berechtigung. Er würde ja sicher gerne den Sozialstaat abfackeln!

  4. […] Szenen aus dem dekadenten spätrömischen Reich Fehlt nur noch die Kennzeichnung dieser Leute — so wie in Hamburg (siehe Leserkommentar). Alles wie in der «guten alten Zeit». Ach ja: Bürgermeister von Leipzig ist einer dieser […]

  5. Innehalten sagt:

    Arvid D. muss gehen, dazu noch einige mehr aus dem LV NDS…

    Selbstdarsteller größeren Ausmaßes gibt es aber auch in den LV Berlin, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg…

    Die Partei ist voll von ihnen und ihren Machtstreben…

  6. Stefan sagt:

    Die Thesen des Guido Westerwelle, und warum er nicht die Wahrheit sagt:

    - die Möglichkeiten des Hinzuverdienens für Hartz-IV-Empfänger deutlich verbessern und die von Minijobs ausweiten, damit der Weg zurück ins Berufsleben erleichtert wird. => Niedriglohnsektor ausbauen
    – müssen Bildungsgutscheine und Ganztagsschulangebote einschließlich geregelter, gesunder Mahlzeiten Priorität bekommen. => Stigmatisierung und Diffamierung
    – Wir haben heute im Vergleich zu 2004 1,5 Millionen Arbeitslose weniger. Trotzdem geben wir heute 6,5 Milliarden Euro mehr als damals für Hartz IV aus. => Widerspruch
    – müssen sie den Findigen und Trickreichen kürzen oder notfalls streichen. => Grundgesetz — soziokulturelles Existenzminimum?
    – umgekehrt erwarte ich von unserer Sozialstaatsverwaltung, dass sie jedem jungen Menschen auch ein Angebot macht. => Freie Berufswahl?
    – Von den Liberalen, die ich in der deutschen Nachkriegsgeschichte bewundere, habe ich gelernt, dass man Ausdauer haben muss, dass man sich vor Angriffen und Diffamierungen nicht fürchten darf, dass es nicht darum geht, beliebt zu werden, sondern darum, das Richtige zu tun. => meint er damit die Altnazis?
    – Wir müssen die Schwachen schützen vor den Starken, aber auch vor den Faulen. => er meint es andersrum, «die Starken vor den Schwachen!«
    – Ich spreche aus, was die schweigende Mehrheit denkt. => Welche Mehrheit (siehe aktuelle Umfragen)?
    –Ich will mir nicht ein paar schöne Jahre im Auswärtigen Amt machen und die Welt kennenlernen. => Genau das will Westerwelle!
    – warum wir die letzten waren, die in einigermaßen sorgenfreiem Wohlstand leben konnten. => Hat Westerwelle sich das je wirklich gefragt, ich behaupte nein.
    – das Verhältnis zu Angela Merkel ist ungetrübt, ich verlasse mich lieber auf meinen Freund Horst. => völlig zerrüttet und von Mißtrauen geprägt.
    – Ich habe mit keiner Silbe einem einzigen Bezieher von Hartz IV irgendetwas vorgeworfen. Ich habe die Debatte nach dem Verfassungsgerichtsurteil kritisiert und die Fehlentwicklungen unseres Sozialstaates. => Leidet Westerwelle unter fortschreitender Demenz und völligem Realitätsverlust?

    Euch einen schönen Sonntag
    Gruss

  7. […] apropos Guido Westerwelle, diesen lachen wir einfach nur noch aus … falls wir die Muße dazu […]

  8. […] Dickus, natürlich von Monty Python aus Life of Brian. Allemal unterhaltsamer als die FDP und deren Westerwelle, aber doch Bild genug für das schwarz-gelbe Treiben in […]

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